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Schwarzwald-Musikfestival wird verschoben

(red.) Aufgrund der aktuellen Situation muss das diesjährige Schwarzwald-Musikfestival (15. Mai bis 1. Juni) auf das kommende Jahr verschoben werden: Es soll nun vom 7. bis 24. Mai 2021 stattfinden. Man arbeite bereits an der Festlegung der einzelnen Konzerttermine, heißt es seitens der Festival-Leitung. Alle gekauften Eintrittskarten behalten währenddessen ihre Gültigkeit. Nach Bekanntgabe der neuen Veranstaltungstermine haben Kunden im Falle eines Erstattungswunsch es sechs Wochen lang die Möglichkeit, Ihre Tickets an das Festivalbüro postalisch zurückzusenden. Sie erhalten daraufhin Ihren Kaufpreis zurück. Weitere Informationen unter www.schwarzwald-musikfestival.de

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Weitere Absagen wegen Corona

Wie zu befürchten war, betriftt die Corona-Krise auch die Schwetzinger Festspiele und die Europäischen Kulturtage. Inwieweit man einzelne der in Schwetzingen vorgesehenen Konzerte nachholen könne, werde in Abhängigkeit der Pandemieentwicklung geprüft, heißt es seitens des SWR.
Abgesagt sind ebenfalls die Europäischen Kulturtage, die im kommenen Jahr im gleichen Zeitraum stattfinden sollen. Da das Thema "Europa - ein Versprechen" lautet, wolle man die derzeitige Bewährungsprobe mit berücksichtigen.
Der Klavierabend mit Jan Lisiecki im Rahmen der "Karlsruher Meisterkonzerte" am 26. März wird verschoben. Genauere Informationen sind den jeweiligen Webpräsenzen der Veranstalter zu entnehmen.

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Corona-Krise: "Generalpause" an der Musikhochschule

(red.) Die Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Trossingen haben sich eine „Generalpause“ verordnet und sich mit dem Wissenschaftsministerium unter anderem auf folgendes Vorgehen verständigt: Der Semesterbeginn wird auf den 20. April 2020 verschoben. Bis dahin gibt es weder Unterricht noch Seminare, ebenso keine Proben, Konzertveranstaltungen oder größere Prüfungskonzerte.
In der Hochschule darf zudem nicht geübt werden. Die Hochschulgebäude dürfen für diese Zwecke bis einschließlich 19. April 2020 nicht genutzt werden.
Die Bibliothek bleibt bis zum 20. April geschlossen. Die Ausleihe ist nach individueller Absprache mit der Bibliotheksleitung möglich.
Geschlossen bleibt auch die Verwaltung, somit findet auch kein Publikumsverkehr statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und per e‐Mail erreichbar. Da die Musikhochschulen viele Studierende und Neustudierende aus den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikoländern haben, ist ein vollständiges Ruhen des Hochschulbetriebs (von einzelnen Forschenden abgesehen) aus Sicht der Rektorate zum vorbeugenden Schutze aller nötig.

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Baden-Baden: Osterfestspiele abgesagt

(red.) Es war zu erwarten, nun ist es Gewissheit: Die Osterfestspiele 2020 können nicht stattfinden. Mit der am Wochenende veröffentlichten Allgemeinverfügung über das Verbot von Veranstaltungen bis zum 19. April sei das Festival unmöglich geworden, so Intendant Benedikt Stampa. „Wir sind nun verpflichtet, die Osterfestspiele 2020 sowie sämtliche weiteren Konzerte und Veranstaltungen abzusagen. Ich bin sehr traurig, dass nun alle Vorbereitungen beendet werden. Wir standen schon in den fertigen Kulissen für die Beethoven-Oper ‚Fidelio’.“
Das Festspielhaus Baden-Baden bittet die Besucher, die bereits Eintrittskarten für die Osterfestspiele gekauft hatten, um Geduld. „Wir werden uns so rasch es geht mit allen Kunden in Verbindung setzen“, so Benedikt Stampa. Mit den Berliner Philharmonikern befindet sich das Festspielhaus derzeit in Gesprächen über ein exklusives und außerplanmäßiges Konzertwochenende im Herbst. „Ich bin dem Orchester und seinem Chefdirigenten Kirill Petrenko sehr dankbar, wenn sie sich auf diese Weise zu Baden-Baden bekennen und ihrem Publikum hier eine Freude machen würden.“
Das Programm für die Saison 2020/21 steht indessen bereits fest; der Vorverkauf startet in der kommenden Woche. Die eigentlich für vergangenen Freitag vorgesehene Spielplan-Pressekonferenz wurde aufgrund der derzeitigen Ereignisse abgesagt.

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Corona-Krise betrifft Kirchenkonzerte, Bruchsaler und Ettlinger Schlosskonzerte

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise haben sich weitere Veranstalter der Region - zum Schutze des Publikums und um einer weiteren Verbreitung entgegen zu wirken - dazu entschlossen, ihre Konzerte abzusagen: Dies betrifft die Markus-Passion am 14. März in St. Bernhard in Karlsruhe und das Konzert der Speyerer Domsingknaben am 15. März in der Christuskirche Karlsruhe.
Auch das Oratorienkonzert mit Haydns „Schöpfung“ in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe am Sonntag, den 15. März wurde abgesagt; hier ist zunächst eine Verschiebung auf Ende Juni geplant. Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit oder können zurück gegeben werden.
Betroffen sind ebenso die Bruchsaler Schlosskonzerte: Abgesagt sind zunächst die beiden bereits ausverkauften Konzerte am 20. März mit der Münchner Cellistin Raphaela Gromes und am 24. April mit dem Van Baerle Trio Amsterdam. Ob das gleichfalls ausverkaufte Saison-Abschlusskonzert am 15. Mai mit dem dänisch-lettischen Carion Wind Ensemble stattfinden kann, ist derzeit noch offen. Die gelösten Karten werden entsprechend zurückerstattet. Weitere Informationen unter www.bruchsaler-schlosskonzerte.de
Das Ettlinger Schlosskonzert am 22. März mit dem Duo Sebastian Manz und Michael Klett wird auf 11. Oktober verschoben.

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Staatstheater Karlsruhe unterbricht Vorstellungsbetrieb bis 19. April

(red.) Auch das Staatstheater Karlsruhe folgt der Anordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Mit dem Ziel, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, finden vom 11. März bis zum 19. April 2020 keine Vorstellungen statt, teilt das Haus mit. Die Einstellung des Spielbetriebs betrifft alle Spielstätten und Veranstaltungsorte des Theaters. Erworbene Eintritts- und Abokarten für abgesagte Vorstellungen werden automatisch storniert und in einen Gutschein umgewandelt. Falls seitens des Theaters Rückfragen bestehen, wird sich der Kartenservice – soweit Kontaktdaten vorliegen – bei den Kunden melden. Alle anderen KartenkäuferInnen werden gebeten, sich ab 13.3. an den Kartenservice zu wenden (0721 933 333 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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Corona-Krise: Auch das Konzert mit den Wiener Philharmonikern in Baden-Baden fällt aus

(red.) Aufgrund des heute veröffentlichten Erlasses des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kann das ausverkaufte Konzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Andris Nelsons am Samstag, 14. März 2020 im Festspielhaus Baden-Baden leider nicht stattfinden. Dies teilte das Haus heute mit. Den Kunden dieses Konzertes macht das Festspielhaus folgende Vorschläge: Umtausch der Eintrittskarten für eines der folgenden Konzerte in der kommenden Saison - Saisoneröffnung mit Sir Simon Rattle und dem London Symphony Orchestra, am Sonntag, 20. September 2020; Konzert der Münchner Philharmoniker unter Thomas Hengelbrock mit Beethovens „Eroica“ am Samstag, 28. November 2020 oder das Konzert mit Rotterdam Philharmonic Orchestra mit Lahav Shani - Mahler, Sinfonie Nr. 6. am Samstag, 20. Februar 2021.
Möglich ist auch ein Umtausch der Tickets in einen Kartengutschein gleichen Wertes oder eine Umwandlung des Wertes der Eintrittskarten in eine Spende; das Festspielhaus sendet eine Spendenquittung zu. Des Weiteren ist eine Rückerstattung des Kaufpreises möglich.
Kunden können sich ab sofort an das Service Center Ticketing des Festspielhauses Baden-Baden wenden unter Tel. 07221 / 30 13 101 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Das Team um Intendant Benedikt Stampa arbeitet zudem derzeit an Szenarien für den Fall, dass auch die Osterfestspiele 2020 von der Corona-Krise betroffen wären und kündigt an, sich dazu zu äußern, wenn die wichtigsten Fragen geklärt sind.
(Update: Auch der Liederabend mit Renée Fleming und Evgeny Kissin am 15. März ist betroffen, Informationen unter www.festspielhaus.de)

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Festspielhaus: Konzertabsage für 8. März

Das für Sonntag, 8. März geplante Konzert mit dem Kammerorchester Basel muss ausfallen. Dies teilte das Festspielhaus Baden-Baden mit.
Die gesamte bisherige Tournee des Kammerorchester Basel mit Spielorten in Hong Kong und Basel musste aufgrund der Krise rund um das Corona-Virus abgesagt werden, sodass das verbleibende Konzert in Baden Baden nicht gehalten werden konnte. Das Festspielhaus Baden-Baden schließt sich daher dieser Absage an und weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nichts mit der aktuellen Lage rund um den Corona-Virus vor Ort zu tun hat. Das Publikum wird direkt vom Festspielhaus informiert, der Vorverkauf für die kommenden Veranstaltungen läuft normal weiter.

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Osterfestspiele: Lorenzo Viotti statt Yannick Nézet-Séguin

(red.) Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, wird das geplante Konzert mit den Berliner Philharmonikern am 11. April 2020 in Baden-Baden aus persönlichen Gründen nicht dirigieren können. Dies teilte das Festspielhaus Baden-Baden mit. Für ihn übernimmt der Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti, der in der Musikwelt derzeit für viel Aufsehen sorgt und mit Gustav Mahlers 3. Sinfonie in Baden-Baden debütieren wird. Solistin des Konzertes ist wie geplant Elina Garanča. Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa erklärt die Situation folgendermaßen: „Da Yannick Nézet-Séguin in dieser Woche die geplanten Proben und Konzerte mit dem gleichen Programm in der Berliner Philharmonie nicht wahrnehmen kann, springt Lorenzo Viotti ein. Spätere Proben für das Baden-Badener Konzert sind terminlich nicht mehr möglich. Es ist eine Situation eingetreten, die schnelles Handeln erfordert.“
Die Umbesetzung des Dirigenten bei einem der fünf großen sinfonischen Konzerte der Osterfestspiele 2020 in Baden-Baden kommt zu einem Zeitpunkt, da Yannick Nézet-Séguin und Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa gerade eine Vertiefung der künstlerischen Zusammenarbeit vereinbart haben. „Es ist natürlich verwirrend, dass wir zwei Tage nach einem höchst erfolgreichen Konzert mit Yannick Nézet-Séguin und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und am gleichen Tag, an dem die Metropolitan Opera sein Konzertgastspiel in Baden-Baden für 2021 bekannt gibt, die Umbesetzung im anstehenden Konzert der Osterfestspiele veröffentlichen“, so der Intendant. Für Benedikt Stampa ist aber klar: „Yannick Nézet-Séguin kommt in Zukunft zurück nach Baden-Baden. Niemandem tut die jetzige Situation mehr leid als dem Künstler selbst“, so der Intendant.
Wie die Metropolitan Opera zudem bekannt gibt, geht das Met Orchestra im Sommer 2021 direkt im Anschluss an seine jährliche Residenz in der New Yorker Carnegie Hall auf Europatournee. Yannick Nézet-Séguin wird sämtliche Konzerte der Gastspielreise dirigieren, mit Stationen im Londoner Barbican Centre (29. Juni 2021), in der Philharmonie Paris (30. Juni und 1. Juli 2021) und im Festspielhaus Baden-Baden (3. und 4. Juli 2021).
Der Vorverkauf beginnt ab dem 16. März.

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Tag des Musikunterrichts in Baden-Baden: Musik als "Spaß"- und Ausgleichs-Fach?

Zu einem „Tag des Musikunterrichts“ luden das Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit dem Festspielhaus Baden-Baden: Im Mittelpunkt standen dabei Workshops, die auf eine sinnlich erfahrbare Musikvermittlung abzielen und neue Impulse für den Musikunterricht geben könnten, wie etwa „Body Percussion“, „Soundpainting“ oder „Beatboxen“.
Eine Talkrunde beschloss den Tag; diskutiert wurde dabei die Frage, was der Musikunterricht grundsätzlich leisten kann und ob Musik in der Schule eher ein „Spaß- und Ausgleichsfach“ darstellen sollte. Darüber sprachen Rüdiger Beermann (Festspielhaus Baden-Baden) und Achim Fessler (Fachberater Musik am Regierungspräsidium Karlsruhe) mit der Gesangspädagogin Amélie Erhard (München), der Professorin Silke Schmid (Pädagogische Hochschule Freiburg) und dem Musik-Philosophen Thomas Dworschak (Universität Leipzig).
Ausgangspunkt hierbei bildete eine Umfrage unter Erwachsenen, die den Musikunterricht offenbar zum Teil als bloßstellend und beschämend erlebt hatten. Achim Fessler kritisierte zudem einen „veralteten Bildungsbegriff“, wonach in der Unterstufe häufig nur gesungen, in der Oberstufe hingegen analysiert werde. Auf dem Podium war man sich einig darüber, dass Musik ein Ausgleichsfach sei, also „Freude bereiten“ sollte.
Die Diskutanten verstehen dabei Musik als etwas, das „aus sich heraus“ bereits sinnvoll sei; einen Zugang zur Musik schaffe unter anderem die praktische Klangerzeugung. Der Musikunterricht sei zudem dann gut, wenn es gelinge „Erfolgserlebnisse“ zu vermitteln, denn mit Klängen könne zunächst einmal „gespielt“ werden.
Wie kein anderes Fach sei außerdem die Musik dazu geeignet, eine ganze Gruppe von Menschen gleichermaßen anzusprechen, da sich beispielsweise ein bestimmter Rhythmus, ein „Groove“ auch auf andere übertrage. Dieses Phänomen sei beispielsweise gut dazu geeignet, die Musik als „integratives Mittel“ (etwa in der Arbeit mit Flüchtlingen) einzusetzen.
Einig waren sich die Pädagogen darüber, dass stets das Individuum - der Schüler - und sein jeweiliger Entwicklungsprozess im Vordergrund stehen müsse.
Außerdem wurde die Frage erörtert, was überhaupt eine „musikalische Kompetenz“ sei – denn schließlich gehe es im Schulunterricht vielfach nur um das Abfragen von lexikalischem Wissen. Dies habe mit „Musikalität“ jedoch erst einmal nichts zu tun.
Obwohl die Diskutanten einen praktischen, sinnlich erlebbaren Zugang zur Musik eindeutig befürworteten, sah man jedoch auch das Spannungsfeld, indem sich der Musikunterricht grundsätzlich bewegt: Denn der Bildungsplan gibt schließlich eindeutige Ziele – etwa die Erarbeitung von Tonräumen und Notenwerten – vor.