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Michael Fichtenholz geht nach Zürich

(red.) Michael Fichtenholz, seit 2014 Operndirektor in Karlsruhe und künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele, wird ab der Spielzeit 2018/19 in gleicher Funktion an der Züricher Oper arbeiten. Dies teilte das Badische Staatstheater mit. „Das Opernhaus Zürich ist ohne Zweifel eines der renommiertesten Theater der Welt. Dort in der Position des Operndirektors arbeiten zu dürfen, ist eine sehr große Ehre für mich und auch eine sehr große Verantwortung,“ wird Fichtenholz zitiert. „Meine Zeit am Staatstheater war und ist eine der glücklichsten und spannendsten Stationen in meiner Karriere. Das Staatstheater hat diesen neuen Karrieresprung erst ermöglicht.“
Generalintendant Peter Spuhler bezeichnet dies als „große Auszeichnung“; es beweise, welche Bedeutung Karlsruhe in der Opernwelt besitze. Michael Fichtenholz wurde in Moskau geboren und studierte dort Musikwissenschaften. Er arbeitete zunächst unter anderem als Musikjournalist. Es folgten Engagements an der Moskauer Philharmonie, beim Russischen Nationalorchester, sowie bei den Moskauer Osterfestspielen, bevor er im Jahr 2009 als Leiter der langfristigen Programmplanung sowie als Direktor des von ihm gegründeten Opernstudios ans Moskauer Bolschoi Theater berufen wurde.

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Internationaler Orgelsommer startet in Karlsruhe

(red.) Ab Sonntag, den 16. Juli lädt die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe zum Internationalen Orgelsommer. Organisten aus aller Welt schätzen hier die komfortable Stituation mit zwei Instrumenten: der Rémy-Mahler-Orgel, die dem barockem Klang verpflichtet ist, und der Steinmeyer-Orgel mit ihrem romantischen Klangbild. Diese beiden Orgeln ermöglichen eine stilistisch adäquate Umsetzung nahezu aller Epochen. Das Spiel auf der Steinmeyer-Orgel wird zudem von der Empore per Video ins Kirchenschiff übertragen.
Eine Stunde vor Konzertbeginn sind die Organisten in einem Künstlergespräch („Auf dem blauen Sofa“; im Chorraum der Kirche) zu erleben und beantworten dabei auch Fragen aus dem Publikum.
Den Anfang macht in diesem Jahr der Österreicher Klaus Sonnleitner. Er studierte am Salzburger Mozarteum die Fächer Orgel, Cembalo, Instrumentalpädagogik und Katholische Kirchenmusik. Ein Studium der Theologie schloss sich an, und nach seinem Eintritt ins Linzer Augustiner-Chorherrenstift empfing er dort 2002 die Priesterweihe. An der Orgel von Sankt Florian war Anton Bruckners Wirkstätte, darunter liegt er auch begraben. Diesem Erbe sieht sich Sonnleitner verpflichtet, und so steht auf seinem Programm - neben Johann Sebastian Bach - selbstverständlich auch Bruckner, über dessen Themen er gegen Ende zusätzlich improvisieren wird. Als ein roter Faden durch jedes Konzert des Orgelsommers zieht sich im Reformationsjahr die Interpretation eines Luther-Liedes.
Die Karten kosten 10 Euro (erm.: 8 Euro) und sind bei Musikhaus Schlaile Karlsruhe, der Touristinformation Karlsruhe und über www. tickets-stadtkirche.de erhältlich. Die Konzerte beginnen jeweils um 20.30 Uhr, die Talkrunden „Auf dem Blauen Sofa“ um 19.30 Uhr.

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Start der Carl Flesch Akademie in Baden-Baden/ zahlreiche Konzerte

(red.) Die Philharmonie Baden-Baden öffnet in der kommenden Woche traditionell ihre Pforten für die Carl Flesch Akademie: Vom 13. bis 26. Juli  treffen sich junge Streicher aus aller Welt, um im Kurhaus Baden-Baden an Meisterkursen und Konzerten teilzunehemen. Unterrichtet werden sie von namhaften Dozenten wie Saschko Gawriloff (Violine), Hartmut Rohde (Viola), Wolfgang Boettcher (Violoncello) und Janne Saksala (Kontrabass). Am Montag, den 17. Juli lädt der Förderverein der Carl Flesch Akademie zu einem Gedenkkonzert: Zu Beginn des Jahres verstarben Heinrich Funk, Organisator der Akademie, und Rainer Kussmaul, langjähriger Dozent der Violinklasse. Das Konzert beginnt um 20 Uhr im Weinbrennersaal des Baden-Badener Kurhauses. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
In sechs Kammerkonzerten („Junge Meister musizieren“) präsentieren sich die Teilnehmer ebenfalls bei freiem Eintritt ab Sonntag, 16. Juli (20 Uhr) im Runden Saal des Kurhauses. Zum ersten Orchesterkonzert mit ausgewählten Solisten lädt die Akademie am Mittwoch, 19. Juli. Beim Preisträgerkonzert am 22. Juli präsentiert unter anderem der Geiger Shuichi Okada, Carl Flesch Preisträger 2016, das Violinkonzert Nr. 1 von Béla Bártok unter der Leitung von Werner Stiefel. Alle Orchesterkonzerte beginnen um 20 Uhr im Weinbrennersaal. (Detaillierte Informationen zur Akademie und den einzelnen Konzerten unter www.philharmonie.baden-baden.de.) Mit dem Abschlusskonzert am Mittwoch, 26. Juli endet die Akademie. Karten für die Orchesterkonzerte sowie das Abschlusskonzert der Kammermusik am 25. Juli (20 Uhr, Runder Saal) sind erhältlich beim Ticketcenter Trinkhalle, Telefon 07221 932700 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Darüberhinaus sucht die Carl Flesch Akademie Gasteltern, die bereit sind, einen Studenten im Zeitraum vom 13.-27.7. bei sich aufzunehmen. (Anmeldungen beim Orchesterbüro der Philharmonie unter Telefon 07221 932791 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.)

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Grötzinger Musiktage: Gesang steht im Mittelpunkt

"Auf Flügeln des Gesanges" lautet das Motto der Grötzinger Musiktage, die am Sonntag, den 2. Juli in der evangelischen Kirche in Karlsruhe-Grötzingen starten. An drei aufeinander folgenden Sonntagen (jeweils um 19 Uhr) gibt es Konzerte, bei denen jeweils die Stimme im Mittelpunkt steht. Den Anfang macht ein Liederabend mit dem Bariton Andreas Reibenspies und dem Pianisten Eckart Sellheim (Hammerflügel). Die beiden Künstler musizieren Werke des 18. und frühen 19. Jahrunderts, unter anderem von Mozart, Zelter und Beethoven. Am 9. Juli ist die Sopranistin Christina Niessen gemeinsam mit dem Ensemble Sorpresa zu hören. Auf dem Programm bei diesem Konzert stehen Werke von Pergolesi, Monteverdi, Hindemith, Dvorak und Zemlinsky. Das Abschlusskonzert gestaltet der Kammerchor Cantus Solis unter der Leitung von Anja Daecke-Mumm. Ergänzt wird das Ensemble von Johannes Eidloth (Tenor), Cynthia Oppermann (Harfe) und Patrick Fritz-Benzing (Orgel); zu hören sind Werke unter anderem von Tschaikowsky, Pärt, Penderecki, Sandström, Britten und Janacek.    

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GMD Justin Brown stellt letzte Konzertsaison vor

Wenn ein Dirigent in seine letzte Spielzeit geht, dann steht häufig noch einmal alles auf dem Programm, was ihm eine Herzensangelegenheit ist - so auch in Karlsruhe: Nach der Saison 2017/18 verlässt GMD Justin Brown das Staatstheater; gestern stellte er den kommenden Spielplan vor, und dieser verspricht einiges. Das Programm zeigt nicht nur, wie wichtig dem Briten die Werke des 20. und 21. Jahrhunderts sind – es zeigt auch die gute Vernetzung beispielsweise mit anderen Karlsruher Einrichtungen, wie etwa der Christuskirche. Und es zeigt die Tatsache, dass sich Mitglieder der Staatskapelle auch als Solisten profilieren. Brown hob dabei die Spielfreude und die Neugier der Staatskapelle hervor; nie habe er ein Orchester erlebt, "das mit soviel Freude" an die Arbeit gehe. Daneben gibt es erneut zahlreiche Kammerkonzerte sowie ein umfangreiches Programm für (Klein-)Kinder und Jugendliche.
Gleich im ersten Sinfoniekonzert am 17. und 18.09. ist Außergewöhnliches zu hören: Der 16jährige hochbegabte Geiger Daniel Lozakovich, der bei Josef Rissin studiert und bereits auf großen Konzertbühnen gastiert, spielt Tschaikowskys D-Dur-Violinkonzert. Im zweiten Konzert (29. bis 31.10.) steht Ravels "Shéhérazade" auf dem Programm – laut Justin Brown war dies noch nie in Karlsruhe zu hören. Dirk Hirthe, Mitglied der Staatskapelle und Professor an der Musikhochschule, spielt am 26. und 27. 11. das Konzert für Tuba von John Williams, der sonst eher als Filmmusiker bekannt ist. Zu Gast sind außerdem erneut der Schlagzeuger Martin Grubinger (16.12.), der Pianist Lucas Debargue (28. und 29. 01.) und die Geigerin Tianwa Yang (04. und 05.03.). Ein großes spartenübergreifendes Konzert mit Orffs "Carmina Burana" gibt es am 15., 16. und 17.04. - dies ist eine Kooperation mit dem Staatsballett. Strauss und Mahler sind am 17. und 18.06. zu hören. Als Dirigent und Pianist erlebt man den GMD schließlich bei Mozarts Konzert Nr. 27 KVV 595 (15. und 16.07.), und in der Christuskirche – mit Bach und Bruckner – endet am 17.07. 2018 endgültig die Karlsruher Ära von Justin Brown.

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Staatstheater Karlsruhe trauert um Künstlerin rosalie

(red.) Mit großer Trauer nimmt man am Staatstheater Karlsruhe den Tod der Bühnen-Künstlerin rosalie zur Kenntnis. Dies teilte das Haus in einer Pressemeldung mit. Die Stuttgarterin, die mit bürgerlichem Namen Gudrun Müller hieß, starb heute im Alter von 64 Jahren. „Ich bedauere den Tod einer außergewöhnlichen Künstlerin, mit der ich sehr gerne zusammengearbeitet habe. Ihre Verdienste um das Staatstheater und um Karlsruhe sind umfassend: ein großer Verlust,“ wird Generalintendant Peter Spuhler zitiert.
In Karlsruhe sorgte rosalie im Sommer 2003 mit einer extravaganten Ausstattung der Oper "Dalibor“ von Bedrich Smetana für Aufsehen, es folgte die Ballettproduktion "Spielmann“ im Jahr 2006, und ein Jahr später - als Koproduktion mit dem ZKM - „ Etude d´après Séraphin“ von Wolfgang Rihm. Außerdem realisierte sie Wagners "Tannhäuser“ unter der musikalischen Leitung von Justin Brown im Jahr 2012. Zuletzt schuf sie in der Spielzeit 2014/15 den Medien-Licht-Raum und die Kostüme für die Balletturaufführung „Der Prozess“.
Rosalie hat sich mit Bühnenbildern und Ausstellungen in der zeitgenössischen Bild- und Lichtkunst international einen Namen gemacht. Sie schuf dabei völlig neue Formen des Zusammenspiels zwischen Licht, Musik, Farben und Formen. Insbesondere seit den szenischen Licht-Bild-Räumen für den Bayreuther „Ring“ zwischen 1994 bis 1998 - unter der musikalischen Leitung von James Levine - war rosalie einer internationalen Öffentlichkeit bekannt. Ein wichtiger Bestandteil ihres Oeuvres waren daneben ihre Produktionen für Ballett und Tanztheater.
Auch Vladimir Klos, der Stellvertretende Direktor des Staatsballetts, äußert sich: „Uns verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft mit rosalie. Wir sind zutiefst zerstört, denn wir verlieren in ihr nicht nur eine kreative Partnerin, sondern auch und vor allem eine geliebte Freundin. Sie war lange Mitglied im Kuratorium der Tanzstiftung Birgit Keil – auch dort wird sie als tatkräftige Beraterin bitter fehlen.“

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Festival "A propos ... Japan" an der Karlsruher Musikhochschule

Am morgigen Freitag, den 19. Mai lädt die Musikhochschule Karlsruhe zum Eröffnungskonzert des Festivals „A propos ... Japan“. Beginn ist 19 Uhr im Wolfgang-Rihm-Forum.
Bis Sonntag steht dabei die japanische Musik, aber auch die japanische Kultur und Tradition wie etwa Literatur, Malerei oder die Kunst der Teezeremonie und des Arrangierens von Blumen (Ikebana) im Mittelpunkt. Das Festival ist Teil des Baden-Württemberg-Stipendiums, am Programm beteiligt ist auch die Deutsch-Japanische Gesellschaft.
Derzeit studieren junge Künstler aus 48 Ländern an der Karlsruher Musikhochschule. Im Rahmen des Festivals „Apropos“ (das von der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt wird), haben sie die Möglichkeit, ihr Herkunftsland vorzustellen. Das Festival geht bereits zum dritten Mal über die Bühne, die bisher vorgestellten Länder waren Estland und Spanien. (Das genaue Programm sehen Sie unter www.hfm-karlsruhe.de).

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Theater Baden-Baden stellt Spielplan für 2017/18 vor

(red.) Die Spielzeit am Theater Baden-Baden 2017/2018 steht unter dem Motto „Wer ist wir?“, und sie widmet sich der Identität von Gruppen. Erinnerungen an historische Momente, wie beispielsweise die Russische Revolution von 1917, dazu die Neuformierung Europas nach dem Ersten Weltkrieg oder die 1968er-Bewegung – all das führt zu Fragen nach der gemeinschaftlichen Identität, wie sie heute von verschiedenen Gruppen proklamiert wird. Das gesellschaftliche und politische „Wir“ ist ebenso ein Schwerpunktthema wie die ganz persönliche und individuelle Suche nach Zugehörigkeit.
Drei Musiktheater-Produktionen zeigt das Theater Baden-Baden in der kommenden Saison. Wiederaufgenommen wird das Musical „Anatevka“, Premiere hat am 21.10. ebenfalls ein Musical: „Fast normal“ (Next to normal) von Brian Yorkey und Tom Kitt beschreibt das Leben einer Mutter mit einer bipolaren Störung.
Mozarts „La Finta Giardiniera“ - eine Koproduktion mit den Osterfestspielen – ist eine eher komödiantische Wir-Suche.
Im Bereich des Sprechtheaters stehen Produktionen wie Goethes „Faust“ (Teile I und II) Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“, Gorkijs Vorrevolutions-Drama „Kinder der Sonne“ oder die Einwanderergeschichte der Lehman Brothers auf dem Spielplan. Außerdem soll das Jugendtheater stärker profiliert werden. (Weitere Informationen unter www.theater.baden-baden.de)

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Konzerte mit dem Quantz-Collegium in Schloss Favorite

Am kommenden Freitag, den 19. Mail, startet das Quantz-Collegium in seine neue Saison: Das Ensemble ist nach dem Flötenlehrer Friedrichs des Großen – Johann Joachim Quantz – benannt; es spielt traditionell in historischen Kostümen und im barocken Ambiente des Lustschlosses Favorite bei Rastatt.
Dabei tritt das Quantz-Collegium in wechselnden Besetzungen auf. Entsprechend seines Namensgebers legt es jedoch den Schwerpunkt auf die Flötenmusik des 18. Jahrhunderts. Ziel des Ensembles ist es, sich dem eher unbekannten Repertoire zu widmen.
Das Konzert am 19., 20. und 21. Mail hat das Motto „Bella Italia“: Auf dem Programm stehen Werke von Francesco Geminiani, Fortunato Chelleri und Baldassare Galuppi. Beginn ist 20 Uhr (das Konzert am Sonntag beginnt bereits um 19 Uhr). (Weitere Informationen unter www.festliche-serenaden.de)

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Seltenes Werk: Reutters Oper "Die Brücke von San Luis Rey" an der Musikhochschule

(red.) Das Institut für Musiktheater an der Musikhochschule Karlsruhe bringt „Die Brücke von San Luis Rey“ von Hermann Reutter (1900-1985) auf die Bühne: Premiere ist am 27. April um 19.30 Uhr im Wolfgang-Rihm-Forum, weitere Aufführungen gibt es am 29. April sowie am 2. und 4. Mai.
Ende der 1920er Jahre entstand die so genannte „Funk-Oper“ – eine Oper, die nicht für die Bühne, sondern für die Ausstrahlung im Hörfunk konzipiert war. Zu den frühen Werken gehörte unter anderem „Der Lindberghflug“ (1930) von Bertolt Brecht, Kurt Weill und Paul Hindemith. Nach dem zweiten Weltkrieg genoss die Funkoper eine gewisse Popularität. Beliebte Werke waren „Die Flut“ von Boris Blacher (1946), Hans Werner Henzes Kafka-Adaption „Ein Landarzt“ (1951) oder eben Hermann Reutters „Die Brücke von San Luis Rey“ (1954).
Reutters Oper wurde kurz darauf auch auf der Bühne verwirklicht. Der Kritiker der „Zeit“ lobte damals die Musik für ihre „melodische Eindringlichkeit, die den Bericht zum Bildnis, die Handlung zur Vision erhöht.“
Um „Die Brücke von San Luis Rey“ in unserer Zeit überzeugend auf die Bühne zu bringen, ersetzt Regisseurin Andrea Raabe den Chronisten (eine Sprechrolle) durch eine Journalistin, die den weltlichen Gegenpart zum Franziskanermönch Juniper bildet. Sie stellt aus heutiger Sicht Fragen nach Schicksal oder Fügung und recherchiert die Lebensgeschichten der fünf Opfer.