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Neujahrskonzert der Stadtkirche ab Dreikönig online

(red.) Sozusagen ein Fixpunkt im musikalischen Kalender in Karlsruhe ist das traditionelle Neujahrskonzert für zwei Trompeten und Orgel in der Evangelischen Stadtkirche. Das Trio mit Eckhard Schmidt und Rudi Scheck an den Trompeten, sowie Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser an der Orgel musiziert bereits seit Studientagen zusammen und konzertiert europaweit.
In diesem Jahr war das Konzert jedoch nicht wie zunächst vorgesehen möglich. Deshalb wurde es aufgezeichnet und ist am Dreikönigstag, den 6. Januar, ab 18 Uhr (und später) online über den YouTube-Kanal „Musik an der Stadtkirche Karlsruhe“ oder unter www.musikanderstadtkirchekarlsruhe.de abrufbar und somit von zu Hause aus jederzeit zu genießen.
Auf dem Programm stehen Werke von von Bach, Schumann oder Manfredini; zugleich ist das Konzert ein Auftakt in das „Jahr der Orgel 2021“, das durch die Konferenz der Landesmusikräte ausgerufen wurde. In der Stadtkirche und in der Kleinen Kirche – so die derzeitige Hoffnung – soll das Orgeljahr besonders reichhaltig gefeiert werden, denn in den beiden Kirchen am Marktplatz gebe es mit gleich drei außergewöhnlichen und bedeutenden Orgeln eine einzigartige Orgelsituation, wie sie bundesweit andernorts kaum anzutreffen sei, so Kirchenmusikdirektor Raiser.

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Festspielhaus Baden-Baden: Ernst-Moritz Lipp bleibt Vorsitzender der Kulturstiftung/ mehr als sechs Millionen Euro an privater Unterstützung

(red.) Professor Ernst-Moritz Lipp bleibt fünf weitere Jahre Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden. Der Stiftungsrat wählte den Baden-Badener Unternehmer und Volkswirt zweiten Mal in diese Position, teilte das Haus gestern mit. Lipp steht gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thorsten Klapproth sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrats, Professor Horst Weitzmann und dessen Stellvertreter Richard Kriegbaum, an der Spitze der privaten Stiftung. Der Stiftungsvorstand beaufsichtigt und berät die Festspielhaus und Festspiele gGmbH und beruft sowohl die Geschäftsführung als auch den Intendanten.
Ernst-Moritz Lipp dankte allen Stifterinnen und Stiftern für „die große Unterstützung der Festspielhaus-Idee in den vergangenen Jahren und insbesondere für Ihre Treue und tatkräftige Hilfe in der aktuellen Corona-Krise.“ Im laufenden Jahr, so erläuterte der Stiftungsvorstand, fehlen der Festspielhaus gGmbH mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze. Ausfallen mussten unter anderem die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern, die Pfingst- und Sommerfestspiele sowie das Weihnachtsprogramm inklusive dem großen jährlichen Gastspiel des Mariinsky Balletts aus St. Petersburg. „Dank der gewährten Strukturhilfe des Landes Baden-Württemberg und den vielen privaten Spenden sowie der Unterstützung durch den Freundeskreis Festspielhaus konnten wir für 2020 das Schlimmste abwenden,“ beschreibt Lipp die aktuelle wirtschaftliche Situation des Hauses. „Nun müssen wir uns auf das Wirtschaftsjahr 2021 konzentrieren, in dem einige Probleme erst mit zeitlicher Verzögerung auftreten werden.“
Die Besucherinnen und Besuchern des Festspielhauses Baden-Baden hatten zum Teil ihre Eintrittskarten in der Corona-Pandemie gespendet; auf diese Weise kamen mehr als 500.000 Euro an Unterstützung zusammen. Stifter, Förderer und Freundeskreis brachten über sechs Millionen Euro auf, obwohl das Programm Mitte März 2020 eingestellt und nur kurz im Frühherbst wiederaufgenommen werden konnte.
Mitte des Jahres 2020 war die Immobilie Festspielhaus Baden-Baden, wie bereits 1998 angedacht, von der Stadt Baden-Baden übernommen worden. In diesem Zusammenhang dankten die Stifterinnen und Stifter dem Gemeinderat und der Oberbürgermeisterin Margret Mergen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Das privat-öffentliche Finanzierungsmodell des Festspielhauses Baden-Baden hat uns bisher durch diese Krise getragen. Ich bitte alle Beteiligten, dass dies auch 2021 so sein möge“, sagte Ernst-Moritz Lipp.
Intendant Benedikt Stampa nannte die Kulturstiftung einen „Fels in der Brandung“: „Ich kenne kein vergleichbares Haus, das eine solch treue Unterstützer-Familie hinter sich hat. Die Stiftung wird uns helfen, sobald es geht, wieder ein festspielwürdiges Programm anbieten zu können. Mit Hilfe von Land, Stadt und Stiftung kommen wir stärker zurück, als wir im März 2020 von der Bühne gegangen sind.“ Die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden wurde im Jahr 2000 gegründet. Stifterinnen und Stifter brachten seitdem über 60 Millionen Euro für das Programm des Festspielhauses und der Festspiele auf. Aktuell werden 32 Namen von Stifterinnen und Stiftern geführt. Neustifter geben eine Millionen Euro in das Stiftungskapital und unterstützen das Haus laufend mit namhaften Jahresspenden. Die Festspiele und das Festspielhaus bringen der Stadt Baden-Baden und der Region unter normalen Voraussetzungen einen jährlichen Kaufkraftzufluss von rund 60 Millionen Euro.

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Musikhochschule Karlsruhe: Schulmusik-Wettbewerb entschieden

(red.) Mindestens bis zum 20. Januar sind die Live-Veranstaltungen an der Musikhochschule Karlsruhe ausgesetzt. Nun aber stellten sich die Studierenden dem Schulmusik-Wettbewerb der Hochschule: Aufgrund der Corona-Pandemie wurden in diesem Jahr die einstündigen Programme aufgezeichnet, teilte die Musikhochschule mit. Der Wettbewerb ist entschieden: Einen ersten Preis hat die Jury nicht vergeben, dafür aber zwei zweite Preise in Höhe von je 1500 Euro. Sie gingen an Evelyn Ruf und Ursa Voigt. Das Programm von Evelyn Ruf hatte die „Nacht“ zum Thema, Ursa Voigt hingegen befasste sich mit dem Thema „Zirkus“. Beide Kandidatinnen präsentierten sich mit Darbietungen für Gesang und Klavier. Ursa Voigt spielte zudem Violine, Klarinette und Saxophon, während Evelyn Ruf ebenso Stücke für Vokalensemble einstudiert hatte. Der Aufwand hierfür war zum Teil erheblich - unter anderem deshalb, weil Chorproben derzeit nicht möglich sind und die Stimmen des Vokalensembles einzeln aufgenommen werden mussten. Daher erhalten die Preisträgerinnen zusätzlich einen Produktionszuschlag von in Höhe 250 Euro. Ermöglicht hat diesen Wettbewerb (der diesmal nicht mit einem Preisträgerkonzert abgeschlossen werden kann) der Freundeskreis der Musikhochschule.

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Peter Spuhler geht

(red.) Seit gestern ist es amtlich: Peter Spuhler, der umstrittene Generalintendant des Badischen Staatstheaters, verlässt das Haus nach dem Ende der laufenden Spielzeit. Sein Vertrag werde nach der zweiten Amtszeit aufgelöst, so Kunstministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen). Der Verwaltungsrat habe das Kunstministerium „einstimmig beauftragt, in Abstimmung mit der Stadt die Auflösung des Dienstvertrages mit dem Generalintendanten zu verhandeln“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Damit folgte der Verwaltungsrat in seiner gestrigen Sitzung einer Empfehlung, die Theresia Bauer und der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bereits Mitte November ausgesprochen hatten. Für die nächste Spielzeit soll „eine Findungsgruppe mit Mitgliedern des Verwaltungsrates bis zur nächsten Sitzung eine Empfehlung für eine Interimslösung erarbeiten“, heißt es weiter. Außerdem soll eine Strukturkommission eingesetzt werden, um die Leitungsstrukturen am Haus zu verbessern.
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Staatsoper Stuttgart mit Online-Spielplan durch den Lockdown

(red.) Die Staatsoper Stuttgart bleibt auch im verlängerten Lockdown zumindest virtuell mit ihrem Publikum verbunden und hat einen entsprechenden Online-Spielplan aufgestellt: Als kostenlose On-Demand-Streams sind zunächst die Produktionen „Cavalleria rusticana / Luci mie traditrici“ in der Regie von Barbara Frey vom Oktober 2020 zu sehen. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Cornelius Meister. Der erste Teil des Doppelabends, Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“, steht noch bis zum 04.12. on demand zur Verfügung. In den Hauptrollen sind Eva-Maria Westbroek als Santuzza und Arnold Rutkowski als Turiddu zu erleben. Zu hören ist eine eigens für diese Aufführung angefertigte Fassung für Kammerorchester von Sebastian Schwab.
Die zweite Hälfte des Doppelabends ist von Freitag, 04.12. bis 11.12. online abrufbar: Es handelt sich um Salvatore Sciarrinos 1998 uraufgeführte Kammeroper „Luci mie traditrici“ in der Originalfassung. Es singen Rachael Wilson, Christian Miedl, Ida Ränzlöv und Elmar Gilbertsson.
Die Semi-Oper „The Fairy Queen“ von Henry Purcell ist eine Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart aus dem Jahr 2016; Regie führt Calixto Bieito, die musikalische Leitung liegt in den Händen des Barockexperten Christian Curnyn. Dieser Stream steht vom 11.12. bis 27.12. zur Verfügung. Von 18.12. bis 25.12. ist Hans Neuenfels‘ Inszenierung von Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ aus dem Jahr 1998 erstmals kostenlos online verfügbar. Es singen u.a. Catherina Naglestad (Konstanze), Kate Ladner (Blonde) und Ks. Matthias Klink (Belmonte). Am Pult des Staatsorchesters steht Lothar Zagrosek, der von 1997 bis 2006 Generalmusikdirektor an der Stuttgarter Staatsoper war.
Erstmals gibt es am Montag, den 07.12.2020 um 20 Uhr außerdem einen Livestream des Staatsorchesters Stuttgart aus der Liederhalle. Auf dem Programm stehen Werke von Javier Álvarez, Igor Strawinsky, Wolfgang Amadeus Mozart und Alberto Ginastera. Den Solopart in Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 übernimmt Elisabeth Brauß. Mit dem Livestream ruft das Staatsorchester Stuttgart zur Unterstützung der KünstlerInnen-Soforthilfe Stuttgart auf. Die Initiative unterstützt Künstler und Kulturarbeiter im Raum Stuttgart, die aufgrund der Pandemie-Krise in Not geraten sind.
Das Internationale Opernstudio, das in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert, beschließt das Jahr mit einem musikalischen Adventskalender. In kurzen Videoclips und schriftlichen Beiträgen nehmen die jungen Nachwuchssänger das Publikum mit auf Reisen in ihre Herkunftsländer Belgien, Spanien oder Kuba.

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Evangelische Stadtkirche lädt zur Musik im Advent

(red.) Auch die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe bietet adventliche Musik innerhalb ihrer Sonntags-Gottesdienste (ab 10.30 Uhr) und an den Adventssonntagen in nachmittäglichen Andachten: Am Sonntag, den 6. Dezember ist innerhalb des Gottesdienstes der Handglockenchor Karlsruhe unter der Leitung von Sylvia Hellstern zu hören; um 17 Uhr lädt die Stadtkirche zu Adventskantaten von Dietrich Buxtehude („Wie soll ich dich empfangen“ und „Kommst du, Licht der Heiden“). Es singen Lisa Wittig und Mariann Grießhaber, Sopran, sowie Florian Hartmann, Bass. Dazu musizieren Mitglieder der Camerata 2000. Die Liturgie liegt beim ehemaligen Landesbischof Klaus Engelhardt.
Den Gottesdienst am 13. Dezember gestaltet der Männerchor von Cantus Juvenum, ab 17 Uhr singt der CoroPiccolo Advents- und Weihnachtslieder. Am Samstag, den 19. Dezember laden Christian-Markus Raiser (Orgel) und Pfarrerin Claudia Rauch ab 19 Uhr zu einer Andacht mit Musik und Worten zum Advent. Am Sonntag, den 20. Dezember ist innerhalb des Gottesdienstes die Bach-Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ zu hören; ab 16 Uhr singen Knaben- und Männerchor von Cantus Juvenum festliche Adventsmusik.

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DAAD-Wettbewerb an der Musikhochschule entschieden

(red.) An der Musikhochschule Karlsruhe sind derzeit keine Konzerte möglich – wohl aber Wettbewerbe unter Corona-Bedingungen: Beim Wettbewerb für ausländische Studierende des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) waren in diesem Jahr Studierende mit dem Hauptfach Klavier oder Klavierkammermusik beteiligt; 15 Bewerbungen gab es. Zur Jury gehörten Mitsuko Shirai, Gryta Tatoryte und Manfred Kratzer; der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Gewonnen hat die 18-jährige Bachelorstudentin Xinyuan Zhang aus China, die mit Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart und Sergej Prokofjew überzeugte. Das ursprünglich für den 3. Dezember geplante Preisträgerkonzert wird nachgeholt.
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Staatstheater Karlsruhe: Betrieb ruht bis Ende Januar/ Heidelberg schließt sich an

(red.) Der reguläre Spielbetrieb des Karlsruher Staatstheaters ist bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt, heißt es in einer Mitteilung des Hauses. Die Regelung hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Abstimmung mit dem Badischen Staatstheater, den Württembergischen Staatstheatern sowie den Städten Stuttgart und Karlsruhe getroffen.
Das Theater und Orchester Heidelberg sowie die Stadt Heidelberg folgen dieser Entscheidung und stellen den Spielbetrieb bis einschließlich 14. Januar ein. Dies teilte das Theater Heidelberg heute mit. Das Haus unterschreibt zudem die Kritik des Landesverbandes des Deutschen Bühnenvereins am unabgestimmten Vorgehen des Ministeriums mit den Kommunaltheatern.
Die ungewisse Dauer der Schließung in der aktuellen Pandemie-Situation stelle für die Arbeit im Theater eine große betriebliche Belastung dar, heißt es weiter.
Sämtliche Vorstellungen in allen Spielstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg vom 1. Dezember 2020 bis einschließlich 14. Januar 2021 werden abgesagt; das gilt auch für das Barock-Festival „Winter in Schwetzingen“. Die geplante Musiktheaterpremiere „Was frag ich nach der Welt“ sowie die Konzerte werden auf die nächste Festivalausgabe im Dezember 2021 verschoben. Das Theater und Orchester Heidelberg storniert bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei. Diese werden in einen Gutschein umgewandelt und den Zuschauern per Post zugesandt.

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Karlsruher Kirchen laden zu musikalischen Gottesdiensten und Andachten

Die Zeit um den Ewigkeitssonntag, der das evangelische Kirchenjahr beschließt, und die anschließende Adventszeit - das ist eine Zeit der inneren Einkehr und der Vorbereitung auf Weihnachten. Hierbei spielt normalerweise auch die Musik eine wesentliche Rolle. Da Konzerte in diesem Jahr jedoch nicht möglich sind, gehen die Kirchen andere Wege: Um die innere Vorbereitung in der Kirche dennoch zu ermöglichen, laden beispielsweise die Pfarrerinnen der Christuskirche, Gabriele Hug und Susanne Labsch, gemeinsam mit Kantor Peter Gortner an allen Adventssonntagen vormittags zu Gottesdiensten mit adventlicher Musik und abends zu einer musikalischen Andacht an unter dem Motto „Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?“
Es ist dem Adventslied „O Heiland reiß die Himmel auf“ entnommen, und so sollen die Abendandachten jeweils um 18 Uhr für etwa eine halbe Stunde Besinnung und seelische Erbauung bieten. Die Andachten beginnen am Abend des Ewigkeitssonntages, dem 22. November, mit der Sopranistin Angelika Lenter, dem Preisträger des Karlsruher Händelwettbewerbs, Nils Wanderer (Countertenor) und einem Streichquartett.
Sämtliche Einnahmen der Abendandachten kommen dem Corona-Hilfsfonds für freischaffende Musikerinnen und Musiker der Christuskirche zu Gute.
Auch in den morgendlichen Gottesdiensten (10 Uhr) gibt es Musik: Am Sonntag, den 22. November ist die Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ von Johann Sebastian Bach zu hören. Es musizieren Lisa Stöhr, dazu der Kammerchor und die Kantatensolisten der Christuskirche. Der Gottesdienst zum ersten Advent steht unter dem Motto „Bereite dich Zion“. Hierbei gibt es Werke von Johann Sebastian Bach; es musiziert der Nachwuchschor Mädchen der Singschule Cantus Juvenum.
In der Lutherkirche ist am Sonntag, den 22. November um 10 Uhr die Kantate „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (Actus Tragicus) zu hören, das Werk wird allerdings nur teilweise, ohne Chor, musiziert. Solisten sind Sandra Stahlheber (Alt), Max Friedrich Schäffer (Tenor), Lucian Eller (Bass), die Leitung hat Dorothea Lehmann-Horsch.
Am Samstag, den 28. November lädt die Stadtkirche Durlach ab 12 Uhr zu einer musikalischen Mittagsandacht. Mitglieder der Kantorei und der Kammerphilharmonie Karlsruhe musizieren „Kommst du, Licht der Heiden“ von Dietrich Buxtehude.

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Generalintendant Peter Spuhler soll das Staatstheater verlassen/ Stadt und Land empfehlen vorzeitige Vertragsauflösung

Nachdem sich seit Juli die Führungskrise am Badischen Staatstheater immer mehr zugespitzt hatte und zuletzt der Druck auf die Verantwortlichen in der Politik wuchs, haben Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) und Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) nun reagiert: In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, man werde „nach zahlreichen Gesprächen am Badischen Staatstheater“ dem Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung am 30. November empfehlen, den Vertrag mit Generalintendant Peter Spuhler über eine dritte Amtszeit für den Zeitraum vom 1. September 2021 bis 31. August 2026 aufzulösen. Erst 2019 war der Vertrag vorzeitig verlängert worden.
Generalintendant Peter Spuhler, so heißt es in der Mitteilung weiter, habe dazu „seine grundsätzliche Bereitschaft“ erklärt. Land und Stadt als Träger würden den Verwaltungsrat „um Zustimmung bitten, die Bedingungen für eine solche Auflösung im Einvernehmen mit Peter Spuhler zu klären“. Die im Juli im Verwaltungsrat beschlossenen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise sollen jedoch weiterhin „konsequent umgesetzt“ werden: Dem Verwaltungsrat werde in seiner Sitzung ein „Verfahrensvorschlag zur Überprüfung und Verbesserung der Führungs- und Entscheidungsstrukturen vorgelegt“.
Peter Spuhler war aufgrund seines „autoritären Führungsstils“ und seines „Kontrollzwangs“ in die Schlagzeilen geraten, zuletzt wurden zudem Vorwürfe der sexuellen Belästigungen seitens eines Spartenleiters bekannt. Nachdem bereits Ende des vergangenen Jahres die Nachricht die Runde machte, Operndirektorin Nicole Braunger wolle nach nur einer Spielzeit das Haus wieder verlassen, zog der plötzliche Weggang der beiden Dramaturgen Boris Kehrmann und Deborah Maier schließlich weitere Kreise. Ehemalige Mitarbeiter hatten sich daraufhin zu Wort gemeldet, sie sprachen von einem „toxischen Arbeitsklima“.
Auch künstlerisch (vor allem, was die Inszenierungen betrifft) stand das Haus immer wieder in der Kritik - trotz einiger Produktionen, die ein überregionales Medien-Echo erzeugen konnten. Spuhler wird dem Vernehmen nach „Desinteresse an der Oper“ vorgeworfen, manche Mitarbeiter sprachen davon, dass sie künstlerisch „ausgebremst“ würden. Der Personalrat des Hauses hatte nach einer Mitarbeiterbefragung bereits vor Jahren auf die Missstände hingewiesen.
Ungeachtet dessen loben Stadt und Land in der Mitteilung allerdings „die programmatische und ästhetische Weiterentwicklung des Musiktheaters“ unter Peter Spuhler. Dies war offenbar auch ein wesentlicher Grund dafür, weshalb die Verantwortlichen nach wie vor an ihm festhielten. Weiterin heißt es in der Mitteilung, Spuhler habe die Besucherzahlen „deutlich steigern“ können.
An den Zahlen hat allerdings das Ballett einen großen Anteil. Die Sparte „Oper“ jedoch, eine wesentliche Säule des Hauses, erfuhr zuletzt nicht mehr die gleiche Zustimmung in der Bevölkerung: Lediglich eine Auslastung zwischen 70 und 80 Prozent verzeichnete das Staatstheater hier in den vergangenen zwei Jahren. Vor fünf Jahren lagen die Zahlen noch deutlich höher.