Eine Enttäuschung

Missglückter Start in die neue Spielzeit: Webers "Freischütz" am Staatstheater Karlsruhe überzeugt weder szenisch noch musikalisch

 

181013 Freischuetz KA

Es sei Zeit, alte Traditionen zu hinterfragen - so wird die Neuinszenierung von Carl Maria von Webers "Freischütz" in Karlsruhe überschrieben. Für den Ring-Award in Graz 2014 hat Regisseurin Verena Stoiber dieses Konzept erarbeitet, und es gewann sämtliche Preise.
Nur ist das offenbar leider kein Qualitätsmerkmal. Wenn es um rigide Regeln geht (wie in diesem Fall um den Probeschuss, der über die Hochzeit von Max und Agathe entscheidet), und wenn dann noch in der Oper von der Verführung zum Bösen, vom Glauben oder eben vom Aberglauben die Rede ist - dann scheint bei vielen Regisseuren wiederum folgender Glaubenssatz zu gelten: Christentum gleich Traditionalismus gleich Unterdrückung. So einfach geht das.
Es wäre Zeit, einmal diese Tradition gründlich zu hinterfragen. 

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