"Die emotionale Handlung ist wichtig"

Osterfestspiele Baden-Baden: Mozarts "Gärtnerin aus Liebe" mit jungen Künstlern im Theater Baden-Baden

 

Gaertnerin aus Liebe

Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ hat eigentlich nichts mit Baden-Baden zu tun. Aber: „Auch hier gibt es Grünpflanzen und wohlhabende Menschen in großen Häusern“, sagt augenzwinkernd Nicola May, die Intendantin des Theaters Baden-Baden, bei der Vorstellung dieser Produktion.
Denn zu den Osterfestspielen gehört – neben der großen Opernaufführung im Festspielhaus – traditionell auch eine Kammeroper, die bisher meist in irgendeiner Weise mit den Spielort Baden-Baden verbunden war.
Diese Kammeroper ist eine Koproduktion zwischen dem Festspielhaus, der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung, der Berliner Philharmoniker und des Theaters Baden-Baden; hier rücken junge Talente in den Fokus. Restkarten für die „Gärtnerin aus Liebe“ gibt es noch für den Ostermontag, anschließend geht die Produktion ins Repertoire des Theaters Baden-Baden über – dann mit einer außergewöhnlichen musikalischen Bearbeitung.

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Bridget Breiner wird Nachfolgerin von Birgit Keil

Die Tänzerin und Choreografin übernimmt ab der Spielzeit 2019/20 das Karlsruher Staatsballett

 

Bridget Breiner

(red.) Bridget Breiner, derzeit Ballettdirektorin in Gelsenkirchen, übernimmt ab der Spielzeit 2019/20 die Leitung des Staatsballetts in Karlsruhe. Sie wird damit Nachfolgerin von Birgit Keil, die in den 16 Jahren ihrer Tätigkeit das Karlsruher Ballett zu einem Aushängeschild des Hauses formte. Breiner wird die Linie des klassischen Balletts fortsetzen – jeodch kombiniert sie dies mit ihrer eigenen künstlerischen Handschrift als Choreografin und der Förderung aufstrebender junger Kollegen in diesem Bereich.

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"Die Seele eines Opernabends liegt in den Sängern"

Nicole BraungerNicole Braunger wird neue Operndirektorin am Staatstheater Karlsruhe/ Uta-Christine Deppermann übernimmt die Künstlerische Betriebsdirektion

Wie beteiligt man Frauen an der Führung? Das sei seit längerem ein großes Thema, sagt Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters in Karlsruhe. Denn: Bei den Intendantentreffen stelle er regelmäßig fest, dass auf vierzig Männer höchstens fünf Frauen kommen, „und das spiegelt ja auf keinen Fall die Kompetenzverteilung wieder.“
In fast allen Sparten stellt sich das Staatstheater Karlsruhe jetzt neu auf: Nach Anna Bergmann, ab Sommer 2018 neue Spartenchefin des Schauspiels, hat das Haus in diesen Tagen weitere weibliche Führungskräfte bekannt gegeben, darunter Nicole Braunger (Foto) und Uta-Christine Deppermann, die ab der kommenden Spielzeit die Operndirektion sowie die Künstlerische Betriebsdirektion übernehmen werden.
(Foto: PR)

 

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Annäherungen an Gustav Mahler: Ein Exkurs

Eine Nachbetrachtung zum "Eggisrieder Seminar" des vergangenen Jahres - und zugleich eine Empfehlung

 

Schickling MarienlebenRot

Zwischen der Karlsruher Musikszene und dem Allgäuer Maler Erich Schickling (1924-2012) besteht seit Jahren eine fruchtbare Verbindung.
In Eggisried, einem kleinen Weiler nahe der Marktgemeinde Ottobeuren, liegt die Wirkungsstätte des bildenden Künstlers, der hautsächlich sakrale Räume, insbesondere Glasfenster gestaltete.
Dem Haus Schickling verbunden ist seit langem Ulrike Meyer, Dozentin für Klavier an der Karlsruher Musikhochschule; Eggisried ist auch ihr Lebensmittelpunkt. Im Rahmen der von ihr gegründeten Schickling-Stiftung verwaltet sie nicht nur den künstlerischen Nachlass, sondern sie hält auch den ständigen Austausch zwischen Musik und bildender Kunst lebendig.
Regelmäßig sind deshalb Karlsruher Musiker in den Räumen der Schickling-Stiftung zu Gast, oft auch im Rahmen mehrtägiger Vorträge. Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres waren Annäherungen an den Komponisten Gustav Mahler im Rahmen des „Eggisrieder Seminars“. Ein Rückblick.

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Mit Weitsicht und Innovationskraft

Zur Verleihung des Eugen Werner Velte-Preises der Karlsruher Musikhochschule an die ehemalige Rektorin Fany Solter

 

Fany Solter2010

Eine feine Nase wie ein Hund, der eine Spur wittert und diese beharrlich verfolgt, dazu eine unbedingte Treue – diese Eigenschaften, welche man dem beliebten Haustier im allgemeinen zuschreibt, können unter Umständen zu großen Erfolgen tragen. Diese Erkenntnis gewinnt man jedenfalls aus der Verleihung des Eugen Werner Velte-Preises vor kurzem an die ehemalige Rektorin der Karlsruher Musikhochschule (und große Hundeliebhaberin!) Fany Solter …

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Es gehört zu unseren Pflichten, Schönes zu vernichten?

Akademische Feier an der Musikhochschule Karlsruhe: FAZ-Autorin Eleonore Büning reflektierte über "Glanz, Furcht und Elend der Musikkritik".

 

171017 Buening Rede

"Heute findet jede Zei-tung größe-re Verbreitung durch Musik-kritiker“, schnarrt die Stimme in Georg Kreislers berühmtem Chanson. Dazu pocht das Klavier derart spitz, dass man sich lebhaft vorstellen kann, wie der Autor seine ebenso spitzen Kommentare genüsslich in die Tastatur hämmert. Und die Zeitung? Die lässt sich das natürlich etwas kosten.
Ach ja, schön wär's – doch tatsächlich befindet sich die Musikkritik in einer Krise. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls Eleonore Büning, Autorin unter anderem bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und eine der bekanntesten Musikkritikerinnen überhaupt.
Bei ihrer Karlsruher Rede im Wolfgang-Rihm-Forum reflektierte sie in einem launigen Vortrag über ihre Zunft - und plädierte dabei für „lustige Verrisse“.

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Gesucht: Junge Menschen, die sich für Wagner begeistern

Der Richard-Wagner-Verband in Karlsruhe feierte das 30jährige Jubiläum seiner Neugründung.

Armin Kolarczyk, Sänger am Staatstheater in Karlsruhe, singt derzeit in Bayreuth; dasselbe taten vor ihm auch schon Heidi Melton oder Lance Ryan. Und der Regisseur Tobias Kratzer - vor drei Jahren in Karlsruhe für die Meistersinger verantwortlich - inszeniert 2019 den „Tannhäuser“ bei den Wagner-Festspielen. Zwischen Karlsruhe und Bayreuth bzw. Richard Wagner gab es seit jeher eine Verbindung; am Staatstheater ist man stolz auf die lange Wagner-Tradition, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht: Denn Richard Wagner persönlich dirigierte hier, die Hofkapellmeister Hermann Levi und Felix Mottl setzten sich für Wagners Werke ein.
Neu belebt wurde diese Tradition unter anderem auch durch den Richard-Wagner-Verband in Karlsruhe, der sich vor 30 Jahren neu gründete. Zum Jubiläums-Abend vor kurzem am Staatstheater gab es die „Wesendonck-Lieder“.

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Die Musik als Teil des eigenen Atems

Künstlergespräch mit dem Pianisten Menahem Pressler an der Musikhochschule Karlsruhe

 

170709 Pressler

Menahem Pressler ist nicht nur der älteste konzertierende Pianist, sondern – laut Simon Rattle – auch der „älteste Teenager der Welt“. Im Januar 2014 gab der damals 90jährige sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern, und wer ihn beim darauf folgenden Silversterkonzert erlebt hat, der staunte vermutlich in der Tat über die Frische, über die Eleganz der musikalischen Linien, die ein Mensch auch in diesem hohen Alter noch aufbieten kann. Doch Menahem Pressler, prägende Kraft des legendären Beaux Arts Trios über mehr als fünf Jahrzehnte, unterrichtet dabei auch noch. Nach wie vor hat er eine Professur an der Indiana University in Bloomington inne, und bis gestern gab er einen Meisterkurs an der Musikhochschule in Karlsruhe. Im Rahmen der Reihe „Musik im Gespräch“ erzählte er jetzt aus seinem reichen Künstlerleben.

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Erinnerung an einen ungewöhnlichen Pädagogen

Gedenkkonzert für Peter Feuchtwanger am Forum für musikalische Bildung in Karlsruhe

 

Feuchtwanger

Vor etwa einem Jahr starb im Londoner Exil der Pianist, Komponist und Klavier-Pädagoge Peter Feuchtwanger. Einst hatte der Schüler von Edwin Fischer und Walter Gieseking eine vielversprechende Karriere vor sich, dann aber zog er sich völlig aus dem Konzertleben zurück und konzentrierte sich fortan auf die pädagogische Arbeit. Zu den prominentesten Künstlern, mit denen er arbeitete, zählt beispielsweise auch die junge Martha Argerich. In Karlsruhe prägte Feuchtwanger - unter anderem mit dem Pianisten Günter Reinhold und dem Pädagogen Peter-Michael Rihm – die Arbeit am Forum (vormals: Internationale Akademie) für musikalische Bildung. Dort gab es jetzt ein Gedenkkonzert.

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Wagner im Fokus

Staatstheater Karlsruhe stellt Spielplan für 2017/18 vor/ Ballett zeigt "Carmina Burana" von Germinal Casado

 

Spartenchefs Staatstheater 2017

Von Furcht und Freiheit“ heißt das Motto der Spielzeit 2017/18 am Badischen Staatstheater Karlsruhe – was ja genau genommen kein Motto ist, denn um Furcht oder Freiheit (oder um beides) geht es eigentlich meist auf der Bühne.
Sei' s drum. Mit diesem Thema lassen sich aktuelle Bezüge herstellen; dieses Motto sei „die beste Beschreibung für unsere Zeit“, befand Generalintendant Peter Spuhler bei der Jahres-Pressekonferenz.

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