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Baden-Baden: Osterfestspiele abgesagt

(red.) Es war zu erwarten, nun ist es Gewissheit: Die Osterfestspiele 2020 können nicht stattfinden. Mit der am Wochenende veröffentlichten Allgemeinverfügung über das Verbot von Veranstaltungen bis zum 19. April sei das Festival unmöglich geworden, so Intendant Benedikt Stampa. „Wir sind nun verpflichtet, die Osterfestspiele 2020 sowie sämtliche weiteren Konzerte und Veranstaltungen abzusagen. Ich bin sehr traurig, dass nun alle Vorbereitungen beendet werden. Wir standen schon in den fertigen Kulissen für die Beethoven-Oper ‚Fidelio’.“
Das Festspielhaus Baden-Baden bittet die Besucher, die bereits Eintrittskarten für die Osterfestspiele gekauft hatten, um Geduld. „Wir werden uns so rasch es geht mit allen Kunden in Verbindung setzen“, so Benedikt Stampa. Mit den Berliner Philharmonikern befindet sich das Festspielhaus derzeit in Gesprächen über ein exklusives und außerplanmäßiges Konzertwochenende im Herbst. „Ich bin dem Orchester und seinem Chefdirigenten Kirill Petrenko sehr dankbar, wenn sie sich auf diese Weise zu Baden-Baden bekennen und ihrem Publikum hier eine Freude machen würden.“
Das Programm für die Saison 2020/21 steht indessen bereits fest; der Vorverkauf startet in der kommenden Woche. Die eigentlich für vergangenen Freitag vorgesehene Spielplan-Pressekonferenz wurde aufgrund der derzeitigen Ereignisse abgesagt.

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Corona-Krise betrifft Kirchenkonzerte, Bruchsaler und Ettlinger Schlosskonzerte

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise haben sich weitere Veranstalter der Region - zum Schutze des Publikums und um einer weiteren Verbreitung entgegen zu wirken - dazu entschlossen, ihre Konzerte abzusagen: Dies betrifft die Markus-Passion am 14. März in St. Bernhard in Karlsruhe und das Konzert der Speyerer Domsingknaben am 15. März in der Christuskirche Karlsruhe.
Auch das Oratorienkonzert mit Haydns „Schöpfung“ in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe am Sonntag, den 15. März wurde abgesagt; hier ist zunächst eine Verschiebung auf Ende Juni geplant. Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit oder können zurück gegeben werden.
Betroffen sind ebenso die Bruchsaler Schlosskonzerte: Abgesagt sind zunächst die beiden bereits ausverkauften Konzerte am 20. März mit der Münchner Cellistin Raphaela Gromes und am 24. April mit dem Van Baerle Trio Amsterdam. Ob das gleichfalls ausverkaufte Saison-Abschlusskonzert am 15. Mai mit dem dänisch-lettischen Carion Wind Ensemble stattfinden kann, ist derzeit noch offen. Die gelösten Karten werden entsprechend zurückerstattet. Weitere Informationen unter www.bruchsaler-schlosskonzerte.de
Das Ettlinger Schlosskonzert am 22. März mit dem Duo Sebastian Manz und Michael Klett wird auf 11. Oktober verschoben.

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Staatstheater Karlsruhe unterbricht Vorstellungsbetrieb bis 19. April

(red.) Auch das Staatstheater Karlsruhe folgt der Anordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Mit dem Ziel, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, finden vom 11. März bis zum 19. April 2020 keine Vorstellungen statt, teilt das Haus mit. Die Einstellung des Spielbetriebs betrifft alle Spielstätten und Veranstaltungsorte des Theaters. Erworbene Eintritts- und Abokarten für abgesagte Vorstellungen werden automatisch storniert und in einen Gutschein umgewandelt. Falls seitens des Theaters Rückfragen bestehen, wird sich der Kartenservice – soweit Kontaktdaten vorliegen – bei den Kunden melden. Alle anderen KartenkäuferInnen werden gebeten, sich ab 13.3. an den Kartenservice zu wenden (0721 933 333 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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Corona-Krise: Auch das Konzert mit den Wiener Philharmonikern in Baden-Baden fällt aus

(red.) Aufgrund des heute veröffentlichten Erlasses des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kann das ausverkaufte Konzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Andris Nelsons am Samstag, 14. März 2020 im Festspielhaus Baden-Baden leider nicht stattfinden. Dies teilte das Haus heute mit. Den Kunden dieses Konzertes macht das Festspielhaus folgende Vorschläge: Umtausch der Eintrittskarten für eines der folgenden Konzerte in der kommenden Saison - Saisoneröffnung mit Sir Simon Rattle und dem London Symphony Orchestra, am Sonntag, 20. September 2020; Konzert der Münchner Philharmoniker unter Thomas Hengelbrock mit Beethovens „Eroica“ am Samstag, 28. November 2020 oder das Konzert mit Rotterdam Philharmonic Orchestra mit Lahav Shani - Mahler, Sinfonie Nr. 6. am Samstag, 20. Februar 2021.
Möglich ist auch ein Umtausch der Tickets in einen Kartengutschein gleichen Wertes oder eine Umwandlung des Wertes der Eintrittskarten in eine Spende; das Festspielhaus sendet eine Spendenquittung zu. Des Weiteren ist eine Rückerstattung des Kaufpreises möglich.
Kunden können sich ab sofort an das Service Center Ticketing des Festspielhauses Baden-Baden wenden unter Tel. 07221 / 30 13 101 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Das Team um Intendant Benedikt Stampa arbeitet zudem derzeit an Szenarien für den Fall, dass auch die Osterfestspiele 2020 von der Corona-Krise betroffen wären und kündigt an, sich dazu zu äußern, wenn die wichtigsten Fragen geklärt sind.
(Update: Auch der Liederabend mit Renée Fleming und Evgeny Kissin am 15. März ist betroffen, Informationen unter www.festspielhaus.de)

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Festspielhaus: Konzertabsage für 8. März

Das für Sonntag, 8. März geplante Konzert mit dem Kammerorchester Basel muss ausfallen. Dies teilte das Festspielhaus Baden-Baden mit.
Die gesamte bisherige Tournee des Kammerorchester Basel mit Spielorten in Hong Kong und Basel musste aufgrund der Krise rund um das Corona-Virus abgesagt werden, sodass das verbleibende Konzert in Baden Baden nicht gehalten werden konnte. Das Festspielhaus Baden-Baden schließt sich daher dieser Absage an und weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nichts mit der aktuellen Lage rund um den Corona-Virus vor Ort zu tun hat. Das Publikum wird direkt vom Festspielhaus informiert, der Vorverkauf für die kommenden Veranstaltungen läuft normal weiter.

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Osterfestspiele: Lorenzo Viotti statt Yannick Nézet-Séguin

(red.) Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, wird das geplante Konzert mit den Berliner Philharmonikern am 11. April 2020 in Baden-Baden aus persönlichen Gründen nicht dirigieren können. Dies teilte das Festspielhaus Baden-Baden mit. Für ihn übernimmt der Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti, der in der Musikwelt derzeit für viel Aufsehen sorgt und mit Gustav Mahlers 3. Sinfonie in Baden-Baden debütieren wird. Solistin des Konzertes ist wie geplant Elina Garanča. Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa erklärt die Situation folgendermaßen: „Da Yannick Nézet-Séguin in dieser Woche die geplanten Proben und Konzerte mit dem gleichen Programm in der Berliner Philharmonie nicht wahrnehmen kann, springt Lorenzo Viotti ein. Spätere Proben für das Baden-Badener Konzert sind terminlich nicht mehr möglich. Es ist eine Situation eingetreten, die schnelles Handeln erfordert.“
Die Umbesetzung des Dirigenten bei einem der fünf großen sinfonischen Konzerte der Osterfestspiele 2020 in Baden-Baden kommt zu einem Zeitpunkt, da Yannick Nézet-Séguin und Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa gerade eine Vertiefung der künstlerischen Zusammenarbeit vereinbart haben. „Es ist natürlich verwirrend, dass wir zwei Tage nach einem höchst erfolgreichen Konzert mit Yannick Nézet-Séguin und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und am gleichen Tag, an dem die Metropolitan Opera sein Konzertgastspiel in Baden-Baden für 2021 bekannt gibt, die Umbesetzung im anstehenden Konzert der Osterfestspiele veröffentlichen“, so der Intendant. Für Benedikt Stampa ist aber klar: „Yannick Nézet-Séguin kommt in Zukunft zurück nach Baden-Baden. Niemandem tut die jetzige Situation mehr leid als dem Künstler selbst“, so der Intendant.
Wie die Metropolitan Opera zudem bekannt gibt, geht das Met Orchestra im Sommer 2021 direkt im Anschluss an seine jährliche Residenz in der New Yorker Carnegie Hall auf Europatournee. Yannick Nézet-Séguin wird sämtliche Konzerte der Gastspielreise dirigieren, mit Stationen im Londoner Barbican Centre (29. Juni 2021), in der Philharmonie Paris (30. Juni und 1. Juli 2021) und im Festspielhaus Baden-Baden (3. und 4. Juli 2021).
Der Vorverkauf beginnt ab dem 16. März.

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Tag des Musikunterrichts in Baden-Baden: Musik als "Spaß"- und Ausgleichs-Fach?

Zu einem „Tag des Musikunterrichts“ luden das Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit dem Festspielhaus Baden-Baden: Im Mittelpunkt standen dabei Workshops, die auf eine sinnlich erfahrbare Musikvermittlung abzielen und neue Impulse für den Musikunterricht geben könnten, wie etwa „Body Percussion“, „Soundpainting“ oder „Beatboxen“.
Eine Talkrunde beschloss den Tag; diskutiert wurde dabei die Frage, was der Musikunterricht grundsätzlich leisten kann und ob Musik in der Schule eher ein „Spaß- und Ausgleichsfach“ darstellen sollte. Darüber sprachen Rüdiger Beermann (Festspielhaus Baden-Baden) und Achim Fessler (Fachberater Musik am Regierungspräsidium Karlsruhe) mit der Gesangspädagogin Amélie Erhard (München), der Professorin Silke Schmid (Pädagogische Hochschule Freiburg) und dem Musik-Philosophen Thomas Dworschak (Universität Leipzig).
Ausgangspunkt hierbei bildete eine Umfrage unter Erwachsenen, die den Musikunterricht offenbar zum Teil als bloßstellend und beschämend erlebt hatten. Achim Fessler kritisierte zudem einen „veralteten Bildungsbegriff“, wonach in der Unterstufe häufig nur gesungen, in der Oberstufe hingegen analysiert werde. Auf dem Podium war man sich einig darüber, dass Musik ein Ausgleichsfach sei, also „Freude bereiten“ sollte.
Die Diskutanten verstehen dabei Musik als etwas, das „aus sich heraus“ bereits sinnvoll sei; einen Zugang zur Musik schaffe unter anderem die praktische Klangerzeugung. Der Musikunterricht sei zudem dann gut, wenn es gelinge „Erfolgserlebnisse“ zu vermitteln, denn mit Klängen könne zunächst einmal „gespielt“ werden.
Wie kein anderes Fach sei außerdem die Musik dazu geeignet, eine ganze Gruppe von Menschen gleichermaßen anzusprechen, da sich beispielsweise ein bestimmter Rhythmus, ein „Groove“ auch auf andere übertrage. Dieses Phänomen sei beispielsweise gut dazu geeignet, die Musik als „integratives Mittel“ (etwa in der Arbeit mit Flüchtlingen) einzusetzen.
Einig waren sich die Pädagogen darüber, dass stets das Individuum - der Schüler - und sein jeweiliger Entwicklungsprozess im Vordergrund stehen müsse.
Außerdem wurde die Frage erörtert, was überhaupt eine „musikalische Kompetenz“ sei – denn schließlich gehe es im Schulunterricht vielfach nur um das Abfragen von lexikalischem Wissen. Dies habe mit „Musikalität“ jedoch erst einmal nichts zu tun.
Obwohl die Diskutanten einen praktischen, sinnlich erlebbaren Zugang zur Musik eindeutig befürworteten, sah man jedoch auch das Spannungsfeld, indem sich der Musikunterricht grundsätzlich bewegt: Denn der Bildungsplan gibt schließlich eindeutige Ziele – etwa die Erarbeitung von Tonräumen und Notenwerten – vor.

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Historischer Stoff mit böser Ahnung: Kammeroper "Simplicius Simplicissimus" von Karl Amadeus Hartmann bei den Osterfestspielen

Spannendes Musiktheater erwartet die Besucher der Baden-Badener Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern: Neben der Hauptproduktion, Beethovens „Fidelio“, ist als zweites Bühnenwerk die Kammeroper „Des Simplicius Simplicissimus Jugend“ von Karl Amadeus Hartmann im Theater Baden-Baden zu sehen. Diese Kammeroper thematisiert – ebenso wie die barocke Vorlage des Dichters Grimmelshausen – den Dreißigjährigen Krieg, eines der größten Traumata in Europa. Geschrieben wurde die Urfassung (auf Anregung des Dirigenten Hermann Scherchen) in den Jahren 1934 bis 1936, und zwar bereits in der Vorahnung der drohenden Katastrophe. Der historische Stoff enthält somit einen bewussten Gegenwartsbezug. Hartmann musste seine Partitur deshalb vor den Nazis verstecken; erst 1948 wurde das Werk uraufgeführt.
Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa nennt die Kammeroper ein „Meisterwerk der Musikgeschichte“; sie stehe zudem in echter Nachbarschaft zur „Freiheitsoper“ Fidelio. Somit gebe es bei den diesjährigen Festspielen zwei „große thematische Blöcke“, die den Blick darauf lenken, dass Europa „auch heute wieder gefährdet“ sei, sagte Stampa im Rahmen eines Pressegesprächs. Für Nicola May, die Intendantin des Theaters Baden-Baden, ist die Produktion jener spannende Moment im Jahr, in dem das Theater die Türen öffne „für die Musik und die jungen Gäste“.
Erarbeitet wird die Oper mit jungen Sängerinnen und Sängern; im 18köpfigen Orchester sitzen Mitglieder der Berliner Philharmoniker sowie junge Künstler der Karajan-Akademie. Chorsänger aus der Region verstärken das Ensemble.
Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die das Werk als „Geschenk“ bezeichnet; Hartmann habe „parabelhaft“ in die Zukunft geblickt: „An diesem ahnungsvollen Punkt stehen wir heute auch wieder“. Musikalisch speist sich die Kammeroper aus unterschiedlichen Einflüssen: Der Komponist orientierte sich an Strawinsky, Prokofiew und Bartok; verschiedene vokale Formen wie Lied, Arie oder Bänkelgesang verdichten das Drama um die Hauptfigur, die ihre Naivität als Waffe einsetzt.
Die Baden-Badener Produktion stellt damit auch einen Bezug zur Region her - schrieb doch Grimmelshausen sein Hauptwerk im benachbarten Renchen. Beteiligt am Projekt, das unterstützt wird durch die Zastrow-Foundation, sind deshalb auch sieben Schulen aus der Region: Die Schülerinnen und Schüler widmen sich dem Thema im Rahmen einer Ausstellung, deren Exponate sie selbst erarbeitet haben.
Premiere ist am 5. April im Theater Baden-Baden, nach den Festspielen geht das Stück in den Spielplan des Theaters über.

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Festspielhaus Baden-Baden: Neues Leitungsteam stellt sich vor/ Festspielhaus-Charakter soll künftig gestärkt werden

Nun ist sie vollständig, die neue „Kapitänsbrücke“ im Festspielhaus Baden-Baden: Seit Beginn der laufenden Spielzeit ist Benedikt Stampa als neuer Intendant im Amt. Die Betriebswirtin Ursula Koners, vormals Leiterin des des Instituts für Familienunternehmen an der privaten Zeppelin-Universität in Friedrichshafen, folgte kurz darauf als Geschäftsführerin: Zeit also, im Rahmen eines Pressegesprächs jetzt eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
„Das kommt mir vor wie ein Jahr, und das ist ein gutes Zeichen“, sagte Koners und verwies auf das „spannende Umfeld“, in dem es noch viel Gestaltungsfreiheit gebe. „In den letzten 20 Jahren wurde das Haus zu einer besonderen Strahlkraft geführt, aber jetzt steht ein Generationenwechsel an" – und damit neue Impulse sowohl bei den Mitarbeitern, als auch bei den Künstlern und den Förderern des Hauses. Zu Gute komme ihrer Arbeit außerdem, dass sie im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Zeppelin-Universität bereits Kontakt hatte mit jenen Unternehmen, die das Festspielhaus unterstützen. Weiteres Verbesserungspotenzial sieht sie im Bereich der Digitalisierung, der Vermarktung durch Online-Kanäle.
Gleichzeitig aber möchte man sich in Baden-Baden verstärkt auf die eigene Musik-Geschichte zurückbesinnen, die auch im Programm Niederschlag finden soll. Zudem hat Stampa bereits Gespräche mit dem Burda Museum und dem Brahms-Haus geführt: Er schwärmte von der kulturellen „Fülle“.
Auch der Dirigent Thomas Hengelbrock, der jüngst mit einem Beethoven-Programm zu Gast war, sei ein Künstler, wie er bereits im 19. Jahrhundert in der „Sommerhauptstadt Europas“ hätte gastieren können: „Er ist faszinierend und inspirierend als Künstlerpersönlichkeit und als Ensemble-Gründer“, so Benedikt Stampa. Außerdem erreiche er „genau die richtige Mischung zwischen tiefgründiger Interpretation und kommerziellem Erfolg“.
Dieser kommerzielle Erfolg stellte sich im vergangenen Herbst in Baden-Baden häufig ein: Der Saisonbeginn im September, die Herbstfestspiele mit dem Dirigenten Teodor Currentzis und das traditionelle Winter-Gastspiel mit dem Mariinsky Ballett hätten die 100-Planungen übertroffen, teilte Ursula Koners mit.
Künftig soll das Haus noch stärker zum Festspielhaus im eigentlichen Sinne ausgebaut werden: Säulen sind dabei die Pfingstfestspiele mit dem SWR Symphonieorchester, das im Festspielhaus wieder eine „Heimat“ bekommt, daneben die Sommerfestspiele mit dem Gewandhausorchester Leipzig (als Residenz-Orchester) und besonders die Osterfestspiele mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern. Sie schätzen den Spielort außerordentlich: „Es war schön, an den Gesprächen teilzunehmen“, erzählte Ursula Koners, „und dabei mitzuerleben, wie sehr sich das Orchester auf Baden-Baden freut.“ Auch der Choreograf John Neumeier wird verstärkt im Programm vertreten sein.
Was die Zuschauer angeht, so will man künftig vermehrt in der Schweiz und in Frankreich Fuß fassen. „Baden-Baden hat das Zeug dazu, zu einem der führenden Festspielhäuser in Europa zu werden,“ ist Benedikt Stampa überzeugt.

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Neujahrskonzert des Tonkünstler-Ensembles: Beethoven zum 250. Geburtstag

Das Neujahrskonzert des Tonkünstler-Ensembles am Samstag, den 11. Januar (19.30 Uhr, Gartensaal des Karlsruher Schlosses) steht ganz im Zeichen des diesjährigen Jubilars Ludwig van Beethoven. Unter dem Motto "Beethoven, wie ihn keiner kennt" sind eher unbekannte Werke zu hören, darunter auch Erstaufführungen. Konzipiert wurde das Programm von Joachim Draheim, der auch durch den Abend führt.
Der Eintritt ist frei; eine Reservierung unter www.dtkv.net/BW/orts-und-regionalverbaende/89-karlsruhe.html wird jedoch dringend empfohlen. Die
reservierten Karten können bis spätestens 19.15 Uhr am Konzertabend abgeholt werden.