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Internationales Heinrich-Schütz-Fest eröffnet

Das 50. Internationale Heinrich-Schütz-Fest wurde gestern mit einem großartigen Konzert des Johann-Rosenmüller-Ensembles unter der Leitung von Arno Paduch, dem Präsidenten der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft, in der Stadtkirche Durlach eröffnet (eine ausführliche Besprechung folgt). Wenige Stunden zuvor gab es in der Karlsburg zur Einstimmung ein kurzes, aber informatives Podiums-Gespräch – unter anderem mit dem Komponisten Wolfgang Rihm, dessen Musik im Laufe des Festivals ebenso zu hören sein wird.
Schon einmal – nämlich 1981 - richtete die Stadt Karlsruhe das Heinrich-Schütz-Fest aus. Dass dieses Festival ausgerechnet im Jubiläumsjahr ebenfalls in der Fächerstadt über die Bühne geht, mag ein wenig verwundern, hat doch die junge Stadt Karlsruhe mit dem frühbarocken Meister nur bedingt zu tun. Doch seine Musik - darauf verwies Bürgermeister Albert Käuflein - wurde am Durlacher Hof gespielt, und zudem gab es Verbindungen zum Hof von Hessen-Kassel, wo Heinrich Schütz wirkte. Thomas Schalla, Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, hob zudem die Bedeutung des Komponisten gerade für die protestantische Kirchenmusik hervor. „Unsere Kirchen in Karlsruhe haben viel zu bieten; Musik ist unmittelbare Verkündigung und auch ein unmissverständliches Signal der Versöhnung“.
Das diesjährige Festprogramm trägt den Titel: „Festmusik von Schütz bis Rihm – Klang als Repräsentation.“ Im Rahmen der Gesprächsrunde, die von Kulturamtsleiterin Susanne Asche moderiert wurde, betonte Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser, dass man mit Wolfgang Rihm „den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart“ in der Stadt habe, deshalb wolle man eine Brücke zur neuen Zeit schlagen, schließlich sei auch Schütz ein umtriebiger, innovativer und neugieriger Komponist gewesen. „Denn“, so bemerkte Wolfgang Rihm mit dem ihm eigenen Humor, „ Heinrich Schütz fuhr ja nicht nach Italien, um ‚alte Musik‘ zu hören“, sondern er wurde beauftragt, um „das Neueste vom Neusten“ aufzuspüren. Bekannt ist Schütz unter anderem für seine Mehrchörigkeit und seine effektvolle Klangarchitektur.
Als er, Rihm, in jungen Jahren dagegen die Alte Musik kennen lernte, da habe das noch gewirkt „wie ein weißgetünchter Raum, in denen mürrische Menschen Töne von sich geben“. Später habe er dann die ganze Fülle der italienischen Madrigale kennen- und schätzen gelernt.
Der Musikwissenschaftler Walter Werbeck, Vorstandsmitglied der Heinrich-Schütz-Gesellschaft, verwies auf ein ungewöhnliches Detail – nämlich darauf, dass Schütz seine Werke selbst mit Opuszahlen kennzeichnete, was im 17. Jahrhundert nicht üblich war. Das zeige, dass der Schütz nicht zeitgebunden, sondern im größeren Dimensionen dachte. Überhaupt war Schütz ein Komponist, der nicht allein in seinem Amt aufging - sondern er schuf sich Freiräume, war experimentierfreudig. Man bedauerte zudem, dass von Heinrich Schütz keine Bühnenmusik erhalten sei.

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"Opera Europa" tagt in Straßburg und Karlsruhe/ Erster "World Opera Day"

Noch gemeinsam mit seiner Straßburger Kollegin Eva Kleinitz hatte Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters Karlsruhe, die Idee entwickelt: Die Konferenz der „Opera Europa“ (eine Vereinigung von mehr als 200 eurpäischen Bühnen und Festivals, zu deren Gründungsmitgliedern auch das Karlsruher Staatstheater gehört) ist in diesem Jahr eine länderübergreifende Veranstaltung.
Vom 24. bis zum 27. Oktober wird das Treffen in Straßburg und in Karlsruhe abgehalten, also mitten im Herzen Europas. Ein Bustransfer über den Rhein nach dem ersten Teil der Konferenz hat Symbolcharakter, denn das Motto dieses Treffens lautet „Brücken bauen“. Damit wolle man gerade in Zeiten, da Europa durch nationalistische Tendenzen auseinander zu brechen drohe, ein Zeichen der Zusammenarbeit setzen, sagte Spuhler im Rahmen einer Pressekonferenz am Staatstheater. Denn: „Die Oper als weltweit bedeutende Kunstform ist in der Lage, Verbindungen zu schaffen.“
Nun, nach dem Tod der innovativen Straßburger Intendantin – sie stand der Vereinigung zudem als erste Frau vor - ist dieses Treffen besonders ihrem Andenken gewidmet.
Ohnehin, so betont die Karlsruher Opernchefin Nicole Braunger, sehe man sich gegenseitig nicht als Konkurrenten, sondern stehe untereinander im regen Austausch. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der notwendigen Sanierungen in Karlsruhe, Stuttgart und Straßburg (hier ringt man noch um Lösungen) werden hierbei Fragen verhandelt wie etwa: Welche Theaterbauten braucht die Oper in Zukunft? Ist Oper an ein Gebäude gebunden? Wie kann die Verbindung zwischen Oper und Digitalisierung gelingen, und welche Aufgabe hat die Oper künftig in einer Gesellschaft, die immer mehr in einzelne Gruppen zerfällt?
Außerdem wird am 25. Oktober der erste „Welttag der Oper“ ins Leben gerufen. „Nach 400 Jahren hat die alte Dame einen richtigen Geburtstag verdient“, sagt Nicole Braunger. Damit wolle man nicht nur auf die weltweite Kunstform hinweisen, sondern auch darauf, dass die Oper der Gesellschaft etwas zurückgeben solle.
Der „World Opera Day“ ist bislang eine Vorstufe des UNESCO-Welttags und eine Initiative der Vereinigungen „Opera Europa“, „Opera America“ und „Opera Latinoamerica“.

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Internationales Heinrich-Schütz-Fest in Karlsruhe

Das diesjährige - das 50. - Heinrich-Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft ist vom 10. bis zum 13. Oktober zu Gast in Karlsruhe. Dabei scheint es auf den ersten Blick keine Beziehung zu geben zwischen der Fächerstadt und dem großen frühbarocken Komponisten. Doch der Durlacher Hof hatte Verbindungen zum Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel; hier nämlich wirkte Schütz, bevor er nach Dresden wechselte.
Im Mittelpunkt des Festivals steht die Vielfalt der Vokalmusik von Schütz bis Wolfgang Rihm, die im Rahmen von Konzerten, Kursen und Vorträgen beleuchtet wird. Zudem gibt es ein wissenschaftliches Symposium zum Thema "Repräsentationsmusik in Residenzen der Schütz-Zeit". 
Eröffnet wird das Fest am Donnerstag, den 10. Oktober mit einem Podiumsgespräch zwischen KMD Christian-Markus Raiser und Wolfgang Rihm in der Karlsburg in Durlach. Beginn ist 16 Uhr. Das Abendkonzert in der Stadtkirche Durlach (20 Uhr) bestreitet das Johann-Rosenmüller-Ensemble.
Am Freitag, den 11. Oktober gastiert der Dresnder Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann mit den "Psalmen Davids" von Heinrich Schütz in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe; Beginn ist 20.15 Uhr. Bereits zuvor, um 17 Uhr, ist der CoroPiccolo (Leitung: Christian-Markus Raiser) unter dem Motto "Raum-Zeit-Klang" im ZKM zu hören.
Am 12. Oktober gibt es ab 14 Uhr in der Karlsruher Kunsthalle eine Bildbetrachtung mit Musik zum Thema: "Heldentum, Ehebruch und Heiliger Tanz". Wolfgang Vögele referiert hierbei über König David; die musikalische Gestaltung übernimmt die Hof-Capelle Karlsruhe. Repräsentationsmusik des 17. Jahrhunderts präsentiert ab 17 Uhr das Bremer Barock Consort in der Lutherkirche, und um 20 Uhr sind der Kammerchor des KIT, der Kammerchor der Christuskirche und das Gambenconsort Les Escapades mit Psalm-Vertonungen in der Christuskirche Karlsruhe zu hören.
Das Festival endet mit einem Abschluss-Gottesdienst am Sonntag, den 13. Oktober um 10.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe.
Das vollständige Programm und weitere Informationen unter www.schuetzgesellschaft.de.

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Preisträger des Wettbewerbs "Es sind noch Lieder zu singen"

(red.) Am gestrigen Mittwoch wurde der 3. Internationale Wettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts entschieden. Er war dem Liedschaffen von Hermann Reutter, Aribert Reimann und Wolfgang Rihm gewidmet. Für drei Duos gab es Anerkennungspreise von je 1500 Euro: für Mara Maria Möritz (Sopran) und Patrik Hévr (Klavier), Céline Akcag (Mezzosopran) und Rebeka Stojkoska (Klavier) sowie für Paula Sophie Bohnet (Sopran) und Victoria Guerrero (Klavier). Das Duo mit Chi-An Chen (Bariton) und Ting-Yueh Wang (Klavier) wurde mit einem zweiten Preis in Höhe von insgesamt 6000 Euro für die „besonders intensive Einheit und ein Höchstmaß an Präzision“ belohnt. Der erste Preis in Höhe von 10 000 Euro ging an die Sopranistin Hyun Seon Kang und den Pianisten Uram Kim. Hier hob die Jury das „Erleben von innen heraus“, den „beglückenden Vortrag und die hohe Bühnenpräsenz“ hervor. Die Mitglieder der Jury waren die Sopranistin Krisztina Laki, der Pianist Markus Hadulla, und der Bariton Wolfgang Holzmair.

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Weingartner Musiktage starten am Wochenende

 (red.) Am kommenden Samstag starten die Weingartner Musiktage Junger Künstler: Zum ersten Konzert des Festivals am 5.10. um 20 Uhr steht das junge Jazz-Ensemble "Three Fall & Melane“ auf der Bühne des Gewächshaus Stärk. Die Musiker von "Three Fall" sorgten mit der ungewöhnlichen Kombination von Bassklarinette und Tenorsaxophon mit Schlagzeug und Posaune bereits für Aufsehen; jetzt bringen sie mit der Stimme der kongolesisch-deutschen Sängerin Melane neue Farbe in ihren Sound.
Am Sonntag, den 6.10., um 10:30 Uhr gastiert das bekannte Bläser-Ensemble "Da Blechhauf'n" im Gewächshaus. Im Vorverkauf gibt es keine Karten mehr, eventuell sind bei Öffnung der Tageskasse um 9:30 Uhr noch Restkarten erhältlich. Das Konzert am Abend des 6.10. gestaltet ab 19 Uhr Olivia Trummer mit Stimme und Klavier. Sie wurde 2019 mit dem Jazz-Preis Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Beim Preisträgerkonzert "Young Elites" am Sonntag, 13.10. (19 Uhr, Turmzimmer im Rathaus) sind neben dem Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes - Friedrich Thiele (Violoncello - auch einige erste Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ aus der Region zu hören: das Vokalensemble Lilli-Sophie Schneider (Sopran), Penelope Gatidis (Alt), Benjamin Mues (Tenor), Karl Andrej Beier (Bass) sowie Tanea Romond, (Klavier und Pop-Gesang) und Morgane Voisin (Violine).
Weitere Konzerte gibt es am Samstag, 12.10. um 20 Uhr im "Goldenen Löwen" (SWR2 New Talent mit Janina Ruh, Violoncello), sowie am Freitag, 18.10. um 20 Uhr (Schwester-Bruder-Onkel-Konzert mit Lia Vielhaber, Violoncello, Jón Vielhaber, Trompete und Gerhard Vielhaber, Klavier) und am Samstag, 19.10. um 20 Uhr („Rising Star“ Farida Rustamova, Violine, spielt mit Nargiza Alimova, Klavier). Beide Konzerte finden im Autohaus Morrkopf statt.
Zum Kinderkonzert - „Karneval der Tiere“ mit Juri Tetzlaff und dem "Con fuoco Quintett" -  am Sonntag, den 13. Oktober um 15 Uhr im Festsaal "Zum Goldenen Löwen" gibt es bei Saalöffnung um 14.30 Uhr möglicherweise noch Restkarten. Der Vorverkauf wurde bereits geschlossen.
Das Abschlusskonzert in der evangelischen Kirche bestreitet am Sonntag, 20. Oktober um 19 Uhr die Flötistin Kathrin Christians, zusammen mit der Jungen Südwestdeutschen Philharmonie. Das Ensemble wurde 2015 von ehemaligen Musikern des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz, des Bundesjugendorchesters und begabten jungen Musikern aus dem Südwesten gegründet.
Weitere Informationen unter www.weingartner-musiktage.de.

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Wettbewerbe an der Musikhochschule Karlsruhe

Mit einem Preisträgerkonzert am heutigen Freitag, den 27. September (19.30 Uhr, Wolfgang-Rihm-Forum) endet der Europäische Kammermusikwettbewerb, der alle zwwei Jahre gemeinsam von der Stadt Karlsruhe, dem Max-Reger-Institut und der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft veranstaltet wird. Er fördert nicht nur das Musizieren im Ensemble, sondern dient auch der Pflege des Regerschen Werks.
Am Montag, den 30. September beginnt der dreitätige "Internationale Wettbewerb für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts" ("Es sind noch Lieder zu singen ..."), der 2019 zum dritten Mal über die Bühne geht. Die jungen Künstler setzen sich in diesem Jahr mit der Musik von Aribert Reimann, Hermann Reutter und Wolfgang Rihm auseinander. Der Wettbewerb ist öffentlich; Beginn ist jeweils 11.30 Uhr (Achtung, geänderte Uhrzeit) im Wolfgang-Rihm-Forum. 

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Festspielhaus Baden-Baden startet mit Ballett-Oper

(red). Mit John Neumeiers Fassung der Oper „Orphée et Eurydice“ von Christoph Willibald Gluck eröffnet das Hamburg Ballett am 27. September 2019 die neue Saison im Festspielhaus Baden-Baden. Ganz bewusst, so heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses, habe Benedikt Stampa diese Ballett-Oper an den symbolträchtigen Beginn seiner Intendanz gestellt: Er unterstreiche damit die stilistische Vielseitigkeit der Produktionen John Neumeiers und die mehr als 20jährige Verbundenheit mit dem Hamburg Ballett. Die erste Zusammenarbeit der Hamburger Compagnie mit dem Freiburger Barockorchester führe zugleich das Potenzial der Region für künstlerische Sternstunden vor Augen. Anlässlich des heutigen Pressegesprächs hob John Neumeier die kreative Atmosphäre im Festspielhaus hervor: „Jedes Mal wenn ich nach Baden-Baden komme, spüre ich den Geist eines ‚Fest-Spiels‘: In Baden-Baden ist nicht nur der Bühnenraum physisch größer, das Festspielhaus erlaubt auch künstlerisch eine weitere Dimension“, wird Neumeier zitiert.
In seiner Fassung von „Orphée et Eurydice“ führt John Neumeier die klassische Opernhandlung in die Ballettwelt der Gegenwart. Wie bei der Pariser Uraufführung im Jahr 1774 werden Tanz und Musik zum unmittelbaren Ausdrucksträger tief menschlicher Emotionen. In den Tänzer-Hauptrollen sind Edvin Revazov und Anna Laudere als Doubles von Orphée und Eurydice zu erl eben. Unter der musikalischen Leitung von Alessandro de Marchi treten als Sängersolisten auf: Dmitry Korchak (27./29.9.) und Maxim Mironov (28.9.) als Orphée, daneben Arianna Vendittelli als Eurydice und Marie-Sophie Pollak als L'Amour.
Beginn der Aufführung ist 19 Uhr; am 28.09. beginnt die Oper um 18 Uhr, am 29.09. bereits um 17 Uhr.

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Clara Schumann zum 200. Geburtstag: Zahlreiche Veranstaltungen in den kommenden Wochen

Heute begeht die Musikwelt den 200. Geburtstag der Pianistin und Komponisten Clara Schumann, eine der faszinierendsten Frauengestalten des 19. Jahrhunderts. Etliche Veranstaltungen gibt des dazu in Karlsruhe und Baden-Baden im Laufe der kommenden Wochen: Den Anfang macht ein musikalischer Vortrag der beiden Musikwissenschaftler Joachim Draheim und Hartmut Becker am morgigen Samstag, den 14. September ab 10.30 Uhr im Kaffeehaus Schmidt in Karlsruhe. Hierbei geht es um das Thema "Clara Schumann und ihre Familie". (Lesen Sie dazu auch diesen Bericht).
Gleich zweimal ist Clara Schumanns Klavierkonzert op. 7 im Rahmen eines Sinfoniekonzertes mit der Badischen Staatskapelle am Staatstheater Karlsruhe zu hören: Am Sonntag, den 15. September (11 Uhr) und am Montag, den 16. September (20 Uhr).
Auch die Stadt Baden-Baden feiert die Jubilarin: Am 15. September (ebenfalls um 11 Uhr) mit einem Kammerkonzert im Alten Ratsaal (Rathaus) Baden-Baden; auf dem Programm stehen zahlreiche Erstaufführungen von Clara Schumann und ihren Familienmitgliedern. Die künstlerische Leitung hat Joachim Draheim. Im Anschluss an das Konzert eröffnet der Schumann-Experte die Ausstellung "Clara Schumann, ihre Freunde und ihre Familie" im Alten Dampfbad (Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 15 Uhr bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag, Feiertag: 11 bis 17 Uhr). Die Ausstellung ist bis zum 13. Oktober zu sehen.
Am 22. September (17 Uhr) spielt der Organist Jürgen Rieger in der Kirche St. Bonifatius in Lichtenthal ein Programm mit Werken von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Clara-Schumann-Musikschule in Baden-Baden gedenkt ihrer Namensgeberin am 27. September mit einem Geburstagskonzert (19.30 Uhr), und am 29. September (19 Uhr) ist im Weinbrennersaal des Kurhauses Chormusik von Johannes Brahms und Clara Schumann mit dem Philharmonischen Chor Baden-Baden zu hören. 
Daneben gratuliert auch die Brahms-Gesellschaft Baden-Baden mit Kammerkonzerten - und für Kurzentschlossene zudem mit einer frühmorgendlichen Wanderung am morgigen 14. September um 04 Uhr (!) vom Augustaplatz bis zur Yburg. (Nähere Informationen unter www.brahms-baden-baden.de).
Die Karlsruher Musikhochschule feiert die Künstlerin vom 25. bis zum 27. Oktober (parallel zum Festival "ZeitGenuss") mit einem "Clara-Schumann-Fest". 

 

 

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Karlsruher Kirchen laden am Sonntag zu ausgiebigem "Orgelspaziergang"

(red.) In ihrer ganzen Fülle zeigt sich am Tag des offenen Denkmals am 8. September die Königin der Instrumente bei den Karlsruher Orgelspaziergängen: Ab 12 Uhr erklingt in mindestens einer Kirche ein Kurzkonzert. Es musizieren Karlsruher Kantoren und nebenamtliche Organisten.
Die maximal halbstündigen Konzerte eröffnen um 12 Uhr Stefan Fritz in der Herz-Jesu-Kirche und Daniel Kaiser in der Johanniskirche. Stefan Fritz collagiert Miniaturen und Ausschnitte aus umfangreichen Orgelwerken; Daniel Kaiser präsentiert „Die Jiddische“ von Andreas Willscher, eine Orgelsymphonie über hebräische Weisen jüdischer Komponisten.
Um 13 Uhr setzt Kristofer Kiesel (Organist an der Markuskirche) das Programm in der Stadtkirche Durlach fort. Die dortige Stumm-Goll-Orgel verfügt über das älteste klingende Pfeifenmaterial der Stadt. Einige Register stammen aus dem 18. Jahrhundert. Mit Werken von Buxtehude, Bach und Johann Gottlieb Graun knüpft Kiesel an diese musikalische Epoche an. Demgegenüber stellt er unterhaltsame, zeitgenössische Orgelmusik aus Amerika.
Danach spielt sich das Geschehen zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor und in Rüppurr ab: Ab 14 Uhr zeigt Dorothea Lehmann-Horsch in der Lutherkirche, wie sich die Zeitenwende zwischen Romantik und anbrechender Moderne anhört. Um 15 Uhr lädt Max Deisenroth zum „Sinfonischen Spektakel“ mit der erst im Juli 2018 geweihten Mühleisenorgel der Pfarrkirche St. Bernhard. Er spielt Musik von Edward Elgar, Charles-Marie Widor und eigene Improvisationen. Zeitgleich, ebenfalls um 15 Uhr, trägt Dieter Cramer in der Auferstehungskirche Rüppur seine „Souvenirs d’orgue“ zusammen und und begibt sich auf eine musikalische Orgelsommerreise.
Danach sind alle drei Orgeln der Alt- und Mittelstadtgemeinde in einem einzigen Konzert erleben: „Drei große B“ stehen auf dem Notenpapier von Christian-Markus Raiser und Leon Tscholl: Bach, Brahms und die Beatles. Ab 16 Uhr beginnt dieser Konzertteil zunächst mit den beiden Orgeln der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe und endet mit der neuen Lenter-Orgel der kleinen Kirche. Zeitgleich heißt es in der Kirche Zum Guten Hirten in Rintheim „I Got Rhythm“. Neben Variationen über George Gershwin spielt Johann Christoph Haake unter anderem eine swingende Parodie über Bachs Toccata und Fuge in d-Moll.
Ab 17 Uhr beginnt das Finale mit den beiden großen Karlsruher Klais-Orgeln. Patrick Fritz-Benzing spielt in St. Stephan aus dem von ihm herausgegebenen „Freiburger Orgelbuch“. Zu hören sind insbesondere Kompositionen für den Gebrauch im Gottesdienst. Abschließend schöpft Carsten Wiebusch ab 18 Uhr in der Christuskirche aus dem reichen Schatz an Orgelvariationen.
Dazu gibt es Orgelführungen; einen umfassenden Einblick bekommen die "Orgelspaziergänger" zwischen 13 und 16 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche: Alle Außenseiten des dortigen Instruments sind gläsern und es lässt sich komplett umrunden.

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Junges Kollektiv Musiktheater begeistert mit Puccinis "Gianni Schicchi"

Eine höchst vergnügliche Opernstunde bot gestern abend das Ensemble aus dem "Jungen Kollektiv Musiktheater" (ausführliche Besprechung folgt): Im Alten Schlachthof Karlsruhe hatte Puccinis "Gianni Schicchi" Premiere, eine heitere und rasante Komödie rund um eine Testamentsfälschung sozusagen für den guten Zweck - nämlich für die beiden Liebenden Lauretta und Rinuccio.
Mit einfachen Mitteln, dafür aber mit pfiffigen Regieeinfällen von Marlene Pawlak - beispielsweise wurde der Schöpfer der literarischen Vorlage, Dante Alighieri, mit seiner "göttlichen Komödie" ins Stück eingebaut - realisierte das junge Team die Oper. Unter anderem überzeugten Konstantin Ingenpaß als Gianni Schicchi, Steinunn Sigurdardottir als Lauretta und Björn Beyer als Rinuccio, dazu ein bestens disponiertes Kammerorchester unter der Leitung von Jasper Lecon.
Das "Junge Kollektiv Musiktheater" besteht seit dem vergangenen Jahr. Studierende der Karlsruher Musikhochschule aus den unterschiedlichsten Fachbereichen fanden sich hierbei zusammen; sie alle eint die Liebe zur Oper und dabei der Wunsch, sich zusätzliche Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. Dabei wollen sie sich frei und ungezwungen mit den Stücken auseinander setzen und durch Aufführungen an ungewöhnlichen Orten auch neues Publikum für die Oper begeistern.
(Für die Aufführungen am 25. und 26. August in der Fleischmarkthalle sind möglicherweise noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich; Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, Einführung um 18.45 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.)