Aufbruch in eine digitale Zukunft

Neue Bild- und Tontechnik für das Festspielhaus/ Stadt Baden-Baden investierte 1,1 Millionen Euro

 

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Es gibt auch noch positive Signale aus der Kultur - trotz des bevorstehenden Lockdown. „Das war eine Punktlandung“, konstatierte Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen – und meinte damit nicht nur das Brahms-Wochenende mit Thomas Hengelbrock, das im Festspielhaus gerade noch über die Bühne gehen kann.
Die lange spielfreie Zeit nach der ersten Schließung war vor allem für eine umfassende Investition genutzt worden: in eine moderne Audio- und Videoanlage, die den heutigen Ansprüchen (gerade auch im digitalen Bereich) genügt. Mit der Übertragung der morgigen Konzerte (per Live-Stream im Internet bei Arte Concert, 16 Uhr und 20 Uhr) kommt sie erstmals zum Einsatz.

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Beethoven und der Humor

Zum kürzlichen Vortrag mit Hartmut Becker und Joachim Draheim im Kaffeehaus Schmidt

 

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Wer an Beethoven denke, der sehe meist nur „den tauben Titan, der ständig dem Schicksal in den Rachen greift“, bemerkte der Karlsruher Musikwissenschaftler Joachim Draheim im Rahmen eines Vortrags im Kaffeehaus Schmidt. Diese derzeitigen Vorträge über Ludwig van Beethoven zählen zu einer Serie, die sich unter dem Titel „Kultur im Café – Musikgeschichte(n)“ vornehmlich den Jubilaren eines jeweiligen Musikjahres, aber auch der Karlsruher Musikgeschichte widmet. Dabei wird grundsätzlich auch der eine oder andere Mythos entlarvt.
Joachim Draheim und sein Kollege Hartmut Becker rückten jetzt eine ungewohnte Seite des Komponisten ins Blickfeld, nämlich den „heiteren Beethoven: Beethoven und das Volkslied". Dabei zeigte sich, dass man beispielsweise auch die Sinfonie Nr. 8 ein wenig anders hören muss, als man das vermutlich gewohnt ist.

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Musik als "Hauptperson" des Dramas

Die Beziehung "Beethoven und Goethe" erläuterten Hartmut Becker und Joachim Draheim im Kaffeehaus Schmidt

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Die Beziehung „Beethoven und das Theater“ spielt in der allgemeinen Wahrnehmung eher eine untergeordnete Rolle; allenfalls hört man zu Beginn eines Konzerts gelegentlich die Ouvertüre zu „Coriolan“ oder zu „Egmont“. Doch gerade die Verbindung zwischen Goethes Drama und der Musik Beethovens ist einer näheren Betrachtung wert – und so widmet sich am Sonntag, den 11. Oktober das Karlsruher Barockorchester der Schauspielmusik zu „Egmont“. Die Aufführungen im Konzerthaus Karlsruhe beginnen um 11 Uhr und um 18 Uhr.
Die Karlsruher Musikwissenschaftler Hartmut Becker und Joachim Draheim beleuchteten das Verhältnis „Beethoven und Goethe – Beethoven und das Theater“ vor kurzem in einem Vortrag im Kaffeehaus Schmidt.

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Die Lust am Experimentieren

Der Geiger Cosimo Stawiarski gab Einblicke in Leben und Werk des Durlacher Hofkapellmeisters Georg Christoph Strattner

 

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Kaum bekannt sind die Werke des Durlacher Hofkapellmeisters und Kirchenmusikers Georg Christoph Strattner (1644/45 – 1704), dabei ist sein Musikstil originell und weist über die damals übliche Form des geistlichen Konzerts weit hinaus. Strattner arbeitet mit Kontrasten und harmonischen Spannungen, und er versteht es meisterhaft, den Sinngehalt der Texte in Musik zu übersetzen.
Eine Auswahl an geistlichen Werken ist am kommenden Sonntag in der Stadtkirche Durlach zu hören. In Durlach entstanden auch seine frühesten noch erhaltenen Stücke.
Es musiziert das Gamben-Consort „Les Escapades“, das sich hierzu im Rahmen einer CD-Produktion renommierte Gäste eingeladen hat. Der Geiger und Musikwissenschaftler Cosimo Stawiarski, unter dessen Federführung das Programm entstanden ist, gab nun in der Badischen Landesbibliothek einen Einblick Strattners Leben und Werk.

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"Die Ohren zu spitzen ist ein beglückendes Erlebnis"

Klavierwettbewerb Ettlingen: Das Online-Finale war vor allem in menschlicher und pädagogischer Hinsicht ein Gewinn

 

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Mit der heutigen Preisträgerveranstaltung vor dem Kino Kulisse (auch ab 20.30 Uhr unter www.pianocompetition.org) geht das "Ettlinger Online-Finale" zu Ende, das offensichtlich mehr war als nur ein virtueller Ersatz für den sonstigen Internationalen Klavierwettbewerb (wobei man die live gespielte Musik ohnehin nicht ersetzen kann). Ganz neue Erfahrungen – gerade auch in künstlerischer Hinsicht – haben die jungen Teilnehmer dabei gemacht.
Frank Reich, der organisatorische Leiter des Ettlinger Klavierwettbewerbs, zieht Bilanz.

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"Uns bleibt nichts anderes übrig als zu warten"

Bruchsaler Schlosskonzerte vorerst ausgesetzt/ "Weingartner Musiktage" auf 2021 verschoben

 

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Dass derzeit wieder Konzerte zumindest in kleiner Besetzung und mit Sicherheitsabstand veranstaltet werden, machte zuletzt Hoffnung – zwar nicht auf eine normale Saison, aber doch auf ein gewisses Kulturleben in der Region.
Doch die Corona-Pandemie sorgt nach wie vor auch im Bereich der Kammerkonzerte für herbe Einschnitte: Vor kurzem wurde bekannt, dass die renommierte Reihe der Bruchsaler Schlosskonzerte vorerst nicht in die neue Saison starten kann.
Auch das Leitungsteam der „Weingartner Musiktage junger Künstler“, entschloss sich dazu, unter den derzeitigen Bedingungen auf das Festival im Oktober zu verzichten – es wäre das 40jährige Jubiläum gewesen.

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"Um 19 Uhr rumort es in den Gängen"

Sonderfahrplan Staatstheater: Maskenbilderin und Kapellmeister gaben Einblicke in ihre Arbeit

 

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"Wenn Maske auf Musik trifft“: Ein solcher Titel hat in Corona-Zeiten einen merkwürdigen Klang. Und sah man sich im Publikum um, so waren die großen Abstände und das dementsprechend spärlich besetzte Haus womöglich ein Vorgeschmack auf den künftigen Konzert- und Theaterbetrieb.
Gemeint war in diesem Fall aber die Arbeit einer Chef-Maskenbildnerin und eines Kapellmeisters am Tag der Aufführung: Das Gespräch zwischen dem Ehepaar Johannes Willig und Caroline Steinhage war Teil des derzeitigen Sonderfahrplans und damit der Versuch, auch ohne Opernaufführungen mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Der Abend bot Amüsantes und Erhellendes rund um das Bühnengeschehen.

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"Von Haltung und Verhalten": Staatstheater Karlsruhe stellt Spielplan für 20/21 vor

Verdis "Aida" und Richard Strauss' "Schweigsame Frau" sind vorgesehen

 

200528 Spielplan Staatstheater

"Von Haltung und Verhalten“ - dieses Motto stand schon vor der Corona-Krise fest, und im neuen Spielplan schlägt es sich nieder in Form von Werken, bei denen es um Kriege, zwischenmenschliche Konflikte, Flucht und Vertreibung, Humanität und Nachhaltigkeit geht. Sieben Opernpremieren sind geplant; manches aus der vergangenen Saison wird nachgeholt.

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Jubiläum im kleinen Kreis

Zum Orgelgeburtstag lud die Karlsruher Christuskirche zur musikalischen Andacht

 

200521 Klais Orgel

Vor zehn Jahren, am Himmelfahrtstag, erklang zum ersten Mal die neue Klais-Orgel in der Christuskirche Karlsruhe - und wäre nicht die Corona-Krise dazwischen gekommen, dann hätte man dieses Jubiläum mit Sicherheit entsprechend gefeiert.
Als der Bonner Orgelbauer Philipp Klais sein Instrument im Rahmen des Einweihungskonzerts dann in seiner ganzen Klangpracht hörte, da habe er – so erzählt Pfarrerin Gabriele Hug – erstaunt gerufen: „Der Carsten Wiebusch holt hier Töne raus, die sind da gar nicht drin!“ Auch in der jetzigen Zeit, sagt die Pfarrerin, „ist es unsere Aufgabe, Töne herauszuholen, wo eigentlich keine sind“.
Immerhin, ein kleines Format war dennoch möglich zum Geburtstag: Zwei Orgelandachten gab es, eine davon sogar recht amüsant, denn William Albrights „King of Instruments“ ist eine humorvolle Sicht auf sämtliche Manuale und Register
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Georg Fritzsch bringt seine "Herzensmusik" nach Karlsuhe

Neuer GMD stellte am Staatstheater den Konzertspielplan für die nächste Saison vor

 

Konzert PK 20 21

Max Mutzke gemeinsam mit der Badischen Staatskapelle in der Schwarzwaldhalle. Bruckners „Romantische“ in einem Nachtkonzert in der dunklen Christuskirche. Schließlich ein Beethoven-Marathon, der dem Jubilar dieses Jahres vielleicht doch noch zu seinem Recht verhelfen könnte, denn Gerhard Oppitz soll an einem einzigen Abend sämtliche Klavierkonzerte spielen.
Schon allein diese drei Sonderkonzerte zeigen: Hier wirkt jemand mit Innovationskraft und neuen Ideen – auch, was Konzertformate angeht. Im Rahmen einer großen Pressekonferenz stellten Generalintendant Peter Spuhler und der neue Generalmusikdirektor Georg Fritzsch den Konzertspielplan für die Saison 2020/21 vor, und man wünscht sich dabei eigentlich nur, dass er auch genau so umgesetzt werden möge...

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