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PAMINA Magazin liefert Ihnen hochwertige Beiträge zur klassischen Musik im Raum Karlsruhe, in Baden-Baden und Bruchsal. Wir informieren Sie über Konzerte, Opern, Künstler, CDs. Daneben bieten wir Ihnen einen Veranstaltungskalender.

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Staatsoper Stuttgart startet Online-Programm/ "Freischütz" via Stream zu sehen

(red.) Die Staatsoper Stuttgart nimmt den neuerlichen Lockdown zum Anlass für einen Themenmonat unter dem Motto „Sind Sie sicher?“
Unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten möchte man dieser Frage nachgehen; dabei spielen arbeitspraktische Aspekte wie beispielsweise Hygienemaßnahmen und Abstände eine Rolle, aber auch künstlerisch-philosophische Gesichtspunkte, etwa: Wie sicher können Orte überhaupt sein? Was passiert, wenn Opern- und Theaterhäuser als „Safe Spaces“ des künstlerischen Diskurses einfach wegfallen? In Podcasts, Videos, Textbeiträgen sowie in Aktionen rund um das Opernhaus soll dies beleuchtet werden. Dabei kommen sowohl Mitarbeiter des Hauses, Kooperationspartner in der Stadt als auch das Publikum selbst zu Wort.
Begleitend dazu gibt es - wie bereits im Frühjahr - wieder kostenlose Online-Streams im Rahmen des Programms „Oper trotz Corona". Den Anfang macht die Produktion von Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ aus dem Jahr 1980. Die Inszenierung von Achim Freyer feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Gezeigt wird eine Aufzeichnung des ZDF aus dem Jahr 1981; es singen unter anderem Catarina Ligendza, Toni Krämer und Wolfgang Schöne. Am Pult des Staatsorchesters Stuttgart steht der damalige Generalmusikdirektor Dennis Russell Davies.
Der Online-Stream wird kostenlos zur Verfügung gestellt; die Oper ist vom morgigen 6. November (17 Uhr) an zu sehen und bis zum 13.11. (ebenfalls 17 Uhr) verfügbar.

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Konzerte des Schwarzwald-Musikfestivals abgesagt

(red.) Die Verantwortlichen des Schwarzwald-Musikfestivals hatten sich um ein kleines Ersatz-Festival bemüht, doch nun müssen auch die Konzerte vom 7. bis zum 11. November in Baiersbronn, Freudenstadt und Oberndorf (mit Alexej Gorlatch, Martin Schmitt, Natalie Karl und Matthias Klink) coronabedingt abgesagt werden. Alle bereits für das Minifestival 2020 gekauften Tickets werden zurückerstattet. Es gibt auch die Möglichkeit, die Karten in einen Gutschein für zukünftige Konzerte des Schwarzwald Musikfestivals umzutauschen und bis zum 31.12.2021 einzulösen. Karteninhaber können den Ticketpreis auch in eine Spende an die Schwarzwald Musikfestival gGmbH umwandeln. Für Rückfragen sind die jeweiligen Vorverkaufsstellen zuständig; weitere Informationen gibt es unter www.schwarzwald-musikfestival.de

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Karlsruher Händel-Festspiele auf 2022 verschoben

(red.) Die kommenden Internationalen Händel-Festspiele in Karlsruhe werden auf 2022 verschoben. Dies teilte das Staatstheater heute mit. Eine verschlankte Version des Festivals gibt es dennoch: Für Sonderauftritte sollen im kommenden Februar Ann Hallenberg und der gerade als „Sänger des Jahres“ ausgezeichnete Countertenor Jakub Józef Orliński nach Karlsruhe zurückkehren. Karteninhaber, die bereits Tickets für die Händel-Opern „Tolomeo“ oder „Hercules“ erworben haben, erhalten ein Vorkaufsrecht für Vorstellungen der Festspiele 2022. Dafür gibt es Gutscheine beim Kartenservice des Staatstheaters. Bei Bedarf können die Karten auch zurückerstattet werden.
Für das Händel-Wochenende vom 19. bis zum 21. Februar 2021 sind unter anderem drei Galakonzerte mit den Deutschen Händel-Solisten geplant; neben Jakub Józef Orliński und Ann Hallenberg ist der Dirigent Federico Maria Sardelli erneut in Karlsruhe zu erleben, ebenso der Cembalist Lars Ulrik Mortensen.
Ohne Einschränkungen, so heißt es in der Mitteilung weiter, kann indessen die Internationale Händel-Akademie 2021 über die Bühne gehen. Dies habe Thomas Seedorf, der Vorsitzende der Akademie, bestätigt. So sind neben den Kursen auch ein Eröffnungskonzert am 21. Februar sowie zwei Abschlusskonzerte vorgesehen. Zudem seien weitere Auftritte in Planung.
Für das Eröffnungskonzert der Internationalen Händel-Akademie am 21. Februar sind unter der künstlerischen Leitung von Jörg Halubek Kantaten und Instrumentalwerke aus Händels italienischen Jugendjahren geplant; im Zentrum der Kurse steht Händels erstes Oratorium „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno.“
Zum Händel-Jugendwettbewerb äußert sich Peter Overbeck, Vorsitzender der Händel-Gesellschaft Karlsruhe: „Aktuell setzen wir alles daran, dass unser Jugendwettbewerb wie geplant stattfinden kann. Dazu stehen wir in direktem Kontakt mit dem Landesmusikrat Baden-Württemberg.“ Das Preisträgerkonzert ist für den 27. Februar Uhr im Staatstheater angesetzt. Es sei wichtig, „dass die jungen Künstlerinnen und Künstler in kleinen Besetzungen eine Wettbewerbs- und Auftrittsmöglichkeit bekommen.“ Auch ein ökumenischer Festgottesdienst ist erneut vorgesehen.
Für das geplante Händel-Wochenende am Staatstheater erhalten Mitglieder der Händel-Gesellschaft ein Vorkaufsrecht.

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Nach Brahms-Wochenende: Festspielhaus Baden-Baden schließt bis Ende 2020

(red.) Nach dem gestrigen Beschluss, sämtliche Kultureinrichtungen in Deutschland erneut zu schließen, wurde bekannt: Das Festspielhaus Baden-Baden setzt nicht nur das November-Programm aus, sondern schließt seine Pforten nach Allerheiligen bis zum Ende des Jahres. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist erst für 2021 geplant – und zwar zunächst mit Festival-Wochenenden. Die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern sind dann als „Rückkehr auf die Weltbühne“ vorgesehen.
Intendant Benedikt Stampa äußert sich dazu in einer Mitteilung: „Die Schließung der deutschen Opern- und Konzerthäuser im November 2020 zwingt uns leider zu einer längeren Pause. Es ist völlig unklar, wie die Situation im Dezember sein wird und wie schnell wir wieder ein festspielwürdiges Programm ermöglichen könnten. Daher möchten wir dem Publikum und den Künstlern weitere hektische Um- und Neuplanungen in diesem Jahr ersparen.“
Zwei zentrale Projekte bis zum Ende des Jahres wären das Gastspiel des Mariinsky Balletts aus St. Petersburg sowie die Residenz der Münchner Philharmoniker Anfang Dezember gewesen. Ohnehin waren die weihnachtlichen Ballett-Tage aufgrund der Reisebeschränkungen und Quarantäne-Auflagen nicht planbar. Der zeitliche Vorlauf für die Konzerte der Münchner Philharmoniker wäre in der unwägbaren Situation außerdem zu knapp, teilt das Haus mit: „Ein vierwöchiger Lockdown erfordert im Anschluss eine mindestens so lange Wiedervorbereitung.“
Ab sofort informiert das Festspielhaus seine Besucherinnen und Besucher über die Möglichkeiten, bereits gekaufte Eintrittskarten für November und Dezember in Gutscheine und Spenden umzuwandeln. Auch die Rückerstattung des Eintrittspreises ist möglich.
„Es ist der zweite, ganz bittere Moment in diesem Jahr,“ sagt Benedikt Stampa. „Wir hatten einen wunderbaren Saisonstart mit John Neumeier und dem Hamburg Ballett, mit Sol Gabetta und den Bamberger Symphonikern und freuen uns jetzt auch auf das Brahms-Wochenende mit Thomas Hengelbrock und den Balthasar-Neumann-Ensembles, das uns Kraft geben kann für die kommende Zeit. Unser Hygiene-Konzept, an dem lange gearbeitet worden war, ging auf. Jetzt zu schließen, ist ein weiterer Schlag – künstlerisch wie wirtschaftlich.“
Vom morgigen Freitag an bis Allerheiligen versprechen die Aufführungen des Deutschen Requiems, der dritten Sinfonie von Johannes Brahms, dazu Arien von Johann Strauß noch einmal ein intensives Konzerterlebnis vor der Pause. Die Konzerte am 31.10. (16 Uhr und 20 Uhr) sind auch in Live-Stream bei ARTE CONCERT zu sehen.

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Karlsruher Meisterkonzert findet statt/ Bei Kulturveranstaltungen weiterhin bis zu 500 Besucher möglich

Zu einer größeren Verunsicherung hat dem Vernehmen nach – und zwar sowohl unter Veranstaltern als auch unter Besuchern - die neue Corona-Verordnung des Landes gesorgt, die nur noch maximal 100 Teilnehmer pro Veranstaltung vorsieht.
Ausgenommen sind laut der „Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst“ jedoch alle Kultur-Veranstaltungen, bei denen feste Sitzplätze vergeben werden und die einem „im Vorhinein festgelegten Programm folgen“. Hier ist weiterhin ein Spielbetrieb mit bis zu 500 Besuchern möglich, sofern ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept vorliegt.
Allerdings muss nun auch im Publikumsbereich, also während der Aufführung, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
Betroffen von dieser Regelung sind in der Region vor allem das Festspielhaus Baden-Baden und das Staatstheater, die ihren Spielbetrieb wie geplant fortsetzen können, aber auch beispielsweise die Reihe der „Karlsruher Meisterkonzerte“ im Konzerthaus Karlsruhe.
Das Konzert mit der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und der Deutschen Radio Philharmonie unter Michael Sanderling am Samstag, den 24. Oktober kann also stattfinden. Auf dem Programm stehen Werke von Lutoslawski, Mahler und Bruckner, Beginn ist 18 Uhr und 20.30 Uhr.

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Schwarzwald-Musikfestival mit drei Konzerten im November

(red.) Für das abgesagte Schwarzwald Musikfestival im Mai 2020 gibt es ein kleines Herbst-Festival als Ersatz – mit drei Konzerten in den Städten Baiersbronn, Freudenstadt und Oberndorf am Neckar.
Das erste Konzert am Samstag, den 7. November 2020 um 20 Uhr in der Schwarzwaldhalle in Baiersbronn gestaltet der Pianist Martin Schmitt mit Boogie-Woogie, Blues und Jazz. Am Montag, den 9. November, ebenfalls um 20 Uhr, dürfen sich die Besucher auf ein Programm mit dem Pianisten Alexej Gorlatch im Theater im Kurhaus Freudenstadt freuen. Er spielt Werke von Beethoven und Chopin. Unter dem Motto „Chanson d´amour“ steht das Abschlusskonzert am Mittwoch, den 11. November: Um 20 Uhr, in der ehemaligen Augustiner-Klosterkirche in Oberndorf, besingen die Sopranistin Natalie Karl und der Tenor Matthias Klink (Opernsänger des Jahres 2017) die Liebe in all ihren Facetten; am Klavier begleitet Frédéric Sommer. (Weitere Informationen unter www.schwarzwald-musikfestival.de)

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Festspielhaus Baden-Baden lädt zum Online-Workshop für Pädagogen

(red.) In der Reihe „Teach the Teachers“ lädt das Festspielhaus Baden-Baden am Donnerstag, den 22. Oktober, von 16 bis 18 Uhr zu einem Online-Workshop unter dem Motto: „Play your Body! Mit Händen, Füßen und Stimme“. Die Dozenten Amélie Erhard und Ben Schütz zeigen, wie man ein Lied mit Bodypercussion, Geräuschpattern, Bewegungen, Sprechsequenzen und Singen erarbeiten kann. Dabei geht es konkret um das praktische Musizieren - auch mit Blick auf die coronabedingten Situationen. Das Erlernte kann im Online- sowie im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Der Workshop ist für Pädagogen aller Schularten und Klassenstufen offen. „Wichtig ist uns, dass gerade in Zeiten, in denen man nur unter erschwerten Bedingungen singen darf, das Singen nicht ausstirbt. Und vielleicht auch eine Form gefunden wird, wie jeder wenigstens für sich zuhause etwas singen kann“, so Christian Vierling, Bildungsreferent am Festspielhaus.
Die Fortbildungsreihe „Teach the Teachers“ - eine Initiative des Festspielhauses Baden-Baden und der Hanns A. Pielenz Stiftung - möchte Studierenden, Referendaren, Lehrerinnen und Lehrern sowie Laienmusikern, die sich der Ausbildung verschrieben haben, neue Impulse für die tägliche pädagogische Arbeit liefern. Die Teilnahme ist kostenlos, zur Anmeldung und weiteren Informationen wenden sich Interessierte an per E-Mail an Christian Vierling: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Karlsruher Rede mit Wolfgang Schäuble im Stream

Mit der Akademischen Feier und der "Karlsruher Rede" beginnt traditionell das neue Semester an der Musikhochschule Karlsruhe. Doch weil derzeit das Wolfgang-Rihm-Forum nur über 56 Sitzplätze verfügt, ist diese Feier am morgigen Mittwoch, den 14. Oktober diesmal eine geschlossene Veranstaltung. Die Rede mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble kann man dennoch hören, und zwar ab 17 Uhr unter www.hfm.eu.

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Festspielhaus Baden-Baden startet mit Ballett

(red.) Mit dem Ballett „Ghost Light“ des Hamburg Ballett und dessen Chefchoreograf John Neumeier starten die Festspiele Baden-Baden am morgigen 8. Oktober in die neue Saison. Intendant Benedikt sei „erleichtert, dass es endlich wieder losgeht“, heißt es in einer Mitteilung des Hauses.
Das Hamburg Ballett gehörte international zu den ersten Compagnien, die nach dem Shutdown die Arbeit im Ballettsaal wiederaufgenommen haben. „Ich wollte die Einheit der Compagnie bewahren“, wird Neumeier zitiert. Bald darauf entwickelte der Hamburger Ballettchef die Idee, ein Werk zu kreieren, welches das geltende Abstandsgebot nicht nur respektiert, sondern es zugleich zur Grundlage der Struktur macht. „Wir haben zehn Paare in unserer Compagnie, die zusammen tanzen dürfen, andere Solistinnen und Solisten dürfen nun nicht zusammen tanzen. Auch diese Ungerechtigkeit ist ein Teil des Stückes“.
John Neumeiers Konzept bezieht 55 Tänzerinnen und Tänzer seiner Compagnie mit ein: "Ghost Light" ist ein Ensemble-Ballett, das in Fragmenten entwickelt ist - vergleichbar etwa mit einzelnen Instrumentalstimmen einer Sinfonie. „Wie die einzelnen Teile sich letztlich zu einem Werk verbinden, wird von dem Moment abhängen, in dem wir uns auf der Bühne wieder nahekommen und anfassen dürfen“, so John Neumeier.
John Neumeier knüpft mit dem Titel „Ghost Light“ an eine Tradition des amerikanischen Theaters an. Nach Proben oder Aufführungen wird mitten auf der Bühne ein Metallständer mit einer einzigen Glühbirne aufgestellt. Die Lampe zeigt an, dass kein Künstler die Bühne nutzen darf. Das Ghost Light brennt die ganze Nacht hindurch – bis sich die Bühne wieder mit Leben füllt.
Die Musik zu „Ghost Light“ – Solo-Klavierwerke von Franz Schubert – wird live von David Fray in Baden-Baden gespielt.
Für Interessierte, die keine Karten mehr erhalten haben, gibt es Ersatz: Der deutsch-französische Sender ARTE wird „Ghost Light“ am Samstag, 10. Oktober 2020 um 18 Uhr aus Baden-Baden live im Internet auf arte.concert.tv präsentieren. Das SWR-Fernsehen plant mit ARTE danach TV-Ausstrahlungen.

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Karlsruher Meisterkonzerte: Start mit Martin Stadtfeld am kommenden Freitag

„In Zeiten, in denen andere Veranstalter weniger machen, da tun wir dafür mehr!“ Das war die klare Ansage von Michael Heintz und Alexandra Hodapp, die mit ihrer „Klassik-Agentur“ die Meisterkonzerte im Konzerthaus Karlsruhe betreuen. Kurzfristig hatten sie bereits den Mainzer Musiksommer ermöglicht; dabei, so erzählten sie auf der heutigen Pressekonferenz, „haben wir große Dankbarkeit beim Publikum“ erlebt. „Wir dürfen uns aber nicht an kleine Besetzungen gewöhnen, sondern wir brauchen Konzepte und Lösungen, um mit der Situation umzugehen!“ appelliert Heintz.
Dankbar, wieder spielen zu dürfen, ist man auch in den Reihen der Orchester, die sich an der Karlsruher Konzertreihe beteiligen: dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, der Deutschen Radiophilharmonie und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. In Zeiten steigender Infektionszahlen und bedrohlicher Meldungen sei es ebenso wichtig, „dass wir den Leuten die Angst nehmen und sie dazu ermutigen, wieder ins Konzert zu gehen“, war man sich auf dem Podium einig. Die Sicherheitskonzepte seien erprobt und geprüft, das Publikum klassischer Konzerte ausgesprochen diszipliniert. Im öffentlichen Raum gehörten die Konzertsäle deshalb möglicherweise zu den sichersten Plätzen. Und schließlich sorgten gemeinsame Konzerterlebnisse „für den psychosozialen Zusammenhalt, denn auch die Seele will ernährt werden“, betonten Maria Grätzel, Orchestermanagerin der Radio Philharmonie und Judith Schor, Pressereferentin der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Den Anfang macht am kommenden Freitag, den 2. Oktober der Pianist Martin Stadtfeld mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Garry Walker. Auf dem Programm steht Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 und Schuberts Sinfonie Nr. 5 – beide Werke tragen noch den Geist Mozarts und werden in gleicher Besetzung gespielt. Auch diese Herausforderung macht man sich als Hörer nicht immer bewusst: Die Corona-Verordnungen (die zudem nicht überall gleich sind) sorgen nicht nur für Einschränkungen im Repertoire, sondern sie erschweren auch das gemeinsame Musizieren. „Die Musiker sitzen teilweise in einem Abstand auf der Bühne, als hätten sie nichts miteinander zu tun“, so Günter Müller-Rogalla, Intendant des Staatsorchesters.
Am 24. Oktober gastiert die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman (die übrigens in absehbarer Zeit ihre Sängerkarriere beenden möchte) mit Mahlers Rückert-Liedern im Konzerthaus – gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie unter Michael Sanderling. Zu hören ist daneben Bruckners Streichquintett F-Dur in einer Fassung für Streichorchester. Am 6. Dezember, bei einem „Tag der Musik“, gastiert das Vokalensemble Amarcord um 11 Uhr in Karlsruhe, um 15 Uhr gibt die Pianistin Ragna Schirmer ein Familienkonzert, bevor sie am Abend mit einem Klavierrezital unter dem Motto „Wahlverwandtschaften“ mit Werken von Mozart und Chopin zu hören ist. Festlich wird es schließlich am 23. Dezember: Bei diesem Konzert mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist Corellis Weihnachtskonzert und das Trompetenkonzert E-Dur von Johann Nepomuk Hummel zu hören. Es spielt der junge Karlsruher Solist Simon Höfele. Alle Abend-Konzerte (ohne Pause) beginnen um 18 Uhr und um 20.30 Uhr; es gibt eine Abendkasse, jedoch keine Garderobe und kein Catering. Weitere Informationen unter www.karlsruhe-klassik.de