Konzerte auf Wunsch

Christuskirche Karlsruhe mit neuem "on-demand"-Angebot/ Premiere mit dem Ensemble Polyharmonique

 

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Der Kulturkalender verspricht ein reichhaltiges Angebot; viele Veranstaltungen sind gut besucht, manche sogar ausverkauft: Der Konzertbetrieb läuft also wieder normal, möchte man meinen.
Tatsächlich aber diskutiert man in der Branche derzeit über den „Publikumsschwund“, und wer genau hinsieht, der bemerkt: Für viele Konzerte, die früher tage- oder wochenlang vor dem Termin ausgebucht waren, gibt es jetzt auch kurzfristig noch Karten. Außerdem beklagen manche Veranstalter den Umstand, dass offenbar etliche der langjährigen Konzertbesucher ihre Abonnements nach Corona nicht wieder aufgenommen haben.
Da braucht es findige Lösungen: An der Christuskirche Karlsruhe hat man deshalb das Format „Music on demand“ ins Leben gerufen; gespielt wird nur, wenn es genügend Anmeldungen gibt. Zu Gast bei der Premiere war das fabelhafte Ensemble Polyharmonique mit Musik des italienischen Barock.

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Heiterer Abend unter Freunden

Der Freundeskreis der Musikhochschule Karlsruhe lud zum Benefizkonzert mit dem Hochschul-Vokalensemble

 

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Zur „Musik für gesellige Abende“ lud vor kurzem der Freundeskreis der Musikhochschule Karlsruhe (dem auch die Einnahmen und Spenden dieser „Benefizgala“ zu Gute kamen), und dabei zeigte sich, was Unterhaltung im besten Sinne sein kann.
Der Humor und die kleineren Derbheiten Haydns oder Mozarts, dazwischen die schlicht-schönen Volksliedbearbeitungen von Johannes Brahms ergaben jedenfalls eine gelungene Mischung.

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Ein kurzer Gang durch die französische Musikgeschichte

Neujahrskonzert der Gedok beleuchtet Freundschaften französischer Komponistinnen und Komponisten

 

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Besonders spannend sind Konzertprogramme dann, wenn neben der Musik vor allem auch die Beziehungen der Komponisten und ihrer Werke eine größere Rolle spielen – wie etwa beim kürzlichen Neujahrskonzert der Gedok in der Badischen Landesbibliothek. Um „Freundschaften und Rivalitäten“ ging es – zwischen französischen Komponistinnen und Komponisten. Doch eigentlich standen im Wesentlichen die Freundschaften im Vordergrund.
Die Flötistin Heidrun Paulus, die den Abend auch moderierte, und die Pianistin Naila Alvarenga luden dazu ein, sich mit der französischen Musikgeschichte etwas näher zu befassen.

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Der Komponist als politischer Denker

"Musik gegen Diktatur": Zum kürzlichen Abend in der Hemingway Lounge mit Markus Stange und Egidius Streiff

 

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„Ein Komponist kann die Welt, in der er lebt, nicht gleichgültig betrachten … Wo es Schmerz gibt, wo es Unrecht gibt, will ich mitsprechen durch meine Musik“. Diese Worte stammen von Isang Yun (1917-1995), einem deutsch-koreanischen Komponisten, der zeitlebens von der Wiedervereinigung seines Heimatlandes träumte und als „Brückenbauer“ zwischen östlicher und westlicher Kultur gilt.
Unter anderem seine Musik war kürzlich in der Karlsruher Hemingway Lounge zu hören, die sich im Rahmen eines Duoabends mit Egidius Streiff (Violine) und Markus Stange (Klavier) einem ebenso brisanten wie hochaktuellen Thema widmete: „Musik gegen Diktatur“.

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Zu viel gewollt

Bizets "Carmen" am Staatstheater Karlsruhe zündet trotz guter Ideen nicht wirklich

 

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Nachdem "Der Fliegende Holländer" vor kurzem beim Karlsruher Publikum durchgefallen war, durfte man nun gespannt sein auf die zweite Premiere: Bizets Opernklassiker "Carmen".
Die ansich gute Regie-Idee von Immo Karaman ist jedoch problematisch; Beifall gab es dennoch.  

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Junge Talente begeistern am Klavier

"Erlebnis Klaviermusik" mit Studierenden von Sontraud Speidel und Olga Rissin-Morenova an der Musikhochschule

 

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„Erlebnis Klaviermusik“ hieß der Klassenabend mit Studierenden von Sontraud Speidel und Olga Rissin-Morenova – und nicht etwa nur „Prima Abend“, wie dies sonst an der Musikhochschule üblich ist.
Angesichts des Repertoires und des Umfangs (Sontraud Speidel hatte zuletzt auch Schüler der verstorbenen Kollegin Kaya Han übernommen) war dieser Abend tatsächlich ein Erlebnis – und zwar mit Werken von Franz Liszt, Alexander Skrjabin, Beethoven, Brahms oder Schumann. Zudem staunte man über die Leistungen der jungen Studierenden aus dem PreCollege.

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Ukrainische Weihnachtslieder verströmen christliche Hoffnung

"Stunde der Kirchenmusik" in der Christuskirche Karlsruhe: Ensemble „Freedom Consort“ als kultureller Botschafter

 

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Eine solche Musizier- und Lebensfreude in den Zeiten des Leids! Das berührte und begeisterte die Zuhörer in der Karlsruher Christuskirche gleichermaßen: Aus der Ukraine kam das Vokalensemble „Freedom Consort“ zur "Stunde der Kirchenmusik"; das Ensemble, so liest man im Programm, besteht aus einer Gruppe von Freunden und wurde erst im vergangenen Jahr gegründet.
Im Ausland (unter anderem bereits in Österreich und Italien) möchten die jungen Sängerinnen und Sänger die Musik ihres Landes bekannt machen. Jetzt boten sie einen weihnachtlichen Nachklang - unter anderem mit den „Motets pour le temps de Noël“ von Francis Poulenc und mit traditionellen Weihnachtsliedern aus ihrer Heimat.

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Mit Champagnerlaune ins neue Jahr

Beim Neujahrskonzert der Musikhochschule verströmen Markus Huber und das Orchester der Hochschule Sorglosigkeit in schwierigen Zeiten

 

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Nein, Karlsruhe hat keine Wiener Philharmoniker, auch keinen Goldenen Saal – und dennoch: Das Orchester der Musikhochschule präsentierte selbstbewusst – an zwei Tagen - ein Programm mit „Wiener Schmäh“ (und damit größtenteils Werke von Johann Strauß).
Bei dieser Musikauswahl muss man sich jedoch zwangsläufig auch ein stückweit am Wiener Neujahrskonzert messen lassen. Doch als Fazit kann man sagen: Den jungen Musikern glückte unter der Leitung von Markus Huber, der das Programm mit dem Orchester über mehrere Tage bei offenbar bester Atmosphäre erarbeitet hatte, ein fulminanter Start ins neue Jahr.

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Mit heiterer Gelassenheit

Originelles Programm mit Klavier, Klarinette und Violoncello: Kiveli Dörken, Jonathan Leibovitz und Lionel Martin gastierten in Bruchsal

 

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Was für eine Natürlichkeit, was für eine Spielfreude: „SWR2 New Talent meets YCAT“ versprach das Bruchsaler Schlosskonzert und brachte zum Start ins neue Jahr den jungen Cellisten Lionel Martin und den Klarinettisten Jonathan Leibovitz, der gefördert wird durch den britischen Young Classical Artists Trust, zusammen.
Dazu gesellte sich als Pianistin Kiveli Dörken – und dieser geballten Jugendlichkeit entsprach in Teilen auch das Programm: Ebenfalls jung, etwa dreißig Jahre, war beispielsweise Ludwig van Beethoven, als er sein Septett op. 20 schrieb; hier zu hören in der Triofassung. Das wirklich Verblüffende an diesem Abend aber war: Die drei Künstler hatten sich erst wenige Tage zuvor zusammen gefunden, doch sie spielten mit der Feinabstimmung eines vertrauten Ensembles.
(Nachzuhören ist das Konzert am 11. Februar ab 20.05 Uhr im Rahmen des SWR2-Abendkonzerts).

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Abgründe und Intrigen bei Verdi und Ponchielli

Festspielhaus Baden-Baden: Start ins Jubiläumsjahr mit Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier

 

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„Wir feiern Silberhochzeit – mit Ihnen!“ - so der Dank des Intendanten Benedikt Stampa an das Festspielhaus-Publikum zum Start ins Jubiläumsjahr.
Das allerdings begann gleich mit einem herben Einschnitt, denn die Berliner Philharmoniker gaben tags darauf bekannt, zu Ostern 2026 zurück an ihren angestammten Festspielort Salzburg kehren zu wollen. Diesen hatten sie seinerzeit im Zuge einer massiven Finanzkrise verlassen. Der jetzige Intendant der Salzburger Osterfestspiele, Nikolaus Bachler (zugleich auch Förderer des Berliner Chefdirigenten Kirill Petrenko) hatte jedoch die Rückkehr – so äußerte er sich gegenüber den Salzburger Nachrichten - „seit Längerem ausgelotet“; für ihn als Opernintendant sei der Dirigent Petrenko die "wichtigste Lebensverbindung".
Nicht nur für den Bereich „Oper“ am Festspielhaus ist das erst einmal ein großer Verlust, denn gerade unter Petrenko gewann dieser Bereich an Profil: Tschaikowskys „Pique Dame“ war ein musikalischer Hochgenuss; hier erlebte man die Berliner als exzellentes Opernorchester.
Der Auftakt zum „Silberjubiläum“ in Baden-Baden war nun ebenfalls der Oper gewidmet, wenn auch nur konzertant: Opernszenen von Verdi und Ponchielli boten Jonas Kaufmann, Ludovic Tézier und die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.
(Nachzuhören ist das Konzert noch auf arte.tv/ „ARTE Concert“).

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