Pamina Magazin

Die neue Website

Pamina-Magazin liefert Ihnen hochwertige Berichte zur Klassik im Südwesten. Wir informieren Sie über Konzerte, Künstler, CDs und Veranstaltungen.

Sie haben die Wahl

Das neue Abo-Modell

Unsere Inhalte können Sie mit verschiedenen Abo-Modellen nutzen. Beim Bezahlsystem haben wir uns für den Marktführer PAYPAL entschieden. 
PAMINA kurz notiert

Karlsruher Rede mit Wolfgang Schäuble im Stream

Mit der Akademischen Feier und der "Karlsruher Rede" beginnt traditionell das neue Semester an der Musikhochschule Karlsruhe. Doch weil derzeit das Wolfgang-Rihm-Forum nur über 56 Sitzplätze verfügt, ist diese Feier am morgigen Mittwoch, den 14. Oktober diesmal eine geschlossene Veranstaltung. Die Rede mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble kann man dennoch hören, und zwar ab 17 Uhr unter www.hfm.eu.

PAMINA kurz notiert

Festspielhaus Baden-Baden startet mit Ballett

(red.) Mit dem Ballett „Ghost Light“ des Hamburg Ballett und dessen Chefchoreograf John Neumeier starten die Festspiele Baden-Baden am morgigen 8. Oktober in die neue Saison. Intendant Benedikt sei „erleichtert, dass es endlich wieder losgeht“, heißt es in einer Mitteilung des Hauses.
Das Hamburg Ballett gehörte international zu den ersten Compagnien, die nach dem Shutdown die Arbeit im Ballettsaal wiederaufgenommen haben. „Ich wollte die Einheit der Compagnie bewahren“, wird Neumeier zitiert. Bald darauf entwickelte der Hamburger Ballettchef die Idee, ein Werk zu kreieren, welches das geltende Abstandsgebot nicht nur respektiert, sondern es zugleich zur Grundlage der Struktur macht. „Wir haben zehn Paare in unserer Compagnie, die zusammen tanzen dürfen, andere Solistinnen und Solisten dürfen nun nicht zusammen tanzen. Auch diese Ungerechtigkeit ist ein Teil des Stückes“.
John Neumeiers Konzept bezieht 55 Tänzerinnen und Tänzer seiner Compagnie mit ein: "Ghost Light" ist ein Ensemble-Ballett, das in Fragmenten entwickelt ist - vergleichbar etwa mit einzelnen Instrumentalstimmen einer Sinfonie. „Wie die einzelnen Teile sich letztlich zu einem Werk verbinden, wird von dem Moment abhängen, in dem wir uns auf der Bühne wieder nahekommen und anfassen dürfen“, so John Neumeier.
John Neumeier knüpft mit dem Titel „Ghost Light“ an eine Tradition des amerikanischen Theaters an. Nach Proben oder Aufführungen wird mitten auf der Bühne ein Metallständer mit einer einzigen Glühbirne aufgestellt. Die Lampe zeigt an, dass kein Künstler die Bühne nutzen darf. Das Ghost Light brennt die ganze Nacht hindurch – bis sich die Bühne wieder mit Leben füllt.
Die Musik zu „Ghost Light“ – Solo-Klavierwerke von Franz Schubert – wird live von David Fray in Baden-Baden gespielt.
Für Interessierte, die keine Karten mehr erhalten haben, gibt es Ersatz: Der deutsch-französische Sender ARTE wird „Ghost Light“ am Samstag, 10. Oktober 2020 um 18 Uhr aus Baden-Baden live im Internet auf arte.concert.tv präsentieren. Das SWR-Fernsehen plant mit ARTE danach TV-Ausstrahlungen.

PAMINA kurz notiert

Karlsruher Meisterkonzerte: Start mit Martin Stadtfeld am kommenden Freitag

„In Zeiten, in denen andere Veranstalter weniger machen, da tun wir dafür mehr!“ Das war die klare Ansage von Michael Heintz und Alexandra Hodapp, die mit ihrer „Klassik-Agentur“ die Meisterkonzerte im Konzerthaus Karlsruhe betreuen. Kurzfristig hatten sie bereits den Mainzer Musiksommer ermöglicht; dabei, so erzählten sie auf der heutigen Pressekonferenz, „haben wir große Dankbarkeit beim Publikum“ erlebt. „Wir dürfen uns aber nicht an kleine Besetzungen gewöhnen, sondern wir brauchen Konzepte und Lösungen, um mit der Situation umzugehen!“ appelliert Heintz.
Dankbar, wieder spielen zu dürfen, ist man auch in den Reihen der Orchester, die sich an der Karlsruher Konzertreihe beteiligen: dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, der Deutschen Radiophilharmonie und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. In Zeiten steigender Infektionszahlen und bedrohlicher Meldungen sei es ebenso wichtig, „dass wir den Leuten die Angst nehmen und sie dazu ermutigen, wieder ins Konzert zu gehen“, war man sich auf dem Podium einig. Die Sicherheitskonzepte seien erprobt und geprüft, das Publikum klassischer Konzerte ausgesprochen diszipliniert. Im öffentlichen Raum gehörten die Konzertsäle deshalb möglicherweise zu den sichersten Plätzen. Und schließlich sorgten gemeinsame Konzerterlebnisse „für den psychosozialen Zusammenhalt, denn auch die Seele will ernährt werden“, betonten Maria Grätzel, Orchestermanagerin der Radio Philharmonie und Judith Schor, Pressereferentin der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Den Anfang macht am kommenden Freitag, den 2. Oktober der Pianist Martin Stadtfeld mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Garry Walker. Auf dem Programm steht Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 und Schuberts Sinfonie Nr. 5 – beide Werke tragen noch den Geist Mozarts und werden in gleicher Besetzung gespielt. Auch diese Herausforderung macht man sich als Hörer nicht immer bewusst: Die Corona-Verordnungen (die zudem nicht überall gleich sind) sorgen nicht nur für Einschränkungen im Repertoire, sondern sie erschweren auch das gemeinsame Musizieren. „Die Musiker sitzen teilweise in einem Abstand auf der Bühne, als hätten sie nichts miteinander zu tun“, so Günter Müller-Rogalla, Intendant des Staatsorchesters.
Am 24. Oktober gastiert die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman (die übrigens in absehbarer Zeit ihre Sängerkarriere beenden möchte) mit Mahlers Rückert-Liedern im Konzerthaus – gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie unter Michael Sanderling. Zu hören ist daneben Bruckners Streichquintett F-Dur in einer Fassung für Streichorchester. Am 6. Dezember, bei einem „Tag der Musik“, gastiert das Vokalensemble Amarcord um 11 Uhr in Karlsruhe, um 15 Uhr gibt die Pianistin Ragna Schirmer ein Familienkonzert, bevor sie am Abend mit einem Klavierrezital unter dem Motto „Wahlverwandtschaften“ mit Werken von Mozart und Chopin zu hören ist. Festlich wird es schließlich am 23. Dezember: Bei diesem Konzert mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist Corellis Weihnachtskonzert und das Trompetenkonzert E-Dur von Johann Nepomuk Hummel zu hören. Es spielt der junge Karlsruher Solist Simon Höfele. Alle Abend-Konzerte (ohne Pause) beginnen um 18 Uhr und um 20.30 Uhr; es gibt eine Abendkasse, jedoch keine Garderobe und kein Catering. Weitere Informationen unter www.karlsruhe-klassik.de

PAMINA kurz notiert

Freundeskreis Festspielhaus besteht seit 25 Jahren

(red.) Ziemlich genau um diese Zeit vor 25 Jahren, nämlich am Nachmittag des 23. September 1995, wurde im Parkhotel Brenner‘s der gemeinnützige Verein „Freundeskreis Festspielhaus Baden-Baden“ gegründet – damals mit dem Ziel, den Bau des Hauses (finanziert durch Stadt und Land) zu begleiten und dabei einen Spielbetrieb auf den Weg zu bringen, der privat getragen wird. Vorausgegangen war zwei Jahre zuvor ein privater Initiativkreis.
Aus den zunächst rund 40 Mitgliedern wurde im Laufe der Jahre 1590 Unterstützer, die bis heute 14,3 Millionen Euro für das Programm aufgebracht haben: Eigentlich wäre das ein Grund zum Feiern, doch diese Feier gibt es aufgrund der Corona-Krise derzeit nur virtuell im Internet.
Doch gerade in Krisenzeiten, so wurde auf der gestrigen Pressekonferenz deutlich, kommt dem Verein eine besondere Bedeutung zu: Bis zum jetzigen Zeitpunkt, so der stellvertretende Vorsitzende John Feldmann, hätten die Mitglieder dem Haus in diesem Jahr durch ihre Beiträge und Spenden mehr als eine Million Euro zukommen lassen. „Wir konnten sogar 26 neue Mitglieder gewinnen, obwohl es seit März keine Veranstaltungen mehr gab“. Dies sei ein „Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens“. Damit ist der Freundeskreis Festspielhaus tragende Säule des Hauses, neben den Stiftern und den Einzelspendern. Etwa die Hälfte der Mitglieder kommt aus der Region, einige auch aus dem Ausland, manche sogar aus Übersee.
Der Vorsitzende des Freundeskreises, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, war live per Telefon zugeschaltet und lobte ausdrücklich die gesellschaftliche Initiative: „Das ist eine unglaublich tolle Geschichte, wie hier hochwertige Kultur durch bürgerliches Engagement getragen wird“. Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa nannte den Freundeskreis gar einen der „leistungsstärksten“ in Europa.
Seit zwanzig Jahren richtet der Freundeskreis gemeinsam mit dem Festspielhaus das jährliche Gala-Konzert aus – zu Gast waren hier bereits Anne-Sophie Mutter, Jonas Kaufmann oder Christian Thielemann. In 450 Sonderveranstaltungen hatten die Mitglieder außerdem bislang die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen, Künstler zu treffen und miteinander zu feiern; auch Workshops und Musik-Reisen zu anderen internationalen Häusern stehen regelmäßig auf dem Programm. Außerdem haben die Mitglieder ein Vorkaufsrecht beim Kartenerwerb.
Die Unterstützer der ersten Stunde bewiesen zweifellos Mut und Visionen, als sie das Haus durch die schwierigen Anfangsjahre trugen. Nun, in der Corona-Pandemie – die womöglich die gesamte Kulturlandschaft wesentlich verändern wird – sei es die größte Herausforderung, den Freundeskreis nicht nur zu erhalten, sondern auch zu erweitern, so die Verantwortlichen. Deshalb komme es jetzt darauf an, auch die jüngeren Generationen als Unterstützer zu gewinnen.
Für die zweite Tranche des Herbstprogramms liegen kurz nach Veröffentlichung bereits wieder Wartelisten auf. Doch der Ticketverkauf, so Stampa, sei insgesamt aufgrund Entwicklung der Corona-Zahlen unvorhersehbar. Außerdem sieht Stampa die Tendenz, dass vor allem die ganz großen Namen die Menschen ins Konzert und in die Oper locken. „Wir müssen aber in der Breite erfolgreich bleiben“; der Betrieb dürfe sich nicht zuspitzen „auf die wenigen großen Veranstaltungen.“

PAMINA kurz notiert

Toccarion Baden-Baden lädt zur Führung für Erwachsene

(red.) Musik verbindet über alle Grenzen hinweg, auch über Altersgrenzen: Deshalb öffnet das TOCCARION Baden-Baden seine Pforten viermal im Jahr für Erwachsene und lädt am Freitag, den 25. September (18 Uhr) zu einem speziellen Programm in die Kinder-Musik-Welt ein. Hier können erwachsene Besucher die vielfältigen Stationen erkunden und ihren „Spieltrieb“ an den interaktiven Installationen in den Räumen des Alten Bahnhofs ausleben. Im Fürstenzimmer stehen zahlreiche Orchester-Instrumente zum Ausprobieren zur Verfügung; im Alten Casino warten weltweit einzigartige Rieseninstrumente. Unter professioneller Anleitung dürfen die Teilnehmer nach Wunsch musizieren oder komponieren; ob man musikalischer Profi oder Laie ist, spielt dabei keine Rolle. Anschließend klingt die Reise durch die Geschichte des Alten Bahnhofs bei einem Glas Sekt aus. Der Einlass erfolgt über den Eingang des TOCCARION. Aufsteller weisen den Gästen den Weg. Die Teilnahme für die etwa dreistündige Veranstaltung kostet pro Person 15 €. Tickets können unter 07221/3013185, unter www.toccarion.de oder vor Ort gekauft werden. Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der Schutz- und Hygieneregeln statt.

 

PAMINA kurz notiert

Staatstheater Karlsruhe: Mit Not-Plan in die neue Spielzeit/ Derzeit kaum Plätze im freien Verkauf

Ein „positives Signal“ wollte man senden, als im Mai die kommende Opernsaison und der Konzertspielplan für 2020/21 vorgestellt wurden. Das Programm war dabei von einem ehrlichen Optimismus des neuen GMD Georg Fritzsch getragen; dennoch aber dürfte damals den Beteiligten klar gewesen sein, dass vieles in dieser Form nicht über Bühne gehen kann. Von einem „Plan B“ war deshalb bereits frühzeitig die Rede und vom viel zitierten „Auf-Sicht-Fahren“. Wünschenswert wäre es jedoch gewesen, man hätte diesen „Plan B“ rechtzeitig veröffentlicht. Die umfangreiche Broschüre zur neuen Spielzeit (die morgen mit dem Theatertag beginnt) ist jedenfalls im wörtlichen Sinne Makulatur. Aktuelle und gültige Informationen sind ausschließlich der Website des Hauses zu entnehmen.
Anstatt der geplanten Alpensinfonie hat man zweimal Beethoven auf das Programm des ersten Sinfoniekonzerts am 27. und am 28. September gesetzt. Musik von Strauss gibt es dennoch: Die Metamorphosen für 23 Solostreicher und die vier letzten Lieder (Solistin: Christiane Libor) sind in einem eigenen Konzert zu hören, das am 20.09. (15 Uhr und 18 Uhr), am 08.10. (19 Uhr und 21 Uhr) und am 25.10. (18 Uhr und 20 Uhr) auf dem Spielplan steht. Diese Aufführung ersetzt zugleich die Wiederaufnahme der Oper „Elektra“.
Der Termin am 20.09. ist jedoch der einzige, für den derzeit im freien Verkauf Karten erhältlich sind. Für die anderen Termine – so etwa auch Mozarts „Don Giovanni“ in einem 90minütigen „Spotlight“ oder Franz Lehars „Lustige Witwe“ in Salon-Fassung – gibt es vorerst keine Karten, da zunächst die Abonnenten berücksichtigt werden. Lediglich die Beleuchtungsprobe zur Lehar-Operette (02.10.) wird derzeit im freien Verkauf angeboten. Für die konzertante Fassung von Verdis „La Traviata“ (30.10., 19 Uhr 21 Uhr), sind indessen Karten erhältlich.
UPDATE: Für "Spotlight Don Giovanni" (eine Kurzfassung der Oper aus der Perspektive der Frauengestalten) gibt es derzeit Karten für die Aufführung am 25.09. um 21 Uhr. Rest- und Stehplätze hingegen gibt es für 19 Uhr und für die Vorstellung am 03.10. um 15 Uhr. 

PAMINA kurz notiert

Festival "ZeitGenuss" in Karlsruhe: Wolfgang Rihm im Mittelpunkt

Im Jahr 2013 ging in Karlsruhe die erste Ausgabe des Festivals „ZeitGenuss“ über die Bühne: Die Idee, sich der zeitgenössischen Musik regelmäßig und intensiv zu widmen, entstand im Nachklang zu den Europäischen Kulturtagen 2012, die den 60. Geburtstag von Wolfgang Rihm ins Blickfeld rückten.
Im Laufe der Zeit hat sich „ZeitGenuss“ zu einer festen Größe im Karlsruher Kultur-Herbst etabliert; von Jahr zu Jahr waren die Konzerte besser besucht. In der jüngeren Vergangenheit hat man das Festival – das vor allem auch eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Stadt Karlsruhe, der Musikhochschule und den Künstlern und Kantoraten zeigt – auf wenige Tage verkürzt, das Programm wurde dabei verdichtet. Zudem sind die Komponisten, denen das Festival gewidmet ist, auch für die Konzeption zuständig.
In diesem Jahr, nämlich vom 22. bis zum 25. Oktober, steht erneut Wolfgang Rihm im Mittelpunkt. Der Komponist erinnerte im Rahmen der Pressegesprächs sogleich daran, dass man mit der zeitgenössischen Musik im Grunde ja nur eine Tradition in Karlsruhe fortsetzte: Der legendäre Hofkapellmeister Felix Mottl führte seinerzeit die Zeitgenossen Bruckner und Liszt auf, und Johannes Brahms komponierte in Karlsruhe Teile des Requiems, seine erste Sinfonie erlebte hier ihre Uraufführung.
Doch nicht nur Rihms eigene Werke sind im Rahmen von „ZeitGenuss“ zu hören, sondern auch seiner Schüler kommen zu Wort, wie etwa Rebecca Saunders oder Marton Illès.
Man sei sich sehr schnell darüber einig gewesen, dass „ZeitGenuss“ stattfinden müsse, „und zwar erst recht wegen Corona“, betonten Kulturamtsleiterin Susanne Asche und Hartmut Höll, Rektor der Musikhochschule Karlsruhe.
Auch wenn die üblichen coronabedingten Einschränkungen bei der Gestaltung des Festivals keinen allzu großen Spielraum ließen, so ist dennoch ein vielversprechendes Programm entstanden; Rihm spricht gar davon, man sei "heilsam verschlankt" worden. Das Eröffnungskonzert am 22. Oktober in der Christuskirche bestreiten unter anderem Carsten Wiebusch, Reinhold Friedrich, das Asasello Quartett und Studierende der Karlsruher Musikhochschule. Werke aus den Kompositionsklassen von Markus Hechtle und Wolfgang Rihm interpretiert tags darauf das Ensemble TEMA.
Einen Nachmittag mit Liedern von Wolfgang Rihm gestalten am 24. Oktober der Bariton Georg Nigl und die Pianistin Ilona Heilingloh, und am Abend interpretiert die Geigerin Tianwa Yang in der Evangelischen Stadtkirche Rihms „Über die Linie VII“, der Organist Martin Schmeding widmet sich Rihms Orgelwerken. Auch die Badischen Staatskapelle setzt in ihrem Sinfoniekonzert am 25. Oktober Wolfgang Rihm aufs Programm.
Der Vorverkauf startet ab sofort über www.reservix.de, Musikhaus Schlaile, TicketForum in der Postgalerie und die Tourist-Information Karlsruhe. Aufgrund der Corona-Hygiene-Regeln gibt es keine Abendkasse. Da zudem das Platzangebot beschränkt ist – im Wolfgang-Rihm-Forum stehen nur rund 50 Plätze zur Verfügung – ist das dortige Abschlusskonzert auch per Live-Stream über www.idagio.com zu verfolgen. Weitere Informationen gibt es unter www.hfm-karlsruhe.de

PAMINA kurz notiert

Geistliche Konzerte des Hofkapellmeisters Georg Christoph Strattner

Im Rahmen einer CD-Produktion präsentiert das Gambenconsort „Les Escapades“ am Sonntag, den 27. September in der evangelischen Stadtkirche Durlach (18 Uhr) geistliche Werke des Durlacher Hofkapellmeisters Georg Christoph Strattner (1644/45 - 1704). Bei diesem Projekt handelt es sich um Ersteinspielungen; Werke, die seit 300 Jahren nicht mehr aufgeführt wurden, sollen dem Publikum in einem Querschnitt nahe gebracht werden. Rund 20 von Strattners Vokalwerken sind bis heute erhalten, überwiegend stammen sie aus der Zeit, in der Strattner am Hof in Durlach wirkte.
Der Sänger und Komponist wurde im Burgenland geboren. Nachdem er zunächst als Kapellknabe in der Stuttgarter Hofkapelle gewirkt hatte, kam er 1666 an den Hof der badischen Markgrafen. Ab 1682 war er als Kapellmeister an der Barfüßerkirche in Frankfurt tätig, wurde jedoch wegen Ehebruchs aus der Stadt verwiesen und ging später nach Weimar.
Neben „Les Escapades“ musizieren die beiden Sopranistinnen Miriam Feuersinger und Monika Mauch, Alexander Schneider (Altus), Daniel Schreiber (Tenor) und Markus Flaig (Bass), dazu vier weitere Instrumentalisten (Cosimo Stawiarski und Christoph Riedo, Violinen, Simon Linné, Theorbe und Evelyn Laib, Orgel).
Bereits am 22. September erläutert Cosimo Stawiarski, der auch für das Programmkonzept verantwortlich ist, das Werk des Durlacher Hofkapellmeisters in einem Vortrag in der Badischen Landesbibliothek. Beginn ist 19 Uhr, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
Weitere Informationen unter www.escapades.de

PAMINA kurz notiert

Karlsruher Organisten laden zu Orgelspaziergängen

(red.) Die Karlsruher Kirchen laden am Sonntag, den 13. September zu den traditionellen Orgelkonzerten zum „Tag des offenen Denkmals“: Dabei können sich die Hörer ihr ganz persönliches Orgelkonzert selbst zusammen stellen: Zu jeder vollen Stunde erklingt ab dem Vormittag um 11 Uhr in mindestens einer Karlsruher Kirche ein halbstündiges Kurzkonzert; es spielen die Karlsruher Kantoren und die nebenamtlichen Organisten.
Dabei erwartet die Hörer ein vielfältiger Einblick in das Genre Orgelmusik - aufgrund der geltenden Hygieneregeln allerdings mit begrenztem Platzangebot. An einigen Stationen ist jedoch im Vorhinein eine Reservierung möglich. Links zu den Anmelde-Formularen gibt es unter kirchenmusik-karlsruhe.de.
Die beliebten Orgelführungen werden in diesem Jahr nur als Video-Clips angeboten; gebündelt sind sie ebenfalls auf der obigen Website zu finden.
Die Konzerte eröffnet um 11 Uhr Kantor Dieter Cramer in der Auferstehungskirche Rüppurr. Auf dem Programm stehen verschiedene Bearbeitungen über das Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Jule Klessing (Flöte) und Stefan Fritz (Orgel) reisen um 12 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche mit Johann Sebastian Bach nach Italien. Um 13 Uhr startet die nächste musikalische Reise von der Johanniskirche (Werderplatz) aus: Mit Händel geht es nach London. Organistischer „Reiseführer“ für diesen Kurztrip ist Daniel Kaiser. Ebenfalls um 13 Uhr präsentieren Johannes Hustedt (Querflöte) und Johannes Blomenkamp (Orgel) in der Stadtkirche Durlach einen kleinen Teil ihrer „Durlacher Duette“. Es erklingen Werke von Haydn, Rutter und Beethoven.
Dorothea Lehmann-Horsch erinnert in Ihrem Kurzkonzert „Erinnern. Erhalten. Neu denken“ um 14 Uhr in der Lutherkirche ebenso an Louis Vierne und den für die Orgelausbildung im 19. Jahrhundert prägenden Christian-Heinrich Rinck. Auch Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser gratuliert um 16 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe den beiden Jubilaren Vierne und Beethoven.
Auf der Wegstrecke zwischen Lutherkirche und Stadtkirche liegt die Kirche St. Bernhard. Dort präsentiert Max Deisenroth um 15 Uhr ein Programm mit Kathedralmusik aus Paris. Um 17 Uhr spielt Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzing an einer der beiden großen Klais-Orgeln der Stadt Werke von Bach, Langlais und Reger.
„Immer das gleiche?“ fragt um 18 Uhr Carsten Wiebusch in der Christuskirche im Rahmen der „Faszination Orgel“. Diese Frage ergibt sich aus einem Charakteristikum: Die Formen „Passacaglia“ und „Chaconne“ haben eine feste und immer wiederkehrende Basslinie.
Den Konzertreigen beschließt Kristofer Kiesel in der Markuskirche um 18.45 Uhr schließlich mit der Tanz-Suite von Andreas Willscher.

PAMINA kurz notiert

Philharmonie Baden-Baden: Neue Saison startet mit der Reihe "Soirée musicale"

(red.) Am kommenden Wochenende präsentieren Kammerensembles der Philharmonie Baden-Baden im Rahmen ihrer Reihe „Soirée musicale“ verschiedene Konzerte unterschiedlicher Epochen und Stilarten. Am Freitag, den 4. September stehen unter anderem Werke von Carl Maria von Weber sowie die Serenade für Bläsersextett von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Ein Flötenquartett von Mozart sowie Beethovens Variationen aus der Oper „Don Giovanni“ für zwei Oboen und Englischhorn bilden den Auftakt des Konzerts am Samstag, den 5. September. In dessen Mittelpunkt steht das berühmte Streichquintett in a-Moll von Max Bruch. Das Programm am Sonntag, den 6. September gestalten vier Ensembles mit Werken von Gioachino Rossini, Francis Poulenc, Ludwig van Beethoven und Antonin Dvořák.
Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen. Um Andrang zu vermeiden, wird um eine Ticketreservierung vorab gebeten. Tickets sind erhältlich in der Tourist-Information in den Kurhaus-Kolonnaden, Kaiserallee 1, Telefon 07221/175200, in der Tourist-Information am Zubringer, Schwarzwaldstraße 52, Telefon 07221/275233, im Ticketservice Baden-Baden im Dostojewski-Haus, Bäderstraße 2, Telefon 07221/932700 sowie im Internet unter www.philharmonie.baden-baden.de.
Unter Einhaltung der gebotenen Schutzmaßnahmen werden im September auch sinfonische Konzerte in größerer Besetzung zu hören sein. Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Website der Philharmonie unter www.philharmonie.baden-baden.de zu finden.