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Kritik

Eindrucksvoller Auftakt zum Bruckner-Jahr

| Christine Gehringer | Kritik

KIT Philharmonie spielte die "Siebte"/ Katharina Uhde mit Violinkonzert von Joseph Joachim

 

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Die KIT Philharmonie – 2009 aus der Fusion von Universität und Forschungszentrum entstanden und seitdem von Nikolaus Indlekofer sehr erfolgreich geleitet – zeigt sich immer wieder rührig, wenn es um musikalische Gedenktage geht. Im Herbst 2022 gab es einen Brahms-Abend zum 125. Todestag; jetzt läutete das Orchester in Karlsruhe sogar das Bruckner-Jahr ein: mit einer bemerkenswerten Aufführung der siebten Sinfonie. Davor präsentierte die Geigerin Katharina Uhde mit dem G-Dur-Violinkonzert Nr. 3 von Joseph Joachim ein seltenes Werk. Man kennt Joachim zwar als bedeutenden Geiger des 19. Jahrhunderts, aber nicht unbedingt als Komponisten.

Vom Kind in der Krippe zu Epiphanias

| Christine Gehringer | Kritik

Schubertiade Ettlingen mit einem stimmungsvollen Konzert "Zwischen den Jahren"

 

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Weihnachtliche Musik erwartet man nicht unbedingt in einem Liederabend. Doch auch Hugo Wolf, Max Reger und vor allem Peter Cornelius (1824-1874) schrieben Werke rund um Krippe, Hirten und Könige – und das ergibt einen reichen Fundus, aus dem das Liedduo Thomas Seyboldt (Klavier) und Hans Christoph Begemann (Bariton) diesmal schöpfte: Das Publikum im Asamsaal des Ettlinger Schlosses erlebte ein besonderes Konzert zum Jahreswechsel.

Schlichte Andacht und festtäglicher Glanz

| Christine Gehringer | Kritik

Kammerchor an der Christuskirche: "Barocke Weihnacht" aus der Zeit vor Bach

 

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Gibt es eigentlich auch ein Weihnachtsoratorium vor Johann Sebastian Bach? Nun, ein „Oratorium“ in diesem Sinne gibt es zwar nicht, sehr wohl aber Weihnachtserzählung, die in ihrer Anlage – mit Evangelisten, Soli, Chöre – eine gewisse Ähnlichkeit mit den sechs Bach-Kantaten aus BWV 248 aufweist. Die Rede ist von der „Weihnachtshistorie“ von Heinrich Schütz. Doch während Bachs „Weihnachtsoratorium“ zur Advents- und Weihnachtszeit überall in den protestantischen Kirchen präsent ist, wird die „Historia der Freuden- und Gnadenreichen Geburth Gottes und Marien Sohnes Jesu Christi“ leider nur selten aufgeführt.
Der Kammerchor der Christuskirche unter Kantor Peter Gortner, dazu das Barockorchester „L‘ arpa festante“ widmeten sich jetzt diesem Werk in einem festlich-barocken Konzert. Es wurde vom SWR aufgezeichnet, in der Mediathek ist es nachzuhören.

"Es ist toll, zwei Kulturen in sich zu haben"

| Christine Gehringer | Kritik

Karlsruher Schlosskonzerte mit dem Thema Migration und "Deutsch-marokkanischen Lebenswegen" 

 

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Seit 2005 sorgen die „Karlsruher Schlosskonzerte“ im Gartensaal für originelle Programme in der Karlsruher Kulturszene, oft auch in Verbindung mit anderen Künsten. Das Besondere dabei: Die Konzerte finden bei freiem Eintritt statt; die Kultur, so das Konzept, soll möglichst jedem zugänglich sein.
In dieser Saison wurde die Reihe erstmals nach Corona wieder aufgenommen. Triebfeder der Schlosskonzerte ist die Mezzosopranistin Malika Reyad. Sie hat marokkanische Wurzeln: Was lag also näher, als das deutsch-marokkanische Anwerbeabkommen von 1963 und die damit verbundene Migrationsgeschichte zum Thema zu machen? Der kürzliche Abend - „Ich habe Liebe für die Leute“ - bot mit Musik, Filmausschnitten und Gesprächen erhellende Einblicke.

Das Leid im Volksliedton

| Christine Gehringer | Kritik

"Die schöne Müllerin": Zum kürzlichen Liederabend mit Christoph Prégardien an der Musikhochschule Karlsruhe

 

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Immer wieder ist Christoph Prégardien im Rahmen von Meisterkursen an der Karlsruher Musikhochschule zu Gast; seine Liederabende, die er in diesem Rahmen gibt, zählen zu den Höhepunkten im Konzertkalender der Hochschule. In der vergangenen Woche war er dort erneut zu erleben, diesmal mit Schuberts „Schöner Müllerin“. Und man muss es mit dem allergrößten Respekt sagen: Was der mittlerweile fast 68jährige Tenor seiner Stimme an Ausdrucksmöglichkeiten entlockt, sorgt nach wie vor für tief bewegende Momente.

Entdeckung mit Scarlatti

| Christine Gehringer | Kritik

Zum kürzlichen Adventskonzert des Waldstadt-Kammerorchesters in der Emmauskirche

 

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Zu einem stimmungsvollen Adventskonzert gehört eine kluge Mischung aus „Klassikern“, wie man sie in der Vorweihnachtszeit einfach erwartet, dazu aus unbekanntem und möglichst auch aus stilistisch vielfältigem Repertoire: Immer wieder gelingen dem Dirigenten und Cembalisten Norbert Krupp mit seinem Waldstadt-Kammerorchester auf diese Weise geschmackvolle und ansprechende Programme - wie zuletzt in der Emmauskirche in Karlsruhe-Waldstadt. Zu Gast war außerdem die Mezzosopranistin Rosemara Mellmann-Ribeiro.

Beste Werbung für ein seltenes Werk

| Christine Gehringer | Kritik

Sprühende Opernkomödie: Staatstheater Karlsruhe zeigt "Die Schweigsame Frau" von Richard Strauss

 

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Amüsantes zum Jahresausklang: Die „Schweigsame Frau“ von Richard Strauss, eine rasante Opernkomödie im Stil der klassischen „Opera buffa“, ist nur selten auf der Bühne zu sehen. In Karlsruhe kann man sie jetzt erleben, und in der Inszenierung von Mariame Clément entfaltet sie auch ihr unglaublich prickelndes Potenzial. Nächste Vorstellung: Samstag, 16. Dezember, 19 Uhr.

Eugen Werner Velte, Komponist und Menschenfreud

| Christine Gehringer | Kritik

Festkonzert an der Musikhochschule Karlsruhe zum 100. Geburtstag des ehemaligen Hochschulrektors

 

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Seit 2011 wird zum Jahresende an der Karlsruher Musikhochschule der Eugen Werner Velte-Preis an Menschen vergeben, die für die Hochschule Besonderes geleistet haben – ganz dem Andenken des Namensgebers entsprechend. In diesem Jahr galt der Termin Eugen Werner Velte (1923-1984) selbst; er leitete die Hochschule nach ihrer Neugründung als „Staatliche Hochschule für Musik“ von 1972 bis 1980.
Einen ganzen Abend lang war jetzt Veltes Musik zu hören, was sonst selten der Fall ist. Dazu erinnerten zwei Künstlerinnen, die einst bei Velte studiert hatten, an einen außergewöhnlichen Menschen.