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Siemens Musikpreis für Rebecca Saunders

(red.) Der diesjährige Ernst von Siemens Musikpreis - er gilt auch als "Nobelpreis der Musik" - geht an die britische Komponistin Rebecca Saunders. Die 51jährige habe beispiellos ihre eigene Klangsprache weiter entwickelt; ihr Werk hinterlasse sichtbare und bedeutende Spuren in der Musikgeschichte der Gegenwart, so die Begründung der Jury.
Rebecca Saunders stammt aus London und war von 1992 bis 1994 Studentin bei Wolfgang Rihm an der Musikhochschule in Karlsruhe. Dazu äußerte sich Rektor Hartmut Höll: "Die Auszeichnung gilt weltweit als die wichtigste im Bereich der klassischen Musik. Dass eine Künstlerin, die an unserer Hochschule studiert hat, diesen Preis erhält, zeigt einmal mehr, auf welch exzellentem Niveau sich die Qualität unserer Ausbildung befindet."
Rebecca Saunders hat mehr als 60 Werke komponiert, darunter "chroma I-XX", "Void" und "Still". Saunders ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden sowie Professorin für Komposition in Hannover. Die Auszeichnung ist mit 250 000 Euro Preisgeld verbunden und soll am 7. Juni im Prinzregententheater in München verliehen werden.

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Toccarion Baden-Baden lädt zum Workshop

(red.) Zu einem Improvisations-Workshop für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren lädt das Toccarion Baden-Baden am Samstag, den 19.01. ab 10.30 Uhr. Die Kinder entdecken hier, wie Gefühle klingen und Emotionen in Musik übertragen werden. Anschließend können die Kinder selbst Empfindungen in Rhythmus und Ton übersetzen: So entstehen am Ende kleine Kompositionen auf den Instrumenten des Toccarion, die die Kinder ausgiebig kennen lernen dürfen. Kenntnisse nicht erforderlich.
Die Karten kosten 10 Euro; Information und Anmeldung unter 07221/ 3013101 oder toccarion.de.

 

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Bedeutende Auszeichnung für Mitsuko Shirai

(red.) Mitsuko Shirai, Professorin für Liedgestaltung an der Musikhochschule Karlsruhe, erhielt vom japanischen Kaiser den wichtigsten Orden des Landes - "The Order of the Rising Sun, Gold Rays with Rosette" - für ihr Lebenswerk und ihre überragenden Verdienste um die Liedkunst, insbesondere das deutsche Lied. Nach der Verleihung der Ehrendoktorwürde der University of Victoria, Kanada, ist dies die zweite international bedeutende Auszeichnung für die japanische Sängerin.
Vor rund 40 Jahren verließ Mitsuko Shirai ihre Heimat, um als Liedsängerin im Duo mit Hartmut Höll Maßstäbe zu setzen. "The Order of the Rising Sun, Gold Rays with Rosette" ist der älteste Orden Japans und darf nur in Anwesenheit des Kaisers verliehen werden. Mitsuko Shirai ist ebenso Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

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Händel-Akademie kann ihre Arbeit fortsetzen

(red.) In diesem Jahr musste die Internationale Händel-Akademie aus finanziellen Gründen pausieren, doch 2019 - vom 24. Februar bis zum 3. März - kann die Arbeit der vergangenen Jahre wieder aufgenommen werden. Dies teilte die Akademie heute in einer Pressemeldung mit.
Im Mittelpunkt der 33. Händel-Akademie stehen neben Georg Friedrich Händel auch Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti. Die Dozenten der vergangenen Akademie im Jahr 2017 konnten erneut gewonnen werden: Anna Bonitatibus und Deborah York (Gesang), Anna Katharina Schreiber (Barockvioline), Guido Larisch (Barockcello) und Kristian Nyquist (Cembalo).
Zwei Abschlusskonzerte mit den Kursteilnehmern sind geplant (am 2. und 3. März); an die Stelle eines Symposiums treten im kommenden Jahr erstmals "Musikalische Mittagsgespräche": Hierbei sprechen Künstler und Wissenschaftler im Zeitraum vom 28. Februar bis 1. März jeweils eine Stunde lang (14 Uhr bis 15 Uhr) an der Karlsruher Musikhochschule über Komponisten und Werke aus dem Kursprogramm. Weitere Informationen unter haendel-akademie.de.

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Karlsruher Rathaus-Konzerte starten am Montag

(red.) Lieder, Balladen und Evergreens im Echo der Zeit eröffnen die spätherbstliche Reihe "Musik im Rathaus": Am Montag, den 5. November sind die beiden Blockflötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki - vor allem bekannt als Musiker der klassischen Band "Spark" - im Rathaus Karlsruhe zu Gast. Sie musizieren gemeinsam mit der Jazzsängerin Sandie Wollasch; "Echoing Voices" heißt das Programm, bei dem Streifzüge durch Barock, Romantik, Avantgarde, Chanson und Pop zu erwarten sind.
Kostenlose Einlasskarten werden bereits am morgigen Freitag, den 2. November (ab 09.00 Uhr) sowie am 5. November ab 08.00 Uhr im Foyer des Rathauses ausgegeben.
"Marimba & Marsanne" heißt es dann am 14. November, und um "Bilder einer Ausstellung" - mit dem Akkordeonduo "Ad libitum" aus Krasnodar - geht es im Konzert am 28. November. Dem Begriff der Heimat widmet sich am 5. Dezember die kolumbianische Sopranistin Johanna Vargas; das Bläserquintett des Badischen Konservatoriums spielt am 12. Dezember Tänze unter dem Motto "El Porsche negro". Zum Abschluss am 19. Dezember ist die Jugendkantorei Durlach mit traditionellen und modernen Weihnachtsliedern zu Gast.

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Schwedin gewinnt Richard-Wagner-Gesangswettbewerb

Gestern abend wurden am Staatstheater Karlsruhe die Preise des Internationalen Gesangswettbewerbs für Wagnerstimmen vergeben. Gewinnerin des Hauptpreises - des mit 5000 Euro dotierten Preises der Oscar und Vera Ritter-Stiftung - ist die 28jährige Sopranistin Jessica Elevant aus Schweden. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Künstlerin erst seit kurzem am University College of Opera in Stockholm studiert und zuvor ihre Stimme privat ausbilden ließ. Hauptberuflich arbeitete Jessica Elevant zuvor an einer Promotion im Fach "Teilchenphysik".
Jessica Elevant überzeugte unter anderem mit der Arie "Dich, teure Halle" (aus der Oper "Tannhäuser") auch die zahlreichen Besucher des Finalkonzerts mit ihrer bemerkenswert obertonreichen Stimme. Sie gewann deshalb zusätzlich den Publikumspreis über 1000 Euro. Die weiteren Preisträger sind die Altistin Adriana Lucas, die seit kurzem zum Ensemble des Staatstheaters gehört. Sie erhielt den Peter-Selbach-Förderpreis über 2500 Euro. Der mit 3000 Euro dotierte Wolgang-Wagner-Preis geht an Christoph Seidl (Bass/ Österreich) und Insu Hwang (Bass-Bariton/ Korea). Die weiteren Finalisten waren Anna Buslidze (Russland) und Arminia Friebe (Deutschland). Jeder der sechs Finalteilnehmer, die sich aus ursprünglich 86 Bewerbungen durchgesetzt hatten, erhält zudem ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro.
Die Staatskapelle unter Johannes Willig begleitete die jungen Sängerinnen und Sänger durch den Abend; Vorsitzende der Finaljury (der auch die Karlsruher Operndirektorin Nicole Braunger angehörte) war die Präsidentin des Richard-Wagner-Verbandes Venedig, Alessandra Althoff-Pugliese (für die erkrankte Eva Wagner-Pasquier).
Bereits zu vierten Mal in Folge trug der Richard-Wagner-Verband International den Gesangswettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Richard-Wagner-Verband Karlsruhe und dem Badischen Staatstheater aus.   

     

 

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Öffentlicher Bücherschrank für Schloss Gottesaue/ CampusOne

Eine Musikhochschule ist bekanntlich nicht nur eine Ausbildungsstätte, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs - was also liegt da näher, als sich zusätzlich in Form von Büchern auszutauschen. Seit heute steht auf dem Hochschulgelände "CampusOne" ein öffentlicher Bücherschrank; wer also aus seiner Privatbibliothek einiges entbehren kann oder im Gegenzug gerne stöbert, der ist hierzu künftig eingeladen. Ermöglicht hat dies die Bürgerstiftung Karlsruhe.
Gut bestückt ist der Schrank bereits - mit CDs und Literatur zu sämtlichen Themen aus Kultur, Bildung und Unterhaltung, sogar ein Fachbuch über Schildkröten findet sich darunter. 
Auf die Veranstaltungen der Musikhochschule weist außerdem seit neuestem eine sehenswerte Litfaßsäule vor dem Gelände hin: Diese ist geschmückt mit einer Jugendstilhaube aus dem Jahr 1905; sie stammt aus dem Gebäude des SWR in Karlsruhe. Die Anregung hierzu geht auf die SWR2-Redakteurin Kerstin Unseld zurück; der Sockel der Litaßsäule wurde von Vermögen und Bau Baden-Württemberg aufgestellt und stilistisch passend präpariert. 

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Internationaler Wettbewerb für Wagnerstimmen startet heute

Ein Tipp für Kurzentschlossene: Heute, um 17 Uhr, startet am Staatstheater Karlsruhe der Internationale Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen mit dem Semifinale. Junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt präsentieren sich hier; es sind Künstler, die erwarten lassen, dass sie künftig in das Wagner-Fach hineinwachsen. Preisträger vergangener Wettbewerbe waren beispielsweise Künstler wie Violeta Urmana, Detlef Roth oder Michaela Kaune. Der Wettbewerb wird seit 1994 alle drei Jahre vom Richard-Wagner-Verband International ausgetragen - in Verbindung mit dem jeweils ortsansässigen Verband.
Der Karlsruher Richard-Wagner-Verband richtet den Wettbewerb seit 2009 bereits zum vierten Mal in Folge aus. Beim Finalkonzert am Sonntag, den 29. September musizieren sechs Finalistinnen und Finalisten gemeinsam mit der Badischen Staatskapelle unter GMD Justin Brown; auch ein Publikumspreis wird dabei vergeben. Für die Fachjury votieren unter anderem Intendanten und künstlerische Leiter internationaler Opernhäuser, den Jury-Vorsitz hat die langjährige Leiterin der Bayruether Festspiele, Eva Wagner-Pasquier. Beginn des Finalkonzerts ist 18 Uhr.
  

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Opus Klassik an Studierende der Karlsruher Musikhochschule

(red.) Mit dem neu gegründeten "Opus Klassik", dem Nachfolgepreis des ehemaligen ECHO, sind drei Pianisten der Klavierklasse von Sontraud Speidel an der Musikhochschule Karlsruhe ausgezeichnet worden: Frank Dupree, Uram Kim und Adrian Brendel erhielten den Preis für ihre CD mit Werken von George Antheil (Klavierkonzert Nr. 1 und "A Jazz-Symphony", aufgenommen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz) in der Kategorie "Konzerteinspielung des Jahres, 20./21. Jahrhundert". Die Preisverleihung findet am 14. Oktober im Konzerthaus Berlin statt.

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Festspielhaus Baden-Baden zieht positive Bilanz

(red.) Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, zog nach der letzten Vorstellung eine positive Saisonbilanz. Insgesamt kamen 198 000 Besucher zu den Veranstaltungen des Hauses. Davon sahen und hörten 191 000 Menschen die 128 Veranstaltungen im Festspielhaus selbst und 7000 Besucher waren bei den 38 Veranstaltungen außer Haus (Kinder- und Kammeroper, Meisterkonzerte, kleine Kinder- und Jugendformate) zu Gast. Die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern waren dabei der Publikumsmagnet Nummer eins. „Wir sind aber auch sehr zufrieden, dass die Residenzen des Hamburg Ballett John Neumeier sowie des Mariinsky Balletts einen ungebrochenen Zustrom erleben“, so Andreas Mölich-Zebhauser. Erfolgreiche Gastspiele erlebte das Festspielhaus Baden-Baden nach eigenen Angaben auch im Entertainment-Bereich, wo Bob Dylan für eine besonders große Aufmerksamkeit sorgte. Mölich-Zebhauser geht im September 2018 in seine letzte Saison, danach übergibt er das Festspielhaus im Sommer 2019 an seinen Nachfolger Benedikt Stampa. Die neue Saison beginnt am 27. September mit den Wiener Philharmonikern und Herbert Blomstedt; bei den kommenden Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern steht die Verdi-Oper „Otello“ im Mittelpunkt. Im Herbst 2018 kommt das Hamburg Ballett unter John Neumeier mit seinen beiden Stücken „Bernstein Dances“ und „Anna Karenina“ nach Baden-Baden. Über Weihnachten tanzt das Mariinsky Ballett „Schwanensee“ und präsentiert daneben neue Ballette.