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PAMINA Magazin liefert Ihnen hochwertige Beiträge zur klassischen Musik im Raum Karlsruhe, in Baden-Baden und Bruchsal. Wir informieren Sie über Konzerte, Opern, Künstler, CDs. Daneben bieten wir Ihnen einen Veranstaltungskalender.

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Weitere Absagen wegen Corona

Wie zu befürchten war, betriftt die Corona-Krise auch die Schwetzinger Festspiele und die Europäischen Kulturtage. Inwieweit man einzelne der in Schwetzingen vorgesehenen Konzerte nachholen könne, werde in Abhängigkeit der Pandemieentwicklung geprüft, heißt es seitens des SWR.
Abgesagt sind ebenfalls die Europäischen Kulturtage, die im kommenen Jahr im gleichen Zeitraum stattfinden sollen. Da das Thema "Europa - ein Versprechen" lautet, wolle man die derzeitige Bewährungsprobe mit berücksichtigen.
Der Klavierabend mit Jan Lisiecki im Rahmen der "Karlsruher Meisterkonzerte" am 26. März wird verschoben. Genauere Informationen sind den jeweiligen Webpräsenzen der Veranstalter zu entnehmen.

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Corona-Krise: "Generalpause" an der Musikhochschule

(red.) Die Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Trossingen haben sich eine „Generalpause“ verordnet und sich mit dem Wissenschaftsministerium unter anderem auf folgendes Vorgehen verständigt: Der Semesterbeginn wird auf den 20. April 2020 verschoben. Bis dahin gibt es weder Unterricht noch Seminare, ebenso keine Proben, Konzertveranstaltungen oder größere Prüfungskonzerte.
In der Hochschule darf zudem nicht geübt werden. Die Hochschulgebäude dürfen für diese Zwecke bis einschließlich 19. April 2020 nicht genutzt werden.
Die Bibliothek bleibt bis zum 20. April geschlossen. Die Ausleihe ist nach individueller Absprache mit der Bibliotheksleitung möglich.
Geschlossen bleibt auch die Verwaltung, somit findet auch kein Publikumsverkehr statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch und per e‐Mail erreichbar. Da die Musikhochschulen viele Studierende und Neustudierende aus den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikoländern haben, ist ein vollständiges Ruhen des Hochschulbetriebs (von einzelnen Forschenden abgesehen) aus Sicht der Rektorate zum vorbeugenden Schutze aller nötig.

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Baden-Baden: Osterfestspiele abgesagt

(red.) Es war zu erwarten, nun ist es Gewissheit: Die Osterfestspiele 2020 können nicht stattfinden. Mit der am Wochenende veröffentlichten Allgemeinverfügung über das Verbot von Veranstaltungen bis zum 19. April sei das Festival unmöglich geworden, so Intendant Benedikt Stampa. „Wir sind nun verpflichtet, die Osterfestspiele 2020 sowie sämtliche weiteren Konzerte und Veranstaltungen abzusagen. Ich bin sehr traurig, dass nun alle Vorbereitungen beendet werden. Wir standen schon in den fertigen Kulissen für die Beethoven-Oper ‚Fidelio’.“
Das Festspielhaus Baden-Baden bittet die Besucher, die bereits Eintrittskarten für die Osterfestspiele gekauft hatten, um Geduld. „Wir werden uns so rasch es geht mit allen Kunden in Verbindung setzen“, so Benedikt Stampa. Mit den Berliner Philharmonikern befindet sich das Festspielhaus derzeit in Gesprächen über ein exklusives und außerplanmäßiges Konzertwochenende im Herbst. „Ich bin dem Orchester und seinem Chefdirigenten Kirill Petrenko sehr dankbar, wenn sie sich auf diese Weise zu Baden-Baden bekennen und ihrem Publikum hier eine Freude machen würden.“
Das Programm für die Saison 2020/21 steht indessen bereits fest; der Vorverkauf startet in der kommenden Woche. Die eigentlich für vergangenen Freitag vorgesehene Spielplan-Pressekonferenz wurde aufgrund der derzeitigen Ereignisse abgesagt.

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Corona-Krise betrifft Kirchenkonzerte, Bruchsaler und Ettlinger Schlosskonzerte

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise haben sich weitere Veranstalter der Region - zum Schutze des Publikums und um einer weiteren Verbreitung entgegen zu wirken - dazu entschlossen, ihre Konzerte abzusagen: Dies betrifft die Markus-Passion am 14. März in St. Bernhard in Karlsruhe und das Konzert der Speyerer Domsingknaben am 15. März in der Christuskirche Karlsruhe.
Auch das Oratorienkonzert mit Haydns „Schöpfung“ in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe am Sonntag, den 15. März wurde abgesagt; hier ist zunächst eine Verschiebung auf Ende Juni geplant. Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit oder können zurück gegeben werden.
Betroffen sind ebenso die Bruchsaler Schlosskonzerte: Abgesagt sind zunächst die beiden bereits ausverkauften Konzerte am 20. März mit der Münchner Cellistin Raphaela Gromes und am 24. April mit dem Van Baerle Trio Amsterdam. Ob das gleichfalls ausverkaufte Saison-Abschlusskonzert am 15. Mai mit dem dänisch-lettischen Carion Wind Ensemble stattfinden kann, ist derzeit noch offen. Die gelösten Karten werden entsprechend zurückerstattet. Weitere Informationen unter www.bruchsaler-schlosskonzerte.de
Das Ettlinger Schlosskonzert am 22. März mit dem Duo Sebastian Manz und Michael Klett wird auf 11. Oktober verschoben.

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Staatstheater Karlsruhe unterbricht Vorstellungsbetrieb bis 19. April

(red.) Auch das Staatstheater Karlsruhe folgt der Anordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Mit dem Ziel, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, finden vom 11. März bis zum 19. April 2020 keine Vorstellungen statt, teilt das Haus mit. Die Einstellung des Spielbetriebs betrifft alle Spielstätten und Veranstaltungsorte des Theaters. Erworbene Eintritts- und Abokarten für abgesagte Vorstellungen werden automatisch storniert und in einen Gutschein umgewandelt. Falls seitens des Theaters Rückfragen bestehen, wird sich der Kartenservice – soweit Kontaktdaten vorliegen – bei den Kunden melden. Alle anderen KartenkäuferInnen werden gebeten, sich ab 13.3. an den Kartenservice zu wenden (0721 933 333 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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Tag des Musikunterrichts in Baden-Baden: Musik als "Spaß"- und Ausgleichs-Fach?

Zu einem „Tag des Musikunterrichts“ luden das Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit dem Festspielhaus Baden-Baden: Im Mittelpunkt standen dabei Workshops, die auf eine sinnlich erfahrbare Musikvermittlung abzielen und neue Impulse für den Musikunterricht geben könnten, wie etwa „Body Percussion“, „Soundpainting“ oder „Beatboxen“.
Eine Talkrunde beschloss den Tag; diskutiert wurde dabei die Frage, was der Musikunterricht grundsätzlich leisten kann und ob Musik in der Schule eher ein „Spaß- und Ausgleichsfach“ darstellen sollte. Darüber sprachen Rüdiger Beermann (Festspielhaus Baden-Baden) und Achim Fessler (Fachberater Musik am Regierungspräsidium Karlsruhe) mit der Gesangspädagogin Amélie Erhard (München), der Professorin Silke Schmid (Pädagogische Hochschule Freiburg) und dem Musik-Philosophen Thomas Dworschak (Universität Leipzig).
Ausgangspunkt hierbei bildete eine Umfrage unter Erwachsenen, die den Musikunterricht offenbar zum Teil als bloßstellend und beschämend erlebt hatten. Achim Fessler kritisierte zudem einen „veralteten Bildungsbegriff“, wonach in der Unterstufe häufig nur gesungen, in der Oberstufe hingegen analysiert werde. Auf dem Podium war man sich einig darüber, dass Musik ein Ausgleichsfach sei, also „Freude bereiten“ sollte.
Die Diskutanten verstehen dabei Musik als etwas, das „aus sich heraus“ bereits sinnvoll sei; einen Zugang zur Musik schaffe unter anderem die praktische Klangerzeugung. Der Musikunterricht sei zudem dann gut, wenn es gelinge „Erfolgserlebnisse“ zu vermitteln, denn mit Klängen könne zunächst einmal „gespielt“ werden.
Wie kein anderes Fach sei außerdem die Musik dazu geeignet, eine ganze Gruppe von Menschen gleichermaßen anzusprechen, da sich beispielsweise ein bestimmter Rhythmus, ein „Groove“ auch auf andere übertrage. Dieses Phänomen sei beispielsweise gut dazu geeignet, die Musik als „integratives Mittel“ (etwa in der Arbeit mit Flüchtlingen) einzusetzen.
Einig waren sich die Pädagogen darüber, dass stets das Individuum - der Schüler - und sein jeweiliger Entwicklungsprozess im Vordergrund stehen müsse.
Außerdem wurde die Frage erörtert, was überhaupt eine „musikalische Kompetenz“ sei – denn schließlich gehe es im Schulunterricht vielfach nur um das Abfragen von lexikalischem Wissen. Dies habe mit „Musikalität“ jedoch erst einmal nichts zu tun.
Obwohl die Diskutanten einen praktischen, sinnlich erlebbaren Zugang zur Musik eindeutig befürworteten, sah man jedoch auch das Spannungsfeld, indem sich der Musikunterricht grundsätzlich bewegt: Denn der Bildungsplan gibt schließlich eindeutige Ziele – etwa die Erarbeitung von Tonräumen und Notenwerten – vor.

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Historischer Stoff mit böser Ahnung: Kammeroper "Simplicius Simplicissimus" von Karl Amadeus Hartmann bei den Osterfestspielen

Spannendes Musiktheater erwartet die Besucher der Baden-Badener Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern: Neben der Hauptproduktion, Beethovens „Fidelio“, ist als zweites Bühnenwerk die Kammeroper „Des Simplicius Simplicissimus Jugend“ von Karl Amadeus Hartmann im Theater Baden-Baden zu sehen. Diese Kammeroper thematisiert – ebenso wie die barocke Vorlage des Dichters Grimmelshausen – den Dreißigjährigen Krieg, eines der größten Traumata in Europa. Geschrieben wurde die Urfassung (auf Anregung des Dirigenten Hermann Scherchen) in den Jahren 1934 bis 1936, und zwar bereits in der Vorahnung der drohenden Katastrophe. Der historische Stoff enthält somit einen bewussten Gegenwartsbezug. Hartmann musste seine Partitur deshalb vor den Nazis verstecken; erst 1948 wurde das Werk uraufgeführt.
Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa nennt die Kammeroper ein „Meisterwerk der Musikgeschichte“; sie stehe zudem in echter Nachbarschaft zur „Freiheitsoper“ Fidelio. Somit gebe es bei den diesjährigen Festspielen zwei „große thematische Blöcke“, die den Blick darauf lenken, dass Europa „auch heute wieder gefährdet“ sei, sagte Stampa im Rahmen eines Pressegesprächs. Für Nicola May, die Intendantin des Theaters Baden-Baden, ist die Produktion jener spannende Moment im Jahr, in dem das Theater die Türen öffne „für die Musik und die jungen Gäste“.
Erarbeitet wird die Oper mit jungen Sängerinnen und Sängern; im 18köpfigen Orchester sitzen Mitglieder der Berliner Philharmoniker sowie junge Künstler der Karajan-Akademie. Chorsänger aus der Region verstärken das Ensemble.
Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die das Werk als „Geschenk“ bezeichnet; Hartmann habe „parabelhaft“ in die Zukunft geblickt: „An diesem ahnungsvollen Punkt stehen wir heute auch wieder“. Musikalisch speist sich die Kammeroper aus unterschiedlichen Einflüssen: Der Komponist orientierte sich an Strawinsky, Prokofiew und Bartok; verschiedene vokale Formen wie Lied, Arie oder Bänkelgesang verdichten das Drama um die Hauptfigur, die ihre Naivität als Waffe einsetzt.
Die Baden-Badener Produktion stellt damit auch einen Bezug zur Region her - schrieb doch Grimmelshausen sein Hauptwerk im benachbarten Renchen. Beteiligt am Projekt, das unterstützt wird durch die Zastrow-Foundation, sind deshalb auch sieben Schulen aus der Region: Die Schülerinnen und Schüler widmen sich dem Thema im Rahmen einer Ausstellung, deren Exponate sie selbst erarbeitet haben.
Premiere ist am 5. April im Theater Baden-Baden, nach den Festspielen geht das Stück in den Spielplan des Theaters über.

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Festspielhaus Baden-Baden: Neues Leitungsteam stellt sich vor/ Festspielhaus-Charakter soll künftig gestärkt werden

Nun ist sie vollständig, die neue „Kapitänsbrücke“ im Festspielhaus Baden-Baden: Seit Beginn der laufenden Spielzeit ist Benedikt Stampa als neuer Intendant im Amt. Die Betriebswirtin Ursula Koners, vormals Leiterin des des Instituts für Familienunternehmen an der privaten Zeppelin-Universität in Friedrichshafen, folgte kurz darauf als Geschäftsführerin: Zeit also, im Rahmen eines Pressegesprächs jetzt eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
„Das kommt mir vor wie ein Jahr, und das ist ein gutes Zeichen“, sagte Koners und verwies auf das „spannende Umfeld“, in dem es noch viel Gestaltungsfreiheit gebe. „In den letzten 20 Jahren wurde das Haus zu einer besonderen Strahlkraft geführt, aber jetzt steht ein Generationenwechsel an" – und damit neue Impulse sowohl bei den Mitarbeitern, als auch bei den Künstlern und den Förderern des Hauses. Zu Gute komme ihrer Arbeit außerdem, dass sie im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Zeppelin-Universität bereits Kontakt hatte mit jenen Unternehmen, die das Festspielhaus unterstützen. Weiteres Verbesserungspotenzial sieht sie im Bereich der Digitalisierung, der Vermarktung durch Online-Kanäle.
Gleichzeitig aber möchte man sich in Baden-Baden verstärkt auf die eigene Musik-Geschichte zurückbesinnen, die auch im Programm Niederschlag finden soll. Zudem hat Stampa bereits Gespräche mit dem Burda Museum und dem Brahms-Haus geführt: Er schwärmte von der kulturellen „Fülle“.
Auch der Dirigent Thomas Hengelbrock, der jüngst mit einem Beethoven-Programm zu Gast war, sei ein Künstler, wie er bereits im 19. Jahrhundert in der „Sommerhauptstadt Europas“ hätte gastieren können: „Er ist faszinierend und inspirierend als Künstlerpersönlichkeit und als Ensemble-Gründer“, so Benedikt Stampa. Außerdem erreiche er „genau die richtige Mischung zwischen tiefgründiger Interpretation und kommerziellem Erfolg“.
Dieser kommerzielle Erfolg stellte sich im vergangenen Herbst in Baden-Baden häufig ein: Der Saisonbeginn im September, die Herbstfestspiele mit dem Dirigenten Teodor Currentzis und das traditionelle Winter-Gastspiel mit dem Mariinsky Ballett hätten die 100-Planungen übertroffen, teilte Ursula Koners mit.
Künftig soll das Haus noch stärker zum Festspielhaus im eigentlichen Sinne ausgebaut werden: Säulen sind dabei die Pfingstfestspiele mit dem SWR Symphonieorchester, das im Festspielhaus wieder eine „Heimat“ bekommt, daneben die Sommerfestspiele mit dem Gewandhausorchester Leipzig (als Residenz-Orchester) und besonders die Osterfestspiele mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern. Sie schätzen den Spielort außerordentlich: „Es war schön, an den Gesprächen teilzunehmen“, erzählte Ursula Koners, „und dabei mitzuerleben, wie sehr sich das Orchester auf Baden-Baden freut.“ Auch der Choreograf John Neumeier wird verstärkt im Programm vertreten sein.
Was die Zuschauer angeht, so will man künftig vermehrt in der Schweiz und in Frankreich Fuß fassen. „Baden-Baden hat das Zeug dazu, zu einem der führenden Festspielhäuser in Europa zu werden,“ ist Benedikt Stampa überzeugt.

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Programm der Karlsruher Händel-Festspiele vorgestellt

Im Mittelpunkt der kommenden Karlsruher Händel-Festspiele (14. bis 28.02. 2020) steht die Oper „Tolomeo, Re d‘ Egitto“ - ein Drama um einen lebensmüden und verlassenen Anti-Helden. „Diese Oper ist noch niemals in Karlsruhe aufgeführt worden“, erklärte Michael Fichtenholz - der auch nach seinem Weggang aus Karlsruhe künstlerischer Leiter der Festspiele bleibt - im Rahmen der heutigen Pressekonferenz am Staatstheater Karlsruhe. Regie führt Benjamin Lazar, der mit seiner barocken Inszenierung von „Riccardo Primo“ vor einigen Jahren bereits für Aufsehen sorgte. Diesmal jedoch bewegt sich seine Ästhetik eher im Stil der 1930er und 40er Jahre; „die Geschichte spielt in einem romantischen Hotel am Meer“, so Fichtenholz. In der Titelrolle ist der polnische Countertenor Jakub Jozef Orlinski zu hören; die musikalische Leitung hat Federico Maria Sardelli.
Wieder aufgenommen (am 21.02.) wird daneben die überaus erfolgreiche Produktion „Serse“ in der Inszenierung von Max Emanuel Cencic – allerdings nicht mit Franco Fagioli, sondern mit David Hansen in der Titelrolle. Insgesamt vier Mal ist diese Oper zu sehen.
Im Rahmen des Kammerkonzert-Formates „Abendsterne“ gastiert der Countertenor Terry Wey in der Christuskirche (23.02.), und unter dem Motto „persisches Barock“ nähert sich der Countertenor Cameron Shahbazi einem orientalisierenden Repertoire (18.02.) – mit dem zusätzlichen Wissen um die persische Musikkultur. Daneben gibt Valer Sabadus ein Gala-Konzert (15.02.). Die Karlsruher Händel-Gesellschaft, die sich vor allem der Nachwuchs-Förderung verschrieben hat, lädt am 16.02. zum Preisträgerkonzert des traditionellen Händel-Jugendwettbewerbs.
Daneben unterstützt die Gesellschaft auch die Internationale Händel-Akademie, deren Existenz – so verriet der künstlerische Leiter Thomas Seedorf – trotz der Etat-Kürzungen gesichert ist, wenn auch mit Einschränkungen. So gibt es beispielsweise die Meisterkurse nur noch alle zwei Jahre; in den dazwischen liegenden Festspielen bietet man dafür das wissenschaftliche Symposium an. Hier plane man „eine engere Anbindung an das Programm der Festspiele“, so Seedorf. Das Motto des kommenden Symposiums (15.02.) heißt: „Von Rom nach London. Wege zu Händels „Tolomeo d‘ Egitto“; musikalisch beleuchtet wird dieses Thema in einem Mittags-Konzert.
Am 16.02. nähert sich hingegen der CoroPiccolo unter Christian-Markus Raiser den „Stationen im Leben Händels“. Das Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten (24.02.) leitet Markus Möllenbeck, beim Festkonzert am 20.02. ist Jory Vinikour als Dirigent und Cembalist zu erleben.
Der Vorverkauf für die Festspiele hat begonnen, weitere Informationen unter www.staatstheater.karlsruhe.de

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"Opera Europa" tagt in Straßburg und Karlsruhe/ Erster "World Opera Day"

Noch gemeinsam mit seiner Straßburger Kollegin Eva Kleinitz hatte Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters Karlsruhe, die Idee entwickelt: Die Konferenz der „Opera Europa“ (eine Vereinigung von mehr als 200 eurpäischen Bühnen und Festivals, zu deren Gründungsmitgliedern auch das Karlsruher Staatstheater gehört) ist in diesem Jahr eine länderübergreifende Veranstaltung.
Vom 24. bis zum 27. Oktober wird das Treffen in Straßburg und in Karlsruhe abgehalten, also mitten im Herzen Europas. Ein Bustransfer über den Rhein nach dem ersten Teil der Konferenz hat Symbolcharakter, denn das Motto dieses Treffens lautet „Brücken bauen“. Damit wolle man gerade in Zeiten, da Europa durch nationalistische Tendenzen auseinander zu brechen drohe, ein Zeichen der Zusammenarbeit setzen, sagte Spuhler im Rahmen einer Pressekonferenz am Staatstheater. Denn: „Die Oper als weltweit bedeutende Kunstform ist in der Lage, Verbindungen zu schaffen.“
Nun, nach dem Tod der innovativen Straßburger Intendantin – sie stand der Vereinigung zudem als erste Frau vor - ist dieses Treffen besonders ihrem Andenken gewidmet.
Ohnehin, so betont die Karlsruher Opernchefin Nicole Braunger, sehe man sich gegenseitig nicht als Konkurrenten, sondern stehe untereinander im regen Austausch. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der notwendigen Sanierungen in Karlsruhe, Stuttgart und Straßburg (hier ringt man noch um Lösungen) werden hierbei Fragen verhandelt wie etwa: Welche Theaterbauten braucht die Oper in Zukunft? Ist Oper an ein Gebäude gebunden? Wie kann die Verbindung zwischen Oper und Digitalisierung gelingen, und welche Aufgabe hat die Oper künftig in einer Gesellschaft, die immer mehr in einzelne Gruppen zerfällt?
Außerdem wird am 25. Oktober der erste „Welttag der Oper“ ins Leben gerufen. „Nach 400 Jahren hat die alte Dame einen richtigen Geburtstag verdient“, sagt Nicole Braunger. Damit wolle man nicht nur auf die weltweite Kunstform hinweisen, sondern auch darauf, dass die Oper der Gesellschaft etwas zurückgeben solle.
Der „World Opera Day“ ist bislang eine Vorstufe des UNESCO-Welttags und eine Initiative der Vereinigungen „Opera Europa“, „Opera America“ und „Opera Latinoamerica“.