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Auch Lutherkirche und Christuskirche laden zum Kultursommer

Allmählich öffnen sich die Karlsruher Kirchen wieder für kleinere Konzerte und musikalische Andachten: So hat beispielsweise die Lutherkirche immer samstags eine Abendmusik mit Liturgie geplant. Die Reihe beginnt am 4. Juli um 19.30 Uhr mit Werken von William Byrd, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Josef Gabriel Rheinberger. Es musizieren u.a. Irène Naegelin (Sopran), Ursula und Elisabeth Zimmermann (Violinen). Am 12. Juli gibt es um 10 Uhr einen Kantatengottesdienst mit Musik von Telemann. (weitere Informationen unter www.luthergemeinde.info).
Den Auftakt zum Kultursommer an der Christuskirche Karlsruhe macht am Sonntag, den 5. Juli das Harfenduo "Harparlando" mit Klängen "von barock bis fetzig". Beginn des etwa einstündigen Konzerts ist 18 Uhr. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich, diese ist bis 5. Juli, 12 Uhr möglich (nähere Informationen unter www.christuskirche-karlsruhe.de).
Einen Liederabend mit dem Bariton Claus Temps und der Pianistin Heike Bleckmann gibt es am Freitag, den 10. Juli um 19.30 Uhr unter dem Motto "Sängers Trost". Dabei sind Gedichtvertonungen von Robert Schumann zu hören. Zur Orgelandacht ("Junge Talente") mit der Organistin Hanna Göpfert lädt die Christuskirche am Sonntag, den 12. Juli um 11.30 Uhr. 

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Festspielhaus Baden-Baden bietet Sommerkonzerte im kleinen Format

Baden-Baden - das war einst die „Sommerhauptstadt Europas“; hier trafen sich Musiker und Schriftsteller, Namen wie Johannes Brahms und Clara Schumann sind ebenso mit der Stadt verbunden wie etwa die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot, die hier einst einen Salon unterhielt.
Die diesjährigen Sommerkonzerte (coronabedingt sind es keine Festspiele, sondern Konzerte im kleineren Format) erinnern nun ein wenig an dieses „Flair“.
Unter dem Motto „En suite“ - schon der Name symbolisiert ein Weitergehen - organisiert Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa in der Zeit vom 18. Juli bis zum 30. August eine Konzertreihe mit und für die Baden-Badener Hotels. Dabei sind so genannte „Aha-Effekte“ fest eingeplant. Jeder Künstler gestaltet zwei Konzerte; diese finden immer an einem Wochenende statt. Der Vorverkauf startet am heutigen 1. Juli.
"Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotels zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“, wird Stampa in einer Mitteilung zitiert. „Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.
International renommierte Interpreten gastieren dabei in der Kurstadt, wie beispielsweise das Schumann-Quartett, das Delian-Quartett oder der französische Bratschist Antoine Tamestit. Er konzertiert auf der so genannten „Gustav-Mahler“-Bratsche, der ältesten noch existierenden Viola aus dem Jahr 1672.
Die Konzerte dauern etwa eine Stunde und sind mit Erläuterungen verbunden; Spielorte sind der Maler-Saal des Hotels Maison Messmer, die Orangerie des Brenners Park Hotel sowie das Museum Frieder Burda (in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Kleiner Prinz“).
Dabei gibt es auch besondere Verbindungen: Die russische Pianistin Anna Zassimova, die an der Musikhochschule Karlsruhe unterrichtet und zugleich Kunsthistorikerin ist, lässt beispielsweise die Bildende Kunst und die Musik in einen Dialog treten: Sie möchte das Publikum in die Welt der Bohème zur Zeit des Jugendstils und des Fin de siècle in der russischen Kunst entführen.
Nähere Informationen unter www.festspielhaus.de

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Stadt Baden-Baden ist seit heute Besitzerin der Immobilie Festspielhaus

(red.) Mit dem heutigen 1. Juli ist die Stadt Baden-Baden Besitzerin der Immobilie Festspielhaus Baden-Baden: Durch eine Tochtergesellschaft, die vor zehn Jahren eigens für den Kauf gegründet worden war, erwarb die Stadt das Gebäude nun für 18,4 Millionen Euro. Der Bau des Festspielhauses in den Neunziger Jahren hatte rund 60 Millionen Euro gekostet.
Bereits am Montag unterzeichneten Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa im Rahmen eines Medientermins den neuen „Mietvertrag mit Zweckbindungsvereinbarung“. Hierin ist unter anderem geregelt, dass sich die Stadt auch in Zukunft weiterhin maßgeblich für das Opern- und Konzerthaus engagiert und damit die Kultur in der Stadt fördert. „Das Festspielhaus ist der kulturelle Leuchtturm für Stadt und Region“, so Margret Mergen. „Der Verantwortung, die nun vor uns liegt, stellen wir uns deshalb ohne Wenn und Aber.“
Bereits 1996 war vertraglich festgelegt worden, dass die bisherige Eigentümerin der Festspielhaus-Immobilie, die TANJA Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. Objekt Festspielhaus-KG, die Stadt über ein sogenanntes Andienungsrecht zum Kauf der Immobilie verpflichten kann. Von diesem Recht machte die TANJA im Jahr 2017 Gebrauch. Hierfür stellte die Stadt in ihrer Tochtergesellschaft in den letzten Jahren finanzielle Mittel von bislang 7,1 Millionen Euro zurück. Die restlichen Mittel in Höhe von 11,3 Millionen Euro werden über ein Darlehen bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau gesichert.
Die Stadt Baden-Baden stellt auch weiterhin die spielfertige Bühne zur Verfügung und sorgt für den Unterhalt des Gebäudes. Der finanzielle Aufwand hierfür beträgt rund 3,6 Millionen Euro pro Jahr. Die „Festspielhaus und Festspiele gGmbH“, die das Haus und die Festspiele betreibt, finanziert unter dem Dach der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden den laufenden Betrieb inklusive des Programms. Sie behält auch die Programmhoheit. Intendant Benedikt Stampa: „Aktuell steuern wir das Unternehmen durch unruhige Corona-Zeiten, doch bislang hat sich die Partnerschaft zwischen privaten Stiftern, Förderern und Sponsoren und der Öffentlichkeit in Gestalt von Stadt und Land als Fels in der Brandung erwiesen“.
Zudem hatte eine Studie der Universität St. Gallen aus den Jahren 2008 und 2011 ergeben, dass das Festspielhaus wiederum für einen Kaufkraftzufluss von rund 50 bis 60 Millionen Euro sorge.
„Wir arbeiten im Moment daran, einen neuen Spielplan für den Herbst zu entwickeln“, machte Intendant Benedikt Stampa im Rahmen der Vertragsunterzeichnung Hoffnung, dass es auf der Bühne bald auch künstlerisch weitergeht.

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Picknick-Konzerte im Kunsthaus Durlach

(red.) Im Rahmen des „Kultursommers 2020“ fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst kleinere Formate, um in Corona-Zeiten das Kulturleben zumindest teilweise wieder anzustoßen.
Die Picknick-Konzerte im Kunsthaus Durlach gehören zu jenen Projekten, die in das Programm aufgenommen wurden. Speziell entwickelt für die Zeiten der Corona-Beschränkungen, sollen sie ein familiäres Kulturerlebnis trotz Abstandsregelungen bieten. Der Musiker Johannes Hustedt möchte mit dieser Idee „Begegnung und Optimismus“ schaffen – und zwar gemeinsam mit seiner Frau Chai Min Werner im Garten des Kunsthauses Durlach.
Dabei laden die Künstler zu musikalischen Sommer-Reisen durch verschiedenste Kulturen ein: Von der Klassik bis zur Gegenwart, hinzu kommen Weltmusik und alpenländische Klänge. Den Auftakt macht am 08. Juli 2020 das TRIO AVANCE mit Carolin Kriegbaum (Chinesische Geige und Viola), Johannes Hustedt (Flöte) und Andreas Hiller (10saitige Gitarre). Hierbei trifft asiatische Musik auf Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Gioacchino Rossini.
An sieben Abenden, immer mittwochs ab 18 Uhr, wird zum musikalischen Picknick geladen. Einlass ist ab 17.30 Uhr, die Plätze werden nach Ankunft vergeben, eine Voranmeldung ist nicht möglich. Eine entsprechende Sitzgelegenheit (zum Beispiel ein Klappstuhl) ist selbst mitzubringen, ebenso Verpflegung und Sonnen- oder Regenschutz. Die Konzerte finden bei jedem Wetter statt. Weitere Informationen unter www.kunsthaus-durlach.de

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Grötzinger Musiktage starten am kommenden Wochenende

(red.) Auch in Corona-Zeiten dürfen sich die Freunde der Kammermusik auf die Grötzinger Musiktage (in der Begegnungsstätte Grötzingen) freuen: Eine ungewöhnliche Form des Streichquartetts - nämlich mit zwei Bratschen – ist zum Eröffnungskonzert am Sonntag, den 5. Juli um 19 Uhr zu hören: Hierbei erklingen Werke vom Frühbarock bis zur Gegenwart, unter anderem von Byrd, Purcell, Albrechtsberger, Puccini, Gershwin und dem Karlsruher Komponisten Felix Treiber. Es musiziert das Quatuor Avium mit Felix Treiber (Violine), den Bratschistinnen Akiko Sato und Sibylle Langmaack sowie dem Cellisten Norbert Ginthör.
Am Samstag, den 11. Juli gibt es ab 19.30 Uhr Kammermusik von Johann Ludwig Krebs, Britten, Hindemith und Johann Sebastian Bach, dazu ein Stück des Karlsruher Gitarristen Andreas Grün. Es musizieren Andreas Knepper, Flöte, Izumi Gehrecke, Oboe, Dmitri Dichtiar, Violoncello und Norbert Krupp, Cembalo.
Am Donnerstag, 16. Juli um 19.30 Uhr ist das Trio Conflict mit Kaya Han, Klavier, Isao Nakamura, Percussion sowie Ena Han, Klavier & Tanz, zu erleben; auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Fujikura, Gershwin sowie koreanischer Tanz.
Am Sonntag, den 19. Juli 19 Uhr trifft schließlich Franz Schubert auf Jazzgesang: die Interpreten sind Sophie Sauter, Sopran, mit Götz Payer, Klavier, dazu Anne Czichowsky, Jazzgesang, mit Axel Kühn, Kontrabass.

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Keine Weingartner Musiktage im kommenden Herbst

Auch die Weingarnter Musiktage junger Künstler fallen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer: Das diesjährige Festival - es ware das 40. Jubiläum gewesen - wird auf 2021 verschoben. Dies teilten die Verantwortlichen heute mit. Vom 3. bis zum 18. Oktober waren neun Konzerte geplant, für die man viele Vorbereitungen bereits getroffen hatte, heißt es in der Mitteilung weiter. Gerechnet hatte man mit insgesamt über 2500 Besuchern.
Durch die Corona-Zwangspause sei jedoch bei vielen Ensembles die Probenarbeit zum Stillstand gekommen; über ein "Festival im Kleinformat" habe man zwar nachgedacht, doch sei dies aufgrund der hohen (finanziellen) Belastungen nicht durchführbar. Zudem sei man der Auffassung, dass der 40. Geburtstag der Musiktage mit einem "glanzvollen Jubiläumsfest" gefeiert werden solle.

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Stadtkirche Durlach lädt zu Orgelkonzerten

Zu einer Reihe von Kurzkonzerten an der Orgel lädt die Stadtkirche Durlach zwischen dem 27. Juni und dem 25. Juli: Jeden Samstag um 12 Uhr steht jeweils ein anderes Kirchenlied Im Mittelpunkt. Zum Auftakt präsentiert Bezirkskantor Johannes Blomenkamp Bearbeitungen zu „Lobet den Herren den mächtigen König der Ehren“. Das Publikum erwartet unter anderem Johann Sebastian Bachs Komposition aus den „Schübler-Chorälen“ sowie Vertonungen von Max Reger, Johannes Matthias Michel und Hans Friedrich Micheelsen.
In den kommenden Wochen werden neben Johannes Blomenkamp auch Daniel Kaiser und Dieter Cramer, Kantor an der Auferstehungskirche Rüppurr, an der Stumm-Goll-Orgel der Stadtkirche Durlach musizieren. Das Format der 30minütigen Orgelkonzerte hat sich in den vergangenen Jahren während der Karlsruher Orgelspaziergänge bewährt.

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Karlsruhe erleben: Das Gambenconsort "Les Escapades"

Das Kulturamt Karlsruhe unterstützt in der derzeitigen Corona-Pause Künstlerinnen und Künstler bei der Veröffentlichung von Musikvideos, die unter der Website „Karlsruhe erleben“ unter den Rubriken „Kultur in Karlsruhe“/ "Kultur@Home"/ „Film und Musik“ abrufbar sind.
Auch das Gambenconsort „Les Escapades“ vermisst sein Live-Publikum – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr: Seit 20 Jahren engagieren sich Barbara Pfeifer, Franziska Finckh, Adina Scheyhing und Sabine Kreutzberger für die Alte Musik, etwa die Klangwelten des elisabethanischen Zeitalters in England oder der spanischen Blütezeit um 1600. Sie musizierten mit international renommierten Künstlern wie etwa den Sopranistinnen Monika Mauch und Miriam Feuersinger oder dem Countertenor Franz Vitzthum.
Das Jubiläumskonzert ist wegen des eingeschränkten Platzangebots jedoch bereits ausverkauft, und auch für den Zusatztermin – am Sonntag, den 28. Juni um 15 Uhr in der Altkatholischen Kirche – gibt es nur noch wenige Restkarten (Anfragen über die Kontaktadresse auf der Website www.escapades.de).
Doch der rund 30minütige Film unter dem Titel „Wie gern wär‘ ich bei Dir – musikalische Grüße an unser Publikum“ ist zumindest ein würdiger Ersatz: Zu Gast ist die Sopranistin Monika Mauch, zu hören ein Querschnitt aus Werken des des 16. und 17. Jahrhunderts - etwa John Dowlands „Flow my tears“, sozusagen ein „Klassiker“ des Frühbarock. Man erreicht den Film auch über die Website des Ensembles (unter der Rubik „Aktuell“).
Zudem widmet der SWR den Musikerinnen am morgigen 23. Juni ein Mittagskonzert ab 13.05 Uhr.

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Karlsruher Orgelsommer findet statt

(red.) Gute Nachrichten für alle Freunde der Orgelmusik: Die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe lädt auch in diesem Jahr zum Internationalen Orgelsommer – dieser ist sogar etwas verlängert, denn vom 19. Juli bis zum 23. August gibt es sechs Konzerte (statt der sonstigen fünf).
Da wegen der Sicherheitsabstände weniger Publikum zugelassen ist, gibt es an den jeweiligen Sonntagen zwei Konzerte: Organisten aus den USA, Frankreich, Tschechien und Deutschland spielen um 18 Uhr und um 20.30 Uhr an den beiden Stadtkirchenorgeln. Dank Videoübertragung auf Großleinwand hat das Publikum die Organisten bestens im Blick. Wegen der Corona-Pandemie muss in diesem Jahr allerdings leider auf die Lenter-Orgel der Kleinen Kirche verzichtet werden, ebenso entfallen die Talk-Runde vor den Konzerten und der Sektausschank.
Die beiden Orgeln der Stadtkirche - die französisch-barocke Rémy-Mahler-Orgel und die romantische Steinmeyer-Orgel - ermöglichen eine adäquate Interpretation nahezu aller musikalischen Stilbereiche. „Die sommerlichen Orgelkonzerte haben sich als beliebtes und überregional bekanntes Format etabliert“, freut sich der Initiator und künstlerische Leiter Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser, „Besonders in diesem Jahr ist es mir eine große Freude und ein persönliches Anliegen, das Festival durchzuführen und damit einen Beitrag aus dem kulturellen Shutdown zu leisten.“
Nathan Laube, ein junger amerikanischer Star der Orgelszene, hat am 19. Juli Werke von Bach, Beethoven, Mendelssohn und Brahms im Gepäck. Der Hamburger Organist und Echo-Klassik-Gewinner Christoph Schoener bringt am 26. Juli Werke von J.S. Bach, C.Ph.E. Bach, Reger und Brahms nach Karlsruhe. Einer der bekanntesten Organisten unserer Zeit ist Olivier Latry aus Paris/Notre Dame; er wird am 2. August auf den Stadtkirchenorgeln Werke von Marchand, Bach, Escaich, daneben eigene Kompositionen interpretieren. Der junge Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing ist für die Musik an der Kathedralkirche des Ruhrbistums verantwortlich und beim diesjährigen Karlsruher Orgelsommer mit Werken von Liszt und Improvisationen zu erleben. Am 16. August kommt der Hausherr, Christian-Markus Raiser, in einem Programm mit Werken von Mendelssohn, Vierne, Couperin und Bach zu Wort. Im Rahmen des Abschlusskonzertes am 23. August wird die Organistin der bedeutenden Kathedrale St. Jacub/ Prag, Irena Chřibková, mit Werken von Young, Bédard, Weinberger, Böhm und Storace erwartet.

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Kleine Formate bis Ende Juli: Staatstheater gibt Einblicke in die künstlerische Arbeit

Offiziell ist die Spielzeit zu Ende, doch mit kleineren Sonderformen melden sich die Ensembles am Karlsruher Staatstheater erst einmal wieder zurück: Die Künstlerinnen und Künstler - so war jetzt beim Pressegespräch deutlich zu spüren – sehnen sich danach, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen, und sei es mit kurzen Konzerten, Werkstattgesprächen oder mit Einblicken in die Proben, soweit diese derzeit möglich sind. „Wir wollen die Zeit nutzen, um das Theater nochmals in anderer Weise für die Menschen zu öffnen“, sagt Generalintendant Peter Spuhler. Deshalb biete man ganz bewusst keine fertigen Vorstellungen an; vielmehr gehe es um die Frage, wie Kunst überhaupt entsteht und was das Theater ausmacht.
Zwischen dem 12. Juni und dem 25. Juli sind – unter den gängigen Hygiene-Regeln - 70 Veranstaltungen bis maximal 100 Teilnehmer vorgesehen. Diese Zahl soll jedoch nicht ausgereizt werden, damit die Besucher sich entsprechend sicher fühlen können.
So gibt es im Bereich des Schauspiels 30 Probeneinblicke und öffentliche Trainings; das Publikum hat auf diese Weise die Möglichkeit, zum an Beispiel Beleuchtungs- und Bauproben teilzunehmen. Das Format „Werk-Statt-Oper“ blickt hinter die Kulissen der Musiktheater-Produktionen, ebenso gibt es Einblicke in Lehars „Lustige Witwe“ oder in die Arbeit des Opernchors. Unter dem Titel „Wenn Maske auf Musik trifft“ verbirgt sich ein Dialog zwischen Chefmaskenbildnerin Caroline Steinhage und Kapellmeister Johannes Willig, und die Erfolgsproduktion „Wahnfried“ ist via Stream als Public-Viewing zu sehen.
Eine besondere Entdeckungsreise durch Karlsruhe versprechen „Audio-Spaziergänge“ (etwa zum Thema „Anne Frank“ oder „Robinson Crusoe“) und ein Kulturpfad: Hier gibt es an verschiedenen Orten in Karlsruhe künstlerische Überraschungen; der Startpunkt wird beim Kartenkauf bekannt gegeben.
Das Ballett-Ensemble wiederum bietet in kleinen“Bausteinen“ Miniatur-Formate zu bestimmten künstlerischen Themen, und in sieben kurzen Mittagskonzerten präsentieren sich Mitglieder der Staatskapelle mit einer Mischung von Oper bis Ragtime, von Alter Musik bis Jazz und mit Werken von Tschaikowsky oder Boccherini.
Eines der beiden Kammerkonzerte ist am 27. Juni dem scheidenden GMD Justin Brown gewidmet: Hier stehen Werke von Dukas, Hindemith, Poulenc und Strawinsky auf dem Programm.
Der Vorverkauf startet ab sofort; die genauen Daten und Uhrzeiten sowie alle weiteren Informationen unter www.staatstheater.karlsruhe.de