Das Gotteslamm und die Leiden Mariens

Passionskonzert an der Lutherkirche: Werke von Haydn und Telemann

 

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Das „Stabat Mater“, eine Sequenz über das Leiden Jesu aus der Sicht der Gottesmutter Maria, ist seit etwa 1300 belegt. Die katholische Kirche beging das Fest der „Sieben Schmerzen Mariens“ bis zur Liturgiereform jeweils am Freitag vor der Karwoche – und dementsprechend existieren davon etliche Vertonungen.
Das meist aufgeführte Werk dürfte heutzutage das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi sein. Weniger bekannt hingegen ist die Vertonung von Joseph Haydn, die durch Oratorien wie „Die Schöpfung“ oder „Die Jahreszeiten“ längst in den Hintergrund geraten ist. Nun war das Werk unter der Leitung von Dorothea Lehmann-Horsch in der Lutherkirche zu hören, dazu eine Passionskantate von Georg Philipp Telemann.

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Edle Stimmkultur

0 DUMMYBILD CD COVERDas Ensemble Voces8 begeisterte in der Christuskirche Karlsruhe.

Das Maß aller Dinge in Sachen a-cappella-Vokalmusik sind die King‘ s Singers. An Stil und Repertoire dieser legendären Gruppe – von Renaissance-Madrigalen bis hin zu Pop-Arrangements - haben sich in den letzten Jahrzehnten viele orientiert; nach diesem Vorbild sind reine Männer-Ensembles wie zum Beispiel „Amarcord“ oder gemischte Formationen wie „Singer Pur“ aus Regensburg entstanden.
Seit einiger Zeit ragt besonders das britische Vokaloktett „Voces8“ aus dieser Vielfalt heraus. Kürzlich war die Gruppe in der ausverkauften Christuskirche mit Musik aus dem englischsprachigen Raum zu Gast und sorgte für einen Höhepunkt im Konzertkalender.
(Foto: PR)

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Gauchos, Fandango - und die Straßensänger von Madrid

Pepe Romero und das Cuarteto Quiroga bringen spanische Impressionen ins Bruchsaler Schloss

 

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Was für eine ungewöhnliche Formation, was für eine Klangfarbe: Der große spanische Gitarrist Pepe Romero und das Streichquartett „Cuarteto Quiroga“, benannt nach dem Geiger Manuel Quiroga, gastierten bei den Bruchsaler Schlosskonzerten und schufen ein wunderbar sinnliches Panorama mit Geschichten und Impressionen aus der Heimat.

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Der Mensch mitten im Kreuzgeschehen

Passionskonzert mit der Durlacher Kantorei in der Stadtkirche Durlach

 

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Auch wenn zur jetzigen Fastenzeit große Oratorien wieder möglich sind, so stellen sie dennoch die Kantoreien und Orchester vor einige Herausforderungen – vor allem, was die Planbarkeit während der vergangenen Wochen anging. Allerdings fördert diese Situation auch manche Rarität zu Tage; so auch bei der Durlacher Kantorei: Mit einigen unbekannten Werken, wie etwa den „Heilandsworten am Kreuz“ des Romantikers Richard Bartmuß, startete Johannes Blomenkamp mit seinem Ensemble in die vorösterlichen Konzerte.

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Wenn der Krieg den Alltag beherrscht

Matinee für die Ukraine am Staatstheater: Spenden zu Gunsten der "Rosinen-Initiative"/ Texte ukrainischer Autoren

 

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Benefiz-Veranstaltungen hinterlassen angesichts solcher Katastrophen wie dem brutalen Angriff auf die Ukraine oft ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits ist es angemessen, wenigstens durch Spenden eine gewisse Hilfe zu leisten. Andererseits aber bleibt dabei immer der Eindruck, trotz guten Willens nicht genug tun zu können.
Finanziell konkret helfen konnte man bei der Benefiz-Matinee des Staatstheaters (in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Karlsruhe-Fächerstadt) der so genannten „Rosinen-Initiative", deren Name an die Berliner Luftbrücke nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Das Projekt hat sich dem Transport von Hilfsgütern in die Ukraine verschrieben; verantwortlich hierfür ist das Ehepaar Olga und Wladimir Skripnik: Die beiden pflegen sowohl private und als auch geschäftliche Kontakte in ihr Heimatland und präsentierten ihre Arbeit nun gemeinsam mit dem geschäftsführenden Direktor des Staatstheaters, Johannes Graf-Hauber.
Wichtig an diesem Vormittag war aber noch etwas anderes: Die ausgewählten Texte ukrainischer Autoren stellten die Menschen, ihren (Kriegs-)Alltag und ihr kulturelles Selbstverständnis in den Mittelpunkt; schließlich haben auch im Ensemble des Staatstheaters etliche Künstlerinnen und Künstler ukrainische Wurzeln.

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Mitreißende Bilder

Haydns "Schöpfung" mit dem Bachchor Karlsruhe in der Evangelischen Stadtkirche

 

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„Glücklich immerfort, wenn falscher Wahn Euch nicht verführt, noch mehr zu wünschen, als ihr habt, und mehr zu wissen, als ihr sollt!“ heißt es am Ende in Joseph Haydns „Schöpfung“. Das kann generell als eine Warnung an den Menschen verstanden werden, mit der Natur (übrigens auch mit seiner eigenen) sorgsam umzugehen.
Grundsätzliche Fragen diesbezüglich stellt man sich meist erst dann, wenn gewisse Ordnungen brüchig werden - nicht nur hinsichtlich des Klimawandels, sondern vor allem auch hinsichtlich des Ukraine-Krieges und nach wie vor der Corona-Pandemie. Darauf verwies auch Pfarrerin Claudia Rauch vor dem Konzert. Denn bereits vor zwei Jahren, nur wenige Tage nach dem ersten Lockdown, hätte das Oratorium in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe aufgeführt werden sollen: zum 115. Jubiläum des Bachchores.
Fast auf den Tag genau, mit zweijähriger Verspätung, konnte es nun realisiert werden, und zwar mit denselben Solisten.

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Märchenwelt und Seelenkampf

Karlsruher Meisterkonzerte: Die Pianistin Anna Khomichko mit einem russischen Programm im Konzerthaus Karlsruhe

 

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„Nikolai Medtner, Alexander Skrjabin und Sergej Rachmaninow waren echte Europäer, und ich bin mir sicher, auch sie wären – wie ich – gegen den Krieg.“
Immer mehr russische Künstler äußern sich klar zu den Ereignissen in der Ukraine; so begann auch die Pianistin Anna Khomichko gleich mit einer Geste: Ihren Klavierabend im Konzerthaus Karlsruhe eröffnete sie nicht mit dem offiziellen Programm, sondern mit einer elegisch dahingleitenden „Bagatelle“ des ukrainischen Komponisten Valentyn Silvestrov. Das berührte. Danach bat sie um eine Schweigeminute für die Kriegsopfer.

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Streifzug durch die italienische Barockmusik

Eva Zaicik und das Ensemble "Le Consort" bei den Ettlinger Schlosskonzerten

 

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Komponierende Frauen des Barock sind uns heutzutage kaum noch bekannt. Doch die Sängerin Barbara Strozzi und die Cembalistin Maria Teresa Agnesi gehörten zu den wenigen Künstlerinnen, die damals bereits öffentlich in Erscheinung traten und keinen geringen Beitrag zur Musikgeschichte leisteten.
So gilt zum Beispiel Barbara Strozzi – sie hatte in Venedig Kontakt zu den bedeutendsten Künstlern – als eine Wegbereiterin der barocken Kantate. Ihr Werk wird seit einigen Jahrzehnten erforscht; immer wieder erlebt man ihre Musik auch in Konzerten.
Einen Eindruck dieser Fülle konnte man nun bei den Ettlinger Schlosskonzerten – unter dem prachtvollen Deckenfresko von Cosmas Damian Asam – erleben: Das französische Ensemble „Le Consort“ musizierte gemeinsam mit der Mezzosopranistin Eva Zaicik. Nachzuhören ist das Konzert am Pfingstmontag, den 6. Juni um 12.30 Uhr.

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Reife Leistung der jungen Studierenden

Abschluss der Händel-Akademie mit dem Oratorium "Il trionfo del tempo e del desinganno"

 

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In katholischen Kirchen hieß es am gestrigen Aschermittwoch: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“. Und im Grunde ist das Oratorium „Il trionfo del tempo e del disinganno“, das jetzt die Internationale Händel-Akademie im Rahmen der Festspiele beschloss, ein Thema für die vorösterliche Bußzeit. Denn das Werk, eher eine „Cantata morale“, allegorisiert den Triumph von Zeit und Wahrheit über das (sinnliche) Vergnügen; der Text stammt vom römischen Kardinal Benedetto Pamphilj, der das Stück im Jahr 1707 bei Händel in Auftrag gab.

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Bachs Kaffeewasser und der Schwan in der Themse

Launiges Faschingskonzert an der Orgel: Johannes Blomenkamp spielte "heiter bis rauschend" in der Stadtkirche Durlach

 

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Man nehme: Einige der so genannten Klassik-Hits, wie etwa Händels „Wasser“- oder „Feuerwerksmusik“, den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ oder auch Smetanas „Moldau“. Doch ohne entsprechendes Konzept wäre das einfach nur eine unbedeutende Aneinanderreihung populärer Stücke. Schafft man aber fantasievolle Verbindungen (gerne auch mit etwas „künstlerischer“ Freiheit, dort, wo es sich anbietet) und präsentiert diese mit Humor – dann wird daraus ein unterhaltsames Faschingskonzert, sogar an der Orgel.
Denn „Orgel“ und „Fasching“ scheinen auf den ersten Blick nicht so recht zusammen zu passen. Doch an der Stadtkirche Durlach ist das Konzert „Heiter bis rauschend“ ein Fixpunkt während der närrischen Tage, und mit dem Thema „Feuer und Wasser“ würdigte Kantor Johannes Blomenkamp zugleich die Freiwillige Feuerwehr Durlach, die bereits im vergangenen Jahr ihr 175jähriges Jubiläum feierte.

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