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Staatskapelle tritt dem Verein "Orchester des Wandels" bei/ Engagement für den Umweltschutz

(red.) Die Badische Staatskapelle ist dem Verein „Orchester des Wandels“ beigetreten. Dies teilte das Staatstheater heute mit. Das gemeinsame Ziel der Vereinigung ist es, sich als Klangkörper für den Klima- und Naturschutz einzusetzen.
„Orchester des Wandels Deutschland“ geht auf eine Initiative der Mitglieder der Staatskapelle Berlin zurück, die mit ihrer 2009 gegründeten Stiftung "NaturTon" jährlich Klimakonzerte für internationale Projekte veranstalten. „Mit dieser Initiative stellen sich die deutschen Berufsorchester und auch unsere Badische Staatskapelle dem gesellschaftlichen Diskurs zu grundsätzlichen Lebensfragen und werden diesen mit musikalischen Mitteln bereichern", betonte Generalmusikdirektor Georg Fritzsch.
„Die 'Orchester des Wandels Deutschland' freuen sich, mit der Badischen Staatskapelle Karlsruhe eines der ältesten deutschen Berufsorchester als Gründungsmitglied der Klima- und Umweltinitiative in ihren Reihen zu wissen. Mit ihrer traditionsreichen Geschichte verleiht sie dem zukunftsweisenden gemeinsamen Engagement deutscher Orchester ein ganz besonderes Gewicht“, so Markus Bruggaier, Vorstand des Vereins „Orchester des Wandels“.
Dazu wird Christoph Klein, Orchestervorstand der Staatskapelle, zitiert: „Wir können etwas bewegen mit dem, was wir gelernt haben: Musik machen. Für Karlsruhe wünschen wir uns neben Veranstaltungen im Theater gemeinsame Projekte mit Karlsruher Institutionen, denen das Thema Umweltschutz auch am Herzen liegt. Gleichzeitig ist uns klar, dass Nachhaltigkeit langfristig gedacht werden muss, weshalb wir uns für zehn Jahre zur Mitgliedschaft verpflichtet haben.“
Nachdem im Jahr 2019 Musikerinnen und Musiker aus Berlin, Duisburg, Bremen und Braunschweig gemeinsam für den Umweltschutz aktiv werden wollten, wurde im Juni 2020 mit Mitgliedern zahlreicher deutscher Berufsorchester der Verein „Orchester des Wandels Deutschland“ gegründet. Mit regelmäßigen Benefizkonzerten fördert er unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Züricher Zoo ein gemeinsames Hauptprojekt im Masoala Regenwald (Madagaskar), sowie zahlreiche regionale Projekte zum Klima- und Naturschutz. Für die Zukunft sind gemeinsame Benefizkonzerte mit Vertretern aus allen Orchestern geplant.

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Osterfestspiele Baden-Baden: An Ostern digital, im Mai verkürzt und mit Publikum

Man hatte damit gerechnet, jetzt ist es offiziell: Die Osterfestspiele in Baden-Baden können nicht wie geplant stattfinden. Dies wurde heute auf einer Video-Pressekonferenz des Festspielhauses bekannt. Stattdessen soll Tschaikowskys Oper „Mazeppa“ - das Kernstück der Festspiele - in konzertanter Form im Rahmen eines verkürzten Festivals vom 6. bis zum 9. Mai zu erleben sein.
Neben zwei Opernaufführungen sind außerdem zwei Sinfoniekonzerte und drei Kammerkonzerte mit den Berliner Philharmonikern vorgesehen. Man plant dabei mit mindestens 500 Besuchern pro Aufführung, sofern es die Pandemie-Lage zulässt. Mit einem entsprechenden Pilot-Projekt, das derzeit in Berlin mit Publikum läuft, bringen die Philharmoniker dann außerdem ihre diesbezüglichen Erfahrungen ein.
Über die Osterfeiertage, vom 1. bis zum 5. April, ist das Orchester jedoch zumindest mit einem digitalen Programm vor Ort. Geplant ist Kammermusik mit Mitgliedern der Philharmonie, aber auch unter anderem ein Liederabend mit Diana Damrau.
„Wir haben sehr gekämpft und bis zum Schluss gewartet“, äußerte sich Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa. Man wolle aber „Mazeppa“ unbedingt „mit allen Mitteln erlebbar und hörbar machen“ - nicht zuletzt deshalb, um bereits einen Bogen zu schlagen für das kommende Jahr: Zu Ostern 2022 nämlich soll mit „Pique Dame“ eine andere große Tschaikowsky-Oper im Mittelpunkt stehen. Die Rolle der Lisa singt die litauische Sopranistin Asmik Grigorian. Flankiert wird das Werk von einer konzertanten Aufführung der Oper „Jolanthe“ (mit Sonya Yoncheva), Anna Netrebko gastiert mit Liedern von Rachmaninow. Auch Strawinskys Ballettmusik ist geplant, darunter der „Feuervogel“.
Dieser russische Schwerpunkt, so Benedikt Stampa, sei zugleich auf den „Sehnsuchtsort“ Baden-Baden zugeschnitten: In der einstigen Sommerhauptstadt Europas verkehrten unter anderem auch russische Künstler.
Um die Oper „Mazeppa“ in diesem Jahr wenigstens konzertant zu ermöglichen, hätten sich „alle gestreckt“, so der Chefdirigent der Philharmoniker, Kirill Petrenko: Festspielhaus, Solisten und Musiker würden „alles in Bewegung setzen“, damit dieses hierzulande selten gespielte Werk einem breiteren Publikum zugänglich werde – auch wenn die Oper mit all ihren politischen Verstrickungen, ihrer Psychologie und den großen Volkstableaus eigentlich szenisch umgesetzt werden müsse.
Orchestersprecher Olaf Maninger sagte, „die Musiker brennen darauf, Kirill Petrenko als Operndirigenten endlich leibhaftig kennen zu lernen“. Bereits im vergangenen Jahr war Petrenko mit Beethovens „Fidelio“ ausgebremst worden, kurz nachdem er den Chefposten in Berlin übernommen hatte.
Dass die Menschen indessen eine „Sehnsucht nach Kultur“ haben, betonte Andrea Zietzschmann, die Intendantin der Berliner Philharmoniker: Mit 1000 Tickets für das Berliner Pilot-Projekt sei man um 9 Uhr morgens in den Verkauf gegangen, „bereits um 9.03 Uhr waren alle Karten weg.“
Der Vorverkauf für das verkürzte Mai-Festival in Baden-Baden ist ab dem 9. April geplant; am 18. März startet der Verkauf für die Osterfestspiele 2022.

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50 Jahre Karlsruher Musikhochschule: Jubiläumsseiten online

(red.) In diesen Tagen begeht die Hochschule für Musik Karlsruhe ihr 50jähriges Jubiläum als Institution des Landes Baden-Württemberg. Da ein Festkonzert derzeit jedoch nicht nicht möglich ist, wird das Wirken an der Hochschule zumindest mit Jubiläumsseiten vorgestellt, die nun online auf der Website (über einen Link auf www.hfm.eu) abrufbar sind.
Zu sehen sind Video-Grußworte von Frank Mentrup, dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, von Hans Hachmann, dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Hochschule und von Winfried Kretschmann, der auch bereits eine der „Karlsruher Reden“ hielt. Der Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg bezeichnete die Hochschule als „einen Magneten für junge, begabte Menschen aus aller Welt“.
Vorgestellt wird außerdem die CD-Box zum Jubiläum mit Werken von Wolfgang Rihm, Joachim Krebs, Jörg Widmann, Markus Hechtle, Kathrin A. Denner, Márton Illés, Vito Žuraj und Rebecca Saunders - ihr ist auch das diesjährige ZeitGenuss-Festival gewidmet. Über die CDs äußert sich der Vorstand des ZKM Peter Weibel: „Die Edition Karlsruher Schule legt Zeugnis ab für diesen einzigartigen Wirkungsort, an dem mit einer singulären Kompetenz daran gearbeitet wird, der Musik ihre Zukunft und ihre Freiheit zu garantieren.“ Die CD-Box ist ab April 2021 im Handel erhältlich, teilt die Hochschule mit.
Außerdem ist nun der zweite Band der „Karlsruher Reden“ erschienen. Seit 2007 werden sie anlässlich der Akademischen Feiern zu den Semestereröffnungen von prominenten Rednern gehalten - meist aus Politik und Kultur. Der Band enthält die Reden von April 2014 (Norbert Lammert: "Kulturstaat und Bürgergesellschaft – zum Verhältnis von Politik und Kunst") bis April 2020, als Wolfgang Schäuble über den "Klang der Politik" referierte.

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Johannes Blomenkamp ist Kirchenmusikdirektor

(red.) In der badischen Landeskirche gibt es zwei neue Kirchenmusikdirektoren - einer davon ist Johannes Blomenkamp, der an der Stadtkirche Durlach tätig ist. Landeskirchenmusikdirektor Kord Michaelis würdigte den Karlsruher Bezirkskantor: „Karlsruhe hat sich in den letzten Jahren zu einem deutschlandweit beachteten Zentrum der evangelischen Kirchenmusik entwickelt. Das ist nicht zuletzt der sehr guten Teamarbeit der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker unter Leitung von Bezirkskantor Johannes Blomenkamp zu verdanken.“ Blomenkamp war zuvor Kantor im Großraum Hannover. Er habe seit fast 15 Jahren an der Stadtkirche Durlach künstlerische Akzente als Organist und Improvisator sowie als Leiter der Singschule und der Erwachsenenchöre gesetzt, erklärte Michaelis. Eines der Formate, Blomenkamp einführte, ist der „Karlsruher Singalong“ - Bachs Weihnachtsoratorium zum Mitsingen, das unter normalen Umständen zahlreiche begeisterte Chorsänger in der Adventszeit in die Durlacher Stadtkirche lockt.
Auch an den Offenburger Bezirkskantor Traugott Fünfgeld wurde der Titel verliehen; er sei „als vielfältig wirksamer Komponist gerade den Posaunenchören Deutschlands wohlvertraut.“
Die Auszeichnung an die neuen Kirchenmusikdirektoren soll im Laufe des Jahres an der jeweiligen Stätten ihres Wirkens übergeben werden.

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Singspiel, Konzerte, Operetten-Dinner: Theater Heidelberg hofft auf Schlossfestspiele "ohne Abstriche"

(red.) Es gibt – trotz Pandemie und undurchsichtiger Öffnungsstrategie - durchaus auch Lichtblicke für den diesjährigen Kultursommer: Heute teilte das Theater Heidelberg das Programm für die Schlossfestspiele mit. „Wir sind optimistisch und voller Vorfreude, nach langer Durststrecke mit den Heidelberger Schlossfestspielen 2021 wieder Theatermagie auf die schönsten Bühnen der Stadt zu bringen!“ wird Intendant Holger Schultze zitiert. Unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln wolle man „inhaltlich keinerlei Abstriche machen“, heißt es in der Mitteilung.
Die Schlossfestspiele eröffnen am 12. Juni mit der französischen Komödie „Das Spiel von Liebe und Zufall“ von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux im Dicken Turm des Schlosses. In der Regie von Lilli-Hannah Hoepner und musikalisch geleitet von Charlotte Brandi soll sich ein heiteres Verwechslungsspiel entspinnen. Premiere ist am Samstag, den 12. Juni 2021. Am 19. Juni hat im Schlosshof Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“ Premiere; Regie führt Felix Seiler, der auch an der Hamburgischen Staatsoper oder der Komischen Oper Berlin inszenierte.
Eine ganz andere Atmosphäre bringt „Dracula“ ab dem 2. Juli in den Schlosshof: Die gefeierte Inszenierung des „Gruselklassikers“ nach Bram Stoker kehrt in der Einrichtung von Christian Brey nach Heidelberg zurück. Für die jungen Gäste hingegen steht mit „Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ab dem 20. Juni im Englischen Bau eine Premiere über den „größten Raubritter aller Zeiten“ auf dem Programm, und auch das Philharmonische Orchester Heidelberg soll im Rahmen dreier Schlosskonzerte zu erleben sein: Am 25. und 27. Juni mit Musik von Jean Sibelius und Peter Tschaikowsky, am 10. und 15. Juli mit Melodien aus den „Goldenen Zwanzigern“ (am 10. Juli zur Schlossbeleuchtung).
Höhepunkte der klassischen Operette sind im letzten Schlosskonzert am 18. und 20. Juli, zu erleben; zudem gibt es ein Dinner-Konzert unter dem Motto „Melodien à la carte“: Hierbei wird zu Wiener Operettenmusik ein Drei-Gänge-Galamenü aus Sternekoch Martin Scharffs Schlossküche geboten. Termine für die Dinner-Konzerte sind der 25. Juli und der 1. August.
Der Vorverkauf für die Heidelberger Schlossfestspiele startet am Samstag, 13. März um 13.00 Uhr. Bis zum 15. April 2021 erhalten Frühbucher einen Rabatt von 10 Prozent. Informationen und Karten gibt es über die Theaterkasse (Tel: 06221 5820 000 oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder www.heidelberger-schlossfestspiele.de.

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Stefanie Heiner leitet weiterhin das "Junge Staatstheater"

(red.) Stefanie Heiner übernimmt auch in der kommenden Spielzeit die Leitung der Sparte „Junges Staatstheater“ - zusätzlich zum Volkstheater. Dies teilte das Haus heute mit. Die Theaterpädagogin sei „in allen Bereichen unseres Hauses eine sehr geschätzte Kollegin," werden der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann zitiert.
Kunstministerin Theresia Bauer, Vorsitzende des Verwaltungsrats, betont: „Kinder- und Jugendtheater sind ein essentieller Bestandteil der kulturellen Bildung für junge Menschen.“ Auch in Corona-Zeiten erreiche das Junge Staatstheater durch kreative Formate wie Streams für Schulen oder einer App für Spaziergänge durch Karlsruhe sein junges Publikum.
„Es freut mich, dass es der Theaterleitung gelungen ist, in Zeiten des Umbruchs mit Nicole Braunger und Stefanie Heiner gleichzeitig so überzeugende Lösungen für personelle Kontinuität am Badischen Staatstheater zu finden", erklärte indessen Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender. Er ergänzt: „Das Leben ist immer wieder auch eine Bühne, das Junge Staatstheater bereitet mit seiner wichtigen pädagogischen Vermittlungsarbeit darauf vor und erschließt gleichzeitig nachfolgenden Generationen den Sinn der Kulturinstitution Staatstheater – in guter Kooperation mit 30 Schulen.“
Theater für alle – das ist das Motto des Jungen Staatstheaters seit seiner Gründung vor zehn Jahren. Zu den Angeboten zählen unter anderem Theater für Kinder ab zwei Jahren sowie theaterpädagogische Vermittlungsarbeit. Damit habe man beispielsweise in der Saison 18/19 über 40 000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit über 400 pädagogischen Angeboten erreicht, heißt es weiter in der Mitteilung. „Ich bin begeistert, weiter mit diesem tollen und engagierten Team zusammenzuarbeiten und eine Spielzeit zu gestalten, die ganz im Zeichen unseres 10-jährigen Jubiläums stehen wird,“ so Stefanie Heiner.
Im Jubiläumsjahr wird am Jungen Staatstheater das Motto „Theater für alle“ besonders zum Thema gemacht. Mit Blick auf Aspekte wie Barrierefreiheit, Gender Diversity, kulturelle Vielfalt, Adultismus und Altersdiskriminierung sowie Antirassismus sollen auch verstärkt Menschen erreicht werden, die noch nicht zum Publikum zählen und gleichzeitig Aufmerksamkeit für diese Themen geschaffen werden.

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Staatstheater Karlsruhe: Nicole Braunger bleibt Operndirektorin/ Interimsintendanz bis 2024 geplant

(red.) In der Führungskrise des Badischen Staatstheaters kehrt nun zumindest in der Opernsparte Ruhe vorerst ein: Operndirektorin Nicole Braunger bleibt am Haus – und zwar zunächst bis Sommer 2024, berichtet das Theater heute in einer Mitteilung. „Ich freue mich sehr, dass die Theaterleitung meinem Wunsch an diesem Haus zu verbleiben, zugestimmt hat“, wird Nicole Braunger zitiert, „die Sängerinnen und Sänger sind für mich das Herz eines Opernabends – und für mich ist es eine Herzensangelegenheit, an diesem Haus bleiben.“
Die Österreicherin, seit September 2018 in Karlsruhe, hatte dem Vernehmen nach bereits im Herbst 2019 das Staatstheater wieder verlassen wollen, was durch eine entsprechende Stellenausschreibung im vergangenen Jahr auch bestätigte wurde. Doch mit der vorzeitigen Vertragsauflösung des Generalintendanten Peter Spuhler zum Ende der Spielzeit trat nun offenbar eine Wende ein.
„Dies ist ein positives Zeichen – im Sinne der Kontinuität, der weiteren Profilbildung und künstlerischen Entwicklung der Opernsparte des Hauses“, werden zudem der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und Uta-Christine Deppermann, Künstlerische Betriebsdirektorin, zitiert.
Auch die Spitze des Verwaltungsrates meldete sich zu Wort: „Ich freue mich, dass Nicole Braunger in Karlsruhe bleibt,“ so Kunstministerin Theresia Bauer. „Das Badische Staatstheater behält eine sehr geschätzte Operndirektorin und kann auf Kontinuität an der Spitze des Musiktheaters bauen“. Auch Oberbürgermeister Frank Mentrup äußerte sich erfreut darüber, „dass die Theaterleitung mit der Nachricht zum Verbleib von Frau Braunger in Zeiten des Umbruchs nach außen ein positives Signal des Vertrauens und der Zuversicht in eigene Stärken setzen kann.“ Nicole Braunger werde nicht nur im Badischen Staatstheater, sondern auch und im Karlsruher Fachpublikum „für ihre Kompetenz und ihre Persönlichkeit sehr geschätzt.“
Der Verbleib der Operndirektorin bedeutet auch Stabilität für die künstlerische Arbeit während der Zeit der Interimsintendanz. Diese ist laut Beschluss des Verwaltungsrates, der sich gestern zur Frühjahrssitzung traf, bis Herbst 2024 geplant. Hierbei, so teilte das Kunstministerium mit, habe sich der Verwaltungsrat für eine Persönlichkeit von außen ausgesprochen. Das Gremium sei damit einem Vorschlag der Findungsgruppe gefolgt. Diese wurde beauftragt, sobald wie möglich eine Interimsintendantin oder einen Interimsintendanten als Künstlerische Gesamtleitung für die Zeit nach Peter Spuhler zu suchen, dessen Intendanz im August 2021 endet. Für die Interimszeit ist die Künstlerische Betriebsdirektorin, Uta-Christine Deppermann, in ihrem Verantwortungsbereich als Mitglied der Theaterleitung vorgesehen. Im Sommer soll zudem die eingesetzte Strukturkommission Empfehlungen für die Zukunft des Hauses präsentieren.

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Festspielhaus hofft auf "volle szenische Pracht im Sommer" - mit Opernpicknick im Park

(red.) Die Faschingszeit ist vorüber, Ostern naht – und dennoch ist man im Festspielhaus Baden-Baden derzeit von den Osterfestspielen am weitesten entfernt; weiter noch als von den Aufführungen, die man sich für Pfingsten und den Sommer erhofft. Das hängt mit der unsicheren Pandemie-Lage zusammen, die Künstler und Kulturveranstalter allmählich frustriert.
Momentan sei man im „engen Austausch“ mit den Berliner Philharmonikern, teilte Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa heute auf einer Online-Pressekonferenz mit. Er erwähnte zudem, dass in anderen Ländern – trotz zum Teil höherer Fallzahlen – die Theater und die Gastronomie teilweise geöffnet seien. Indes wolle Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, nach wie vor an der Oper Mazeppa „festhalten“, aber das sei schwierig ohne Publikum. Was die Planungen angehe, so Stampa, gleiche dies momentan „einem Ritt über den Bodensee“, denn: „Wir müssen bis zum letzten Moment warten“. Eine Entscheidung soll bis Anfang März fallen.
Aus diesem Grund wird es vorerst auch kein komplettes Jahresprogramm geben, vielmehr plant man in kleineren Schritten. Zudem wünscht man sich konkrete Öffnungsperspektiven: Nicht so sehr gehe es darum, wann, sondern „wie“ geöffnet wird. In einem Haus, das normalerweise 2500 Besucher fasst, könne man „nicht vor hundert Leuten spielen“, so Benedikt Stampa. Man habe zudem einen Wirtschaftsplan auf der Grundlage von 500 Besuchern erstellt.
Zuversichtlicher ist man dagegen, was die Festspiele an Pfingsten und im Sommer angeht: Diese erhalten neue Schwerpunkte, zudem wird das Programm bis in den normalerweise spielfreien August hinein verlängert. Zu den Pfingstfestspielen (vom 13. bis zum 24. Mai) planen das Hamburg Ballett und das SWR Symphonieorchester die Aufführung des neuen „Beethoven-Projekt II“ von John Neumeier in Baden-Baden. Der Choreographie liegen eine Violinsonate, Passagen aus dem Oratorium „Christus am Ölberge“ sowie die siebte Sinfonie Ludwig van Beethovens zu Grunde.
Yannick Nézet-Séguin soll Anfang Juli 2021 in Baden-Baden sämtliche Beethoven-Sinfonien dirigieren – zwar nicht mit dem Orchester der Metropolitan Opera, dessen Europa-Tournee abgesagt ist, sondern mit dem Chamber Orchestra of Europe.
Gemeinsam mit dem Mariinsky-Theater möchte man sich außerdem wieder „in voller szenischer Pracht zeigen“, so Stampa. Und nicht nur das: „Wir planen auch, eine der Vorstellungen als kostenlosen Live-Stream in den Kurpark oder in die Lichtentaler Allee zu übertragen, um dort mit möglichst vielen Menschen die Oper in Baden-Baden wieder willkommen zu heißen“. Zwanglos und mit Picknick-Korb soll man Puccini im naturnahen Baden-Baden genießen können; dies ist für Benedikt Stampa ein lange gehegter „Herzenswunsch“. Damit will man das Festspielhaus zugleich noch weiter für die Menschen öffnen, als Termin für das Opernfest ist der 25. Juli geplant.
Auch eine Zusammenarbeit mit den Brahms-Tagen soll es geben; geplant ist ein Konzert mit den Münchner Philharmonikern, dem Pianisten Igor Levit und Dirigent Valery Gergiev. Das weitere Programm für den Herbst 2021 soll im Sommer angekündigt werden; der Vorverkauf für die neuen Programme soll bis auf weiteres immer in einem Zeitfenster von sechs Wochen beginnen. Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten für Veranstaltungen ab April 2021 gekauft haben, erhalten rechtzeitig Angebote zu Rückerstattung und Vorkaufsrecht.
Bis dahin bleibt man dem Publikum per Live-Stream mit dem heute beginnenden „Hausfestspiel“ verbunden.

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Staatstheater bietet Telefon-Ständchen zum Valentinstag

(red.) Eine Überraschung zum Valentinstag möchte das Staatstheater Karlsruhe seinen Gästen bieten: Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich einen romantischen Überraschungsanruf für denjenigen Menschen sichern, dem sie an diesem Tag gerne eine Freude machen würden. Am anderen Ende der Leitung ist dann ein Ensemblemitglied aus Oper, Schauspiel oder Jungem Staatstheater zu hören und erfreut die Angerufenen mit einem ganz persönlichen lyrischen Ständchen.
Um schnelle Anmeldung wird gebeten, da die Terminmöglichkeiten begrenzt sind. Das Antragsformular (abzurufen auf der Website des Staatstheaters) kann bis spätestens zum 12. Februar (mittags) ausgefüllt werden. Danach wird eine e-mail zugesandt, diese muss bestätigt werden. Am 14. Februar werden die Interessenten dann von den Künstlern angerufen.

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Carl Bechstein Stiftung unterstützt junge Pianisten mit Stipendien

(red.) Die Berliner Carl Bechstein Stiftung unterstützt Künstler in der Corona-Pandemie und vergibt deshalb zehn Stipendien an junge Pianistinnen und Pianisten im Gesamtwert von 120 000 Euro. „Gerade Solistinnen und Solisten verdienen ihren Lebensunterhalt vor allem durch das Konzertieren, was im letzten Jahr und bis heute fast nicht möglich gewesen ist. Aus diesem Grund hat die Carl Bechstein Stiftung entschieden, 2021 zehn Jahres-Stipendien zu vergeben, die monatlich mit 1.000 € dotiert sind,“ heißt es in einer Mitteilung.
Das Stipendium richtet sich an berufseinsteigende Pianisten und Pianistinnen in pandemiebedingten finanziellen Notlagen. Sie sollten unter dreißig Jahre alt sein, einen abgeschlossenen Masterabschluss im Fach Klavier vorweisen und ihren Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Deutschland oder Österreich haben bzw. deutsche oder österreichische Staatsbürger sein. Die jungen Pianistinnen und Pianisten sollen in einem persönlichen Bewerbungsschreiben ihre aktuelle Situation schildern und Einblicke in ihre künstlerische Tätigkeit geben. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2021.
„In den letzten elf Monaten mussten durch die Pandemie Konzerte, Festivals und Wettbewerbe abgesagt werden“, wird Gregor Willmes, Mitglied des Vorstands der Carl Bechstein Stiftung, zitiert. „Das führte dazu, dass gerade Berufseinsteigende Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie haben keine regelmäßigen Einnahmen, können in der Regel nicht von Erspartem leben und haben Schwierigkeiten, ihre Karriere aktuell weiter zu entwickeln. Diese jungen Künstlerinnen und Künstler möchten wir unterstützen.“