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Clara-Schumann-Ausstellung in Heidelberg/ Gesprächskonzert am kommenden Dienstag

Derzeit ist im Kurpfälzischen Museum Heidelberg zum 200. Geburtstag von Clara Schumann eine Ausstellung mit dem Titel "Künstlerin - Geschäftsfrau - Mutter" zu sehen (ein Bericht hierzu folgt). Diese Ausstellung wurde kuratiert vom Karlsruher Musikwissenschaftler Joachim Draheim und zeigt Autographen, historische Fotografien und Erstausgaben. Sie dauert noch an bis zum 2. Februar 2020.
Mehrmals gab Clara Schumann Konzerte in der Universitätsstadt (hier studierte übrigens auch ihr Sohn Felix); an einen solchen Auftritt erinnert das Kurpfälzische Museum in einem Gesprächskonzert mit der Musikwissenschaftlerin Beatrix Borchard, Martina Sandel (Hannover/ Sopran) und Maria Sofianska (Stuttgart/ Klavier). Beginn ist 19 Uhr in der Gemäldegalerie; zuvor, um 18 Uhr, führt Joachim Draheim durch die Ausstellung.

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Giga-Hertz-Festival am ZKM

(red.) Am kommenden Wochenende lädt das ZKM Karlsruhe zum traditionellen Giga-Hertz-Festival: Zum zwölften Mal wird dabei der Giga-Hertz-Preis, getragen vom ZKM und dem SWR Experimentalstudio Freiburg, für Elektronische Musik vergeben. Die Preisverleihung beginnt am 23. November ab 19 Uhr; begleitend dazu gibt es Konzerte (am Samstag nach der Preisvergabe und am Sonntag, den 24. November, ab 15 Uhr).
Der mit 10 000 Euro dotierte Giga-Hertz-Hauptpreis geht in diesem Jahr an Éliane Radigue. Als einer der wenigen Frauen im Pariser Studio d'Essai gelang es Éliane Radigue, trotz widriger Umstände als Komponistin zu arbeiten und später eine internationale Karriere aufzubauen. Zu einem ihrer bekanntesten Werke wurde das dreistündige zwischen 1990 und 1998 entstandene Werk "Trilogie de la Mort". Die Jury war von der konsequenten und kontinuierlichen kompositorische Leistung Radigues überzeugt, die sich den kleinsten Veränderungsgraden wie einer Mikroskopie der Zeit und des Klangs nähert.
Einer der mit 5 000 Euro dotierten Produktionspreise geht in diesem Jahr an die Komponistin und Machine-Learning-Expertin Artemi-Maria Gioti für ihre Komposition "Imitation Game". Gioti beschreibt ihr Stück folgendermaßen: „Mensch und Maschine sind gleichwertige Partner, die sich gegenseitig beeinflussen und sich gegenseitig an die Handlungen des anderen anpassen“. Die Komponistin bringt KI, Maschinelles Lernen und Robotik in das Musizieren ein. Der zweite Produktionspreis geht an den Klangkünstler und Multimedia-Komponisten Hongshuo Fan für dessen Stück „Handwriting“ aus dem Bereich Live-Elektronik und Video; es ist ein interaktives multimedialen Performance-Stück.
Daneben vergibt die Jury erstmals zwei Ehrenpreise: an den tschechischen Komponisten Otto Wanke mit seinem außergewöhnlichen Stück („…in…“). Wanke greift dabei auf historische Modelle der Avantgarde zurück. Der zweite Ehrenpreis geht an Panayiotis Kokoras für („Rhino“) für Bariton, Saxofon und Elektronik.

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Nachwuchsförderung: Staatstheater und Cantus Juvenum setzen auf langfristige Partnerschaft

(red.) Das Badische Staatstheater und die Jugendsingschule Cantus Juvenum Karlsruhe – eine Initiative der Stadtkirche und der Christuskirche Karlsruhe - intensivieren ihre langfristige Zusammenarbeit. Dies teilte das Haus heute in einer Presseerklärung mit. Bei ausgewählten Produktionen und Vorstellungen sollen künftig auch gut ausgebildete Chortalente zum Einsatz kommen.
Nicole Braunger, Operndirektorin des Staatstheaters: „Neben der Nachwuchsförderung geht es uns um ein Miteinander in unserer Stadt. Dieses Theater ist ein Ort der Zusammenkunft, an dem wir an einer gemeinsamen Zukunft bauen.“ Hanno Müller-Brachmann, Vorsitzender von Cantus Juvenum Karlsruhe, erklärt: „Wir freuen uns, dass unsere gewachsene Partnerschaft nun auf einem soliden Fundament ruht. Die Bildung von Kindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in unserem Fall von Kirche, Stadt und Staatstheater.“ Die frühe Bühnenerfahrung stärke zudem das Selbstbewusstsein und habe dem Chor acht erste Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene beschert. Generalintendant Peter Spuhler bekräftigt, dass die Pflege des ehrenamtlichen Kinder- und Jugendchorgesangs ein besonderes Anliegen des Staatstheaters sei. Im Rahmen der Kooperation sollen den etwa 150 jungen Sängern Auftritte bei professionellen Opern- oder Konzertaufführungen ermöglicht werden. Höhepunkt ist ein eigenes Konzert, das Cantus Juvenum künftig einmal im Jahr auf der Theaterbühne gibt. In der Saison 2019/20 sind die jungen Sänger außerdem in den Produktionen Carmina Burana, Der Freischütz, Die Zauberflöte sowie Hänsel und Gretel zu erleben. Cantus Juvenum wird in dieser Spielzeit auch bei den beiden neuen Opernproduktionen Wozzeck und Turandot mitwirken.

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Konzertreihe "Musik im Rathaus" startet in der kommenden Woche

(red.) Traditionell lädt die Konzertreihe „Musik im Rathaus“ im Spätherbst und in der Vorweihnachtszeit zu einem abwechlsungsreichen Programm in den Bürgersaal am Marktplatz. In dieser Saison gastiert beispielsweise das Quatuor Stanislas aus Nancy in Karlsruhe, ein weiteres Konzert gestaltet das Duo Jilo, das beim Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe 2019 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Drei Karlsruher Ensembles präsentieren außerdem Lieder und Kammermusik in verschiedenen Stilen und aus unterschiedlichen Epochen. Mit englischen Weihnachtsliedern klingt die Konzertreihe aus.
Den Anfang macht am 13. November um 18.30 Uhr das Salontrio "Von Kopf bis Fuß“ mit Raphaela Stürmer, Sopran, Waldemar Bischke, Klarinette, und der Pianistin Katrin Düringer. Sie interpretieren Werke, von denen viele fast nie aufgeführt werden. Dabei mischen sie französische Chansons und Lieder mit kleinen Duos für Klarinette und Klavier, außerdem erklingen Lieder der deutschen Romantik.
Die insgesamt sechs Konzerte finden bei freiem Eintritt statt. Aufgrund der begrenzten Kapazität des Bürgersaals und des großen Publikumszuspruchs sind jedoch Einlasskarten erforderlich. Für das erste Konzert werden diese ausgegeben am Montag, 11. November ab 16.30 Uhr sowie am Dienstag, 12. November und Mittwoch, 13. November ab 8 Uhr im Foyer des Rathauses am Marktplatz.

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Programm der Karlsruher Händel-Festspiele vorgestellt

Im Mittelpunkt der kommenden Karlsruher Händel-Festspiele (14. bis 28.02. 2020) steht die Oper „Tolomeo, Re d‘ Egitto“ - ein Drama um einen lebensmüden und verlassenen Anti-Helden. „Diese Oper ist noch niemals in Karlsruhe aufgeführt worden“, erklärte Michael Fichtenholz - der auch nach seinem Weggang aus Karlsruhe künstlerischer Leiter der Festspiele bleibt - im Rahmen der heutigen Pressekonferenz am Staatstheater Karlsruhe. Regie führt Benjamin Lazar, der mit seiner barocken Inszenierung von „Riccardo Primo“ vor einigen Jahren bereits für Aufsehen sorgte. Diesmal jedoch bewegt sich seine Ästhetik eher im Stil der 1930er und 40er Jahre; „die Geschichte spielt in einem romantischen Hotel am Meer“, so Fichtenholz. In der Titelrolle ist der polnische Countertenor Jakub Jozef Orlinski zu hören; die musikalische Leitung hat Federico Maria Sardelli.
Wieder aufgenommen (am 21.02.) wird daneben die überaus erfolgreiche Produktion „Serse“ in der Inszenierung von Max Emanuel Cencic – allerdings nicht mit Franco Fagioli, sondern mit David Hansen in der Titelrolle. Insgesamt vier Mal ist diese Oper zu sehen.
Im Rahmen des Kammerkonzert-Formates „Abendsterne“ gastiert der Countertenor Terry Wey in der Christuskirche (23.02.), und unter dem Motto „persisches Barock“ nähert sich der Countertenor Cameron Shahbazi einem orientalisierenden Repertoire (18.02.) – mit dem zusätzlichen Wissen um die persische Musikkultur. Daneben gibt Valer Sabadus ein Gala-Konzert (15.02.). Die Karlsruher Händel-Gesellschaft, die sich vor allem der Nachwuchs-Förderung verschrieben hat, lädt am 16.02. zum Preisträgerkonzert des traditionellen Händel-Jugendwettbewerbs.
Daneben unterstützt die Gesellschaft auch die Internationale Händel-Akademie, deren Existenz – so verriet der künstlerische Leiter Thomas Seedorf – trotz der Etat-Kürzungen gesichert ist, wenn auch mit Einschränkungen. So gibt es beispielsweise die Meisterkurse nur noch alle zwei Jahre; in den dazwischen liegenden Festspielen bietet man dafür das wissenschaftliche Symposium an. Hier plane man „eine engere Anbindung an das Programm der Festspiele“, so Seedorf. Das Motto des kommenden Symposiums (15.02.) heißt: „Von Rom nach London. Wege zu Händels „Tolomeo d‘ Egitto“; musikalisch beleuchtet wird dieses Thema in einem Mittags-Konzert.
Am 16.02. nähert sich hingegen der CoroPiccolo unter Christian-Markus Raiser den „Stationen im Leben Händels“. Das Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten (24.02.) leitet Markus Möllenbeck, beim Festkonzert am 20.02. ist Jory Vinikour als Dirigent und Cembalist zu erleben.
Der Vorverkauf für die Festspiele hat begonnen, weitere Informationen unter www.staatstheater.karlsruhe.de

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"Diggin' Opera" im Festspielhaus: Jugendliche schreiben eigene Oper

Am Sonntag, den 20. Oktober ist im Festspielhaus Baden-Baden (bei freiem Eintritt) das Ergebnis eines ungewöhnlichen Jugendprojektes zu sehen (Bericht folgt). Jugendliche verschiedener Schulformen, im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, sind seit Februar damit beschäftigt, eine eigene Oper zu komponieren. Im Mittelpunkt steht dabei die "Digitalisierung", aber auch Themen wie Schulstress fließen in die Kreationen der Jugendlichen mit ein. Betreut wurden sie dabei von Profis - etwa der Theater-Pädagogin Nelly Noack, der Choreografin Lil Egner und dem Komponisten Jan Paul Werge. Ergänzt wird das Team durch den Medien- und Sound-Designer Stefan Zintel, für die Aufführung stehen den Jugendlichen professionelle Sänger zur Seite. Beginn ist 17 Uhr.   

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Internationales Heinrich-Schütz-Fest eröffnet

Das 50. Internationale Heinrich-Schütz-Fest wurde gestern mit einem großartigen Konzert des Johann-Rosenmüller-Ensembles unter der Leitung von Arno Paduch, dem Präsidenten der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft, in der Stadtkirche Durlach eröffnet (eine ausführliche Besprechung folgt). Wenige Stunden zuvor gab es in der Karlsburg zur Einstimmung ein kurzes, aber informatives Podiums-Gespräch – unter anderem mit dem Komponisten Wolfgang Rihm, dessen Musik im Laufe des Festivals ebenso zu hören sein wird.
Schon einmal – nämlich 1981 - richtete die Stadt Karlsruhe das Heinrich-Schütz-Fest aus. Dass dieses Festival ausgerechnet im Jubiläumsjahr ebenfalls in der Fächerstadt über die Bühne geht, mag ein wenig verwundern, hat doch die junge Stadt Karlsruhe mit dem frühbarocken Meister nur bedingt zu tun. Doch seine Musik - darauf verwies Bürgermeister Albert Käuflein - wurde am Durlacher Hof gespielt, und zudem gab es Verbindungen zum Hof von Hessen-Kassel, wo Heinrich Schütz wirkte. Thomas Schalla, Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, hob zudem die Bedeutung des Komponisten gerade für die protestantische Kirchenmusik hervor. „Unsere Kirchen in Karlsruhe haben viel zu bieten; Musik ist unmittelbare Verkündigung und auch ein unmissverständliches Signal der Versöhnung“.
Das diesjährige Festprogramm trägt den Titel: „Festmusik von Schütz bis Rihm – Klang als Repräsentation.“ Im Rahmen der Gesprächsrunde, die von Kulturamtsleiterin Susanne Asche moderiert wurde, betonte Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser, dass man mit Wolfgang Rihm „den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart“ in der Stadt habe, deshalb wolle man eine Brücke zur neuen Zeit schlagen, schließlich sei auch Schütz ein umtriebiger, innovativer und neugieriger Komponist gewesen. „Denn“, so bemerkte Wolfgang Rihm mit dem ihm eigenen Humor, „ Heinrich Schütz fuhr ja nicht nach Italien, um ‚alte Musik‘ zu hören“, sondern er wurde beauftragt, um „das Neueste vom Neusten“ aufzuspüren. Bekannt ist Schütz unter anderem für seine Mehrchörigkeit und seine effektvolle Klangarchitektur.
Als er, Rihm, in jungen Jahren dagegen die Alte Musik kennen lernte, da habe das noch gewirkt „wie ein weißgetünchter Raum, in denen mürrische Menschen Töne von sich geben“. Später habe er dann die ganze Fülle der italienischen Madrigale kennen- und schätzen gelernt.
Der Musikwissenschaftler Walter Werbeck, Vorstandsmitglied der Heinrich-Schütz-Gesellschaft, verwies auf ein ungewöhnliches Detail – nämlich darauf, dass Schütz seine Werke selbst mit Opuszahlen kennzeichnete, was im 17. Jahrhundert nicht üblich war. Das zeige, dass der Schütz nicht zeitgebunden, sondern im größeren Dimensionen dachte. Überhaupt war Schütz ein Komponist, der nicht allein in seinem Amt aufging - sondern er schuf sich Freiräume, war experimentierfreudig. Man bedauerte zudem, dass von Heinrich Schütz keine Bühnenmusik erhalten sei.

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"Opera Europa" tagt in Straßburg und Karlsruhe/ Erster "World Opera Day"

Noch gemeinsam mit seiner Straßburger Kollegin Eva Kleinitz hatte Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters Karlsruhe, die Idee entwickelt: Die Konferenz der „Opera Europa“ (eine Vereinigung von mehr als 200 eurpäischen Bühnen und Festivals, zu deren Gründungsmitgliedern auch das Karlsruher Staatstheater gehört) ist in diesem Jahr eine länderübergreifende Veranstaltung.
Vom 24. bis zum 27. Oktober wird das Treffen in Straßburg und in Karlsruhe abgehalten, also mitten im Herzen Europas. Ein Bustransfer über den Rhein nach dem ersten Teil der Konferenz hat Symbolcharakter, denn das Motto dieses Treffens lautet „Brücken bauen“. Damit wolle man gerade in Zeiten, da Europa durch nationalistische Tendenzen auseinander zu brechen drohe, ein Zeichen der Zusammenarbeit setzen, sagte Spuhler im Rahmen einer Pressekonferenz am Staatstheater. Denn: „Die Oper als weltweit bedeutende Kunstform ist in der Lage, Verbindungen zu schaffen.“
Nun, nach dem Tod der innovativen Straßburger Intendantin – sie stand der Vereinigung zudem als erste Frau vor - ist dieses Treffen besonders ihrem Andenken gewidmet.
Ohnehin, so betont die Karlsruher Opernchefin Nicole Braunger, sehe man sich gegenseitig nicht als Konkurrenten, sondern stehe untereinander im regen Austausch. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der notwendigen Sanierungen in Karlsruhe, Stuttgart und Straßburg (hier ringt man noch um Lösungen) werden hierbei Fragen verhandelt wie etwa: Welche Theaterbauten braucht die Oper in Zukunft? Ist Oper an ein Gebäude gebunden? Wie kann die Verbindung zwischen Oper und Digitalisierung gelingen, und welche Aufgabe hat die Oper künftig in einer Gesellschaft, die immer mehr in einzelne Gruppen zerfällt?
Außerdem wird am 25. Oktober der erste „Welttag der Oper“ ins Leben gerufen. „Nach 400 Jahren hat die alte Dame einen richtigen Geburtstag verdient“, sagt Nicole Braunger. Damit wolle man nicht nur auf die weltweite Kunstform hinweisen, sondern auch darauf, dass die Oper der Gesellschaft etwas zurückgeben solle.
Der „World Opera Day“ ist bislang eine Vorstufe des UNESCO-Welttags und eine Initiative der Vereinigungen „Opera Europa“, „Opera America“ und „Opera Latinoamerica“.

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Internationales Heinrich-Schütz-Fest in Karlsruhe

Das diesjährige - das 50. - Heinrich-Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft ist vom 10. bis zum 13. Oktober zu Gast in Karlsruhe. Dabei scheint es auf den ersten Blick keine Beziehung zu geben zwischen der Fächerstadt und dem großen frühbarocken Komponisten. Doch der Durlacher Hof hatte Verbindungen zum Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel; hier nämlich wirkte Schütz, bevor er nach Dresden wechselte.
Im Mittelpunkt des Festivals steht die Vielfalt der Vokalmusik von Schütz bis Wolfgang Rihm, die im Rahmen von Konzerten, Kursen und Vorträgen beleuchtet wird. Zudem gibt es ein wissenschaftliches Symposium zum Thema "Repräsentationsmusik in Residenzen der Schütz-Zeit". 
Eröffnet wird das Fest am Donnerstag, den 10. Oktober mit einem Podiumsgespräch zwischen KMD Christian-Markus Raiser und Wolfgang Rihm in der Karlsburg in Durlach. Beginn ist 16 Uhr. Das Abendkonzert in der Stadtkirche Durlach (20 Uhr) bestreitet das Johann-Rosenmüller-Ensemble.
Am Freitag, den 11. Oktober gastiert der Dresnder Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann mit den "Psalmen Davids" von Heinrich Schütz in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe; Beginn ist 20.15 Uhr. Bereits zuvor, um 17 Uhr, ist der CoroPiccolo (Leitung: Christian-Markus Raiser) unter dem Motto "Raum-Zeit-Klang" im ZKM zu hören.
Am 12. Oktober gibt es ab 14 Uhr in der Karlsruher Kunsthalle eine Bildbetrachtung mit Musik zum Thema: "Heldentum, Ehebruch und Heiliger Tanz". Wolfgang Vögele referiert hierbei über König David; die musikalische Gestaltung übernimmt die Hof-Capelle Karlsruhe. Repräsentationsmusik des 17. Jahrhunderts präsentiert ab 17 Uhr das Bremer Barock Consort in der Lutherkirche, und um 20 Uhr sind der Kammerchor des KIT, der Kammerchor der Christuskirche und das Gambenconsort Les Escapades mit Psalm-Vertonungen in der Christuskirche Karlsruhe zu hören.
Das Festival endet mit einem Abschluss-Gottesdienst am Sonntag, den 13. Oktober um 10.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe.
Das vollständige Programm und weitere Informationen unter www.schuetzgesellschaft.de.

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Preisträger des Wettbewerbs "Es sind noch Lieder zu singen"

(red.) Am gestrigen Mittwoch wurde der 3. Internationale Wettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts entschieden. Er war dem Liedschaffen von Hermann Reutter, Aribert Reimann und Wolfgang Rihm gewidmet. Für drei Duos gab es Anerkennungspreise von je 1500 Euro: für Mara Maria Möritz (Sopran) und Patrik Hévr (Klavier), Céline Akcag (Mezzosopran) und Rebeka Stojkoska (Klavier) sowie für Paula Sophie Bohnet (Sopran) und Victoria Guerrero (Klavier). Das Duo mit Chi-An Chen (Bariton) und Ting-Yueh Wang (Klavier) wurde mit einem zweiten Preis in Höhe von insgesamt 6000 Euro für die „besonders intensive Einheit und ein Höchstmaß an Präzision“ belohnt. Der erste Preis in Höhe von 10 000 Euro ging an die Sopranistin Hyun Seon Kang und den Pianisten Uram Kim. Hier hob die Jury das „Erleben von innen heraus“, den „beglückenden Vortrag und die hohe Bühnenpräsenz“ hervor. Die Mitglieder der Jury waren die Sopranistin Krisztina Laki, der Pianist Markus Hadulla, und der Bariton Wolfgang Holzmair.