Viel Lärm um nichts

Staatstheater Karlsruhe: Gaetano Donizettis „Don Pasquale“ ist szenisch eine Enttäuschung, musikalisch jedoch überzeugend

 

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Bereits 2018, zur Produktion des „Freischütz“ unter der Regie von Verena Stoiber, musste man leider feststellen, dass der Grazer „Ring-Award“ offensichtlich kein Garant für Qualität ist. Mit diesem Theater-Preis war die Regisseurin kurz zuvor ausgezeichnet worden - und Gleiches gilt für den 33jährigen Valentin Schwarz, der jetzt in Karlsruhe (und vor zwei Jahren in Montpellier) Gaetano Donizettis „Don Pasquale“ auf die Bühne brachte.
Dabei durfte man von dieser Opernkomödie einiges erwarten, zumal man zuletzt in Karlsruhe mit Donizetti gute Erfahrungen gemacht hatte: Absolut sehenswert waren beispielsweise „Anna Bolena“ oder „Roberto Devereux“ aus der so genannten Tudor-Trilogie; etwas länger zurück liegt die feurige „Liebestrank“-Inszenierung von Jacopo Spirei.
Doch Valentin Schwarz bringt tatsächlich das Kunststück fertig, dieses rasante, spritzige Kammerspiel durch Plumpheit völlig auszubremsen. Das Publikum protestierte, und zwar völlig zu Recht. 

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