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Clara Schumann zum 200. Geburtstag: Zahlreiche Veranstaltungen in den kommenden Wochen

Heute begeht die Musikwelt den 200. Geburtstag der Pianistin und Komponisten Clara Schumann, eine der faszinierendsten Frauengestalten des 19. Jahrhunderts. Etliche Veranstaltungen gibt des dazu in Karlsruhe und Baden-Baden im Laufe der kommenden Wochen: Den Anfang macht ein musikalischer Vortrag der beiden Musikwissenschaftler Joachim Draheim und Hartmut Becker am morgigen Samstag, den 14. September ab 10.30 Uhr im Kaffeehaus Schmidt in Karlsruhe. Hierbei geht es um das Thema "Clara Schumann und ihre Familie". (Lesen Sie dazu auch diesen Bericht).
Gleich zweimal ist Clara Schumanns Klavierkonzert op. 7 im Rahmen eines Sinfoniekonzertes mit der Badischen Staatskapelle am Staatstheater Karlsruhe zu hören: Am Sonntag, den 15. September (11 Uhr) und am Montag, den 16. September (20 Uhr).
Auch die Stadt Baden-Baden feiert die Jubilarin: Am 15. September (ebenfalls um 11 Uhr) mit einem Kammerkonzert im Alten Ratsaal (Rathaus) Baden-Baden; auf dem Programm stehen zahlreiche Erstaufführungen von Clara Schumann und ihren Familienmitgliedern. Die künstlerische Leitung hat Joachim Draheim. Im Anschluss an das Konzert eröffnet der Schumann-Experte die Ausstellung "Clara Schumann, ihre Freunde und ihre Familie" im Alten Dampfbad (Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 15 Uhr bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag, Feiertag: 11 bis 17 Uhr). Die Ausstellung ist bis zum 13. Oktober zu sehen.
Am 22. September (17 Uhr) spielt der Organist Jürgen Rieger in der Kirche St. Bonifatius in Lichtenthal ein Programm mit Werken von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Clara-Schumann-Musikschule in Baden-Baden gedenkt ihrer Namensgeberin am 27. September mit einem Geburstagskonzert (19.30 Uhr), und am 29. September (19 Uhr) ist im Weinbrennersaal des Kurhauses Chormusik von Johannes Brahms und Clara Schumann mit dem Philharmonischen Chor Baden-Baden zu hören. 
Daneben gratuliert auch die Brahms-Gesellschaft Baden-Baden mit Kammerkonzerten - und für Kurzentschlossene zudem mit einer frühmorgendlichen Wanderung am morgigen 14. September um 04 Uhr (!) vom Augustaplatz bis zur Yburg. (Nähere Informationen unter www.brahms-baden-baden.de).
Die Karlsruher Musikhochschule feiert die Künstlerin vom 25. bis zum 27. Oktober (parallel zum Festival "ZeitGenuss") mit einem "Clara-Schumann-Fest". 

 

 

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Karlsruher Kirchen laden am Sonntag zu ausgiebigem "Orgelspaziergang"

(red.) In ihrer ganzen Fülle zeigt sich am Tag des offenen Denkmals am 8. September die Königin der Instrumente bei den Karlsruher Orgelspaziergängen: Ab 12 Uhr erklingt in mindestens einer Kirche ein Kurzkonzert. Es musizieren Karlsruher Kantoren und nebenamtliche Organisten.
Die maximal halbstündigen Konzerte eröffnen um 12 Uhr Stefan Fritz in der Herz-Jesu-Kirche und Daniel Kaiser in der Johanniskirche. Stefan Fritz collagiert Miniaturen und Ausschnitte aus umfangreichen Orgelwerken; Daniel Kaiser präsentiert „Die Jiddische“ von Andreas Willscher, eine Orgelsymphonie über hebräische Weisen jüdischer Komponisten.
Um 13 Uhr setzt Kristofer Kiesel (Organist an der Markuskirche) das Programm in der Stadtkirche Durlach fort. Die dortige Stumm-Goll-Orgel verfügt über das älteste klingende Pfeifenmaterial der Stadt. Einige Register stammen aus dem 18. Jahrhundert. Mit Werken von Buxtehude, Bach und Johann Gottlieb Graun knüpft Kiesel an diese musikalische Epoche an. Demgegenüber stellt er unterhaltsame, zeitgenössische Orgelmusik aus Amerika.
Danach spielt sich das Geschehen zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor und in Rüppurr ab: Ab 14 Uhr zeigt Dorothea Lehmann-Horsch in der Lutherkirche, wie sich die Zeitenwende zwischen Romantik und anbrechender Moderne anhört. Um 15 Uhr lädt Max Deisenroth zum „Sinfonischen Spektakel“ mit der erst im Juli 2018 geweihten Mühleisenorgel der Pfarrkirche St. Bernhard. Er spielt Musik von Edward Elgar, Charles-Marie Widor und eigene Improvisationen. Zeitgleich, ebenfalls um 15 Uhr, trägt Dieter Cramer in der Auferstehungskirche Rüppur seine „Souvenirs d’orgue“ zusammen und und begibt sich auf eine musikalische Orgelsommerreise.
Danach sind alle drei Orgeln der Alt- und Mittelstadtgemeinde in einem einzigen Konzert erleben: „Drei große B“ stehen auf dem Notenpapier von Christian-Markus Raiser und Leon Tscholl: Bach, Brahms und die Beatles. Ab 16 Uhr beginnt dieser Konzertteil zunächst mit den beiden Orgeln der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe und endet mit der neuen Lenter-Orgel der kleinen Kirche. Zeitgleich heißt es in der Kirche Zum Guten Hirten in Rintheim „I Got Rhythm“. Neben Variationen über George Gershwin spielt Johann Christoph Haake unter anderem eine swingende Parodie über Bachs Toccata und Fuge in d-Moll.
Ab 17 Uhr beginnt das Finale mit den beiden großen Karlsruher Klais-Orgeln. Patrick Fritz-Benzing spielt in St. Stephan aus dem von ihm herausgegebenen „Freiburger Orgelbuch“. Zu hören sind insbesondere Kompositionen für den Gebrauch im Gottesdienst. Abschließend schöpft Carsten Wiebusch ab 18 Uhr in der Christuskirche aus dem reichen Schatz an Orgelvariationen.
Dazu gibt es Orgelführungen; einen umfassenden Einblick bekommen die "Orgelspaziergänger" zwischen 13 und 16 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche: Alle Außenseiten des dortigen Instruments sind gläsern und es lässt sich komplett umrunden.

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Junges Kollektiv Musiktheater begeistert mit Puccinis "Gianni Schicchi"

Eine höchst vergnügliche Opernstunde bot gestern abend das Ensemble aus dem "Jungen Kollektiv Musiktheater" (ausführliche Besprechung folgt): Im Alten Schlachthof Karlsruhe hatte Puccinis "Gianni Schicchi" Premiere, eine heitere und rasante Komödie rund um eine Testamentsfälschung sozusagen für den guten Zweck - nämlich für die beiden Liebenden Lauretta und Rinuccio.
Mit einfachen Mitteln, dafür aber mit pfiffigen Regieeinfällen von Marlene Pawlak - beispielsweise wurde der Schöpfer der literarischen Vorlage, Dante Alighieri, mit seiner "göttlichen Komödie" ins Stück eingebaut - realisierte das junge Team die Oper. Unter anderem überzeugten Konstantin Ingenpaß als Gianni Schicchi, Steinunn Sigurdardottir als Lauretta und Björn Beyer als Rinuccio, dazu ein bestens disponiertes Kammerorchester unter der Leitung von Jasper Lecon.
Das "Junge Kollektiv Musiktheater" besteht seit dem vergangenen Jahr. Studierende der Karlsruher Musikhochschule aus den unterschiedlichsten Fachbereichen fanden sich hierbei zusammen; sie alle eint die Liebe zur Oper und dabei der Wunsch, sich zusätzliche Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. Dabei wollen sie sich frei und ungezwungen mit den Stücken auseinander setzen und durch Aufführungen an ungewöhnlichen Orten auch neues Publikum für die Oper begeistern.
(Für die Aufführungen am 25. und 26. August in der Fleischmarkthalle sind möglicherweise noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich; Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, Einführung um 18.45 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.)   

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Mittwoch-Reihe in der Durlacher Orgelfabrik: Mord in der Oper

Der Mord gehört sozusagen zu den häufigsten Todesursachen in der Oper: Wer sich diesem Thema annähert, der kann hier - pardon - "aus dem Vollen schöpfen".
An drei Abenden tut dies das Theater in der Orgelfabrik im Rahmen seiner spätsommerlichen Mittwoch-Reihe "In der Welt der Oper". Regisseur Franco Rosa und sein Ensemble teilen die Art des Mordens sozusagen in drei Kategorien: Am 28. August geht es um den "Mord aus Leidenschaft", am 4. September steht der "Mord aus Machtgier" im Mittelpunkt, und den Abschluss bildet am 11. September der "Mord aus Verzweiflung". 
Dabei widmet sich Ensemble den einzelnen Opernaufnahmen - beispielsweise aus Verdis "Machbeth" und "Othello", Bellinis "Norma" oder Bizets "Carmen" - in einer speziellen Dramaturgie: In der Verbindung mit literarischen Texten ergeben sich Szenen, welche die Musik auf eine ganz eigene Art beleuchten.
Die Aufführungen beginnen jeweils um 20 Uhr in der Orgelfabrik in Karlsruhe-Durlach; weitere Informationen unter www.theaterinderorgelfabrik.de   

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Konzerte und Oper im August

Am kommenden Sonntag, den 4. August ist Christian-Markus Raiser, der Kantor der Evangelischen Stadtkirche, beim Internationalen Orgelsommer mit Werken von Johann Christian Rinck, Johannes Brahms, Jehan Alain und Henri Mulet zu hören. Beginn ist 20.30 Uhr in der Kleinen Kirche; ein Künstlergespräch ("Auf dem Blauen Sofa") gibt es bereits um 19.30 Uhr in der Stadtkirche. Den Abschluss des Orgelsommers gestaltet der Münchner Organist Klaus Geitner am 11. August mit Musik von Marco Bossi, Johann Eckelt, Carson Cooman und Andreas Willscher.
Am Samstag, den 17. August beginnt in Wissembourg im Kulturzentrum "La Nef" (ehemaliges Dominikanerkloster) das traditionelle spätsommerliche Kammermusikfestival. Beim Eröffnungskonzert gastieren das junge Gerhard Quartett aus Barcelona und der Cellist Christoph Croisé. Die Konzerte finden täglich statt; während der Woche beginnen sie um 20 Uhr, an den Wochenenden um 18 Uhr. (Nähere Informationen unter www.wissembourg-festival.de). Mit einem Konzert des Quatuor Ebène am 12. September endet das diesjährige Festival.
Das Ensemble "Junges Kollektiv MusikTheater" lädt ab dem 23. August zu Puccinis "Gianni Schicchi" in den Alten Schlachthof Karlsruhe (Fleischmarkthalle). Das Ensemble wurde im vergangenen Jahr gegründet spielt und unter anderem mit Studierenden der Karlsruher Musikhochschule. Weil die jungen Künstler die Oper gerne einem breiteren Publikum zugänglich machen möchten, ist der Eintritt frei. Es empfiehlt sich jedoch eine rechtzeitige Reservierung unter www.jungeskollektivmusiktheater.de. Alle drei Vorstellungen (23.,  25. und 26. August) beginnen um 19.30 Uhr.

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Im Rahmen der Ballett-Gala: Birgit Keil erhält Große Staufermedaille in Gold

(red.) Im Rahmen der gestrigen Gala erhielt die scheidende Ballettdirektorin Birgit Keil die Große Staufermedaille in Gold durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Es ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg und eine der höchsten Ehrungen. „Mit Prof. Birgit Keil ehren wir eine große Seele des Tanzes. Eine Frau, die in unzähligen Rollen brilliert, Tänzerinnen und Tänzer und Choreografinnen und Choreografen inspiriert, Kritikerinnen und Kritiker begeistert und ihr Publikum immer wieder tief berührt hat: mit der besonderen Magie, die um sie und ihren Tanz herum entsteht“, wird Kretschmann in einer Mitteilung des Staatstheaters zitiert. „Es ist ein Glück für die Kulturlandschaft in Baden-Württemberg, wenn Ausnahmekünstlerinnen wie Prof. Keil bei uns ihre Heimat und Wirkungsstätte finden.
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst,und Oberbürgermeister Frank Mentrup ernannten Birgit Keil und Vladimir Klos zu Ehrenmitgliedern des Staatstheaters.
Im Rahmen der Ballett-Gala wurden beide Künstler nach 16 Jahren feierlich verabschiedet; Generalintendant Peter Spuhler dankte für ihre „einzigartige Vision“. Innerhalb weniger Jahre hatte Birgit Keil in Karlsruhe ein Ensemble von solch herausragender Qualität aufgebaut, dass neben modernem Tanztheater auch die klassischen Handlungsballette möglich sind. Dabei war ihr vor allem auch die Förderung des Nachwuchses stets wichtig. Etliche Rollen können von Schülerinnen und Schülern der Mannheimer Akademie des Tanzes besetzt werden, die Keil ebenfalls leitet.
Die scheidende Ballettdirektorin widmete die 12. Gala ganz dem Publikum, ihrer Compagnie und den Studierenden der Akademie des Tanzes. Das Ensemble zeigte Meilensteine der Ballett- und Compagniegeschichte wie „La Bayadère“, „Cinderella“, „Momo“ von Tim Plegge, „A foreign sound“ von Thiago Bordin - und mit „Soirée Musicale“ sowie „Hommage à Bolshoi“ und „Onegin“ Stücke der Jahrhundertchoreografen Sir Kenneth MacMillan und John Cranko: "Alles Werke, die unseren Tänzern und mir sehr viel bedeuten und persönlich am Herzen liegen“, so Birgit Keil. Das Ensemblemitglied Emiel Vandenberghe, der renommierte italienische Choreograf Davide Bombana - unvergessen in Karlsruhe durch seine Choreografien wie „Tenebrae“, „Le sacre du printemps“ und „Der Prozess“ - sowie das Nachwuchstalent Jonathan dos Santos präsentierten eigens für die Gala entstandene Kreationen.

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Staatstheater Karlsruhe zog Bilanz der vergangenen Spielzeit

Das Staatstheater Karlsruhe vermeldet erfreuliche Zahlen: Insgesamt 288 750 Besucher haben die Vorstellungen in Karlsruhe besucht; das sind rund 4000 Besucher mehr als im Vorjahr und etwa 8000 mehr als in der Spielzeit 2016/17. Dies gab das Haus auf der heutigen Spielplan-Pressekonferenz bekannt. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil in dieser Saison rund fünfzig Vorstellungen weniger auf dem Karlsruher Programm standen als im Vorjahr. Nimmt man die Gesamtbesucherzahl – also auch die der auswärtigen Gastspiele und die Besucher des theaternahen Rahmenprogramms - so ergibt sich ein noch deutlicheres Plus: 329 544 Gäste besuchten die Veranstaltungen. In der Saison 2017/18 waren es 307 852.
Wie bereits in den Jahren zuvor hat an diesen Zahlen die überaus erfolgreiche Sparte „Ballett“ einen gewichtigen Anteil. Zum Abschied von Direktorin Birgit Keil wurde hier die Rekordmarke von mehr als 50 000 Besuchern erreicht. Das ergibt eine Auslastung von fast 99 Prozent. Auch bei den auswärtigen Gastspielen (unter anderem in Thailand und Südkorea) liegt das Ballett vorne: 10 650 Besucher sahen die Karlsruher Produktionen.
Die Auslastungszahlen im Bereich Oper liegen bei rund 77 Prozent (in der Spielzeit 2017/18 waren es 70 Prozent). In absoluten Zahlen sind das 88 405 Besucher; etwa 6000 mehr als im Vorjahr. Allerdings lagen die Zahlen vor fünf Jahren noch deutlich höher: bei über 100 000 Besuchern. Generalintendant Peter Spuhler bemerkte, es sei eine große Aufgabe sei, künftig auch das jüngere Publikum für die Oper zu begeistern.
Über einen Zuwachs von Gästen darf sich indessen das „Junge Staatstheater“ freuen: 39 969 Besucher sahen die Vorstellungen (das ist eine Auslastung von rund 88 Prozent); in der vergangenen Spielzeit waren es 31 586 Besucher. Leichte Einbußen gab dagegen es im Bereich der Konzerte: Der Rekord des Vorjahres – hier waren es 39 446 Hörer – konnte nicht erreicht werden; doch mit einer Zahl von 36 308 Besuchern verzeichnet man immerhin das zweitbeste Ergebnis der zurückliegenden acht Jahre.
Eine Auslastung von 100% erreichten gleich drei Produktionen der Sparte Ballett: „Carmina Burana“, „Der Nussknacker“ und „Schwanensee“. Ebenso erfolgreich waren „Hoffmanns Erzählungen“ und „Serse“ im Rahmen der Händelfestspiele, sowie die Produktion „Ladies First“. Knapp dahinter (mit einer Auslastung von rund 98 und 96 Prozent) lagen das Ballett „Ein Sommernachtstraum“ und das Musical „My Fair Lady“.

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Justin Brown stellt sein letztes Konzertprogramm in Karlsruhe vor

Erstaunlich spät - etliche Wochen nach Veröffentlichung des neuen Konzert-Spielplans - stellte der scheidende Karlsruher Generalmusikdirektor Justin Brown sein letztes Programm in der heutigen Pressekonferenz am Staatstheater jetzt offiziell vor. Die meisten Wunsch-Werke, sagt Brown, habe er bereits dirigiert; er sei glücklich über die wunderbare Kooperation mit dem Haus und der Badischen Staatskapelle. Deshalb wolle er in seinem letzten Programm vor allem die Musiker (und insbesondere die Sänger) des Hauses in Szene setzen.
Das ergab ein interessantes, abwechslungsreiches Programm mit dem Schwerpunkt auf der Romantik, dabei aber auch mit selten gespielten Werken. Daneben gibt es wie gewohnt unter anderem Kleinkinderkonzerte, Kinder-Kammerkonzerte (erneut den "Karneval der Tiere") und Jugendkonzerte.
Eröffnet wird die Saison allerdings mit einer jungen Pianistin, die ebenfalls aus der Region stammt - nämlich aus Pforzheim - und zunächst von Sontraud Speidel unterrichtet wurde: Magdalena Müllerperth spielt am 14., 15. und 16. September das Klavierkonzert op. 7 der Jubilarin Clara Schumann. Die Sopranistin Heidi Melton, ehemaliges Ensemblemitglied des Staatstheaters, dazu Uliana Alexyuk (Sopran) und Katherine Tier (Mezzosopran) gestalten am 27. und 28. Oktober einen Abend mit Arnold Schönbergs "Erwartung" und mit Alban Bergs "Symphonischen Stücken aus der Oper Lulu". Frank Nebl und Franziska Dürr sind die Solisten in Max Bruchs Konzert für Klarinette und Viola e-moll am 24. und 25. November; Dirigent ist Moritz Gnann. Am 9. und 10. Februar muszieren Ina Schlingensiepen und Armin Kolarczyk in einem rein französischen Abend: mit Ravel, Bizet und dem "Requiem" von Gabriel Fauré. Hier dirigiert der US-Amerikaner John Nelson. 
Die beiden Skandinavier Carl Nielsen und Jean Sibelius stehen auf dem Programm am 1. und 2. März; dazu spielen Janos Ecseghy und Thomas Gieron das Konzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms. Eine Hommage auf einen großen Jazztrompeter gibt es am 5. und 6. April: Der zeitgenössische Komponist Christian Jost, Ehemann der verstorbenen Mezzosopranistin Stella Doufexis, schrieb eine Art Requiem auf Chet Baker. Solist in diesem Konzert ist der junge Trompeter Simon Höfele.
Der Pianist Nicolas Hodges spielt am 10. und 11. Mai das Klavierkonzert von Witold Lutoslawksi; dazu gibt es Musik von Strauss und Schumann. Das letzte Konzert am 28. und 29. Juni steht ganz im Zeichen des kommenden Jubilars: Beethovens Chorfantasie c-moll und seine 9. Sinfonie beschließen die Amtszeit von Justin Brown am Staatstheater in Karlsruhe.   

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Andreas Mölich-Zebhauser erhält das Bundesverdienstkreuz

(red.) Der langjährige Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, Andreas Mölich-Zebhauser, erhält für seine Leistungen auf kulturellem Gebiet das Bundesverdienstkreuz. Dies teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach Auskunft des Festspielhauses heute mit. Der Verdienstorden wird am 29. Juli 2019 in Stuttgart verliehen. Andreas Mölich-Zebhauser leitete das Festspielhaus Baden-Baden als Intendant und Geschäftsführer von 1998 bis zum Ende der aktuellen Spielzeit, die am kommenden Wochenende (14. Juli) mit einem Konzert der Sopranistin Anna Netrebko ausklingt. Andreas Mölich-Zebhauser und Ko-Geschäftsführer Michael Drautz führten das Festspielhaus aus einer wirtschaftlichen und künstlerischen Krise zu einer Spitzenposition im internationalen Opern- und Konzertwesen. Bereits vor seinem Engagement in Baden-Baden hatte Mölich-Zebhauser Aufbauarbeit für das in Frankfurt beheimatete Ensemble Modern geleistet.

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Orgelsommer startet am Sonntag/ Kleine Kirche ebenfalls Spielort

Am Sonntag, den 14. Juli startet in Karlsruhe der Internationale Orgelsommer an der Evangelischen Stadtkirche: Zu Gast beim Eröffnungskonzert ist Támas Bódiss aus Budapest mit Werken von Wilhelm Friedemann Bach, Girolamo Frescobaldi und Louis Vierne, daneben sind Werke aus der Heimat des Künstlers zu hören.
Seit Jahren schätzen Organisten aus aller Welt die komfortable Situation an der Stadtkirche: mit der französisch-barocken Chororgel und der großen (romantischen) Steinmeyer-Orgel lässt sich dort ein breites, epochenübergreifendes Repertoire verwirklichen. In diesem Jahr wird das Spektrum noch erweitert: Die neue Lenter-Orgel in der Kleinen Kirche am Marktplatz repräsentiert das Klangbild um 1800. Erstmals ist deshalb auch dieses Gotteshaus Spielstätte beim Orgelsommer: Die Konzerte beginnen um 20.30 Uhr in der Kleinen Kirche; danach wird das Programm in der Stadtkirche fortgesetzt. Die traditionelle Gesprächsrunde "Auf dem Blauen Sofa" beginnt wie gewohnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche.
Weitere Künstler des Orgelsommers sind Roman Perucki (Danzig/ 21. Juli), David Enlow (New York/ 28. Juli), KMD Christian-Markus Raiser, Kantor der Stadtkirche (4. August) und Klaus Geitner (München/ 11. August). Weitere Informationen unter www.musikanderstadtkirchekarlsruhe.de