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Stadt Baden-Baden ist seit heute Besitzerin der Immobilie Festspielhaus

(red.) Mit dem heutigen 1. Juli ist die Stadt Baden-Baden Besitzerin der Immobilie Festspielhaus Baden-Baden: Durch eine Tochtergesellschaft, die vor zehn Jahren eigens für den Kauf gegründet worden war, erwarb die Stadt das Gebäude nun für 18,4 Millionen Euro. Der Bau des Festspielhauses in den Neunziger Jahren hatte rund 60 Millionen Euro gekostet.
Bereits am Montag unterzeichneten Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa im Rahmen eines Medientermins den neuen „Mietvertrag mit Zweckbindungsvereinbarung“. Hierin ist unter anderem geregelt, dass sich die Stadt auch in Zukunft weiterhin maßgeblich für das Opern- und Konzerthaus engagiert und damit die Kultur in der Stadt fördert. „Das Festspielhaus ist der kulturelle Leuchtturm für Stadt und Region“, so Margret Mergen. „Der Verantwortung, die nun vor uns liegt, stellen wir uns deshalb ohne Wenn und Aber.“
Bereits 1996 war vertraglich festgelegt worden, dass die bisherige Eigentümerin der Festspielhaus-Immobilie, die TANJA Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. Objekt Festspielhaus-KG, die Stadt über ein sogenanntes Andienungsrecht zum Kauf der Immobilie verpflichten kann. Von diesem Recht machte die TANJA im Jahr 2017 Gebrauch. Hierfür stellte die Stadt in ihrer Tochtergesellschaft in den letzten Jahren finanzielle Mittel von bislang 7,1 Millionen Euro zurück. Die restlichen Mittel in Höhe von 11,3 Millionen Euro werden über ein Darlehen bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau gesichert.
Die Stadt Baden-Baden stellt auch weiterhin die spielfertige Bühne zur Verfügung und sorgt für den Unterhalt des Gebäudes. Der finanzielle Aufwand hierfür beträgt rund 3,6 Millionen Euro pro Jahr. Die „Festspielhaus und Festspiele gGmbH“, die das Haus und die Festspiele betreibt, finanziert unter dem Dach der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden den laufenden Betrieb inklusive des Programms. Sie behält auch die Programmhoheit. Intendant Benedikt Stampa: „Aktuell steuern wir das Unternehmen durch unruhige Corona-Zeiten, doch bislang hat sich die Partnerschaft zwischen privaten Stiftern, Förderern und Sponsoren und der Öffentlichkeit in Gestalt von Stadt und Land als Fels in der Brandung erwiesen“.
Zudem hatte eine Studie der Universität St. Gallen aus den Jahren 2008 und 2011 ergeben, dass das Festspielhaus wiederum für einen Kaufkraftzufluss von rund 50 bis 60 Millionen Euro sorge.
„Wir arbeiten im Moment daran, einen neuen Spielplan für den Herbst zu entwickeln“, machte Intendant Benedikt Stampa im Rahmen der Vertragsunterzeichnung Hoffnung, dass es auf der Bühne bald auch künstlerisch weitergeht.