Die Königin lud erstmals zur Audienz

Festliche Einweihung der neuen Lenter-Orgel in der Kleinen Kirche Karlsruhe

 

190322 Orgel Kleine Kirche

Nun ist sie da, die neue Lenter-Orgel im Herzen der Stadt Karlsruhe: Schlicht und klar fügt sie sich in die dezente Eleganz des Kirchenraums. Und genau so klingt sie auch - in einem umfangreichen Festprogramm konnten sich die Freunde der Orgelmusik davon am Wochenende überzeugen. Sechs Jahre sind seit dem Beschluss des Ältestenkreises vergangen; das Spendenziel von 360 000 Euro ist jetzt fast erreicht (aktuell fehlen noch etwa 10 000 Euro), dafür sorgten zahlreiche Benefizkonzerte, Pfeifen-Patenschaften und der Verkauf des "markgräflichen Orgelweins".
Nun ist das Projekt "Kleine Kirche, großer Klang" abgeschlossen; die "Königin der Instrumente" wurde sozusagen in ihr Amt eingeführt. 
(Hinweis: Weitere Informationen rund um den Orgelneubau gibt es in der Festschrift "Kleine Kirche, großer Klang - die neue Lenter-Orgel der Kleinen Kirche Karlsruhe"; herausgegeben vom Kantorat der Evangelischen Stadtkirche und der Alt- und Mittelstadtgemeinde Karlsruhe).

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Jacques Offenbach - der "Mozart der Champs-Elysées"

"Kultur im Café" im Kaffeehaus Schmidt: Vortragsreihe zum 200. Geburtstag des Komponisten

 

181117 Debussy Cafe Schmidt

Der geniale Musikschöpfer Jacques Offenbach ist einer der Jubilare dieses Musikjahres. In der Reihe "Kultur im Café - Musikstadt Karlsruhe" widmen sich die beiden Musikwissenschaftler Joachim Draheim und Hartmut Becker diesem Thema: jeweils einmal im Monat, samstags ab 10.30 Uhr im Kaffeehaus Schmidt.
Einen Vortrag gab es bereits; nach einem Faschings-Intermezzo am morgigen Samstag, den 16.02. (mit Texten von Wilhelm Busch und Heinrich Heine, Musik von Robert Schumann und Johann Strauß) wird der Offenbach-Schwerpunkt im Frühjahr fortgesetzt: am 16.03. mit dem Thema "Orpheus und die schöne Helena" und am 13.04. mit "Blaubart, die Großerherzogin von Gerolstein und die Banditen".

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Viel Show, wenig Glanz

Zum kürzlichen Festakt "300 Jahre Staatstheater"

 

190113 Festakt Staatstheater

Es gab Nussecken von Frau Kunz. Und Linzer Torte von Frau Fink: Die Besucher des Karlsruher Staatstheaters trafen sich vor dem Festakt im Foyer zur Kaffeetafel und versorgten sich sozusagen gegenseitig mit Selbstgebackenem. Zum 300. Geburtstag hatte das Haus seine Abonnenten kontaktiert und dabei zu Kuchenspenden aufgerufen.
Die Idee des "Bürgertheaters" zeigte sich also auch hier, und in seiner Fest-Ansprache brachte es Oberbürgermeister Frank Mentrup (auch wenn dies wohlwollend gemeint war) auf den Punkt: "Es hatte etwas von einem Kindergeburtstag". Denn ähnlich wie bei einem bunten Nachmittag gab es viel Show - bis hin zum Bagger, der, mit Kuchen bestückt, demonstrativ vor dem Eingang platziert war: als Zeichen für den Aufbruch. Und Mentrup ergänzte: "Vor 300 Jahren hätte man Köstlichkeiten bei der Hofbäckerei bestellt" - womit er das heutige bürgerliche Engagement ausdrücklich loben wollte. Doch es wäre passender gewesen, man hätte zu diesem Anlass tatsächlich die "Hofbäckerei", sprich: einen Catering-Service engagiert. Denn manches wirkte an diesem Tag unprofessionell bis wenig einfallsreich.  

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Ein Dozent "mit Leidenschaft und entspannter Gelassenheit"

Zur Verleihung des Eugen Werner Velte-Preises an Michael Uhde

Seit 2011 vergibt die Karlsruher Musikhochschule den Eugen Werner Velte-Preis: Er ist benannt nach dem Gründungsrektor der Hochschule und wird verliehen an Persönlichkeiten, die "in künstlerischen, pädagogischen oder auch organisatorischen Belangen der Hochschule für Musik in besonderer Weise gedient haben" - und zwar so, dass sie dabei "das nationale und internationale Ansehen der Hochschule" mehren.
In diesem Jahr ging der Preis an den Pianisten Michael Uhde, der als Professor für Klavier und Kammermusik in Karlsruhe unterrichtet.

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Claude Débussy - ein Impressionist?

Zum 100. Todestag: In der Reihe "Kultur im Kaffeehaus Schmidt" überraschten Hartmut Becker und Joachim Draheim vor kurzem mit einem ungewohnten Blick auf den Komponisten.

 

181117 Debussy Cafe Schmidt

Claude Débussy war, so steht es in den gängigen Nachschlagewerken, ein Impressionist - oder etwa doch nicht? Wer häufig die Vorträge der beiden Karlsruher Musikwissenschaftler Hartmut Becker und Joachim Draheim im Kaffeehaus Schmidt besucht, der weiß: Hier bekommt man oft eine andere, etwas tiefere Sicht auf Komponisten und ihre Werke ... 

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"Ich freue mich, diesen Frauen helfen zu können"

Solidarität tut not: SOLWODI-Gründerin Lea Ackermann hielt die "Karlsruher Rede" an der Musikhochschule

 

181023 Ackermann

Als Rektor Hartmut Höll 2007 an der Karlsruher Musikhochschule die "Karlsruher Rede" einführte, da hatte er vor allem eines im Sinn: Sie sollte der Horizont-Erweiterung dienen. Und so sind zur Akademischen Feier am Beginn des Semesters regelmäßig bedeutende Persönlichkeiten aus dem Kulturleben zu Gast: Der verstorbene Schriftsteller Peter Härtling, Nike Wagner, der Musikwissenschaftler Peter Gülke - aber auch Größen aus Politik und Gesellschaft, wie etwa Heiner Geißer oder Stéphane Hessel ("Empört Euch").
Eine sehr persönliche, bewegende Rede hielt vor kurzem Lea Ackermann: Die 81jährige Ordensfrau engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen Prostitution und Menschenhandel. 

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Ein Labor für künstliche und künstlerische Intelligenz

Zur Eröffnung des Landeszentrums "Musikjournalismus und Musikinformatik" an der Musikhochschule Karlsruhe

 

180425 Landeszentrum

Schlägel fahren durch die Luft, und irgendwo aus dem Raum erklingen Becken und Pauken: Ein „virtuelles Schlagzeug“ war das erste, das es an diesem Abend im Wolfgang-Rihm-Forum zu bestaunen gab. Und Theresia Bauer punktete sogleich mit der Bemerkung, es sei mutig, die Ministerin zu einer solchen Vorführung einzuladen – denn man könnte ja jetzt denken, „die können 's auch ohne Instrumente“.
Im Zuge der vom Land verhängten Sparmaßnahmen und den Diskussionen um die Zukunft der baden-württembergischen Musikhochschulen bekam nun also jede Hochschule ein „Landeszentrum“: Damit sollen künftig Profile gestärkt werden. In Karlsruhe, ohnehin eines der führenden High-Tech-Zentren, ist dies die Verbindung aus Musikwissenschaft, Musikinformatik und Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia.

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"Die emotionale Handlung ist wichtig"

Osterfestspiele Baden-Baden: Mozarts "Gärtnerin aus Liebe" mit jungen Künstlern im Theater Baden-Baden

 

Gaertnerin aus Liebe

Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ hat eigentlich nichts mit Baden-Baden zu tun. Aber: „Auch hier gibt es Grünpflanzen und wohlhabende Menschen in großen Häusern“, sagt augenzwinkernd Nicola May, die Intendantin des Theaters Baden-Baden, bei der Vorstellung dieser Produktion.
Denn zu den Osterfestspielen gehört – neben der großen Opernaufführung im Festspielhaus – traditionell auch eine Kammeroper, die bisher meist in irgendeiner Weise mit den Spielort Baden-Baden verbunden war.
Diese Kammeroper ist eine Koproduktion zwischen dem Festspielhaus, der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung, der Berliner Philharmoniker und des Theaters Baden-Baden; hier rücken junge Talente in den Fokus. Restkarten für die „Gärtnerin aus Liebe“ gibt es noch für den Ostermontag, anschließend geht die Produktion ins Repertoire des Theaters Baden-Baden über – dann mit einer außergewöhnlichen musikalischen Bearbeitung.

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Bridget Breiner wird Nachfolgerin von Birgit Keil

Die Tänzerin und Choreografin übernimmt ab der Spielzeit 2019/20 das Karlsruher Staatsballett

 

Bridget Breiner

(red.) Bridget Breiner, derzeit Ballettdirektorin in Gelsenkirchen, übernimmt ab der Spielzeit 2019/20 die Leitung des Staatsballetts in Karlsruhe. Sie wird damit Nachfolgerin von Birgit Keil, die in den 16 Jahren ihrer Tätigkeit das Karlsruher Ballett zu einem Aushängeschild des Hauses formte. Breiner wird die Linie des klassischen Balletts fortsetzen – jeodch kombiniert sie dies mit ihrer eigenen künstlerischen Handschrift als Choreografin und der Förderung aufstrebender junger Kollegen in diesem Bereich.

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"Die Seele eines Opernabends liegt in den Sängern"

Nicole BraungerNicole Braunger wird neue Operndirektorin am Staatstheater Karlsruhe/ Uta-Christine Deppermann übernimmt die Künstlerische Betriebsdirektion

Wie beteiligt man Frauen an der Führung? Das sei seit längerem ein großes Thema, sagt Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters in Karlsruhe. Denn: Bei den Intendantentreffen stelle er regelmäßig fest, dass auf vierzig Männer höchstens fünf Frauen kommen, „und das spiegelt ja auf keinen Fall die Kompetenzverteilung wieder.“
In fast allen Sparten stellt sich das Staatstheater Karlsruhe jetzt neu auf: Nach Anna Bergmann, ab Sommer 2018 neue Spartenchefin des Schauspiels, hat das Haus in diesen Tagen weitere weibliche Führungskräfte bekannt gegeben, darunter Nicole Braunger (Foto) und Uta-Christine Deppermann, die ab der kommenden Spielzeit die Operndirektion sowie die Künstlerische Betriebsdirektion übernehmen werden.
(Foto: PR)

 

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