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Termine in der Region

Am heutigen Montag, den 5. Dezember lädt die Musikhochschule Karlsruhe zum Preisträgerkonzert des Wettbewerbs des Kulturfonds Baden um die beste Interpretation eines Werkes von Wolfgang Rihm. Beginn ist 19.30 Uhr.
Am Freitag, den 9. Dezember stellen sich an der Musikhochschule Karlsruhe die Studierenden, die im Rahmen internationaler Austauschprogramme zu Gast sind, beim ERASMUS-Europakonzert vor. Beginn ist 19.30 Uhr.
Ebenfalls am 9. Dezember lädt die Philharmonie Baden-Baden zum Sinfoniekonzert mit Werken von Wagner, Beethoven und Carl Maria von Weber. Beginn ist 20 Uhr im Kurhaus Baden-Baden.

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Wettbewerb des Kulturfonds Baden: Preisträgerkonzert am heutigen 5. Dezember

(red.) Der Wettbewerb des Kulturfonds Baden, bei dem sich Studierende der Musikhochschule Karlsruhe um den Rainer Koch Gedächtnis-Preis bewarben, ist entschieden. Vorzutragen waren eines oder mehrere Werke von Wolfgang Rihm in einer solistischen oder kammermusikalischen Besetzung.
Unter den zehn Bewerbungen gab es drei Preisträger: Einen zweiten Preis (1000 Euro) erhält das Liedduo mit der Sopranistin Yue Wang und Mariko Sakonju am Flügel, die „Drei Hölderlin-Gedichte für Sopran und Klavier“ interpretierten. Zwei erste Preise in Höhe von jeweils 2000 Euro gehen an die Pianistinnen Daria Vorontsova und Yue Zou, die die Jury mit „Maske“ für zwei Klaviere überzeugten. Auch das Liedduo mit dem Bariton Lorenzo de Cunzo und der Pianistin Yeon Seo Ra erhalten einen ersten Preis für ihre Darbietung der Hölderlin-Fragmente 57 und 92 sowie von Liedern nach Texten von Hermann Lenz.
Der von Wolfgang Rihm geleiteten Jury gehörten Sontraud Speidel, Franziska Lee, Moritz Laßmann und Mathias Tritsch, der Präsident des Kulturfonds Baden, an.
Zum Preisträgerkonzert lädt die Hochschule für Musik am heutigen Montag, 5. Dezember 2022, um 19.30 Uhr in den Velte-Saal. Im Rahmen des Konzertes tritt auch die junge Mezzosopranistin Laura Streckert auf; sie ist noch keine 20 Jahre alt und mit die Abstand jüngste Teilnehmerin des mit überwiegend älteren Duos bestrittenen Wettbewerbs. Zwar hat sie keinen Preis gewonnen, aber sie wirkt dennoch beim Preisträgerkonzert mit. Dieses besondere Engagement möchte der Kulturfonds „zukunftsorientiert“ unterstützen: Laura Streckert und Julius von Forstner (Klavier) werden aus zusätzlichen Mitteln einen Förderpreis von 500 Euro erhalten.

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Giga-Hertz-Preis wird am 26. November im ZKM verliehen/ Neue Katetorie "PopExperimental"

(red.) Seit 2007 vergibt das ZKM Karlsruhe gemeinsam mit dem SWR Experimentalstudio jährlich den Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik und Klangkunst. Ausgezeichnet wurden bisher unter anderem Pierre Boulez, Brian Eno, Laurie Anderson und Christina Kubisch. In diesem Jahr geht der mit 10 000 Euro dotierte Hauptpreis an den argentinischen Komponisten Daniel Teruggi, teilte das ZKM heute in einer Pressemeldung mit.
In seinen Werken verwende Teruggi entweder elektroakustische Geräte oder Live-Instrumente, heißt es in der Mitteilung weiter; von 2001 bis 2016 war er zudem technischer Leiter der Forschungs- und Experimentalabteilung des INA (Institut national de l'audiovisuel) in Paris. In der Forschung habe er an der Erhaltung audiovisueller Sammlungen und insbesondere im Bereich der elektroakustischen Musik gearbeitet; er sei zudem Autor zahlreicher Forschungsartikel über Klang, Wahrnehmung und Analyse von Musik.
Die Produktionspreise, dotiert mit 5000 Euro, gehen an den Klang- und Multimediakünstler Yu-Jung Chen aus Taiwan sowie an Peter Gahn, Professor für Komposition/Neue Medien/Sound Studies an der Hochschule für Musik in Nürnberg.
Neu eingerichtet wurde zudem die Kategorie des Förderpreises PopExperimental in Höhe von 5000 Euro (gestiftet von der Fördergesellschaft ZKM / HfG e.V.), den das ugandische Kollektiv Nyege Nyege erhält: Die Gruppe fördert elektronische Underground-Musik afrikanischer Künstlerinnen und Künstler.
Diese neue Kategorie berücksichtigt die Tatsache, dass die elektronische Musik vor allem in der Pop-Musik weit verbreitet ist und von dort aus viele Impulse kommen; Gruppen wie etwa die deutsche Band „Kraftwerk“ haben seit den 70er Jahren etliche Stilrichtungen beeinflusst.
Der Jury in der Kategorie PopExpermental gehören an: Udo Dahmen (künstlerischer Direktor und Geschäftsführer Popakademie Baden-Württemberg und Vizepräsident des Deutschen Musikrats), Zuri Maria Daiß (Musikkuratorin) Stefanie Schäfer (SWR3 Musikredaktion) und Nahuel Stoppa (Popkulturredakteur Arte TRACKS Berlin).
Die Preise werden am Samstag, den 26. November 2022 ab 19 Uhr im ZKM Karlsruhe verliehen – erstmals seit 2019 wieder vor Publikum und begleitet von einem umfassenden Konzertprogramm bis 27.November (weitere Informationen unter www.zkm.de). Der Eintritt ist frei.

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Händel-Festspiele 2023 beleuchten den Komponisten im Kontext seiner Zeit

Das hatte man vermisst in den vergangenen Jahren: Ein Festival, das über die reinen Händel-Aufführungen im gewohnten Format hinausgeht.
Vielen Besuchern der Karlsruher Händel-Festspiele ist höchstwahrscheinlich noch die aufwändige Produktion „Radamisto“ in historischen Kostümen und barocker Gestik am Staatstheater Karlsruhe in Erinnerung; sie sorgte im Jahr 2009 für überregionales Aufsehen. Das letzte Festival vor dem Corona-Lockdown griff im Symposium der Händel-Akademie dann den Tolomeo-Stoff auf und betrachtete ihn in seinem geschichtlichen Kontext - dabei das Opernschaffen von Domenico Scarlatti in betrachtend, der sich diesem Thema ebenfalls zuwandte.
Nun, da sich Staatstheater-Intendant Ulrich Peters erstmals gemeinsam mit Operndirektorin Nicole Braunger verantwortlich für die Händel-Festspiele zeichnet, steht tatsächlich Besonderes auf dem Programm beim kommenden Festival vom 17. Februar bis 3. März 2023. Dass dem Intendanten Händel wirklich „ein Anliegen ist“ (schon zwischen 1997 und 1999 leitete er die Karlsruher Festspiele), war auf der gestrigen Pressekonferenz deutlich zu spüren: Denn nicht nur Händel, sondern auch seine Zeitgenossen werden in den Blick genommen. Erleichternd kommt hinzu, dass im Kulturleben nach all den Unwägbarkeiten der vergangenen Jahre nun fast wieder Normalbetrieb herrscht.
Die markgräfliche Krone, welche den Programmflyer ziert, verweist bereits auf Opulenz und höfische Pracht – und so steht diesmal als Hauptproduktion die Händel-Oper „Ottone, Re di Germania“ auf dem Spielplan (Premiere: 17. Februar 2023). Die Inszenierung dieses Dramas rund um Liebeswirren und Intrigen übernimmt Carlos Wagner; die Titelpartie singt Max Emanuel Cencic.
Eher sparsam hat Händel hier zwar die Instrumentierung gehalten, doch umso mehr, so verspricht Nicole Braunger, „bleibt Raum für Seelenschilderungen“. Wieder aufgenommen wird zudem die Oper „Hercules“, nun jedoch mit Kristina Hammerström als eifersüchtige Gattin Dejanira, und das Symposium der Händel-Akademie (künstlerische Leitung: Thomas Seedorf) betrachtet am 18. Februar unter dem Motto „Händels barockes Mittelalter“ das Interesse des Komponisten und seiner italienischen Kollegen an antiken Stoffen.
Das Gala-Konzert „Metastasio vincit omnia“ (ebenfalls am 18. Februar) gilt dem berühmtesen Textdichter seiner Zeit, Pietro Metastasio, genauer: dem Opernstoff „Siroe, re di Persia“. Dieser Stoff wurde nicht nur von Händel, sondern auch von Johann Adolph Hasse und Nicolo Antonio Porpora nach Metastasios Libretto vertont. Die Leitung hat Attilio Cremonesi; er wird ebenso beim Oratorium „La Resurrezione“ (26. Februar) am Pult stehen. Ihm zur Seite musiziert das Händelfestspielorchester Halle.
Diese Kooperation ist der Karlsruher Händel-Gesellschaft zu verdanken, die ansonsten erneut den Jugendwettbewerb veranstaltet (Preisträgerkonzert am 19. Februar). Auch ein Ökumenischer Festgottesdienst, bei dem Händels Musik liturgisch eingebunden wird, steht am 26. Februar in der Evangelischen Stadtkirche auf dem Programm. Dieser Gottesdienst, ebenfalls eine Initiative der Händel-Gesellschaft, ist auch im Live-Stream zu verfolgen.
Das Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten (20. Februar) widmet sich dem Thema „Händel und Rom“; das Konzert „Aliens in London“ (22. Februar, Christuskirche) mit dem Ensemble „Les Abbagliati“ beleuchtet die Musikstadt London und ihre Künstler verschiedenster Herkunft.
Unter der Leitung von Christian-Markus Raiser stellen das Karlsruher Barockorchester und der CoroPiccolo Händels „Dettinger Te Deum“ dem Werk von Jan Dismas Zelenka gegenüber (28. Februar), und ein besonderes „Schmankerl“ verspricht Ulrich Peters mit dem Abend „Barock meets Jazz“ (25. Februar): Hier sollen barocke Themen unter anderem durch Jazz-Improvisationen neu beleuchtet werden.
(Weitere Informationen unter www.staatstheater.karlsruhe.de)

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Herbstfestspiele Baden-Baden: "Cavalleria rusticana", wie man sie noch nie gehört hat

Wenn am kommenden Freitag in Baden-Baden ab 20 Uhr die Herbstfestspiele „La Grande Gare“ beginnen, dann erklingt ein Opern-Einakter in einer Art und Weise, wie man ihn noch nie gehört hat: Pietro Mascagnis „Cavelleria rusticana“ enthält in der Urfassung zusätzliche Szenen, die jedoch gestrichen wurden – und zwar schon zur Uraufführung. Traditionell wird das sizilianische Drama (nach einer Novelle von Giovannni Verga) im Verbund mit Leoncavallos „Bajazzo“ auf die Bühne gebracht, dies allerdings sehr selten an hiesigen Opernhäusern.
Thomas Hengelbrock, Experte für historische Aufführungspraxis, musiziert mit seinen Balthasar-Neumann-Ensembles die Oper zwar „nur“ konzertant – doch möglicherweise sind große Bilder auch gar nicht nötig, denn der Erkenntnisgewinn und die ungewohnten Klangfarben dürften nachdrücklich genug sein. Während der gestrigen Video-Presskonferenz versprach Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa gar eine „groß dimensionierte“ Aufführung, eine „ikonische Interpretation“.
Schon während seiner Tätigkeit an der Wiener Volksoper vor zwanzig Jahren hat Thomas Hengelbrock seine Liebe zu dieser Oper entdeckt: Pietro Mascagni habe ein ein „unglaubliches Gespür“, eine „unverstellte, natürliche“ Art zu komponieren“ - so, wie es der ungeschönten Lebenswirklichkeit entsprach, die sich in der Kunst und in der Literatur gegen Ende des 19. Jahrhunderts im „Naturalismus“, daneben in der italienischen Oper im so genannten „Verismo“ niederschlug.
Ein sorgfältiges Quellenstudium brachte neue Erkenntnisse; dazu trug vor allem auch ein handschriftlicher Klavierauszug des Uraufführungsdirigenten bei. Vor der Uraufführung und auch danach sei, so Hengelbrock, „einfach gestrichen“ worden – zum einen, weil die Oper für einen Wettbewerb (des Musikverlags Sonzogno) komponiert wurde und man Pietro Mascagni um Kürzung gebeten hatte. Zum anderen aber auch, weil seinerzeit der Chor zu schlecht war für die anspruchsvolle Partie – was den Komponisten bei der Uraufführung zur Verzweiflung brachte.
So verwundert es nicht, dass Thomas Hengelbrock, dessen Balthasar-Neumann-Chor international zu den führenden Vokalensembles zählt, den Wunsch hegte, das Werk „mit all den herrlichen Chören“ einmal so aufzuführen wie vom Komponisten beabsichtigt – zumal dies, so Hengelbrock, ebenso Einfluss habe auf die „Statik des Stückes“.
Doch auch sonst gibt es Änderungen: Die Partie der Santuzza, Protagonistin und tragische Frauenfigur des Dramas, wird hier mit einem eher leichten, lyrischen Sopran (Carolina López Moreno) besetzt – auch dies entspricht der Uraufführung. Denn die Partie lag ursprünglich höher, als dies heutige Produktionen (oft hört man hier einen Mezzosopran) vermuten lassen.
Die Figuren der Oper seien jedoch junge Menschen, so Hengelbrock, und deshalb sei es „schön, wenn dies ein hoher Sopran singen kann“ - passagenweise auch ohne Vibrato.
Damit solche Feinheiten möglich sind, bedarf es jedoch einer entsprechenden Orchester-Besetzung und einer Klangbalance, welche die Sänger nicht an ihre Grenzen zwingt. Dafür sorgen die Blechbläser; italienische Hörner, die „passgenau“ ausgesucht wurden – so, wie es der damaligen Aufführungspraxis entspricht.
Solche exklusiven Projekte sind jedoch nur mit entsprechender Förderung möglich; vor kurzem wurde beispielsweise bekannt, dass die Stiftung Baden-Württemberg die Herbstfestspiele in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 2,5 Millionen Euro unterstützt. „Wir sind freie Ensembles, wir brauchen das Geld wirklich“, sagt Hengelbrock mit Nachdruck. Auch während der Pandemie hatten Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble durchgehend gearbeitet – mit einem aufwändigen Corona-Testverfahren.
Die weiteren Aufführungen des ersten Festival-Wochenendes lenken den Blick dann nach Frankreich (wo Thomas Hengelbrock mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt hat); auch der Titel der Festspiele, „La Grande Gare“ - in Anlehnung an den Alten Bahnhof Baden-Baden als eine Art Drehkreuz im Europa des 19. Jahrhunderts - deutet dies an: Am Samstag, den 12. November steht ab 18 Uhr der große französische Komponist Hector Berlioz (Dirigent: Antonello Manacorda) auf dem Programm. Berlioz dirigierte während des Sommers einst auch in Baden-Baden. Davor, um 14 Uhr, kann man bei freiem Eintritt das Abschlusskonzert des deutsch-französischen Singfestes „Vive le Gesang“ erleben.

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Badische Staatskapelle erhält Zertifikat "Gesundes Orchester"

(red.) Im Rahmen der internen Tagung „Gesund und fit im Orchester“ zur Musikergesundheit wurde der Badischen Staatskapelle laut Mitteilung des Staatstheaters die Zertifizierung „Gesundes Orchester“ durch die Stiftung Schloss Kapfenburg verliehen.
Orchester, die mit dem Zertifikat „Gesundes Orchester“ ausgezeichnet sind, würden sich deutlich von anderen Orchestern unterscheiden – hier werde aktiv jenen Faktoren entgegengewirkt, die sich negativ auf die Probenarbeit und den Orchesteralltag auswirken, heißt es in der Mitteilung weiter. Dadurch könne man jenen Erkrankungen vorbeugen, von denen insbesondere Musiker betroffen sind. Als einem der traditionsreichsten Orchester Deutschlands sei es der Badischen Staatskapelle ein Anliegen, das Potential seiner Musikerinnen und Musiker voll auszuschöpfen und deren Gesundheit langfristig aktiv zu fördern und zu erhalten.
Beim Erlernen und Spielen eines Instruments werden Körper und Geist in hohem Maß beansprucht; die zunehmende Professionalisierung im musikalischen Bereich lässt zudem die körperlichen und mentalen Anforderungen weiter steigen – etwa durch einseitige Belastung, kognitive Höchstleistungen oder konstante Bühnenpräsenz. Um für diese Anforderungen gewappnet zu sein, benötigen Orchestermusiker die richtigen Werkzeuge – körperlich wie psychologisch.
Innerhalb des Projekts „Gesundes Orchester“ wird deshalb ein Mentor oder eine Mentorin ausgebildet; diese Mentoren agieren nach einer Weiterbildung im eigenen Orchester als Ansprechpartner für Gesundheitsfragen. Die Aufgabe besteht darin, das Orchester für die Musikergesundheit zu sensibilisieren, Kollegen zu beraten oder sachkundig weiterzuvermitteln und bewährte präventive Elemente in den Probenalltag einzubauen. Dadurch soll Erkrankungen vorgebeugt und die musikalische Qualität positiv beeinflusst werden.
Das Projekt richtet sich insgesamt an Musiker, Dirigenten, Manager und Leiter von Laien-, Freizeit-, Leistungs- und Berufsorchestern und wird gefördert von der Krankenkasse „Die Techniker“ (TK). Seit 2003 setzt sich die Stiftung Schloss Kapfenburg deutschlandlandweit dafür ein, Musikerinnen und Musiker schon vom Kindesalter an dabei zu unterstützen, sich für und durch das Musizieren fit zu halten. Diese Bildungsarbeit ist ein Grundpfeiler der Stiftung.

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Mit "Mut und Elan" in Krisenzeiten: Festspielhaus Baden-Baden stellt Jubiläumsprogramm für 2023 vor

Das Festspielhaus Baden-Baden soll auch in Krisenzeiten weiterhin zum „Haus der Festspiele“ ausgebaut werden – erst recht im kommenden Jahr, das ganz im Zeichen des 25jährigen Jubiläums steht und mit sieben Festivals und großen Sinfoniekonzerten aufwartet.
Mit der Eröffnung des Hauses im April 1998 hätten die „Gründungsväter und mütter „Visionäres geleistert“, so Intendant Benedikt Stampa auf der heutigen Pressekonferenz, „auch, was die Entwicklungsmöglichkeiten angeht.“ Ausdrücklich erwähnte er auch den ehemaligen Intendanten Andreas Mölich-Zebhauser, der das Haus nach anfänglichen Schwierigkeiten schließlich in die Erfolgsspur gebracht hatte.
Gerade in Zeiten, in denen die Planungen aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation unter erschwerten Bedingungen verlaufen, wolle man den Weg „mutig und mit Elan“ bestreiten. Man könne sich dabei auf ein stabiles Fördersystem verlassen; es eine „Bürgerbewegung“, die das Haus trage, so Stampa.
Baden-Baden sei traditionell eine „Künstlerstadt“, deshalb soll beispielsweise der Austausch unter den Künstlern (und mit dem Publikum) gestärkt werden. Wünschenswert sei, „dass das die einzelnen Festivals untereinander korrespondieren“. Auch an einem „Festival der Zukunft“ soll geforscht werden, dabei will man gerade auch auf Tuchfühlung mit jungen Menschen gehen – wie beim neuen Format „Takeover“, das auch im kommenden Jahr den Festspielreigen eröffnet.
Ebenso sind Gesprächsformate vorgesehen, zum Beispiel mit der Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller bei den Osterfestspielen oder mit Orlando Figes, der in seinem Buch „Die Europäer“ das kulturelle Leben im 19. Jahrhundert beschreibt. Die Fäden laufen hierbei in Baden-Baden zusammen - für Benedikt Stampa ohnehin eine Art Leitmotiv in der Programmgestaltung, was sich unter anderem in Festival-Bezeichnungen wie „La Grande Gare“ (in Anspielung auf den historischen Alten Bahnhof) niederschlägt. Dabei sollen auch die kulturellen Beziehungen zu Frankreich ausgebaut werden.
Zwei szenische Opern gehören zu den Höhepunkten im Jubiläumsjahr; „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss zu Ostern – hier kündigt Stampa eine „groß dimensionierte, szenisch aufwändige Produktion“ an - und „Werther“ von Jules Massenet im Rahmen der Herbstfestspiele. Zu den besonders innovativen Projekten gehört ein „Hologramm“- Ballett, das mittels 3D-Projektion und modernster Hologrammtechnik gleichzeitig in der Nationaloper Prag und im Festspielhaus Baden-Baden zu sehen sein wird.
Zudem werden Stars wie Joyce DiDonato oder Jonas Kaufmann erwartet; Anne-Sophie Mutter, von Beginn an dem Haus verbunden, feiert in Baden-Baden ihren 60. Geburtstag. Auch Star-Sopranistin Anna Netrebko ist kommt an die Oos, ebenso Teodor Currenztis - für Valery Gergiev hingegen bleibt die Türe nach wie vor verschlossen.
Ausgebaut wird auch das „Partizipationsprogramm“, das für einen verstärkten Austausch der Festspielhaus-Gäste untereinander sorgen soll. So kann man beispielsweise in der Reihe „Dinner surprise“ einen Platz bei einem Abendessen buchen, bei dem das Festspielhaus für vorher unbekannte Tischnachbarn sorgt.
Außerdem bietet das Haus im Jubiläumsjahr besondere Programm- und Festivalpakete an, mit denen die Musikfreunde gelockt werden – zum Beispiel mit Ticketpreisen ab 20 Euro, „damit die Festspielhaus-Familie zum Geburtstag wächst und unabhängig vom eigenen Einkommen miteinander feiern kann“, kündigt Benedikt Stampa an.
Für die Zukunft des Hauses setzt der Intendant vor allem auf das „Vertrauen“ der Menschen und deren Begeisterungsfähigkeit, sowie auf das Zusammenwirken zwischen Tradition und Moderne, das Baden-Baden seit jeher ausmacht.
(Der Vorverkauf beginnt am 24. Oktober; das Programm ist bereits online auf der Website des Hauses abrufbar.)

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Schwarzwald Musikfestival vergibt Sonderpreis beim ARD-Wettbewerb

(red.) Das Schwarzwald Musikfestival vergibt seit 2008 jährlich einen Sonderpreis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb. In diesem Jahr erhält der Gewinner des ersten Preises im Fach Klavier des 71. ARD-Wettbewerbs, der Österreicher Lukas Sternath, den „Sonderpreis des Schwarzwald Musikfestivals 2022“. Dieser Sonderpreis wurde am 16. September 2022 im Herkulessaal in der Residenz München vom Intendanten des Schwarzwald Musikfestivals - Mark Mast - überreicht.
Das Preisträgerkonzert ist für Pfingstmontag, den 20. Mai 2024 im Rahmen des Schwarzwald Musikfestivals 2024 vorgesehen.
Einen Mitschnitt des ARD-Preisträgerkonzerts der Festival-Saison 2022 mit Haruma Sato (Violoncello) und Naoko Sonoda (Klavier) wird am Dienstag, den 4. Oktober 2022 beim SWR2 Mittagskonzert gesendet. Zu hören sind Werke von Bach, Smolka, Schubert, Schumann und Brahms.

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Bruchsaler Schlosskonzerte starten am 7. Oktober in die neue Saison

(red.) Die kommende Saison der Bruchsaler Schlosskonzerte wird am 7. Oktober (20 Uhr) mit einer Premiere eröffnet – nämlich mit einem Abend, an dem sowohl die Musik als auch Rezitationen eine Rolle spielen. Zum 100. Todestag des Schriftstellers Marcel Proust (1871-1922) haben der Schauspieler Heikko Deutschmann (Rezitation), dazu Ulf Schneider (Violine) und Jan Philip Schulze (Klavier) ein Programm zusammengestellt, das Texte von Marcel Proust mit Musik von Reynaldo Hahn, Lili Boulanger, Olivier Messiaen, Erik Satie, Claude Debussy und Camille Saint-Saëns verbindet.
In Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“ kommt der Musik in den unterschiedlichsten Facetten eine zentrale Bedeutung zu, von den Kompositionen Wagners und Beethovens bis hin zu den Werken des imaginären Komponisten Vinteuil; von der literarischen Anverwandlung der Leitmotivtechnik bis zum Nachdenken über musikalischen Kitsch. Auf der anderen Seite hat Proust immer wieder Komponisten zur Auseinandersetzung mit seinem Werk angeregt.
In der Saison 2022/23 werden auch wieder Abonnements für die Bruchsaler Schlosskonzerte angeboten, zudem gibt es eine Neuerung: Nicht nur Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende können Tickets und Abonnements zu ermäßigten Preisen erwerben, sondern generell alle jungen Menschen bis einschließlich 25 Jahren. Zusätzlich werden jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn U25-Karten zu 10 EUR auf allen verfügbaren Plätzen angeboten.
Das vollständige Programm der Bruchsaler Schlosskonzerte und weitere Informationen gibt es unter www.bruchsaler-schlosskonzerte.de

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Ettlinger Schlosskonzerte beginnen am 11. September

(red.) Zum ersten Konzert der Ettlinger Schlosskonzerte des SWR am Sonntag, 11. September (18 Uhr) im Asamsaal wird das Armida Quartett (Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2012) erwartet, dazu der junge Cellist Lionel Martin, der durch das Programm „SWR New Talent“ gefördert wird. Zu hören ist Mozarts Streichquartett D-Dur KV 575, dazu das Streichquartett Nr. 2 des serbischen Komponisten Marko Nikodijevic und Franz Schuberts Streichquintett C-Dur D 956.
Eine Konzerteinführung gibt es um 17.30 Uhr; Karten sind erhältlich über die Stadtinformation Ettlingen oder das Portal reservix; weitere Informationen zur gesamten Saison findet man auf der SWR-Website unter www.swr.de/swr2/veranstaltungen.