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Johannes Blomenkamp ist Kirchenmusikdirektor

(red.) In der badischen Landeskirche gibt es zwei neue Kirchenmusikdirektoren - einer davon ist Johannes Blomenkamp, der an der Stadtkirche Durlach tätig ist. Landeskirchenmusikdirektor Kord Michaelis würdigte den Karlsruher Bezirkskantor: „Karlsruhe hat sich in den letzten Jahren zu einem deutschlandweit beachteten Zentrum der evangelischen Kirchenmusik entwickelt. Das ist nicht zuletzt der sehr guten Teamarbeit der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker unter Leitung von Bezirkskantor Johannes Blomenkamp zu verdanken.“ Blomenkamp war zuvor Kantor im Großraum Hannover. Er habe seit fast 15 Jahren an der Stadtkirche Durlach künstlerische Akzente als Organist und Improvisator sowie als Leiter der Singschule und der Erwachsenenchöre gesetzt, erklärte Michaelis. Eines der Formate, Blomenkamp einführte, ist der „Karlsruher Singalong“ - Bachs Weihnachtsoratorium zum Mitsingen, das unter normalen Umständen zahlreiche begeisterte Chorsänger in der Adventszeit in die Durlacher Stadtkirche lockt.
Auch an den Offenburger Bezirkskantor Traugott Fünfgeld wurde der Titel verliehen; er sei „als vielfältig wirksamer Komponist gerade den Posaunenchören Deutschlands wohlvertraut.“
Die Auszeichnung an die neuen Kirchenmusikdirektoren soll im Laufe des Jahres an der jeweiligen Stätten ihres Wirkens übergeben werden.

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Singspiel, Konzerte, Operetten-Dinner: Theater Heidelberg hofft auf Schlossfestspiele "ohne Abstriche"

(red.) Es gibt – trotz Pandemie und undurchsichtiger Öffnungsstrategie - durchaus auch Lichtblicke für den diesjährigen Kultursommer: Heute teilte das Theater Heidelberg das Programm für die Schlossfestspiele mit. „Wir sind optimistisch und voller Vorfreude, nach langer Durststrecke mit den Heidelberger Schlossfestspielen 2021 wieder Theatermagie auf die schönsten Bühnen der Stadt zu bringen!“ wird Intendant Holger Schultze zitiert. Unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln wolle man „inhaltlich keinerlei Abstriche machen“, heißt es in der Mitteilung.
Die Schlossfestspiele eröffnen am 12. Juni mit der französischen Komödie „Das Spiel von Liebe und Zufall“ von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux im Dicken Turm des Schlosses. In der Regie von Lilli-Hannah Hoepner und musikalisch geleitet von Charlotte Brandi soll sich ein heiteres Verwechslungsspiel entspinnen. Premiere ist am Samstag, den 12. Juni 2021. Am 19. Juni hat im Schlosshof Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“ Premiere; Regie führt Felix Seiler, der auch an der Hamburgischen Staatsoper oder der Komischen Oper Berlin inszenierte.
Eine ganz andere Atmosphäre bringt „Dracula“ ab dem 2. Juli in den Schlosshof: Die gefeierte Inszenierung des „Gruselklassikers“ nach Bram Stoker kehrt in der Einrichtung von Christian Brey nach Heidelberg zurück. Für die jungen Gäste hingegen steht mit „Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ab dem 20. Juni im Englischen Bau eine Premiere über den „größten Raubritter aller Zeiten“ auf dem Programm, und auch das Philharmonische Orchester Heidelberg soll im Rahmen dreier Schlosskonzerte zu erleben sein: Am 25. und 27. Juni mit Musik von Jean Sibelius und Peter Tschaikowsky, am 10. und 15. Juli mit Melodien aus den „Goldenen Zwanzigern“ (am 10. Juli zur Schlossbeleuchtung).
Höhepunkte der klassischen Operette sind im letzten Schlosskonzert am 18. und 20. Juli, zu erleben; zudem gibt es ein Dinner-Konzert unter dem Motto „Melodien à la carte“: Hierbei wird zu Wiener Operettenmusik ein Drei-Gänge-Galamenü aus Sternekoch Martin Scharffs Schlossküche geboten. Termine für die Dinner-Konzerte sind der 25. Juli und der 1. August.
Der Vorverkauf für die Heidelberger Schlossfestspiele startet am Samstag, 13. März um 13.00 Uhr. Bis zum 15. April 2021 erhalten Frühbucher einen Rabatt von 10 Prozent. Informationen und Karten gibt es über die Theaterkasse (Tel: 06221 5820 000 oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder www.heidelberger-schlossfestspiele.de.

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Stefanie Heiner leitet weiterhin das "Junge Staatstheater"

(red.) Stefanie Heiner übernimmt auch in der kommenden Spielzeit die Leitung der Sparte „Junges Staatstheater“ - zusätzlich zum Volkstheater. Dies teilte das Haus heute mit. Die Theaterpädagogin sei „in allen Bereichen unseres Hauses eine sehr geschätzte Kollegin," werden der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann zitiert.
Kunstministerin Theresia Bauer, Vorsitzende des Verwaltungsrats, betont: „Kinder- und Jugendtheater sind ein essentieller Bestandteil der kulturellen Bildung für junge Menschen.“ Auch in Corona-Zeiten erreiche das Junge Staatstheater durch kreative Formate wie Streams für Schulen oder einer App für Spaziergänge durch Karlsruhe sein junges Publikum.
„Es freut mich, dass es der Theaterleitung gelungen ist, in Zeiten des Umbruchs mit Nicole Braunger und Stefanie Heiner gleichzeitig so überzeugende Lösungen für personelle Kontinuität am Badischen Staatstheater zu finden", erklärte indessen Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender. Er ergänzt: „Das Leben ist immer wieder auch eine Bühne, das Junge Staatstheater bereitet mit seiner wichtigen pädagogischen Vermittlungsarbeit darauf vor und erschließt gleichzeitig nachfolgenden Generationen den Sinn der Kulturinstitution Staatstheater – in guter Kooperation mit 30 Schulen.“
Theater für alle – das ist das Motto des Jungen Staatstheaters seit seiner Gründung vor zehn Jahren. Zu den Angeboten zählen unter anderem Theater für Kinder ab zwei Jahren sowie theaterpädagogische Vermittlungsarbeit. Damit habe man beispielsweise in der Saison 18/19 über 40 000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit über 400 pädagogischen Angeboten erreicht, heißt es weiter in der Mitteilung. „Ich bin begeistert, weiter mit diesem tollen und engagierten Team zusammenzuarbeiten und eine Spielzeit zu gestalten, die ganz im Zeichen unseres 10-jährigen Jubiläums stehen wird,“ so Stefanie Heiner.
Im Jubiläumsjahr wird am Jungen Staatstheater das Motto „Theater für alle“ besonders zum Thema gemacht. Mit Blick auf Aspekte wie Barrierefreiheit, Gender Diversity, kulturelle Vielfalt, Adultismus und Altersdiskriminierung sowie Antirassismus sollen auch verstärkt Menschen erreicht werden, die noch nicht zum Publikum zählen und gleichzeitig Aufmerksamkeit für diese Themen geschaffen werden.

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Staatstheater Karlsruhe: Nicole Braunger bleibt Operndirektorin/ Interimsintendanz bis 2024 geplant

(red.) In der Führungskrise des Badischen Staatstheaters kehrt nun zumindest in der Opernsparte Ruhe vorerst ein: Operndirektorin Nicole Braunger bleibt am Haus – und zwar zunächst bis Sommer 2024, berichtet das Theater heute in einer Mitteilung. „Ich freue mich sehr, dass die Theaterleitung meinem Wunsch an diesem Haus zu verbleiben, zugestimmt hat“, wird Nicole Braunger zitiert, „die Sängerinnen und Sänger sind für mich das Herz eines Opernabends – und für mich ist es eine Herzensangelegenheit, an diesem Haus bleiben.“
Die Österreicherin, seit September 2018 in Karlsruhe, hatte dem Vernehmen nach bereits im Herbst 2019 das Staatstheater wieder verlassen wollen, was durch eine entsprechende Stellenausschreibung im vergangenen Jahr auch bestätigte wurde. Doch mit der vorzeitigen Vertragsauflösung des Generalintendanten Peter Spuhler zum Ende der Spielzeit trat nun offenbar eine Wende ein.
„Dies ist ein positives Zeichen – im Sinne der Kontinuität, der weiteren Profilbildung und künstlerischen Entwicklung der Opernsparte des Hauses“, werden zudem der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und Uta-Christine Deppermann, Künstlerische Betriebsdirektorin, zitiert.
Auch die Spitze des Verwaltungsrates meldete sich zu Wort: „Ich freue mich, dass Nicole Braunger in Karlsruhe bleibt,“ so Kunstministerin Theresia Bauer. „Das Badische Staatstheater behält eine sehr geschätzte Operndirektorin und kann auf Kontinuität an der Spitze des Musiktheaters bauen“. Auch Oberbürgermeister Frank Mentrup äußerte sich erfreut darüber, „dass die Theaterleitung mit der Nachricht zum Verbleib von Frau Braunger in Zeiten des Umbruchs nach außen ein positives Signal des Vertrauens und der Zuversicht in eigene Stärken setzen kann.“ Nicole Braunger werde nicht nur im Badischen Staatstheater, sondern auch und im Karlsruher Fachpublikum „für ihre Kompetenz und ihre Persönlichkeit sehr geschätzt.“
Der Verbleib der Operndirektorin bedeutet auch Stabilität für die künstlerische Arbeit während der Zeit der Interimsintendanz. Diese ist laut Beschluss des Verwaltungsrates, der sich gestern zur Frühjahrssitzung traf, bis Herbst 2024 geplant. Hierbei, so teilte das Kunstministerium mit, habe sich der Verwaltungsrat für eine Persönlichkeit von außen ausgesprochen. Das Gremium sei damit einem Vorschlag der Findungsgruppe gefolgt. Diese wurde beauftragt, sobald wie möglich eine Interimsintendantin oder einen Interimsintendanten als Künstlerische Gesamtleitung für die Zeit nach Peter Spuhler zu suchen, dessen Intendanz im August 2021 endet. Für die Interimszeit ist die Künstlerische Betriebsdirektorin, Uta-Christine Deppermann, in ihrem Verantwortungsbereich als Mitglied der Theaterleitung vorgesehen. Im Sommer soll zudem die eingesetzte Strukturkommission Empfehlungen für die Zukunft des Hauses präsentieren.

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Festspielhaus hofft auf "volle szenische Pracht im Sommer" - mit Opernpicknick im Park

(red.) Die Faschingszeit ist vorüber, Ostern naht – und dennoch ist man im Festspielhaus Baden-Baden derzeit von den Osterfestspielen am weitesten entfernt; weiter noch als von den Aufführungen, die man sich für Pfingsten und den Sommer erhofft. Das hängt mit der unsicheren Pandemie-Lage zusammen, die Künstler und Kulturveranstalter allmählich frustriert.
Momentan sei man im „engen Austausch“ mit den Berliner Philharmonikern, teilte Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa heute auf einer Online-Pressekonferenz mit. Er erwähnte zudem, dass in anderen Ländern – trotz zum Teil höherer Fallzahlen – die Theater und die Gastronomie teilweise geöffnet seien. Indes wolle Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, nach wie vor an der Oper Mazeppa „festhalten“, aber das sei schwierig ohne Publikum. Was die Planungen angehe, so Stampa, gleiche dies momentan „einem Ritt über den Bodensee“, denn: „Wir müssen bis zum letzten Moment warten“. Eine Entscheidung soll bis Anfang März fallen.
Aus diesem Grund wird es vorerst auch kein komplettes Jahresprogramm geben, vielmehr plant man in kleineren Schritten. Zudem wünscht man sich konkrete Öffnungsperspektiven: Nicht so sehr gehe es darum, wann, sondern „wie“ geöffnet wird. In einem Haus, das normalerweise 2500 Besucher fasst, könne man „nicht vor hundert Leuten spielen“, so Benedikt Stampa. Man habe zudem einen Wirtschaftsplan auf der Grundlage von 500 Besuchern erstellt.
Zuversichtlicher ist man dagegen, was die Festspiele an Pfingsten und im Sommer angeht: Diese erhalten neue Schwerpunkte, zudem wird das Programm bis in den normalerweise spielfreien August hinein verlängert. Zu den Pfingstfestspielen (vom 13. bis zum 24. Mai) planen das Hamburg Ballett und das SWR Symphonieorchester die Aufführung des neuen „Beethoven-Projekt II“ von John Neumeier in Baden-Baden. Der Choreographie liegen eine Violinsonate, Passagen aus dem Oratorium „Christus am Ölberge“ sowie die siebte Sinfonie Ludwig van Beethovens zu Grunde.
Yannick Nézet-Séguin soll Anfang Juli 2021 in Baden-Baden sämtliche Beethoven-Sinfonien dirigieren – zwar nicht mit dem Orchester der Metropolitan Opera, dessen Europa-Tournee abgesagt ist, sondern mit dem Chamber Orchestra of Europe.
Gemeinsam mit dem Mariinsky-Theater möchte man sich außerdem wieder „in voller szenischer Pracht zeigen“, so Stampa. Und nicht nur das: „Wir planen auch, eine der Vorstellungen als kostenlosen Live-Stream in den Kurpark oder in die Lichtentaler Allee zu übertragen, um dort mit möglichst vielen Menschen die Oper in Baden-Baden wieder willkommen zu heißen“. Zwanglos und mit Picknick-Korb soll man Puccini im naturnahen Baden-Baden genießen können; dies ist für Benedikt Stampa ein lange gehegter „Herzenswunsch“. Damit will man das Festspielhaus zugleich noch weiter für die Menschen öffnen, als Termin für das Opernfest ist der 25. Juli geplant.
Auch eine Zusammenarbeit mit den Brahms-Tagen soll es geben; geplant ist ein Konzert mit den Münchner Philharmonikern, dem Pianisten Igor Levit und Dirigent Valery Gergiev. Das weitere Programm für den Herbst 2021 soll im Sommer angekündigt werden; der Vorverkauf für die neuen Programme soll bis auf weiteres immer in einem Zeitfenster von sechs Wochen beginnen. Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten für Veranstaltungen ab April 2021 gekauft haben, erhalten rechtzeitig Angebote zu Rückerstattung und Vorkaufsrecht.
Bis dahin bleibt man dem Publikum per Live-Stream mit dem heute beginnenden „Hausfestspiel“ verbunden.

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Staatstheater bietet Telefon-Ständchen zum Valentinstag

(red.) Eine Überraschung zum Valentinstag möchte das Staatstheater Karlsruhe seinen Gästen bieten: Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich einen romantischen Überraschungsanruf für denjenigen Menschen sichern, dem sie an diesem Tag gerne eine Freude machen würden. Am anderen Ende der Leitung ist dann ein Ensemblemitglied aus Oper, Schauspiel oder Jungem Staatstheater zu hören und erfreut die Angerufenen mit einem ganz persönlichen lyrischen Ständchen.
Um schnelle Anmeldung wird gebeten, da die Terminmöglichkeiten begrenzt sind. Das Antragsformular (abzurufen auf der Website des Staatstheaters) kann bis spätestens zum 12. Februar (mittags) ausgefüllt werden. Danach wird eine e-mail zugesandt, diese muss bestätigt werden. Am 14. Februar werden die Interessenten dann von den Künstlern angerufen.

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Carl Bechstein Stiftung unterstützt junge Pianisten mit Stipendien

(red.) Die Berliner Carl Bechstein Stiftung unterstützt Künstler in der Corona-Pandemie und vergibt deshalb zehn Stipendien an junge Pianistinnen und Pianisten im Gesamtwert von 120 000 Euro. „Gerade Solistinnen und Solisten verdienen ihren Lebensunterhalt vor allem durch das Konzertieren, was im letzten Jahr und bis heute fast nicht möglich gewesen ist. Aus diesem Grund hat die Carl Bechstein Stiftung entschieden, 2021 zehn Jahres-Stipendien zu vergeben, die monatlich mit 1.000 € dotiert sind,“ heißt es in einer Mitteilung.
Das Stipendium richtet sich an berufseinsteigende Pianisten und Pianistinnen in pandemiebedingten finanziellen Notlagen. Sie sollten unter dreißig Jahre alt sein, einen abgeschlossenen Masterabschluss im Fach Klavier vorweisen und ihren Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Deutschland oder Österreich haben bzw. deutsche oder österreichische Staatsbürger sein. Die jungen Pianistinnen und Pianisten sollen in einem persönlichen Bewerbungsschreiben ihre aktuelle Situation schildern und Einblicke in ihre künstlerische Tätigkeit geben. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2021.
„In den letzten elf Monaten mussten durch die Pandemie Konzerte, Festivals und Wettbewerbe abgesagt werden“, wird Gregor Willmes, Mitglied des Vorstands der Carl Bechstein Stiftung, zitiert. „Das führte dazu, dass gerade Berufseinsteigende Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie haben keine regelmäßigen Einnahmen, können in der Regel nicht von Erspartem leben und haben Schwierigkeiten, ihre Karriere aktuell weiter zu entwickeln. Diese jungen Künstlerinnen und Künstler möchten wir unterstützen.“

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Hemingway Lounge Karlsruhe bietet spezielles Online-Programm

(red.) Auch die Karlsruher Hemingway Lounge geht online: Unter dem Motto „Sweet Home Lounge" hat der Träger-Verein „KlangKunst in der Hemingway Lounge“ mit etablierten und jungen Künstlern gemeinsam ein spezielles Programm erarbeitet, um die Verbindung zu den Fans des Karlsruher Musiklokals mit seiner besonderen Atmosphäre auch in Corona-Zeiten zu stärken. Die „Sweet Home Lounge“ bietet deshalb ein Programm aus Jazzkonzerten, Klassik und Talkrunden, die von Mitte Februar an bis Ende März an jedem Freitagabend um 20 Uhr ausgestrahlt werden, und zwar über den gleichnamigen YouTube –Kanal "Jazz & more - KlangKunst in der Hemingway Lounge". Am 12. Februar startet das Programm mit einem Gespräch zwischen Ullrich Eidenmüller und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup.
Die Veranstaltungen werden vorher aufgezeichnet; eine Premiere ist die neue Reihe des Karlsruher Saxophonisten Peter Lehel - „Lehel Jazz Corner“. Diese Reihe hatte man schon 2020 im Programm vorgesehen, allerdings ohne Auftrittsmöglichkeit. Zu den Profis des Jazz gesellen sich außerdem junge Künstler, die ansonsten im traditionellen „Jazz Market“ am Samstag-Vormittag auftreten würden, ebenso Musikerinnen und Musiker der Donnerstagsreihe „BarJazz live“. Den Bereich „Klassik“ übernimmt die Mezzosopranistin Felicitas Brunke mit ihrem Ensemble. Der entsprechende Link zu den Konzerten wird über die Website www.hemingwaylounge.de und auf Facebook bekannt gegeben; somit sind die Konzerte in der Atmosphäre der Hemingway Lounge auch vom heimischen Wohnzimmer aus zu genießen.

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Philharmonie Baden-Baden bietet Raritäten online

(red.) Viele Veranstalter und Orchester nutzen derzeit die Corona-Zwangspause dazu, mit Hilfe von Videoaufzeichnungen auch weiterhin mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Das tut beispielsweise auch die Philharmonie Baden-Baden: „So soll den vielen Freunden des Orchesters die Möglichkeit gegeben werden, die lange vermisste Konzertatmosphäre im alten Konzertsaal Baden-Badens wenigstens virtuell zu genießen“, heißt es in einer Mitteilung. Einige kurze Stücke des bulgarischen Komponisten Pantscho Vladigerov wurden dazu ausgewählt und auf der Website eingestellt: Seine Werke waren zu Wilhelm Furtwänglers Zeiten regelmäßig auf den Spielplänen der europäischen Orchester zu finden; schon der junge Herbert von Karajan führte im Jahr 1926 das erste Klavierkonzert des bulgarischen Tonschöpfers auf. Die letzten Jahre haben das reichhaltige Oeuvre des Komponisten jedoch aus dem Fokus der Welt verschwinden lassen. Chefdirigent Pavel Baleff hat einige Werke aus seiner bulgarischen Heimat mitgebracht; er freue sich nun „gemeinsam mit seinen Musikern, dass einige Miniaturen aus der Suite „Klassisch und romantisch“ durch das Video wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugängig gemacht werden können“. Die Einspielung findet sich unter www.philharmonie.baden-baden.de.

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Festspielhaus Baden-Baden: Ernst-Moritz Lipp bleibt Vorsitzender der Kulturstiftung/ mehr als sechs Millionen Euro an privater Unterstützung

(red.) Professor Ernst-Moritz Lipp bleibt fünf weitere Jahre Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden. Der Stiftungsrat wählte den Baden-Badener Unternehmer und Volkswirt zweiten Mal in diese Position, teilte das Haus gestern mit. Lipp steht gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thorsten Klapproth sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrats, Professor Horst Weitzmann und dessen Stellvertreter Richard Kriegbaum, an der Spitze der privaten Stiftung. Der Stiftungsvorstand beaufsichtigt und berät die Festspielhaus und Festspiele gGmbH und beruft sowohl die Geschäftsführung als auch den Intendanten.
Ernst-Moritz Lipp dankte allen Stifterinnen und Stiftern für „die große Unterstützung der Festspielhaus-Idee in den vergangenen Jahren und insbesondere für Ihre Treue und tatkräftige Hilfe in der aktuellen Corona-Krise.“ Im laufenden Jahr, so erläuterte der Stiftungsvorstand, fehlen der Festspielhaus gGmbH mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze. Ausfallen mussten unter anderem die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern, die Pfingst- und Sommerfestspiele sowie das Weihnachtsprogramm inklusive dem großen jährlichen Gastspiel des Mariinsky Balletts aus St. Petersburg. „Dank der gewährten Strukturhilfe des Landes Baden-Württemberg und den vielen privaten Spenden sowie der Unterstützung durch den Freundeskreis Festspielhaus konnten wir für 2020 das Schlimmste abwenden,“ beschreibt Lipp die aktuelle wirtschaftliche Situation des Hauses. „Nun müssen wir uns auf das Wirtschaftsjahr 2021 konzentrieren, in dem einige Probleme erst mit zeitlicher Verzögerung auftreten werden.“
Die Besucherinnen und Besuchern des Festspielhauses Baden-Baden hatten zum Teil ihre Eintrittskarten in der Corona-Pandemie gespendet; auf diese Weise kamen mehr als 500.000 Euro an Unterstützung zusammen. Stifter, Förderer und Freundeskreis brachten über sechs Millionen Euro auf, obwohl das Programm Mitte März 2020 eingestellt und nur kurz im Frühherbst wiederaufgenommen werden konnte.
Mitte des Jahres 2020 war die Immobilie Festspielhaus Baden-Baden, wie bereits 1998 angedacht, von der Stadt Baden-Baden übernommen worden. In diesem Zusammenhang dankten die Stifterinnen und Stifter dem Gemeinderat und der Oberbürgermeisterin Margret Mergen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Das privat-öffentliche Finanzierungsmodell des Festspielhauses Baden-Baden hat uns bisher durch diese Krise getragen. Ich bitte alle Beteiligten, dass dies auch 2021 so sein möge“, sagte Ernst-Moritz Lipp.
Intendant Benedikt Stampa nannte die Kulturstiftung einen „Fels in der Brandung“: „Ich kenne kein vergleichbares Haus, das eine solch treue Unterstützer-Familie hinter sich hat. Die Stiftung wird uns helfen, sobald es geht, wieder ein festspielwürdiges Programm anbieten zu können. Mit Hilfe von Land, Stadt und Stiftung kommen wir stärker zurück, als wir im März 2020 von der Bühne gegangen sind.“ Die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden wurde im Jahr 2000 gegründet. Stifterinnen und Stifter brachten seitdem über 60 Millionen Euro für das Programm des Festspielhauses und der Festspiele auf. Aktuell werden 32 Namen von Stifterinnen und Stiftern geführt. Neustifter geben eine Millionen Euro in das Stiftungskapital und unterstützen das Haus laufend mit namhaften Jahresspenden. Die Festspiele und das Festspielhaus bringen der Stadt Baden-Baden und der Region unter normalen Voraussetzungen einen jährlichen Kaufkraftzufluss von rund 60 Millionen Euro.