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Termine in der Region

Am heutigen Mittwoch, den 10. August lädt um 18 Uhr das Kunsthaus Durlach (Geigersbergstraße 12) zum zweiten Klappstuhlkonzert im Garten unter dem Motto: „Vom Gebrauch der Vernunft – Musik des 18. Jahrhunderts“.
Am Freitag, den 12. August gibt es um 12.15 Uhr in der Kleinen Kirche ein Mittagskonzert mit Klaviermusik zu vier Händen (von Bach, Dvorak, Khatchaturjan).
Am Sonntag, den 14. August schließt der Internationale Klavierwettbewerb Ettlingen mit dem Preisträgerkonzert um 11.30 Uhr in der Stadthalle Ettlingen (Hinweis: Bis Samstag gibt es täglich Wertungsspiele im Asamsaal des Ettlinger Schlosses bei freiem Eintritt ab 9.30 Uhr). Um 20.30 Uhr gastiert Przemyslaw Kapitula aus Warschau beim Internationalen Orgelsommer in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe.

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Internationaler Klavierwettbewerb Ettlingen: Wertungsspiele beginnen am kommenden Sonntag

Im Jahr 2020 fand der Internationale Klavierwettbewerb Ettlingen nur online statt, der Fokus wurde eher auf Pädagogisches, auf bestimmte Lerneffekte gerichtet – und die Verantwortlichen bewiesen dabei ein enormes Improvisationstalent.
In diesem Jahr zeigt man in Ettlingen wieder Präsenz: Wie in den Jahren vor Corona gibt es im Asamsaal des Schlosses öffentliche Wertungsspiele (von Sonntag, den 7. August, ab 9.30 Uhr, bis Samstag, den 13. August): Hier können sich Interessierte bei freiem Eintritt selbst ein Bild von den Fähigkeiten der jungen Künstler machen. Abgeschlossen wird der Klavierwettbewerb mit dem traditionellen Preisträgerkonzert am 14. August in der Ettlinger Stadthalle (ab 11.30 Uhr).
Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet – auch aus Russland und der Ukraine. Angemeldet hatten sich 276 junge Künstler aus 41 Nationen. In einem Online-Verfahren wurden davon knapp hundert ausgewählt, allerdings gab es Absagen wegen Corona. Davon betroffen ist auch eine Jurorin; bei einem weiteren Jury-Mitglied aus China gab es zudem Schwierigkeiten aufgrund des Visums. Das wurde auch bei den chinesischen Wettbewerbsteilnehmern zum Problem – selbst dann, wenn sie in anderen Staaten leben. Hier fand man jedoch teilweise Lösungen beispielsweise über die Konsulate in Österreich und der Schweiz.
„Wir sind froh über die Teilnehmerzahl“, so der organisatorische Leiter Frank Reich auf der Pressekonferenz im Ettlinger Rathaus. Andernorts habe man viel weniger Kandidaten zu verzeichnen, zudem fänden die meisten Wettbewerbe nach wie vor „entweder online oder gar nicht statt". Dass die Verantwortlichen trotz der schwierigen Weltlage den Mut zu einer Präsenzveranstaltung hatten – darauf ist man in Ettlingen stolz: „Der Wettbewerb ist ein wichtiger Baustein in der Ettlinger Kulturlandschaft - neben den Schlossfestspielen und der Amateurmusik,“ so Oberbürgermeister Johannes Arnold.
Die überaus wichtigen Begegnungen bei einem Präsenz-Wettbewerb sind zudem durch nichts zu ersetzen. „Die Wertungsspiele sind auch eine Art Marktbeobachtung für uns“, weiß der Jury-Vorsitzende und künstlerische Leiter Wolfgang Manz. Er kennt die Wettbewerbs-Situation von allen Seiten: als Teilnehmer, als Juror und Organisator. „Dabei habe ich gelernt, wie gewinnbringend das ist: Wettbewerbe verbinden viele Akteure gemeinsam mit dem Publikum.“
Und nicht nur das: In Ettlingen ist auch der Austausch mit der Bevölkerung von jeher wichtig; hier ist der Wettbewerb verankert. Zwar sei es wegen Corona und des Ukraine-Kriegs (und der damit verbundenen Flüchtlings-Situation) etwas schwieriger gewesen, Unterkünfte zu finden, so Frank Reich. Doch mit viel Engagement sei das gelungen: Zwanzig Privatquartiere bieten die Ettlinger Bürger an; außerdem gebe es 80 freiwillige Helfer, so Reich. Die Musikschule Ettlingen wiederum stellt knapp 30 Überäume und Klaviere zur Verfügung.
Erneut unterstützt die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen den Wettbewerb mit 100 000 Euro, das Kreditinstitut wird sich als Hauptsponsor jedoch mittelfristig zurückziehen.
Karten für das Preisträgerkonzert gibt es bei der Stadtinformation Ettlingen, Tel. 07243 101-333, und unter www.reservix.de. Weitere Informationen unter www.pianocompetition.org

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Termine in der Region

(red.) Am heutigen Montag, den 1. August gastieren der Geiger Daniel Hope und das Orchester l‘arte del mondo im Bruchsaler Schlossgarten („300 Jahre Schloss Bruchsal“). Auf dem Programm steht Max Richters „Vivaldi – recomposed“, eine Komposition auf der Grundlage der „Vier Jahreszeiten“. Beginn ist 20 Uhr. Um 20.30 Uhr ist Bizets „Carmen“ bei den Ettlinger Schlossfestspielen zu hören.
Am Dienstag, den 2. August ist im Bruchsaler Schlossgarten das Blechbläser-Ensemble „German Brass“ zu erleben, Beginn ist 20 Uhr.
Am Mittwoch, den 3. August lädt das Kunsthaus Durlach zu einem „Klappstuhl-Konzert“ im Garten des Hauses – mit Werken aus Klassik, Pop und Weltmusik; mit Flöte, Alphorn und Akkordeon. Beginn ist 18 Uhr.
Am Sonntag, den 7. August ist die Südkoreanerin Kumi Choi (für den erkrankten Hans-Jürgen Kaiser) beim Orgelsommer in der Evangelischen Stadtkirche zu Gast; sie spielt Werke von Saint-Saëns (Karneval der Tiere), Bach, Widor, Frescobaldi. Beginn ist 20.30 Uhr.

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Kunsthaus Durlach lädt zu "Klappstuhl-Konzerten"

(red.) Im Jahr 2020 hatten der Flötist Johannes Hustedt und die Alphornistin Chai Min Werner mit den sommerlichen „Picknick“-Konzerten einen Nerv getroffen: Nach dem ersten Corona-Lockdown und der Verunsicherung in der Bevölkerung bedeuteten die zwanglosen Konzerte im Garten des Kunsthauses Durlach mit einer gelungenen Mischung aus Klassik, Pop, Jazz und Weltmusik wieder ein wenig Aufbruchstimmung; die Reihe wurde gut angenommen.
Ein Nachfolge-Projekt – wiederum gefördert durch das Land Baden-Württemberg („Kunst trotz Abstand“) – sind jetzt die Durlacher Klappstuhl-Konzerte: Diese sollen, so teilt das Kunsthaus Durlach mit, ein „Gesamtkunstwerk aus Musik, Natur, Architektur, Ambiente und menschlicher Begegnung“ sein.
Zum Auftakt am 3. August ist das duo querhorn, bestehend aus Johannes Hustedt (Flöte) und Chai Min Werner (Alphorn), im Quartett mit Christoph Obert (Akkordeon) und dem Arrangeur, Komponisten und Bassisten Roman Rothen zu hören. Dabei sollen die Grenzen zwischen der Klassik und den Musikstilen fremder Kulturen, den Zeiten und Kontinenten erkundet und erweitert werden. Eine Entdeckungsreise von Diego Ortiz, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, aber auch den Beatles, The Animals, Jethro Tull sowie Roman Rothen erwartet die Besucher.
Die acht Konzerte finden bis zum 21. September jeden Mittwoch statt und beginnen um 18 Uhr im Garten des Kunsthauses Durlach (Geigersbergstraße 12); Einlass ab 17.30 Uhr. Zum Konzert sind Klappstühle oder andere Sitzgelegenheiten mitzubringen – auch Regenschutz, denn die Konzerte finden bei jedem Wetter statt. Am 25. September endet die Reihe mit einem Finale um 11.30 Uhr, 13 Uhr und um 14.30 Uhr.
Weitere Informationen unter www.kunsthaus-durlach.de/klappstuhlkonzerte2022.htm

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Christian Firmbach wird ab 2024 Intendant des Badischen Staatstheaters

(red.) Der künftige Intendant am Badischen Staatstheater steht fest: Der 55jährige Christian Firmbach, derzeit Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, übernimmt als Nachfolger von Ulrich Peters zur Spielzeit 2024/25 die Leitung des Dreispartenhauses. Dies teilte das Kunstministerium Baden-Württemberg heute in einer Presseerklärung mit.
Der Verwaltungsrat des Staatstheaters habe sich in seiner heutigen Sitzung einstimmig für Firmbach ausgesprochen, heißt es. Man habe mit Christian Firmbach „eine einnehmende und kommunikative Persönlichkeit“ gewählt, die den Verwaltungsrat „mit umfassender Leitungskompetenz und ausgewiesener Musiktheaterexpertise“ überzeugt habe, wird Kunstministerin und Verwaltungsratsvorsitzende Theresia Bauer zitiert.
Wesentlichen Ausschlag gegeben für die Entscheidung des Gremiums hätten seine künstlerischen Ideen für die Bau- und Sanierungsphase sowie seine Erfahrungen in diesem Bereich.
Das Staatstheater Karlsruhe ist dem künftigen Intendanten bereits vertraut. Firmbach erklärte in der Mitteilung, im Rahmen regelmäßiger Gastiertätigkeit im Bereich Musikvermittlung (als Professor Florestan) sei ihm das Haus „ans Herz gewachsen“. Er schätze die „lange Tradition und das hohe künstlerische Potenzial“. Dabei reize es ihn vor allem, das „zeitgemäße und demokratische Theaterleitungsmodell der Dreierspitze zu erproben und weiterzudenken.“
Oberbürgermeister Frank Mentrup erklärte, er freue sich außerordentlich, „dass wir mit Christian Firmbach einen sehr erfahrenen Leiter eines Mehrspartentheaters als Intendanten für das Badische Staatstheater gewinnen konnten, der den begonnenen Reformprozess am Haus fortführen wird“. Seine sehr guten Kenntnisse der Stadt Karlsruhe werde er nutzen, „Theater für das Publikum der Stadt und der Region“ zu machen. Der neue Intendant sei im Besonderen gefordert, die begonnene Organisationsentwicklung fortzuführen und das Theater im Dialog mit den Mitarbeitern sowie mit Land und Stadt zukunftsfähig aufzustellen.
Erfreulich vor allem für die Opernsparte: Christian Firmbach ist selbst im Musiktheater beheimatet. Er studierte Gesang an der Musikhochschule Köln, stand in mehreren Produktionen auf der Bühne. Danach wandte er sich dem Regiefach zu, war persönlicher Assistent von Regisseuren wie Andreas Homoki, Peter Mussbach und Nicolas Brieger. Am Theater in Bonn durchlief er mehrere leitende Positionen, gründete die Sparte Kinderoper. Seit 2014 ist er Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters.
Unter seiner Leitung baute das Theater weitreichende Kooperationen auf, beispielsweise mit der Wexford Festival Opera, der Reisopera Enschede, den Göttinger Händel-Festspielen und den Schwetzinger Festspielen.
Sowohl in Darmstadt, wo er am Hessischen Staatstheater von 2004 bis 2008 als Künstlerischer Betriebsdirektor wirkte, als auch in Oldenburg war Firmbach mit großräumigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen betraut. Firmbach ist verheiratet und hat vier Kinder.
Sein Intendantenvertrag beginnt am 1. September 2024 mit einer Laufzeit von fünf Jahren, die Amtszeit von Ulrich Peters endet am 31. August 2024.

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Weingartner Musiktage Junger Künstler: Vorverkauf startet am 25. Juli

(red.) Nach einem kleineren Festival im vergangenen Jahr präsentieren die "Weingartner Musiktage Junger Künstler" mit ihrem künstlerischen Leiter Reinhold Friedrich im Herbst wieder ein Programm im gewohnten Umfang – mit acht Konzerten an zwei Wochenenden.
Vom 7. bis 16. Oktober 2022 sind erneut interessante Nachwuchskünstlerinnen und -künstler zu Gast im nordbadischen Weinort: Das Eröffnungskonzert am Freitag, den 7. Oktober bestreitet Laura Schmid (Blockflöte) mit dem Ensemble „d‘istinto“. Außerdem zu Gast bei den Musiktagen sind das „Porter Percussion Duo“ und das Blechbläserensemble „Brassabumm“. Instrumentalen Funk & Soul, dazu Afrobeat und Hip-Hop mischen die Musiker von „Hot Damn Horns & The Soul Machine“.
Die Mezzosopranistin Esther Valentin-Fieguth und die Pianistin Anastasia Grishutina, sowie der Cellist Lionel Martin – sie sind Teil des Förderprogramms von SWR2 – sind zu hören, ebenso junge Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes und des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Moderator Juri Tetzlaff gestaltet ein Kinderkonzert gemeinsam mit dem Kaléko Quartett, und das Blechbläser-Tentett der Karlsruher Musikhochschule spielt unter dem Motto „BrassSurround“ beim Abschlusskonzert am 16. Oktober in der evangelischen Kirche Weingarten.
Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 25. Juli. Tickets sind erhältlich bei der Buchhandlung Wolf (Weingarten/Baden, Bruchsal, Oberderdingen), dem Musikhaus Schlaile (Karlsruhe, Tel. 0721 230 00) und im Internet auf www.weingartner-musiktage.de/tickets.

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Staatstheater zieht Bilanz

(red.) Das Staatstheater Karlsruhe blickt auf eine Spielzeit zurück, die nach wie vor von den Herausforderungen der Corona-Pandemie geprägt war. Das Schönste, was es zu vermelden gebe, sei, „endlich wieder vor einem vollen Haus spielen“, wird Intendant Ulrich Peters in einer Mitteilung des Hauses zitiert. Die Wiederaufnahmen von „Tosca“ und „Roberto Devereux“ sowie auch die Premiere von Aida hätten das Haus „bis auf den letzten Platz gefüllt“.
Auch die Disposition in Corona-Zeiten sei „turbulent“ gewesen, so die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann: In den 182 Vorstellungsänderungen sei es immer Ziel gewesen, Besucherinnen und Besucher nicht zu enttäuschen. Es sei „in fast allen Fällen gelungen, die Vorstellung zu halten, teilweise mit unkonventionellen Mitteln wie einem verkleinerten Orchester oder Chor oder mit einem Ersatzprogramm - teilweise auch aus anderen Sparten, um allen ein Angebot zu machen.“
Im Haus zeige sich zudem das große Bedürfnis, für das Publikum da zu sein und zu spielen. Für die „Treue und Flexibilität“ des Publikums sei man „sehr dankbar“. Man habe außerdem alle Vorstellungen der größten und ausverkauften Opernproduktion „Aida“ spielen können.
Insgesamt hatte das Haus in der Spielzeit 2021/22 laut Mitteilung rund 150 000 Besucherinnen und Besucher zu verzeichnen. Weiter heißt es, der Geschäftsführende Direktor, Johannes Graf-Hauber, zeige sich zufrieden - "da wir damit unser auf 50 Prozent reduziertes Ziel an Besucherzahlen leicht übertroffen haben.“ Es sei zwar noch „Luft nach oben“, aber erfreulich sei, „dass insbesondere in den letzten zwei Monaten mit mehreren ausverkauften Vorstellungen spür- und messbar war, dass das Publikum wieder vermehrt ins Theater kommt.“ Die prozentualen Auslastungszahlen seien aufgrund der wechselnden Kapazitätsbeschränkungen während der letzten Monate dagegen von beschränkter Aussagekraft.
Zufrieden sei der Geschäftsführende Direktor zudem darüber, dass auch hinsichtlich der Einnahmen das (reduzierte) Planziel erreicht worden sei: „Die fehlenden Einnahmen konnten durch Ausgabenreduktion ausgeglichen werden - mitunter, weil bei verschobenen Produktionen Ausgaben gestreckt und in dieser Spielzeit anteilig anfielen,“ wird Graf-Hauber zitiert.
Eine große Herausforderung in der kommenden Spielzeit werde vor allem das Miteinander von Bau und Theaterbetrieb, so die Theaterleitung. Mit dem Baustart von Modul 1 entsteht ein neues Kleines Haus und die Bühne für das Junge Staatstheater. Eine neue Wegeführung leitet das Publikum ab September über das Neue Entree ins Theatergebäude.
Nach zweijährigem Verzicht wird es am 17. September ab 11 Uhr auch wieder ein großes Theaterfest geben: Vorgesehen ist ein abwechslungsreiches Programm im Großen Haus, auf der Open-Air-Bühne und im Neuen Entree.
Der Ticketverkauf für September sowie Oktober ist bereits gestartet. Tickets für die gesamte Spielzeit können ab dem 5. September erworben werden – online, telefonisch oder im Kartenservice vor Ort im K-Punkt. Termine in der „Insel“ und im „Studio“ gehen monatlich in den freien Verkauf.

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Justin Brown erhält "Goldenen Ehrenfächer"

(red.) Der ehemalige Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters, Justin Brown, wurde für seine künstlerische Arbeit mit dem Goldenen Ehrenfächer der Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe ausgezeichnet. Dies teilte das Staatstheater heute mit. Der Preis wurde dem Dirigenten im Anschluss jüngste das Sonderkonzert überreicht.
Der Ehrenfächer werde nur sehr selten verliehen, heißt es in der Mitteilung; zuletzt erhielt ihn die scheidende Ballettdirektorin Birgit Keil. Justin Brown sei der vierte Preisträger.
In den zwölf Jahren seines Wirkens am Badischen Staatstheater habe Justin Brown „allen musikbegeisterten Theaterbesuchern unvergessliche, herausragende Opern- und Konzerterlebnisse beschert“, hieß es laut Mitteilung es in der Laudatio der KTG. Raimund Schmitz, Orchestervorstandsmitglied der Staatskapelle, dankte dem ehemaligen GMD zudem für die “fruchtbare und erfolgreiche Arbeit”.
Um seinen durch die Corona-Pandemie verschobenen musikalischen Abschied nachzuholen (2020 hatte Justin Brown zu seinem Weggang Beethovens „Chorfantasie“ mit dem Ensemble des Staatstheaters als Film produziert), kam der Brite nun für drei Konzerte nach Karlsruhe zurück. Er zeigte sich dabei als Pianist und Dirigent in Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 in c-Moll und führte die Badische Staatskapelle durch Beethovens Eroica-Symphonie.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit in Karlsruhe lag bei einem kompletten Wagner-Zyklus, der im Zeitraum von 2015 bis 2017 von einer Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ - mit vier internationalen Regieteams - gekrönt wurde.
Justin Brown studierte an der Cambridge University sowie in Tanglewood bei Seiji Ozawa und Leonard Bernstein. Nach dem Studium assistierte er Leonard Bernstein und Luciano Berio. Als Operndirigent gastierte Brown unter anderem am Londoner Covent Garden, der English National Opera, der Scottish Opera sowie in Brüssel, München, Stuttgart und Straßburg.
Von 2008 an war er zwölf Jahre lang Generalmusikdirektor am Staatstheater Karlsruhe, wo er ein breitgefächertes Repertoire in den Bereichen Sinfonie und Oper dirigierte: von Beethoven über Berlioz, Wagner, Verdi, Strauss, Janácek, Bartók bis hin zu Frederick Delius‘ „Romeo und Julia auf dem Dorfe“, Hans Krasas „Verlobung im Traum“, Brittens „Peter Grimes“ und der Uraufführung von Avner Dormans „Wahnfried“.

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Badische Staatskapelle: Konzertsaison 2022/23 mit internationalen Künstlern

(red.) In der kommenden Konzertsaison warten Generalmusikdirektor Georg Fritzsch und die Badische Staatskapelle mit international renommierten Gästen auf – wie etwa Rudolf Buchbinder, Xavier de Maistre, Nils Mönkemeyer, Claire Huangci und oder auch dem jungen Trompeter Simon Höfele, der bei Reinhold Friedrich studiert hat.
Das „Flaggschiff“ des Konzertspielplans, so teilte das Staatstheater mit, ist die Reihe der Sinfoniekonzerte, die unter anderem den kommenden Jubilaren Max Reger und Sergej Rachmaninow gewidmet sind. Beide Komponisten haben im Frühjahr 2023 ihren 150. Geburtstag.
Daneben bieten die Sonderkonzerte einige außergewöhnliche Programme – auch außerhalb des Staatstheaters – wie etwa eine Fortsetzung der „Nachtkonzerte“ in der Christuskirche Karlsruhe. Das Angebot beinhaltet zudem Kammerkonzerte, dazu das traditionelle Weihnachtssingen, ein Neujahrskonzert und die beliebte Händel-Gala. Einen Konzertgenuss unter freiem Himmel bietet schließlich die Gala „Schloss in Flammen“.
Zu den Konstanten im Programm gehören weiterhin die Konzertreihen „JazzNights“ und „NachtKlänge“, und anstelle der Jugendkonzerte gibt es mit dem „Klangöffner“ ein neues, rund einstündiges Format: Dieses soll nicht nur jungen Menschen, sondern allen Interessierten einen leichten Einstieg in die klassische Musik ermöglichen. Außerdem wird ein vielfältiges Konzertprogramm für Kinder und Jugendliche angeboten, unter anderem mit Kinder- und Kleinkinderkonzerten sowie Kammerkonzerten.
Innerhalb des Sinfoniekonzert-Spielplans gibt es einen ganzen Richard-Strauss-Abend unter anderem mit der „Alpensinfonie“. Auch Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 ist zu hören; sie verweist bereits auf die Endzeitstimmung des frühen 20. Jahrhunderts. Modest Mussorgskys populäre „Bilder einer Ausstellung“ stehen auf dem Programm, ebenso Paul Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“, die sich auf Grünewalds Isenheimer Altar bezieht. Ferner gibt es Werke von Ludwig van Beethoven und Robert Schumann, sowie zwei Komponisten unseres Jahrhunderts: Cristobal Halffter und Christian Jost.

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Mainzer Musiksommer startet am 14. Juli

(red.) Wenn in Karlsruhe und Umgebung die Konzertsaison endet, dann haben Klassikliebhaber die Gelegenheit, zum Beispiel Konzerte im benachbarten Rheinland-Pfalz zu erleben: Die Stadt Mainz lädt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk und der Villa Musica in einige der schönsten historischen Bauten der Stadt – und zwar im Rahmen des „Mainzer Musiksommer“ zwischen dem 14. Juli und dem 20. August.
Das Sommerfestival – veranstaltet von Alexandra Hodapp und Michael Heintz, die auch für die Reihe „Karlsruhe Klassik“ im Konzerthaus verantwortlich sind - bietet eine musikalische Bandbreite von Alter Musik bis hin zur Weltmusik.
Das Festival beginnt am Donnerstag, den 14. Juli mit einer „Romantischen Nacht“ vor den berühmten Chagall-Fenstern in der Kirche St. Stephan: Domorganist Daniel Beckmann und die Geigerin Tianwa Yang eröffnen das Festival mit jungen Künstlern der Villa Musica.
Auch im historischen Fürst-von-Bismarck-Saal der ehemaligen Sektkellerei Kupferberg sind Klassikprogramme zu erleben: Joseph Moog (Klavier) musiziert mit dem Ukrainer Dmitri Udovichenko, dem diesjährigen Preisträger „Stern Villa Musica“ (21.7.). Die Pianistin Anna Khomichko spielt Klaviersonaten der Wiener Klassik und Musik von Franz Liszt (22.7.).
In der Kapelle St. Antonius sind am 27.7. der Gambist Jakob David Rattinger und sein Ensemble zu hören; die Musiker von "Constantinople" dagegen verschmelzen in ihrem Programm „Traversées“ die Musik Persiens mit den Klängen Westafrikas (30.7.). Außerdem zu Gast: Die „All-Star-Band“ Klezmerata Hamburg (11.8.).
In „Mozart am Rhein“ (12.8.) öffnet St. Antonius für ein Kindertheater mit dem Schauspieler Boris Weber, der von Mozarts Erlebnissen erzählt. Am 18. 8. begeben sich der Blockflötist Stefan Temmingh und die Sopranistin Dorothee Mields in der Seminarkirche auf eine Reise in das barocke London.
Das vollständige Programm mit entsprechenden Uhrzeiten und Spielorten sowie Ticket-Informationen gibt es unter www.mainz-klassik.de