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Ettlinger Orgelherbst beginnt am kommenden Sonntag

Vor dem Karlsruher Orgelsommer kommt normalerweise der Ettlinger Orgelfrühling, doch dieser fiel nun erneut der Pandemie zum Opfer. Dafür gibt es jetzt einen „Orgelherbst“ - mit Werken von Johann Sebastian Bach bis hin zu weniger bekannten skandinavischen Komponisten.
In diesem Jahr, so heißt es auf der Website der Stadt Ettlingen, ist „die gesamte Palette prachtvoller Orgelmusik von der Barockzeit bis zum 20. Jahrhundert vertreten.“ Wie in Karlsruhe, so wird auch in der Ettlinger Herz-Jesu-Kirche auf zwei Orgeln musiziert: Die Werke erklingen sowohl auf der großen Matz & Luge Orgel als auch auf der dortigen historischen Chororgel aus der Werkstatt des Rastatter Orgelbaumeisters Stieffell. Auch in Ettlingen kann man das Spiel des Organisten live auf einer Großleinwand verfolgen.
Das Auftaktkonzert am 19. September gestaltet Vincent Dubois, Titularorganist an der Pariser Kathedrale Notre Dame; zu hören ist ein Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Gaston Litaize und Jean Guillou. Außerdem gastieren die schweizerische Organistin Suzanne Z´Graggen aus Luzern (26. September) und der Kölner Domorganist Winfried Bönig (3. Oktober) in Ettlingen. Auch der Karlsruher Organist Carsten Wiebusch ist zu hören, und zwar am am 10. Oktober mit Werken von Louis Vierne, César Franck und Marcel Dupré. Das Abschlusskonzert bestreitet der in Ettlingen ansässige Organist Markus Bieringer am 17. Oktober mit einem Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach, Sigfrid Karg-Elert und Maurice Duruflé.
Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr; Karten sind zu 12 Euro im Vorverkauf in der Stadtinformation und an der Abendkasse erhältlich.

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Festival "ZeitGenuss" vom 21. bis 24. Oktober: Rebecca Saunders im Mittelpunkt

Rebecca Saunders, einstige Schülerin von Wolfgang Rihm und Trägerin des Ernst von Siemens Musikpreises (2019) steht im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals „ZeitGenuss“ vom 21. bis zum 24, Oktober. Es ist bereits die neunte Ausgabe, „und das zeigt, dass sich das Festival mittlerweile in Karlsruhe etabliert hat“, äußerte sich Hartmut Höll, Rektor der Musikhochschule Karlsruhe, gestern im Rahmen einer Pressekonferenz.
Träger des Festivals für "Musik unserer Zeit" ist die Stadt Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule – doch seit jeher steht dahinter auch der Gedanke, dass „ZeitGenuss“ eine Veranstaltung „in der Stadt und für die Stadt“ sein soll. Die Beteiligung des Staatstheaters, der Christuskirche und der Stadtkirche, des ZKM und der Kinemathek machen somit eine gewisse Bandbreite erst möglich.
„Das Festival lebt von der Repertoire-Bildung“, so der Leiter des Karlsruher Kulturbüros, Claus Temps; im Programm finden sich deshalb auch etliche Uraufführungen. Seit einigen Jahren gibt es zudem eine Besonderheit: "ZeitGenuss" wird vom jeweiligen Künstler, dem das Festival gewidmet ist, selbst kuratiert. Künftig wird "ZeitGenuss" allerdings nur noch alle zwei Jahre stattfinden, doch damit ist garantiert, „dass wir aufstocken können in Zeiten, in denen wir mit Haushaltseinsparungen konfrontiert sind“, so Claus Temps.
Die Konzerte, die in diesem Jahr zu hören sind, wurden offenbar mit viel Optimismus geplant, denn sie sind keineswegs „coronakonform“.
Im Zentrum der Arbeit von Rebecca Saunders steht die Erforschung des „Farbpotenzials“ der Töne, außerdem die „plastischen und räumlichen Eigenschaften“ von organisierten Klängen. Neben ihren eigenen Werken (zum Beispiel der Klanginstallation „Myriad“ für 2464 Spieldosen“) sind im Rahmen von „ZeitGenuss“ auch Stücke zu erleben, die für Saunders eine besondere Bedeutung haben – wie etwa Musik von Wolfgang Rihm, Iannis Xenakis, Carola Bauckholt, Galina Ustwolskaya, oder der jungen Komponistin Sara Glojnarić, die Saunders, so heißt es in einer Mitteilung, „mit ihren kraftvollen und politisch akzentuierten Werken überzeugt hat“. Daneben ist auch ein Film von Derek Jarman („Blue“) und ein Stück von Samuel Beckett („Not I“) in der Kinemathek zu sehen.
Zu den Interpreten gehören das Ensemble Modern unter der Leitung von Enno Poppe (von ihm ist ebenfalls Musik zu hören), dazu die Sopranistin Sarah Maria Sun, das Trio Accanto, die Schlagzeuger Isao Nakamura und Leonie Klein, das Aleph Gitarrenquartett, der Kammerchor der Christuskirche und das Karlsruher Ensemble TEMA.
(Update: Wegen der aktuell unsicheren Situation mit möglichen Änderungen der Corona-Regeln ist der Beginn des Vorverkaufs verschoben: Karten gibt es ab dem 11. Oktober und zwar ausschließlich an den Vorverkaufsstellen oder über Reservix. Keine Abendkasse.).

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Staatstheater startet am kommenden Wochenende in die neue Saison

(red.) Am kommenden Samstag, den 18. September, startet das Staatstheater Karlsruhe mit dem Theatertag in die neue Saison – jetzt unter neuer Führung: „Ich freue mich sehr auf meine erste Spielzeit als Intendant des Staatstheaters,“ wird Ulrich Peters in einer Mitteilung des Hauses zitiert, „aber zuallererst freuen wir uns auf die Menschen, für die wir Theater machen: Unsere Zuschauerinnen und Zuschauer. Wir geben unser Bestes, um in der neuen Spielzeit mit unserer Kunst spannende und unvergessliche Theatererlebnisse zu bieten“.
Sechzehn Veranstaltungen aller Sparten stehen ab 11 Uhr auf dem Programm, beispielsweise ein Eröffnungskonzert der Staatskapelle, ein Kinderkonzert, Proben des Staatsballetts, des Schauspiels und des Orchesters, ein Dirigierkurs mit GMD Georg Fritzsch und eine Eröffnungsshow am Abend im Großen Haus. Mit der Premiere von Toni Erdmann startet das Schauspiel bereits am 19. September in die neue Spielzeit, auch die Sparte „Konzert“ eröffnet am kommenden Sonntag mit dem 1. Sinfoniekonzert. Mit Mozarts Dramma giocoso „Die Gärtnerin aus Liebe" beginnt die Opernsaison am 23. Oktober; Bridget Breiners Ballett „Was ihr wollt“ ist die erste Ballettpremiere der Spielzeit (13. November).
„Wir wollen unserem Publikum Kunstgenuss ohne Maske bieten. Unter dieser Prämisse haben wir den Spielplan September und Oktober erstellt. Nach den aktuellen Verordnungen belegen wir somit rund 25 Prozent der Plätze, wodurch der erforderliche Mindestabstand im Zuschauerraum eingehalten werden kann,“ erklären die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann und Geschäftsführender Direktor Johannes Graf-Hauber. Um mehr Zuschauer zu erreichen – das sind zunächst vor allem die Abonnenten - wurden Doppelvorstellungen disponiert. „Unser Ziel ist es, immer im Rahmen der jeweils geltenden Verordnungen die Platzkapazitäten spätestens ab November zu erhöhen – auf mindestens 50 Prozent.“

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Orgelspaziergänge in den Karlsruher Kirchen

(red.) Erneut laden die Karlsruher Kirchen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 12. September zu ihren traditionellen „Orgelspaziergängen“: Dabei können sich die Zuhörerinnen und Zuhörer ihr ganz persönliches Orgelkonzert selbst zusammen stellen, denn auch in diesem Jahr hat das Bezirkskantorat der Evangelischen Kirche in Karlsruhe ein Programm organisiert, bei dem zur vollen Stunde in mindestens einer Karlsruher Kirche ein Kurzkonzert erklingt. Zu hören sind die Karlsruher Kantoren und nebenamtlichen Organisten. Die Gäste erwartet ein vielfältiger Einblick in das Genre Orgelmusik, zumal am Tag des offenen Denkmals seit einigen Jahren zugleich der deutsche Orgeltag gefeiert wird. Die „Königin der Instrumente“ ist in diesem Jahr außerdem Instrument des Jahres.
Laut der Pressemitteilung des Bezirkskantorats gibt es beispielsweise Kurzkonzerte für Familien und Kinder - und zwar mittags und nachmittags an gleich drei Stationen: Susanne und Dieter Cramer präsentieren um 11 Uhr in der Auferstehungskirche Rüppurr die Geschichte vom „verlorenen Sohn“ mit einem Orgelkonzert aus der Feder von Hans Kielblock. In der Stadtkirche Durlach erzählen Barbara Wagner (Sprecherin) und Bezirkskantor Johannes Blomenkamp (Orgel) um 13 Uhr die Geschichte von der „Arche Noah“ - und zwar zur Musik von Johann Sebastian Bach. Michael Rösch spielt in der Paul-Gerhardt-Kirche um 13.30 Uhr Variationen über „Die Vögel wollten Hochzeit halten“, und um 15.30 Uhr gibt es zur Musik von Andreas Willscher die Geschichte vom „Kleinen Prinzen“.
Wer wissen möchte, warum bestimmte Triosonaten von Bach etwas sehr Privates sind, erhält um 11 Uhr in der Markuskirche die musikalische Antwort von Kristofer Kiesel. Daniel Kaiser erwartet sein Publikum um 14 Uhr in der Johanniskirche mit einer Uraufführung: In der „Symphonie aus alter Zeit“ verarbeitet Andreas Willscher Originalthemen der Orgelvirtuosen und -komponisten Tournemire, Vièrne, Gigout und d'Indy.
Abwechslungsreiches versprechen auch die drei Kurzkonzerte in der Oststadt: Um 14 Uhr beginnen Jörg Stumpp (Violine) und Dorothea Lehmann-Horsch (Orgel) in der Lutherkirche „streichend zart und spätromantisch“ ein Programm mit Werken von Kaminski und Karg-Elert. Nur wenige Schritte entfernt widmet sich um 15 Uhr Max Deisenroth in St. Bernhard der marianischen Orgelmusik. Um 16 Uhr gibt es in der Kirche Zum Guten Hirten (Rintheim) Spirituals und Gospels unter anderem in Arrangements des amerikanischen Organisten und Komponisten Roland Diggle.
In der Innenstadt beginnt zunächst Michael Kaufmann, der als Professor an der Hochschule für Musik Heidelberg für die Orgel-Sachverständigenausbildung zuständig ist. Um 16 Uhr lädt er an den beiden Instrumenten der evangelischen Stadtkirche Karlsruhe dazu ein, die Denkmäler in ihrer Lebendigkeit und klanglichen Wandelbarkeit zur erfahren.
In der katholischen Stadtkirche St. Stephan bittet um 17 Uhr Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzing zu einer "Audienz" bei der Königin. Mit „Faszination Orgel“ in der Christuskirche gelangen auch in diesem Jahr die Orgelspaziergänge an ihr musikalisches Ziel: Carsten Wiebusch, Orgelprofessor aus Frankfurt und Organist der Christuskirche, lässt hören, wie Bach und Marcel Dupre die flüchtige Kunst der Improvisation für die Nachwelt festgehalten haben.
Der Eintritt zu allen Kurzkonzerten ist frei. Um Spenden wird gebeten. Es gelten die aktuellen coronabedingten Bestimmungen; die Nachweise zu „getestet, genesen, geimpft“ werden an allen Stationen am Eingang kontrolliert.
Weitere Informationen und Termine gibt es unter www.durlacher-kantorei.de

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Festspielhaus Baden-Baden: Ab Montag mehr Karten im Angebot

(red.) Das Festspielhaus Baden-Baden bietet für sein Herbstprogramm mehr Plätze an: Die Saalplanerweiterung basiert auf der neuen Landesverordnung in der Corona-Pandemie. Ab Montag, 30. August 2021, 9 Uhr sind die Eintrittskarten zu haben, teilte das Haus heute mit.
Im Angebot sind sämtliche Veranstaltungen zwischen dem 25. September und dem Silvesterkonzert. Bislang seien besonders die Aufführungen des Hamburg Balletts John Neumeier im Oktober sowie die Residenz der Berliner Philharmoniker im November besonders gefragt gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung.
Aufgrund der Erfahrungen mit dem ersten Vorverkaufsstart Ende Juli (im damals noch auf 500 Plätze reduzierten Saalplan) wird das Personal im Call-Center des Opern- und Konzerthauses für diesen Montag und die folgenden Tage weiter aufgestockt. Um Wartezeiten zu minimieren, empfiehlt das Festspielhaus jedoch den Kartenkauf im Internet. Der Ticket-Shop ist rund um die Uhr über die Veranstaltungsseiten (Programm) auf der Seite www.festspielhaus.de erreichbar.

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Stadtkirche Karlsruhe: Benefizkonzert für die Hochwasser-Region

(red.) Karlsruher Musikerinnen und Musiker zeigen sich solidarisch mit den Opfern der Flutkatastrophe: Am Mittwoch, den 4. August gibt es – auf Initiative von Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser – ein Benefizkonzert in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe am Marktplatz. Beginn ist 19.30 Uhr. Reinhold Friedrich (Trompete), Hanno Müller-Brachmann und Bernhard Gärtner (Gesang), Susanne und Manfred Holder (Violinen) sowie Johannes Hustedt (Flöte) musizieren Werke von Bach, Telemann, Dvorak, schließlich Gershwins „Rhapsody in Blue“. Der Eintritt ist frei, großzügige Spenden werden erbeten. Weil das Platzangebot begrenzt ist, wird das Konzert auch per Live-Stream auf dem YouTube-Kanal der Stadtkirche übertragen.
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Theater Heidelberg: Herbstprogramm der neuen Spielzeit/ Vorverkauf startet im September

Mit einem spannenden Programm wollen Theater und Orchester der Stadt Heidelberg in die neue Saison starten. Weil die Corona-Lage aber weiterhin für wenig Planungssicherheit sorgt, wurde auf der kürzlichen Pressekonferenz der Spielplan erst einmal nur bis zum Ende des Jahres – nämlich von September bis Dezember – bekannt gegeben. „Wir sind aber jederzeit bereit, uns umzustellen“, so Intendant Holger Schultze.
Das Interesse der Menschen nach Theater sei groß nach dem monatelangen Lockdown; man habe in letzter Zeit vor dem Theater „lange Schlangen“ gesehen. Auch bei den Heidelberger Schlossfestspielen habe die Nachfrage das Angebot weit überstiegen. Das Team des Heidelberger Theaters stehe ebenfalls „in den Startlöchern“, hieß es.
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im September startet am Montag, den 6. September; Karten für Oktober sind ab dem 15. September erhältlich. Auch für alle weiteren Monate beginnt der Verkauf jeweils erst im Vormonat. So sei man in der Lage, auf eine eventuell veränderte Situation flexibel reagieren zu können.
Grundsätzlich, so glaubt Holger Schultze, müsse man sich als Theater „politisch klarer äußern“. „Wir befinden uns in einer sich verändernden Gesellschaft; Proteste und Spaltungen nehmen zu.“ Deshalb habe man den Spielplan in dieser Hinsicht „sehr bewusst“ gesetzt.
Eröffnet wird die Spielzeit aber erst einmal mit einer Hommage an das Musical: „Broadway forever“ heißt es am 23. September. Unter dem Motto „Gerade sein und Mensch werden“ steht die Premiere am 1. Oktober: Die Kammeroper thematisiert das Schicksal der Widerstandskämpferin Sophie Scholl und ist ein Auftragswerk der Komponistin Karola Obermüller, die in diesem Jahr den Heidelberger Künstlerinnenpreis erhalten hat. Das generationenübergreifende Werk soll ein möglichst breites Publikum ansprechen und ist für Zuschauer ab 14 Jahren gedacht.
Ab dem 16. Oktober steht Benjamin Brittens „Turn of the Screw“ auf dem Programm, und im Rahmen des Festivals „Winter in Schwetzingen“ heißt es ab dem 6. November: „Was frag ich nach der Welt“. Das barocke Musiktheater (auch mit Ausschnitten aus geistlichen Werken) möchte sämtliche Facetten des menschlichen Lebens beleuchten, insbesondere die existenziellen Fragen des 17. Jahrhunderts. Am 28. November hat dann Vincenzo Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ Premiere.
Außerdem gibt es zwischen dem 6. Oktober und dem 10. Dezember drei Philharmonische Konzerte (unter anderem mit Werken von Beethoven, Brahms, Richard Strauss und Frédéric Chopin), dazu ein Silvester- und Neujahrskonzert und zwei Konzerte mit dem Bachchor, darunter eine Historische Vesper zum Christfest unter dem Titel „Adventus 1618“.

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Staatstheater Karlsruhe zieht Bilanz

(red.) Das Staatstheater Karlsruhe hält Rückschau auf eine erneut herausfordernde Spielzeit: Durch die Corona-Einschränkungen und den Lockdown ab dem 2. November sei der im September gerade wieder angelaufene Vorstellungsbetrieb nach nur sechs Wochen wieder abgewürgt worden, heißt es in einer Mitteilung. „ Anfang 2021 begann langsam wieder der Probenbetrieb unter strengen Sicherheitsauflagen, und wir entschieden uns für den Aufbau eines digitalen Spielplans,“ äußern sich die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann und der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber. Die Ballettproduktion „Der Feuervogel“ wurde im November lediglich zu Ende geprobt und hatte am 17. April ihre digitale Premiere - bis sie schließlich ab dem 10. Juli in drei Vorstellungen auch live präsentiert werden konnte.
Insgesamt über 74 500 Zuschauer habe man in der vergangenen Spielzeit erreichen können, heißt es in der Mitteilung weiter. Davon entfallen 20 464 auf die Indoor-Veranstaltungen, 1201 auf Freiluft-Veranstaltungen, und 52 840 Zuschauer sahen die digitalen Formate. Die Live-Streams und die weiteren Online-Formate hätten großes Interesse erweckt: „Die positiven Rückmeldungen des Publikums übertrafen unsere Erwartungen“, so die Verantwortlichen.
Gemeinsam mit dem Kulturamt und 30 Karlsruher Kulturakteuren veranstaltete das Staatstheater außerdem die 25. „Europäischen Kulturtage“ im Mai. Die Produktionen des des Staatstheaters sahen 9172 Zuschauer; insgesamt lockte das Festival über 70 000 Besucher aus dem In- und Ausland an die Bildschirme.
Für den Theatertag am 18. September können ab dem 26. Juli Karten online erworben werden. Mehr als zwölf Veranstaltungen aller Sparten sind hier geplant, darunter ein Eröffnungskonzert der Staatskapelle, ein Kinderkonzert, Ballettproben oder ein Dirigierkurs mit GMD Georg Fritzsch. Die Platzkapazitäten in den Spielstätten sind unter der geltenden Corona-Verordnung noch eingeschränkt.
Verbindliche Termine für die Spielzeit 2021/22 sollen jeweils monatlich veröffentlicht werden; Vorstellungen mit Abo-Serien werden nach der Platzvergabe an die Abonnenten für den freien Verkauf geöffnet. Tickets sind ab dem 13. September erhältlich – online, telefonisch oder beim Kartenservice vor Ort. Die Kartenpreise für die nächste Spielzeit sollen trotz der Einnahmeausfälle nicht erhöht werden. Termine ohne Abonnements sowie in der „Insel“ und im „Studio“ gehen monatlich in den freien Verkauf.

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"Weingartner Musiktage" in Planung

(red.) "Vorfreude auf mehr" - unter dieses Motto stellen die Verantwortlichen der "Weingartner Musiktage Junger Künstler" die Planung ihres diesjährigen Herbstfestivals. Das 40-jährige Jubiläum fiel im vergangenen Jahr der Pandemie zum Opfer, nachträglich soll es nun „gebührend gewürdigt“ werden, teilen die Veranstalter mit. Noch sei unklar, welche Vorgaben im Rahmen der Corona-Pandemie im Oktober zu Einschränkungen führen und ob man tatsächlich alles wie geplant realisieren könne, heißt es in der Mitteilung weiter. Man hoffe aber, vom 8. bis 17. Oktober 2021 erneut außergewöhnliche Nachwuchskünstler in Weingarten präsentieren zu können: Beispielsweise den Jugendkonzertchor der Chorakademie Dortmund, R.E.T Chamber Brass, den Akkordeonisten Maciej Frąckiewicz, das Ensemble „Klakradl“, den Moderator Juri Tetzlaff und die Pianistin Alisa Kratzer, die Vokalband „Unduzo“, sowie Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes und des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Der Kartenvorverkauf soll erst Mitte September starten, dann hoffen die Veranstalter auf mehr Planungssicherheit. Die einzelnen Konzerte werden in Kürze auf www.weingartner-musiktage.de vorgestellt.

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Festspielhaus Baden-Baden gibt Herbstprogramm bekannt

„Mutig“ will das Festspielhaus Baden-Baden in die kommende Saison starten: Das kündigte Intendant Benedikt Stampa im Rahmen einer Pressekonferenz an. Allerdings werden die Termine nach wie vor in Tranchen bekannt gegeben; deshalb reicht das Programm bisher nur bis Ende Dezember. 50 Veranstaltungen sind vorgesehen; der Vorverkauf ist auf der Website seit kurzem freigeschaltet.
„Niemand weiß, was im Herbst sein wird“, so Stampa. Doch man habe inzwischen gelernt, flexibel auf die Situation zu reagieren, die das gesamte Haus im vergangenen Jahr einem erheblichen Stresstest unterzogen habe. Zur Zeit sind im Rahmen eines Modellprojektes des Landes Baden-Württemberg noch 1000 Zuschauer zugelassen; geplant wird für Herbst aber erst einmal wieder nur mit 500 Plätzen. „Wir hoffen jedoch, danach in eine strukturelle Bewertung hineinzukommen“, sagt Stampa. Schließlich brauche man für 2022 eine sichere Planungsgrundlage.
Harte 16 Monate hat das Haus auch in finanzieller Hinsicht hinter sich. Doch die Solidarität sei groß gewesen: „Hunderttausende Euro“ habe man allein durch Kartenspenden erhalten. Außerdem habe man erfahren, dass „Freundeskreis, Förderer und Stifter eng hinter uns stehen“. Zugleich will man die Kontakte zu Stadt und Land weiter ausbauen: „Wir dürfen nie vergessen, dass wir in einem Netzwerk lebten“ so Stampa.
Langfristiges Ziel ist es, den „Festspielgedanken“ des Hauses zu stärken, zumal eine solche Bündelung auch die Verweildauer der Künstler erhöht, was sich wiederum günstig auf die Probenarbeit auswirkt. „Das ist mehr als nur Tourneegeschäft, es ist exklusiver“, sagt Benedikt Stampa.
Eröffnet wird die neue Saison am 25. September mit Valery Gergiev und Igor Levit im Rahmen der Brahmstage; hier wird ein „Schulterschluss“ mit der Brahms-Gesellschaft angestrebt. Vom 1. bis 10. Oktober ist das Hamburg Ballett mit John Neumeier zu Gast: Die traditionelle Residenz des Ensembles soll zum Festival ausgebaut werden, nachdem sich der Hamburger Ballettchef von verschiedenen Baden-Badener Spielorten inspirieren ließ. Eng verbunden mit dem Haus ist auch der Dirigent Thomas Hengelbrock, der im Rahmen der Herbstfestspiele (21. Oktober bis 1. November) mit dem Balthasar-Neumann Ensemble die Mozart-Oper „Idomeneo“ konzertant aufführt. Das Festival hat einen französischen Charakter, und so wird beispielsweise Teodor Currentzis das (auch visuell gestaltete) Requiem von Gabriel Fauré dirigieren. Vom 6. bis 12. November ist Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern zu Gast an der Oos: Nach den Absagen im Frühjahr soll Tschaikowskys Oper „Mazeppa“ nachgeholt werden, dazu gibt es zwei Sinfoniekonzerte. Das Jahr schließt traditionell mit dem Gastspiel des Mariinsky Balletts und dem Silvester-Konzert (mit Annette Dasch und Klaus-Florian Vogt).
Doch auch im Sommer muss man auf Konzerte nicht verzichten: Ab dem 7. August gibt es eine Neuauflage des Kammermusikfestivals „En suite“.