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PAMINA kurz notiert

Violinduo "The Twiolins" bietet Streamingkonzerte mit Vivaldi und Piazzolla

Viele Künstler haben in diesen Tagen das so genannte Wohnzimmer-Konzert als neues Format für sich entdeckt. Einen etwas anderen Weg geht das Mannheimer Violinduo „The Twiolins“: Die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler möchten ihrem Publikum per Live-Stream einen Abend unter möglichst professionellen Konzert-Bedingungen bieten - mit entsprechender Bühnentechnik und adäquaten Räumlichkeiten. Zugang zum Live-Stream hat, wer sich zuvor ein Ticket kauft; der entsprechende Link wird anschließend zugesandt. Die Preisspanne reicht von 10 Euro (Normalpreis) bis zu 100 Euro: Hierbei handelt es sich um ein so genanntes „Corona-Support-Ticket“, mit dem die Musiker um Unterstützung werben. Nähere Informationen gibt es auf der Website www.thetwiolins.de
Auch wenn der Stream via Internet niemals ein gleichwertiger Ersatz für das Live-Erlebnis sein kann, so sind derartige Angebote doch zumindest besser als überhaupt keine Konzerte, und zugleich geben sie den Künstlern die Gelegenheit, mit ihrem Publikum weiterhin in Kontakt zu bleiben. Die „Twiolins“ wollen deshalb zusätzlich einen Live-Chat freischalten.
Das neue Programm des Duos - „Eight Seasons“ - wird an vier aufeinander folgenden Sonntagen jeweils um 20.15 Uhr übertragen, aufgeteilt nach den einzelnen Jahreszeiten. Der erste Termin ist der 17. Mai.
Die beiden Künstler stellen Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ einigen ausgewählten Tangos von Astor Piazzolla gegenüber. Inspiriert hat sie dabei der Geiger Gidon Kremer, der sich mit seiner Kremerata Baltica in einem gleichnamigen Programm dieser Musik bereits vor zwanzig Jahren gewidmet hat.

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Staatstheater beendet die Spielzeit

(red.) Es war zu erwarten, nun hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Klarheit für seine Staatstheater geschaffen: Der reguläre Vorstellungsbetrieb ist für diese Spielzeit abgesagt.
Man wolle nun die Zeit nutzen, "andere Formate zu verwirklichen, um die Menschen auf neuen Wegen mit Kunst zu begeistern,“ heißt es in einer Mitteilung des Karlsruher Staatstheaters. Man sei zudem in intensiven Gesprächen mit dem Ziel, unter den gegebenen Umständen bald wieder Proben zu ermöglichen. Die Idee sei, „mit einem möglichst breiten Angebot im Herbst den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Dafür werden verschiedene Varianten ausgearbeitet“.
Auch die Stadt Heidelberg folgt dieser Anordnung „in enger Abstimmung mit dem Intendanten des Theaters und Orchesters“, wie es in einer Mitteilung des Heidelberger Theaters heißt. Man werde weiterhin mit virtuellen Angeboten auf den Social-Media-Plattformen sowie auf der Website für die Zuschauer da sein und einzelne Projekte im Stadtraum umsetzen.

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Opernhäuser digital

Seit Wochen sind die Theater geschlossen (das Theater Freiburg hat die Saison sogar vorzeitig beendet); einige Häuser stellen ihren Besuchern jedoch auch während dieser Zeit ein recht attraktives Programm zur Verfügung. Während das Staatstheater Karlsruhe unter der Rubrik "staatstheater@wohnzimmer" aber vor allem kurze Videos ins Netz stellt, in denen Mitarbeiter des Hauses über ihr jeweiliges Betätigungsfeld sprechen, gehen andere Häuser deutlich kreativer zu Werke.
Die Staatsoper Stuttgart beispielsweise bietet unter der Rubrik „Oper trotz Corona“ jeweils für einen gewissen Zeitraum ein komplettes Opernwerk an: Derzeit, bis zum 1. Mai, ist es „Satyagraha“ von Philip Glass, daneben gibt es unter anderem Videos verschiedender Arien und Intrumentalwerke.
Einen umfangreichen „virtuellen Spielplan“ hat das Nationaltheater Mannheim zusammengestellt: Unter „NMT digital“ sind auf einer „Großen Bühne“ 30minütige Opernquerschnitte von Rossinis „Aschenputtel“ und Bizets „Carmen“ zu sehen, daneben Live-Mitschnitte – beispielsweise Musik im Kaffehaus-Stil mit dem beliebten Ensemble „Salonissimo“ oder Kammerkonzerte unter dem Titel „Musiksalon“. In den Rubriken „Social Media“ und „Meisterklasse“ stellen sich die Künstler ihrem Publikum dann direkt vor, etwa mit Themen wie „Was macht ein Korrepetitor“ oder „Übungen für die Stimme“. Und in einem 20minütigen Beitrag gibt die Sopranistin Astrid Kessler Einblicke ihre Lieblingsrolle: die Marschallin im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss.

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Festspielhaus Baden-Baden und Berliner Philharmoniker: Fortsetzung der Osterfestspiele geplant

(red.) Die Baden-Badener Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern sollen über das Jahr 2022 hinaus stattfinden. Dies teilte das Festspielhaus Baden-Baden heute mit. Intendant Benedikt Stampa und Andrea Zietzschmann, die Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung, die eine weitere Zusammenarbeit ermöglicht. „Ich freue mich sehr über dieses starke Signal in der Zeit, in der wir die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern so vermissen“, wird Benedikt Stampa zitiert. Zwei größere programmatische Schwerpunkte sind geplant – zunächst für die Jahre 2021 und 2022 eine Auseinandersetzung mit dem russischen Repertoire. Danach soll Richard Strauss im Fokus der Festspiele stehen. „Es ist uns sehr wichtig, gerade jetzt gemeinsam nach vorne zu schauen und in die konkrete Planung der Zukunft einzusteigen“, so Andrea Zietzschmann.
2021 steht als Opern-Neuproduktion „Mazeppa“ von Peter Tschaikowsky in der Regie von Dmitri Tcherniakov auf dem Programm; für 2022 ist „Pique Dame“ geplant. Für Ostern 2023 haben die Berliner Philharmoniker und das Festspielhaus die Strauss-Oper „Die Frau ohne Schatten“ vorgesehen. Auch 2024 soll eine Oper von Richard Strauss auf dem Programm stehen.
Der Vorverkauf für die Osterfestspiele 2021 hat bereits begonnen. Kirill Petrenko wird „Mazeppa“, Mozarts „Requiem“ sowie die konzertante Aufführung der Rachmaninow-Oper „Francesca da Rimini“ dirigieren. Als Gäste der Baden-Badener Osterfestspiele 2021 werden unter anderem die Dirigenten Paavo Järvi und Semyon Bychkov sowie die Solisten Lisa Batiashvili und Lars Vogt erwartet.

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Komponistinnen im Porträt: ZKM mit digitalem Festival "Feminale der Musik"

Man kennt Clara Schumann oder Fanny Hensel – vielleicht hat man sogar schon einmal von Barbara Strozzi gehört, einer Sängerin und Komponistin des 17. Jahrhunderts. Seit einigen Jahren wird in Karlsruhe auch an Margarete Schweikert erinnert, die unter anderem die Gedok Karlsruhe mitbegründete. Das Engagement für die rührige Künstlerin und die Wieder-Entdeckung ihrer Werke ist vor allem der Pianistin Jeannette La-Deur zu verdanken.
Doch die Liste der komponierenden Frauen durch die Jahrhunderte hindurch ist weit größer: Anna Bon di Venezia, geboren 1738, wurde am berühmten Konservatorium des „Ospedale della Pièta“ unterrichtet, an dem auch Vivaldi lehrte. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die übrigens selbst komponierte und das Bayreuther Opernhaus als Intendantin prägte, förderte die Italienerin maßgeblich. Doch Anna Bon wirkte auch als Sängerin am Hofe Esterhazy unter Joseph Haydn.
Bettina von Arnim wiederum kennt man als Dichterin – als Tonschöpferin aber ist sie weitgehend unbekannt.
Generell waren viele der Frauen nicht nur äußerst produktive Musikerinnen, sondern auch große Förderinnen der Kultur - wie etwa die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot-Garcia, in deren Baden-Badener Domizil sich Europas Künstler trafen.
Mit dem digitalen Festival „Feminale der Musik – Female Composers“ erinnert das ZKM Karlsruhe derzeit in kleineren Kurz-Porträts an bekannte und unbekannte Komponistinnen vom Barock bis zur Moderne; täglich, ab 18 Uhr erscheinen auf der Website des ZKM neue Beiträge, die auch danach noch abrufbar sind.
Die Musikbeispiele – in Ton- und Videoaufnahmen - liefern renommierte internationale Interpreten, wie etwa das Ensemble Artaserse oder die Sopranistin Shannon Mercer. Beteiligt sind jedoch auch viele Karlsruher Künstler in so genannten „Wohnzimmer-Konzerten“ - wie Jeannette und Elena La-Deur (Klavier und Flöte), der Bariton Andreas Reibenspies, die Mezzosopranistin Malika Reyad oder die Sopranistin Angelika Lenter mit Daniel Kaiser (Klavier). Die Pianistin und Klavierprofessorin Sontraud Speidel wiederum erzählt über die Komponistinnen Clara Faisst und Margarete Schweikert. Das Festival dauert noch bis zum 1. Mai.

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Hörproben aus dem Kantorat der Stadtkirche Karlsruhe

Auch in Corona-Zeiten lassen viele Konzertveranstalter über verschiedene Online-Kanäle von sich hören – so auch die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe. Auf der Website www.musikanderstadtkirchekarlsruhe.de oder auf stadtkirche-karlsruhe.de gibt es beispielsweise eine Kostprobe zur neuen CD „Aufgefächert“ mit KMD Christian-Markus Raiser, deren Produktion sich nun verzögert hat. Außerdem ist dort ein „Ständchen“ anlässlich des 335. Geburtstags von Johann Sebastian Bach zu hören (das „Air“ in der Fassung von Sigfrid Karg-Elert), sowie eine Improvisation über Beethovens „Ode an die Freude“: Raiser folgte damit einem Aufruf vom 22. März – dem Sonntag „Laetare“, auch Freudensonntag genannt – der zum „gemeinsamen“ Musizieren in Corona-Zeiten einlud.

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Bundesweiter Spendenaufruf für Nothilfefonds "Sängerhilfe"

(red.) Die Fachzeitschrift OPER! hat in Kooperation mit der Manfred Strohscheer Stiftung in Berlin den Nothilfefonds „Sängerhilfe“ ins Leben gerufen. Sängerinen und Sänger, sowie sonstige Beschäftigte des Musiktheaters können ab sofort einen Antrag auf Hilfe stellen, wenn sie durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Zugleich rufen OPER! und die Manfred Strohscheer Stiftung zu Spenden auf.
Wer am Opernhaus oder Theater als Festangestellter innerhalb tariflicher Strukturen arbeitet, kann sich in dieser außergewöhnlichen Lage zumindest seiner finanziellen Basis sicher sein. Ganz anders sieht es hingegen für alle Freiberufler aus: für Sängerinnen und Sänger, Regisseure, Regieassistenten und generell für all jene freien Künstler, die ausschließlich für einzelne Projekte oder Aufführungen engagiert und bezahlt werden. Während für Instrumentalmusiker und andere Kulturbereiche bereits entsprechende Nothilfefonds eingerichtet wurden, gibt es eine solche Hilfe für freischaffende SängerInnen und Beschäftigte des Musiktheaters bislang nicht.
Die Initiatoren geben an, dass auf Antrag einmalig bis zu 2000 Euro pro Person aus dem Fonds ausbezahlt würden. Nähere Informationen – auch für diejenigen, die spenden möchten - sowie der Antrag auf Corona-Hilfe sind auf folgender Webseite zu finden: www.saengerhilfe.de

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Schwarzwald-Musikfestival wird verschoben

(red.) Aufgrund der aktuellen Situation muss das diesjährige Schwarzwald-Musikfestival (15. Mai bis 1. Juni) auf das kommende Jahr verschoben werden: Es soll nun vom 7. bis 24. Mai 2021 stattfinden. Man arbeite bereits an der Festlegung der einzelnen Konzerttermine, heißt es seitens der Festival-Leitung. Alle gekauften Eintrittskarten behalten währenddessen ihre Gültigkeit. Nach Bekanntgabe der neuen Veranstaltungstermine haben Kunden im Falle eines Erstattungswunsch es sechs Wochen lang die Möglichkeit, Ihre Tickets an das Festivalbüro postalisch zurückzusenden. Sie erhalten daraufhin Ihren Kaufpreis zurück. Weitere Informationen unter www.schwarzwald-musikfestival.de

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Weitere Absagen wegen Corona

Wie zu befürchten war, betriftt die Corona-Krise auch die Schwetzinger Festspiele und die Europäischen Kulturtage. Inwieweit man einzelne der in Schwetzingen vorgesehenen Konzerte nachholen könne, werde in Abhängigkeit der Pandemieentwicklung geprüft, heißt es seitens des SWR.
Abgesagt sind ebenfalls die Europäischen Kulturtage, die im kommenen Jahr im gleichen Zeitraum stattfinden sollen. Da das Thema "Europa - ein Versprechen" lautet, wolle man die derzeitige Bewährungsprobe mit berücksichtigen.
Der Klavierabend mit Jan Lisiecki im Rahmen der "Karlsruher Meisterkonzerte" am 26. März wird verschoben. Genauere Informationen sind den jeweiligen Webpräsenzen der Veranstalter zu entnehmen.

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Corona-Krise: "Generalpause" an der Musikhochschule

(red.) Die Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Trossingen haben sich eine „Generalpause“ verordnet und sich mit dem Wissenschaftsministerium unter anderem auf folgendes Vorgehen verständigt: Der Semesterbeginn wird auf den 20. April 2020 verschoben. Bis dahin gibt es weder Unterricht noch Seminare, ebenso keine Proben, Konzertveranstaltungen oder größere Prüfungskonzerte.
In der Hochschule darf zudem nicht geübt werden. Die Hochschulgebäude dürfen für diese Zwecke bis einschließlich 19. April 2020 nicht genutzt werden.
Die Bibliothek bleibt bis zum 20. April geschlossen. Die Ausleihe ist nach individueller Absprache mit der Bibliotheksleitung möglich.
Geschlossen bleibt auch die Verwaltung, somit findet auch kein Publikumsverkehr statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und per e‐Mail erreichbar. Da die Musikhochschulen viele Studierende und Neustudierende aus den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikoländern haben, ist ein vollständiges Ruhen des Hochschulbetriebs (von einzelnen Forschenden abgesehen) aus Sicht der Rektorate zum vorbeugenden Schutze aller nötig.