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Auch die Staatsoper Stuttgart startet wieder mit Live-Konzerten

(red.) Das Staatsorchester Stuttgart lädt im Juni zu zahlreichen Freiluft-Auftritten: Zwei Konzerte sind zunächst Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet; an drei aufeinander folgenden Abenden (von Mittwoch, den 2. Juni bis Freitag, den 4. Juni, jeweils um 19 Uhr) erklingen auf der Freilichtbühne Killesberg zwei Serenaden sowie Mozarts Violinkonzert Nr. 5. Solistin ist junge Geigerin Noa Wildschut, die Leitung hat GMD Cornelius Meister.
Vom 10. bis zum 12. Juni (um 20 Uhr) debütiert der Dirigent und Geiger Christoph Koncz am Dirigentenpult des Staatsorchesters. Neben zwei Sinfonien steht eine Arie aus „Le nozze di Figaro“ auf dem Programm, es singt Kammersängerin Catriona Smith, langjähriges Mitglied des Stuttgarter Opernensembles.
Außerdem möchte sich das Staatsorchester mit vier Kammerkonzerten erstmals nach Monaten auch wieder im Konzertsaal präsentieren: Ab dem 16. Juni sind im Mozartsaal der Liederhalle Werke von Robert Schumann, Ludwig van Beethoven und Francis Poulenc geplant.
Ab dem 24. Juni ist sommerliches Operetten-Vergnügen im Stuttgarter Hafen angesagt: Mit Motiven aus Paul Abrahams 1931 uraufgeführter Jazz-Operette „Die Blume von Hawaii“ starten fünf Solisten gemeinsam mit Mitgliedern des Staatsorchesters auf einem Floß eine Reise in die imaginäre Südsee. Weitere Informationen unter www.staatsoper-stuttgart.de

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Erste Freiluftkonzerte in der Region

(red.) Das frühsommerliche Wetter und die günstige Entwicklung der Corona-Zahlen nähren die Hoffnung, dass es zumindest einen Kultursommer wie im vergangenen Jahr geben könnte. Erste Freiluftkonzerte in der Region gibt es bereits: Den Anfang macht derzeit die Philharmonie Baden-Baden mit einstündigen Serenadenkonzerten - wie schon im vergangenen Spätsommer: Im Wandelgang der Trinkhalle sind noch das gesamte Wochenende über (jeweils um 18 Uhr) Konzerte unter dem Motto „Offenbachiade“ und „Barock in der Romantik“ zu hören; es gelten die derzeitigen Hygieneauflagen (geimpft, genesen oder getestet) inklusive Maskenpflicht. Gespielt wird ebenso am kommenden Wochenende (4. bis 6. Juni); alle weiteren Informationen unter www.philharmonie.baden-baden.de.
Die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe möchte mit „musikalischen Sommerabend-Andachten“ wenigstens der Atmosphäre der sonstigen Hofkonzerte nachspüren: Am Sonntag, den 13. Juni ist ab 19 Uhr ein Holzbläser-Ensemble (Johannes Hustedt, Flöte, Petar Hristov, Oboe, Julius Kircher, Klarinette und Susanne Keck, Fagott) zu Gast; am 27. Juni (ebenfalls um 19 Uhr) sind der Bachchor Karlsruhe und Mitglieder der Camerata2000 mit Abendliedern und nächtlichen Gesängen aus vier Epochen im Hof der Stadtkirche zu hören.

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Musiker protestieren gegen die Abschaffung von "SWR2 Geistliche Musik"

(red.) Die Sendung „SWR2 Geistliche Musik“ am Samstagabend soll künftig Kriminalhörspielen weichen. Dagegen wenden sich in einem Offenen Brief an den SWR-Intendanten Kai Gniffke mehr als 50 Kirchenmusiker und Kulturschaffende aus mehreren Bundesländern, teilte die Evangelische Landeskirche in Baden heute mit. Auch Musiker aus Baden-Württemberg haben den Appell unterzeichnet - darunter die Landeskirchenmusikdirektoren Kord Michaelis (Baden) und Matthias Hanke (Württemberg), außerdem Hans-Christoph Rademann, der Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, sowie der Karlsruher Komponist Wolfgang Rihm und Helmuth Rilling, Dirigent und Gründer der Internationalen Bachakademie in Stuttgart.
Geistliche Musik sei Fundament und lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens und Welterbes in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, betonen die Unterzeichner. Die Pläne, das Sendeformat ab Herbst abzuschaffen, stünden in einem deutlichen Missverhältnis zur hohen kulturellen Bedeutung der geistlichen Musik und zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
„Geistliche Musik hat gerade darin eine besondere Stärke, dass sie über Kirchen, Kulturen und Religionen hinweg eine Kommunikationsplattform eröffnet, Interesse weckt und zum Verständnis auch für jüdische, armenische und andere geistliche Traditionen beiträgt“, wird der württembergische Oberkirchenrat Ulrich Heckel zitiert. Die geistliche Musik, so äußert sich der badische Oberkirchenrat Matthias Kreplin, sei „für sehr viele Hörerinnen und Hörer eine prägende Stunde am Übergang von einer hektischen Arbeitswoche hin zum Sonntag, gleich, welche kirchliche Bindung sie haben.“ Die Musik sei spartenübergreifend und habe „einen hohen kulturprägenden Wert für den Einzelnen und die Gesellschaft.“

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Festspielhaus Baden-Baden will für 500 Besucher öffnen/ Antrag auf Modellprojekt beim Sozialministerium gestellt

(red.) Gestreamt wurde nun lange genug; die Menschen sehnen sich nach kulturellen Live-Erlebnissen – und dies erst recht bei fallender Inzidenz. Das Festspielhaus Baden-Baden möchte seinen Live-Betrieb deshalb nicht erst mit der Oper „Tosca“ zum Saison-Ende wieder aufnehmen, sondern bereits mit sämtlichen Sinfonien Ludwig van Beethovens, die für Anfang Juli mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Yannick Nézét-Séguin geplant sind. Es wäre eine Öffnung nach über sieben Monaten Pandemie-Lockdown.
„Wir hoffen, dass wir in gut vier Wochen wieder vor 500 Menschen spielen können und haben mit der Stadt Baden-Baden zusammen den entsprechenden Modell-Antrag dazu beim Ministerium für Gesundheit und Soziales gestellt“, wird Intendant Benedikt Stampa in einer Mitteilung zitiert. Doch die aktuelle Landesverordnung lässt derzeit bei stabiler Inzidenz unter 100 in vier Wochen maximal 250 Besucher im Innenbereich zu – und zwar unabhängig von der Saalgröße. Benedikt Stampa möchte das nicht hinnehmen, zumal 250 Besucher bei insgesamt 2500 Plätzen weder wirtschaftlich sind noch die vermutlich große Nachfrage annähernd befriedigen könnten. „Wir haben im Herbst gezeigt, dass unser Hygiene-Konzept funktioniert. Jetzt ist sogar ein Großteil unserer Besucherinnen und Besucher geimpft. Warum sollen wir dann sogar vor weniger Gästen als vor sieben Monaten in Deutschlands größtem Opernhaus spielen?“ Die Vorbereitungen auf den Spielbetrieb laufen auf Hochtouren, heißt es in der Mitteilung weiter. „Aber wir benötigen auch eine rasche Zusage, um im Juli vor 500 Gästen spielen zu können.“ Vor dem Hintergrund der bereits seit Mitte Mai geöffneten großen Häuser in Bayern, Österreich und in der Schweiz sei jetzt Eile geboten.
Vom 2. bis zum 10. Juli sollen sämtliche Sinfonien Beethovens in Baden-Baden aufgeführt werden. Daneben ist am 3. Juli ein weiterer Höhepunkt geplant: Dann nämlich begleitet Nézet-Séguin am Klavier die Mezzo-Sopranistin Joyce DiDonato in Schuberts „Winterreise“. Später im Juli erwartet der Intendant das Mariinsky Theater aus St. Petersburg zu seinem Sommer-Gastspiel: „Ich habe Valery Gergiev in der vergangenen Woche in München getroffen. Alle Künstlerinnen und Künstler in St. Petersburg freuen sich sehr auf Baden-Baden und setzen alles daran, mit Puccinis ‚Tosca‘ wieder hier auf der Bühne zu stehen“. Eine der Vorstellungen soll mit entsprechender Genehmigung auch als Video-Livestream in den Baden-Badener Kurgarten übertragen werden.
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen in der ersten Juli-Hälfte soll spätestens am 3. Juni beginnen, dann sollen auch die weiteren Programm-Details veröffentlicht werden. Der Vorverkauf für die sonstigen Juli-Vorstellungen soll Mitte Juni starten. Mit den in der Landesverordnung definierten Zeitabläufen steht nun auch fest, dass es im Juni noch keine Veranstaltungen im Festspielhaus geben kann. „Bis wir die aktuell geltende Öffnungs-Grenze für Innen-Veranstaltungen erreicht haben, wird es mindestens Mitte Juni sein“, so der Intendant. Das für den 5. Juni geplante Konzert mit Jazz-Trompeter Till Brönner wird auf den 3. Dezember 2021 verschoben. Auch für Sopranistin Sonya Yoncheva (12.6.) wird aktuell ein neuer Termin gesucht. Weitere Konzerte waren bereits aufgrund von Reise- und Quarantäne-Regelungen aus dem Programm genommen worden.

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Interimsintendanz geklärt: Ulrich Peters leitet ab September das Badische Staatstheater

(red.) Der langjährige Theaterleiter und Regisseur Ulrich Peters, derzeit noch Generalintendant in Münster, wird ab dem 1. September für die kommenden drei Jahre die Geschicke des Karlsruher Staatstheaters leiten. Dies hat der Verwaltungsrat im Rahmen einer Sondersitzung beschlossen, teilte das Kunstministerium am Abend mit. Peters folgt damit auf den umstrittenen Generalintendanten Peter Spuhler, der zum 31. August das Haus verlässt. „Wir haben mit Ulrich Peters einen enorm erfahrenen Theaterleiter und Musiktheater-Regisseur für das Badische Staatstheater gewinnen können“, wird Kunstministerin und Verwaltungsratsvorsitzende Theresia Bauer in der Mitteilung zitiert. „Er wird eine ganz entscheidende Rolle einnehmen und ein wesentlicher Baustein im eingeleiteten Zukunftsprozess des Hauses sein.“
Der Findungsprozess war von umfangreichen Anhörungen im Theater begleitet worden. Bei der Auswahl des Intendanten für die Interimszeit wurde die dafür eingesetzte Findungsgruppe von der Intendantin der Bregenzer Festspiele, Elisabeth Sobotka, und vom ehemaligen Intendanten der Opern Düsseldorf und Genf, Tobias Richter, beraten.
Der 1955 in Stuttgart geborene Ulrich Peters ist in Karlsruhe kein Unbekannter: Von 1997 bis 1999 wirkte er am Badischen Staatstheater als Oberspielleiter des Musiktheaters und als Leiter der Händel-Festspiele. Von 1999 bis 2007 leitete er als Intendant das Theater Augsburg, danach für fünf Jahre das Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Seit 2012 ist er Generalintendant des Theaters Münster.
Bis zum 31. Dezember wird Peters sowohl am Badischen Staatstheater als auch am Theater Münster tätig sein. Eigentlich wäre der dortige Vertrag noch bis August 2022 gültig. Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup dankte seinem Kollegen Markus Lewe in Münster jedoch für seine Zustimmung zu einem Auflösungsvertrag und den fairen Interessensausgleich.
Der Verwaltungsrat hat zudem die Abberufung von Peter Spuhler als Generalintendant zum 31. August beschlossen. Die Ministerin und der Oberbürgermeister, heißt es in der Mitteilung weiter, hätten den Verwaltungsrat darüber informiert, dass seitens der Träger noch nicht alle Voraussetzungen vorlägen, um die vorzeitige Auflösung des Dienstvertrags für die dritte Intendanz (der Vertrag läuft eigentlich bis 2026) abschließend zu verhandeln. Deshalb werde sich der Verwaltungsrat erneut damit befassen.

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Staatstheater Karlsruhe stellt Spielplan für die Saison 21/22 vor

Just zum Beginn der Spielplan-Konferenz riss in Karlsruhe der Himmel auf – und als ein ebensolches „Licht am Horizont“ (so der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber) möchte man auch die neue Spielzeit am Staatstheater verstanden wissen, die tatsächlich die Vorfreude weckt auf eine abwechslungsreiche Saison trotz unsicherer Lage: So gibt es beispielsweise sieben Opern-Premieren, acht Sinfonie-Konzerte, dazu Sonder- und Kammerkonzerte, ebenso Kinder- und Jugendformate. Man habe aus der letzten Spielzeit „gelernt“ und deshalb mit großer Umsicht geplant, sagte die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann; man habe Werke ausgewählt, die auch unter Corona-Auflagen – das heißt, mit entsprechendem Abstand – zu realisieren sind. Mit Doppel- und Zusatzaufführungen möchte man allen Abonnenten ein Angebot machen, hieß es weiter. Der Rest der Karten geht in den freien Verkauf.
Mit der Premiere von Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ startet die Karlsruher Oper am 23.10. in die neue Spielzeit; doch schon ab dem 19. September hebt sich der Vorhang mit Programmpunkten aus dem „Corona“-Spielplan des vergangenen Jahres: Etwa mit berühmten Opernchören oder mit „Gianni Schicchi“ (03.10.) und „Spotlight Don Giovanni“ (04.11.). Wieder aufgenommen wird ebenso der Musical-Hit „My Fair Lady“ (18.11.), dazu Puccinis Tosca (22.5.) oder Donizettis „Roberto Devereux“ (5.6.).
Mit der zweiten Produktion steht in Karlsruhe wieder einmal eine Operette auf dem Programm: Emmerich Kalmans „Gräfin Mariza“ hat am 11. Dezember Premiere, am 22. Januar folgt Donizettis Opera Buffa „Don Pasquale“. Während der Händelfestspiele ist die Oper „Hercules“ und nach 2020 erneut Händels „Tolomeo“ zu sehen.
Bereits in der laufenden Spielzeit waren Rossinis „Barbier von Sevilla“ und Verdis „Aida“ vorgesehen – diese Opern sind nun ab dem 26.3. (Rossini) und dem 26. Juni (Verdi) zu erleben. Die Partie der Rosina singt Dilara Bastar, die hier erstmals, so Spartenleiterin Nicole Braunger, in ihrer „Traumrolle“ auf der Bühne steht. Dazwischen gibt es Richard Strauss: Anstelle der für diese Spielzeit geplanten „Schweigsamen Frau“ steht ab dem 14. Mai „Salome“ auf dem Programm. Daneben sind fünf Liederabende geplant, dazu Formate, mit denen man vor allem Studierende der Musikhochschule in Corona-Zeiten fördern möchte.
Generalmusikdirektor Georg Fritzsch hat sich hingegen in seinem Konzertprogramm (Start ist der 18.9.) bisher nur auf Solisten und Gastdirigenten festgelegt: Zu hören sind unter anderem die Geigerin Arabella Steinbacher, der Cellist Julian Steckel, der Pianist Herbert Schuch und der Trompeter Simon Höfele. Da dieser Bereich grundsätzlich flexibler zu handhaben ist und nur eine geringe Vorlaufzeit benötigt, will man sich in der Programmauswahl erst kurzfristig festlegen. Das letzte Konzert gestaltet schließlich der ehemalige GMD Justin Brown, dem damit ein würdigerer Abgang bereitet werden soll als im vergangenen Jahr.

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Kirchen laden zu musikalischen Andachten

Schon in der Advents- und Passionszeit waren die musikalischen Andachten in den Karlsruher Kirchen beliebt - nun, in der Zeit vor Pfingsten, wird die Reihe fortgesetzt: So lädt die Evangelische Stadtkirche am kommenden Sonntag, den 16. Mai (19 Uhr) zu einer Andacht unter dem Motto "Licht und Schatten". Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet vom Bachchor Karlsruhe unter der Leitung von Christian-Markus Raiser; den Orgelpart übernimmt Aaron Leps, Kirchenmusikstudent aus Dresden. Zu hören sind Werke von Mendelssohn, Vierne, Copland, Pärt, Whitacre. Diese Andacht wird ebenso am Pfingstsonntag, den 23. Mai (19 Uhr) wiederholt.
Eine "Stunde der Kirchenmusik" gibt es ebenfalls am kommenden Sonntag in der Christuskirche: Der Konzertchor Mädchen der Singschule Cantus Juvenum gestaltet gemeinsam mit Carsten Wiebusch an der Orgel ein musikalisches Abendlob. Die jungen Sängerinnen um ihren Leiter Peter Gortner musizieren französische Originalkompositionen für Frauenchor und Orgel von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé. Beginn ist 18 Uhr.

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Musikhochschule Karlsruhe stellt Konzertvideos online

(red.) Bereits zum zweiten Mal musste die traditionelle Semestereröffnungsfeier an der Hochschule für Musik coronabedingt ausfallen. Die ursprünglich vorgesehenen musikalischen Live-Beiträge der Studierenden sind jetzt als Videos abrufbar, teilte die Hochschule mit. Zu den Beiträgen gelangt man über einen Link von der Startseite der Hochschule aus unter www.hfm.eu. Zu sehen und zu hören sind Kammermusik von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Peter Maxwell Davies, Wolfgang Rihm, Anna Ignatowicz sowie die Uraufführung eines Werkes für Trompete und Klavier von Kathrin A. Denner.

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Bundesverdienstkreuz für Joachim Draheim

(red.) Der Karlsruher Musikwissenschaftler Joachim Draheim hat das vom Bundespräsidenten verliehene „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ aus den Händen von Staatssekretärin Katrin Schütz erhalten. Die Ehrung fand im engsten Kreis in den Räumlichkeiten des Palais Solms in Karlsruhe statt, teilte das Land-Baden-Württemberg gestern in einer Pressemeldung mit. „Mit großem Enthusiasmus haben Sie Ihr Leben der Musik gewidmet. Mit Ihrer Begeisterung haben Sie viele Menschen angesteckt und mit Ihrem Engagement viel im kulturellen Leben bewegt – in Karlsruhe, Baden-Baden und weit darüber hinaus“, würdigte Katrin Schütz den Musikwissenschaflter in ihrer Laudatio.
Joachim Draheim war nicht nur ein engagierter Lehrer am Lessing-Gymnasium in Karlsruhe, sondern er gehört vor allem auch zu den produktivsten Schumann-Forschern unserer Tage: „Wie ein Meisterdetektiv haben Sie immer wieder unbekannte und verschollene Kompositionen aufgespürt und der Fachwelt zugänglich gemacht. Bei der Robert-Schumann-Forschungsstelle in Düsseldorf ist der Name Joachim Draheim über die Jahre zu einem Gütesiegel für genauestens edierte Notentexte geworden.“
Neben seinem Einsatz für das musikalische Leben in Städten wie Dresden, Zwickau oder Uelzen, wo Joachim Draheim beispielsweise für ein Kammermusikfestival verantwortlich zeichne, habe er sich mit seiner Stiftung „Pro musica et musicis“ insbesondere auch um die badische Musikgeschichte verdient gemacht.
Die Draheim-Stiftung mit Sitz in Karlsruhe veranstaltet unter anderem die Konzertreihe „Musik in (Baden-)Baden“. Auch auf andere Weise fördert die Stiftung die Beschäftigung mit der reichen Musikgeschichte Badens und lässt in ihren Konzerten vorzugsweise Musikerinnen und Musiker aus der Region und junge Talente zum Einsatz kommen.
Joachim Draheim wurde 1950 in Berlin geboren und studierte Klassische Philologie, Geschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Seit 1978 unterrichtete er am Lessing-Gymnasium Karlsruhe Latein und Musik. Darüber hinaus wirkt er als Pianist, Konzertveranstalter und Musikwissenschaftler und hat sich als Schumann-Herausgeber einen Namen gemacht.

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Schwarzwald Musikfestival: Live-Stream am 7. Mai

(red.) Nachdem das vergangene Schwarzwald Musikfestival bereits abgesagt werden musste, haben sich die Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen erneut für eine Verschiebung entschieden – und zwar auf den Herbst 2021. Geplant sind die Konzerte nun für die Zeit vom 15. bis zum 31. Oktober. Dies teilte die Festival-Leitung mit. Die konkrete Terminierung sei in Arbeit, heißt es.
Zudem ist am Freitag, den 7. Mai – dem Tag des ursprünglichen Festival-Starts - ein einmaliges Sonderkonzert im Livestream (19.30 Uhr) vorgesehen: Der Pianist Alexej Gorlatch spielt unter anderem Beethovens „Sturm-Sonate“ und Werke von Frédéric Chopin. Moderiert wird der Livestream vom Intendanten des Schwarzwald Musikfestivals, Mark Mast. Ticket-Barkäufer für die Festivals 2020 und 2021 werden gebeten, sich für ein Freiticket an das Schwarzwaldmusikfestival (www.schwarzwald-musikfestival.de) zu wenden (Tel: 07441 5204200). Weitere Kauftickets für das Sonderkonzert sind erhältlich unter: www.reservix.de