Schubert zum Brunch

Saisoneröffnung in der Hemingway Lounge mit einem "Classic Market"

 

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Musik zur Marktzeit am Samstagvormittag: Das ist in der Karlsruher Hemingway Lounge ein Format, bei dem sich das Publikum zum Kaffee oder auch zum Weißwurstfrühstück trifft, oft begleitet von Jazz-Klängen, jedoch auch von klassischer Musik. Damit startete man jetzt in die neue Saison – etwas früher als sonst, um den Künstlern nach dem Corona-Lockdown möglichst viele Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen.
Gespielt wird vom späten Vormittag bis weit in den Nachmittag; manch einer verlässt das Lokal bereits früher, andere kommen erst um die Mittagszeit von ihren Einkäufen am nahe gelegenen Gutenbergplatz: Kein Konzert also im eigentlichen Sinn, sondern eher ein lockeres Kommen und Gehen.
In einem solchen Format, so könnte man meinen, hat hauptsächlich jene Musik ihren Platz, die man gemeinhin als „Begleitmusik“ bezeichnen würde – keinesfalls aber würde man hier etwa Schubert oder Hans Pfitzner erwarten.
Doch die Mezzo-Sopranistin Clara-Sophie Bertram und die Pianistin Freya Jung boten genau das – und das Erstaunliche dabei: Es funktionierte.

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Böhmische Romantik

Abschluss des Karlsruher Orgelsommers: Irena Chribkova spielte Musik aus ihrer Heimat

 

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Der Internationale Orgelsommer in Karlsruhe endete ähnlich wie er begonnen hatte: Nicht mit bekannten Komponisten (nur zwischendurch gab es Bach), dafür aber mit hörenswerten Entdeckungen unter anderem aus Böhmen: Zu Gast war Irena Chribkova, deren Wirkungsstätte die Basilika St. Jakob in der Prager Altstadt ist.

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Bachs Cello-Suiten und Mendelssohns Lyrik

Internationaler Orgelsommer: Christian-Markus Raiser spielte in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe

 

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Orgelbearbeitungen und Transkriptionen - etwa von Klavier- und Orchesterwerken - hat es im Laufe der Zeit immer gegeben; so setzten sich etwa Max Reger und Sigfrid Karg-Elert auf diese Weise mit dem Werk von Johann Sebastian Bach auseinander. Das jüngste Beispiel solcher Bearbeitungen waren im Rahmen des Orgelsommers die Händel-Variationen von Johannes Brahms, eingerichtet von der Kanadierin Rahel Laurin und aufgeführt durch den Hamburger Organisten Christoph Schoener.
Beim Konzert von Christian-Markus Raiser standen ebenfalls Bearbeitungen auf dem Programm. Eine neue, ungewohnte Sicht auf bekanntes Repertoire.

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Kunstvoller Renaissance-Gesang

Das Athos Ensemble mit der "Missa L'homme armé" von Johannes Ockeghem in der Stadtkirche Durlach

 

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Das gotische Münster in Bad Doberan hinterließ bei Christian Dahm, dem Bassisten des Athos Ensembles, einen nachhaltigen Eindruck. Hier würde er gerne einmal wirklich alte Musik singen; in dieser räumlichen Umgebung passe es, denn viele andere Kirchen aus jener Zeit seien irgendwann barockisiert worden.
Ähnlich verhält es sich auch mit der Musik: In den meisten Chören singt man heutzutage zwar Palestrina oder Heinrich Schütz – Werke also, die im 16. oder frühen 17. Jahrhundert entstanden sind. Doch weiter reicht die Aufführungspraxis in der Regel nicht zurück, da muss man sich schon bei den Spezialisten umhören.
Ein großer Meister, der das Jahrhundert davor prägte und mit seiner Satztechnik die nachfolgenden Generationen beeinflusste, war der franko-flämische Komponist Johannes Ockeghem (um 1420 bis 1497). Von ihm war jetzt in der Stadtkirche Durlach ein selten aufgeführtes Werk, nämlich die „Missa L‘homme armé“ zu hören.

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Düstere Prophetie

Sebastian Küchler-Blessing spielte beim Orgelsommer Liszts Fantasie und Fuge über "Ad nos, ad salutarem undam"

 

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Was für eine gewaltige Musik, und das gleich zweimal innerhalb eines kurzen Zeitabstands: Die etwa 40minütige „Propheten“-Fantasie von Franz Liszt (wobei die heutigen Aufführungszeiten von der Uraufführung stark abweichen) war das Hauptwerk beim Konzert des Essener Domorganisten Sebastian Küchler-Blessing in Karlsruhe. Der 33jährige, der außerdem an der Hochschule in Düsseldorf unterrichtet und dessen künstlerische Wurzeln unter anderem in der Fächerstadt liegen (er war Schüler von Sontraud Speidel), widmete sich außerdem jener „Königsdisziplin“, die für Organisten charakteristisch ist: nämlich der Kunst des Improvisierens.

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Lichtstimmungen in Bild und Klang

Sommerkonzertreihe "En suite" in Baden-Baden: Anna Zassimova und die Kunst des russischen "Fin de Siècle"

 

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Es gehört seit Jahren zum Markenzeichen der Pianistin und Kunstwissenschaftlerin Anna Zassimova, die russische Musik aus der spannenden Zeit der Jahrhundertwende bis hin zur Oktoberrevolution mit der Sprache der Bilder zu verbinden: mit der Landschaftsmalerei eines Isaak Lewitan oder der Symbolismusnähe eines Mstislaw Dobuschinski.
90 Minuten dauerte ihr Vortrag in der Orangerie des Parkhotel „Brenner‘s“ in Baden-Baden. Er war Teil der Kammermusik-Reihe „En suite“, die das Festspielhaus kurzfristig in der Zusammenarbeit mit einigen Hotels und dem Museum Frieder Burda initiiert hatte.
Anna Zassimova, die ebenso an der Musikhochschule Karlsruhe unterrichtet, ließ die Zuhörer teilhaben an einer russischen Kultur, die im Westen nahezu unbekannt ist. Sie suchte nach Stimmungen, die sich in Musik und Kunst gleichermaßen widerspiegeln.
Dennoch bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Man hatte das Gefühl: Aus diesem Thema hätte man mehr herausholen können.

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Im Geiste Mozarts

Das Trio Mikado spielte im Innenhof des Max-Reger-Instituts

 

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Die „Serenade“ - eine im 17. und 18. Jahrhundert beliebte Form der heiteren Abendmusik im Freien – sie lebt derzeit überall wieder auf, so auch beim Max-Reger-Institut. In dessen Innenhof war jetzt das Trio Mikado (mit Petar Hristov, Oboe, Yuria Otaki, Klarinette und Leonardo Calligaris, Fagott) zu Gast und bot eine vergnügliche Konzertstunde. Auch Max Reger zeigte sich dabei von einer (für seine Verhältnisse) leichten Seite.

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Betörendes aus drei Epochen

Karlsruher Barockorchester lud zu "Love affairs" in die Christuskirche Karlsruhe

 

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"Wie vernachlässigte Liebhaber“, so war im Programmheft zu lesen, kamen sich die Musiker des Karlsruher Barockorchesters während des Corona-Lockdowns vor. Entsprechend sinnig war auch am vergangenen Wochenende die Konzertnacht in der Christuskirche Karlsruhe mit „Love affairs“ überschrieben - zumal es dem Adressaten, nämlich dem Publikum, ebenso ergangen sein dürfte.
Diese dreigeteilte Konzertnacht zeigte die große Bandbreite des Orchesters, das stets einen historisch informierten Stil pflegt, ganz gleich, ob es sich dabei um Musik von Henry Purcell oder Joseph Haydn handelt. Das reichhaltige Programm war auch der Tatsache zu verdanken, dass das Konzert durch das Kunstministerium unterstützt wurde: Denn es ging darum, mit möglichst wenig Aufwand so viele Musiker wie möglich auf die Bühne zu bringen. Ein Programm voller spannender Entdeckungen.

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Brillanz und Klangfarbenzauber

Olivier Latry aus Paris gastierte beim Orgelsommer in Karlsruhe

 

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Der französische Organist Olivier Latry, unter anderem Titularorganist an der Kathedrale Notre-Dame in Paris und zugleich am dortigen „Conservatoire National Supérieure“ tätig, ist in Karlsruhe kein Unbekannter.
Ausgesprochen gut besucht war jetzt sein Konzert in der Evangelischen Stadtkirche, und einmal mehr dürften die Hörer über die Klangfarben gestaunt haben, die an den beiden Orgeln möglich sind. Das Programm hatte – naturgemäß – einen französischen Schwerpunkt, was vor allem die französisch-barocke Rémy-Mahler-Orgel ins Blickfeld rückte.

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Musikalische Bergtour mit Alphorn und Akkordeon

Das Picknick-Konzert im Kunsthaus Durlach führte diesmal in die Schweiz

 

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Dass sich Leichtigkeit und Anspruch keineswegs ausschließen müssen; dass der schmale Grat zwischen Avantgarde-Musik, Unterhaltung und seriöser Klassik vielmehr ein faszinierender Ort sein kann – das zeigen derzeit die Picknick-Konzerte im Kunsthaus Durlach mit ihren musikalischen Reisen. Die bildreichen Conferencen des Hausherrn Johannes Hustedt tun dabei ein Übriges, um den jeweiligen „Sehnsuchtsort“ darzustellen. Diesmal war, unter anderem bei schlichten Naturtonreihen, ein Ausflug in die Schweizer Alpen angesagt.

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